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  1. #1
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Guggenheim-Ausstellung Bonn, 21.7.2006 - 7.1.2007

    Ich bin nicht sooooo der eifrige Kunstausstellungs-Gucker, seit letzten Dezember war ich in keiner mehr (damals: Edward Hopper in Köln), deshalb möchte ich vorab um Verständnis für diese diletantische und sehr subjektive Kritik bitten.


    Die Guggenheim-Sammlung hat inzwischen viele feste Standorte in der ganzen Welt und ist nicht nur in dem bekannten Bau in New York zu sehen (z.B. auch Venedig, Bilbao und Berlin). Die Ausstellung in Bonn bietet auch mal dem Wesdeutschen Gelegenheit, einen Teil der Sammlung zu sehen, ist aber zeitlich begrenzt und zwar bis zum 7.1. nächsten Jahres. Die Guggenheims waren (sind?) eine steinreiche jüdisch-amerikansiche Familie, die seinerzeit mal ausnahmsweise NICHT vor den Nazis geflüchtet ist, sondern ganz normal "ausgewandert" und die viel Geld mit Kupfer und Zinnförderung und so'n Zeug gemacht haben. Gesammelt hat hauptsächlich Peggy Guggenheim, das Museum im New York hat ihr Onkel Salomon in Auftrag gegeben. Zu sehen ist in allen Museun offenbar hauptsächlich die sog. "klassische Moderne": Franz Marc, Matisse, Mondrian, Klee, Picasso und Gesellen. Aber auch jüngere Künstler von Warhol bis Matthew Barney. Von diesem Barney habe ich erst kürzlich Drawing Restraint 9 im Kino gesehen (Musik von Björk!): Ich bin beeindruckt, auch wenn ich nicht alles verstehe.
    Insgesamt muß ich sagen, daß mich die Werke der "großen" Namen auf der Ausstellung ziemlich enttäuscht haben: Erstaunlich, wie mickrig (Format) vieles ist. Leinwand war doch gar nicht sooo teuer! Ausnahme vielleicht nur der Pollock. Meistens gefallen mir die Epigonen von Picasso und Co. besser, vor allem die Minimalisten, deren Werke sind so ...beruhigend. Und großformatiger.
    Sehr schön auch der AusstellungsORT: Das Bonner Kunstmuseum und die Kunst- und Ausstellungshalle. Viele helle Wände, alles unaufdringlich minimalistisch, kein Schnickschnack, keine Ornamente oder so Nippes-Kram. Kleiner Geheimtipp: Das Dach der Kunst- und Ausstellungshalle: Toll! (Leider machmal mit Gastronomie aus son nem hässlichen Kiosk verschandelt).
    Geändert von Thomas Bernhard (10-08-2006 um 15:32 Uhr)
    Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
    Dem Narren ein Denkmal.
    Dem Reimliebhaber ein Gedicht.

  2. #2
    Worldwide ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Zitat Zitat von Thomas Bernhard
    Die Guggenheim-Sammlung hat inzwischen viele feste Standorte in der ganzen Welt und ist nicht nur in dem bekannten Bau in New York zu sehen (z.B. auch Venedig, Bilbao und Berlin). Die Ausstellung in Bonn bietet auch mal dem Wesdeutschen Gelegenheit, einen Teil der Sammlung zu sehen ...
    Warum eigentlich nur dem Westdeutschen?
    Deutschland ist doch wiedervereinigt und so können die in den neuen Bundesländern Lebenden auch mal rübermachen äähm, rüberfahren.
    Und es wird ja vermutlich auch was anderes als in Berlin gezeigt, so dass sich es auch für einen Berliner lohnt, in die alte Bundeshauptstadt zu reisen.
    Liebe ist eine Lebenseinstellung: Wer Liebe sät, wird Liebe ernten.

    Wir alle sind erst einmal Triebtäter, sind aber im Allgemeinen so frei, es nicht zu bleiben.
    Die Möglichkeit zur Entscheidung ist der entscheidende Qualitätssprung.

  3. #3
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Zitat Zitat von Worldwide
    Warum eigentlich nur dem Westdeutschen?
    Deutschland ist doch wiedervereinigt und so können die in den neuen Bundesländern Lebenden auch mal rübermachen äähm, rüberfahren.
    Und es wird ja vermutlich auch was anderes als in Berlin gezeigt, so dass sich es auch für einen Berliner lohnt, in die alte Bundeshauptstadt zu reisen.
    Stimmt eigentlich!
    Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
    Dem Narren ein Denkmal.
    Dem Reimliebhaber ein Gedicht.

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