UNI-Forum

Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    nebel ist offline "Doktor" (300-499 Beiträge)
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    313

    Frage Ästhetik der Wissenschaft

    "Es gibt auf der Welt keinen Platz für häßliche Mathematik", hat ein berühmter japanischer Mathematiker gesagt.

    Stimmt das ?

    Können Naturwissenschaften ästhetisch sein? Ein Beweis etwa oder eine experimentelle Installation?

    Wo liegt der Unterschied?
    Im Erkenntnisgewinn, im Nutzen, in der individuellen Betrachtung?
    Man weiß nie, was das Leben bringt.
    Darum iß immer den Nachtisch zuerst!

  2. #2
    Avatar von Schneiderlein
    Schneiderlein ist offline "Doktorand" (150-299 Beiträge)
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    221
    z.B. im kreativen Umgang mit Alltäglichem. Den Kunst-Begriff begründet wohl ein Aha-Erlebnis: So kann man das also machen. Das bewegt den Menschen.

    Malerei, Theater o.ä. zeichnen sich durch eine virtuose Abbildung bzw. künstlerische Verzerrung der Welt ab. Musik ist wohl den Wissenschaften näher (da gehts ja darum, eine pfiffige Melodie zu konsturieren, die den Regeln für Harmonie genügt).
    Das bewegt dann auch.

    Gemeinsam haben diese beiden Welten, dass sie den Menschen bewegen können. Und so äußert sich Schönheit.
    Dem Dichter und Weisen sind alle Dinge befreundet
    und geweiht, alle Erlebnisse nützlich, alle Tage heilig,
    alle Menschen göttlich. -- Emerson

  3. #3
    nebel ist offline "Doktor" (300-499 Beiträge)
    Registriert seit
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    313
    Aber auch Wissenschaft verzerrt die Realität. Bewegungen werden zu Buchstaben, Licht wird zur Gleichung.

    Und das Aha-Erlebnis hat man im Idealfall auch in der Wissenschaft - nämlich genau dann, wenn man eine neue Idee hat, einen Beweis findet, einen Versuch erklären kann usw.

    Es gibt ja auch einige Maler, die Mathematik bzw. geometrische Formen malen. Fraktale sind meines Wissens sehr beliebt. Oder wenn man in die Renaissance zurückschaut wird man eine noch viel engere Bindung von Mathematik - als Wissenschaft der Proportion - und Kunst finden.
    Man weiß nie, was das Leben bringt.
    Darum iß immer den Nachtisch zuerst!

  4. #4
    hi1 Gast
    In Wikipedia steht noch was von Josef Beuys zum thema:

    Dabei wurde die Aussage "Jeder Mensch ist ein Künstler" häufig missverstandenen und belächelt: Der Satz verneinte aber gar nicht unbedingt spezielle Begabungen etwa in der Malerei und stellte auch keine Anweisung an Jedermann dar, nun doch auch im klassischen Sinn künstlerisch tätig zu werden. Er meinte vielmehr, dass z.B. die Gesellschaft, die Demokratie auch als Kunstwerk betrachtet werden kann, zu dessen Gelingen vor allem individuelle Spiritualität, Offenheit, Kreativität und Fantasie notwendig sind - Einstellungen also, die eigentlich eher der Künstler gegenüber seinen Sujets hegt. Somit ist besteht die Kunst für ihn aus dem, was der Mensch aus seiner inneren Berufung heraus, aus ganzem Herzen und Einsatz vollbringt und schafft.

  5. #5
    Avatar von pax
    pax
    pax ist offline Moderator
    Registriert seit
    21.09.2004
    Beiträge
    2.666
    Zitat Zitat von nebel
    Können Naturwissenschaften ästhetisch sein? Ein Beweis etwa oder eine experimentelle Installation?

    Wo liegt der Unterschied?
    Im Erkenntnisgewinn, im Nutzen, in der individuellen Betrachtung?
    Was für eine komische Frage.
    Natürlich hat die Naturwissenschaft eine Ästhetik. Besonders wenn sie sich in Foprmeln ausdrückt.
    Man schaue sich nur die einsteinschen Feldgleichungen an und ihre Interpretation, einfach nur toll wie alles ineinander passt.

    Oder meine absoluten Lieblinge, die Differenzailgleichungen 2. Ordnung. Wie kann man da nicht ins staunen kommen, wieviel etwas so kleines so klar strukturiertes alles bedeuten kann.

    Ich möchte in diesem Zusammenhang aber darauf hinweisen , dass Ästhetik und Kunst unterschiedliche Begriffe sind.
    Kunst braucht mehr wie Ästhetik oft sogar das Gegenteil von Äshetik um überhaupt eine Aussage bekommen zu können.
    Ästhetik kann nur für sich stehen und steht für das ständige Spiel zwischen Emotion des Betrachters und seinem Verstand dieses ergründen zu wollen.

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