Gibt es in Deutschland keine Architekten mehr? Wieso müssen überall Schweizer ran?
Habe hier noch ein Beispiel für Architektur von Herzog und de Meuron:
Ergebnis 1 bis 5 von 11
-
11-06-2005 15:42 #1Kumo Gast
Hamburgs "Hafencity": geplante Bauten
Kenne mich in Hamburg ehrlich gesagt nicht sehr gut aus, doch anscheinend soll dort ein "völlig neuer Stadtteil" erschlossen werden (Spiegel Online): die sogenannte "Hafencity".
Zitat von Albert Speer
Hier einige Entwürfe für Bauvorhaben, die im Gespräch sind:
Die "lebende Brücke":
Wohnungen, Büros, Gewerbe, Brücke.

Die Elbphilharmonie:
Von Außen: Ein neues Wahrzeichen für Hamburg? (Kosten: 196 Millionen Euro)

Von Innen: Konzertsaal für 2200 Gäste.

Was haltet ihr davon? Ästhetisch, städtebaulich und politisch gesehen.
-
11-06-2005 16:11 #2
Registrierter Benutzer
- Registriert seit
- 11.12.2003
- Beiträge
- 2.761
Geändert von Klausi (11-06-2005 um 16:14 Uhr)
-
12-06-2005 12:33 #3
Ich find's grundsätzlich gut, was zu bauen, was ein bisschen innovativ ist. Die lebende Brücke find ich daher cool! Man muss ja sowieso neue Lebensräume erschließen.
Ich hoffe nur, dass es dann Dachgärten gibt oder wenigstens Bäume auf der Brücke, sonst wird das ein Endzeit-Stahlmonster.
Die Elbphilharmonie sieht untenrum aus wie eine Burg mit Schießscharten, der Rest ist aber interessant. Der Schwebeeffekt zwischen den beiden Schichten und die Anmutung eines ausgelöffelten, weißen Wolkenkratzers gefallen mir gut! Natürlich ist die Idee, ein Musik- und Kunsthaus im Hafen als Wahrzeichen der Stadt anzulegen nur schlecht geklaut...
'Städtebaulich' hab ich da keine Meinung, weil ich in Hamburg nur das Krankenhaus kenne, und politisch kann ich mich leider auch nicht äußern, weil sich mir der Zusammenhang von Politik und Architektur nicht erschließt. Interessieren würde er mich aber schon.
Und was die Schweizer betrifft: 'Globalisierung' sag ich da nur! Deutsche Architekten planen dafür z.B. erfolgreich in Amiland etc..Without me it's just aweso
Illiud Latine dici non potest.
-
12-06-2005 12:48 #4
"Professor" (750-1499 Beiträge)
- Registriert seit
- 09.11.2002
- Beiträge
- 1.085
Könnte vielleicht, spätestens seit der Reichstag in Berlin die Kuppel gekriegt hat, ein Trend sein, Alt und Neu miteinander, auch archtitektonisch, zu verbinden. Obwohl mir die Berliner Lösung gefällt, bin ich generell skeptisch, ob diese Zwangsverbindung wirklich sinnvoll ist. Ein Gebäude sollte aus einem Guss sein. Dieses Obendraufpfropfen eines modernen Architektur-Elements auf einen alten Korpus kann doch nie zu einer Einheit zusammenwachsen, oder? Jedenfalls nicht in der Monstrosität wie auf dem Entwurf angedeutet. Irgendwie sieht er so aus, als hätte man halt anderswo keinen Platz für die Philharmonie gefunden. Also pappt man sie irgendwo obendrauf. Das ist kein Stilelement mehr, sondern Vergewaltigung vorhandener Bausubstanz.
Die Philharmonie für 2200 Leute graust mich sowieso, seit ich in Berlin in der vielgerühmten Philharmonie war und aufgrund der hervorragenden Tontechnik nicht nur die Musik, sondern auch jeden Huster und Schniefer des Auditoriums in Stereo erleben durfte. Nie wieder!!
Akiva, heute mal mit einem leichten Hang zum Konservativen
-
12-06-2005 13:01 #5
Aaaach, den Schießschartenklotz gibt's also dort schon? Deswegen sieht der so realistisch aus...

Kann man den dann nicht vielleicht einfach abreißen und was Ganzes neu hinbauen? Den Mix find ich dann nämlich auch so gar nicht gelungen...Without me it's just aweso
Illiud Latine dici non potest.


LinkBack URL
About LinkBacks




Lesezeichen