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  1. #1
    Anni0303 Gast

    Aufeinandertreffen von Exfreund und Eltern

    Also ich hab da ein Problem, über das ich gern Meinungen hören würde.
    Genaugenommen werde ich dieses Problem erst in knapp einem Jahr haben, nämlich dann, wenn ich promoviere. Trotzdem beschäftigt es mich jetzt schon.

    Ich hatte vor etwa 2 Jahren eine Fernbeziehung, er hat Schluß gemacht, trotzdem hängen wir nach wie vor sehr aneinander und besuchen uns auch hin und wieder. Meine Familie hat ihn aber nie kennengelernt.
    Dieses Wochenende habe ich ihn mal gefragt, ob er denn zu meiner Promotionsfeier und Verteidigung kommen wolle. (Hat sich so ergeben, weil ein Kollege von mir am Freitag promoviert hat.) Und er meinte, natürlich komme ich.

    Nur, wenn ich es recht bedenke, wird das alles ein riesen Streß für mich. Erstmal hab ich da ja andere Sachen im Kopf, als mir Gedanken zu machen, wie ich ihn meinen Eltern und Kollegen vorstellen soll. Bei der Feier wüßte ich auch nicht recht, wie ich es nun machen soll. Er kennt dort niemanden außer mir, meine Eltern aber auch nicht. Außerdem müßte er bei mir übernachten, jedoch wenn es zu spät bei der Feier wird, möchten meine Eltern bestimmt auch bei mir übernachten. Was ja dann schlecht geht.

    Ich möchte keinen zurückweisen, weder meine Eltern noch ihn. Ich bin ja auch froh, daß er mir zur Seite stehen will. Er hat gesagt, er würde auch schon eher kommen, um mich vor der Verteidigung seelisch aufzubauen. Wobei das vielleicht auch keine so gute Idee ist. Denn obwohl er mein Ex- und jetzt mein bester Freund ist, hab ich immer noch dieses Kribbeln im Bauch, wenn wir uns sehen.

    Irgendwie belastet mich dieser ganze Kram total, aber wie gesagt, gerade am Tag der Promotion kann ich mir sowas einfach nicht leisten. Was meint Ihr?

  2. #2
    Avatar von pal_o_matic
    pal_o_matic ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    02.03.2003
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    4.835
    Was das Vorstellen angeht, würde ich ihn an Deiner Stelle wohl als einen guten Freund vorstellen. Ich sehe in meiner Ex-Freundin auch weniger die Ex-Freundin als vielmehr eine mir sehr liebe und wichtig Freundin.

    Und ist das eher ein Platz- oder ein Situationsproblem, wenn Deine Familie und ein Freund bei Dir übernachten?
    Laughing out loud is one of the great pleasures of being alive.
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  3. #3
    Klausi ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
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    Hallo Anni. Das ist ein sehr seltsames Problem. Du magst ihn immer noch gern. Er ist jetzt ein guter Kumpel von Dir. Er erhält möglicherweise einen Platz in den Dankesworten Deiner Promotion und trotzdem weißt Du nicht, wie Du mit ihm dann umgehen sollst?

    Also, die Verteidigung ist ja sowieso öffentlich, auch wenn da - insbesondere bei Mathematikern und Naturwissenschftlern nicht unbedingt hunderte den Vortragssaal stürmen. Du wirst also weniger das Problem haben, ihn dringend jemandem vorstellen zu müssen. Auch wird sich niemand übermäßig wundern, daß er daran teilnimmt.

    Wenn Du nun schon Deine Doktorarbeit schreibst, solltest Du auch erwachsen genug sein, daß Du nicht erst Deine Eltern Fragen mußt, wer bei Dir übernachten kann und wer nicht und es sollte kein Problem sein, ihnen den jungen Mann als guten Kumpel vorzustellen, oder? Du mußt ja nicht aufwärmen, daß er mal Dein Freund war, wovon die Eltern damals nichts mitkriegen konnten, durften oder sollten.

    Wenn Du vor der Verteidigung Deine Ruhe brauchst, dann mußt Du es ihm einfach so sagen. Er wird auch erwachsen genug sein und Dich so gut einschätzen zu wissen, daß er in dem Moment zurücksteckt. Sag ihm, daß er Dir mehr hilft, wenn er erst für Dich da ist, wenn Du den ganzen Streß hinter Dir hast.

  4. #4
    Anni0303 Gast
    Zitat Zitat von pal_o_matic
    Was das Vorstellen angeht, würde ich ihn an Deiner Stelle wohl als einen guten Freund vorstellen. Ich sehe in meiner Ex-Freundin auch weniger die Ex-Freundin als vielmehr eine mir sehr liebe und wichtig Freundin.

    Und ist das eher ein Platz- oder ein Situationsproblem, wenn Deine Familie und ein Freund bei Dir übernachten?
    Ne, es geht nicht so sehr darum, als was ich ihn vorstelle. Vielmehr geht es darum, daß sie das erste Mal aufeinandertreffen. Meine Eltern und er sind irgendwie zwei verschiedene Welten für mich.
    Er ist ein hochgeistiger Dr.Dr., der dauernd in der Welt rumreist und in dessen Familie alle studiert sind. Meine Eltern sind einfache Leute vom Dorf, die noch nie groß rumgekommen sind. Ich glaub nicht, daß sie sich mit ihm angeregt unterhalten werden. Ich fürchte das wird alles sehr verkrampft ablaufen.

    Vom Platz her würden schon alle in meine Wohnung passen, aber es würde eben ziemlich verkrampft.

  5. #5
    Anni0303 Gast
    Ich glaub da gibt es gewisse Mißverständnisse.
    Ich hab nicht gesagt, daß meine Eltern nichts von ihm wissen. Ganz im Gegenteil. Ich erzähle oft von ihm. Aber sie sind sich halt nie begegnet.

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