Autor: Zaunwipfel
Datum: 10-10-2005, 11:43
Thema: Warum sind Frauen so oberflächlich und nutzen einen aus (kein Witz - der Thread heißt wirklich so!)
Link: http://www.unicum.de/community/foren...6&postcount=32
[...]
Tut mir leid, Dich enttäuschen zu müssen, aber das ist es nicht.Zitat von OHMYBABYBOY
Niemand behauptet, dass es nur auf die inneren Werte ankommt (schließlich hat der Mensch nicht umsonst zwei Augen). Optik spielt bei der Partnerwahl auch eine Rolle, aber bei weitem nicht die entscheidende.
Ich kenne jedenfalls keine einzige Frau, der Geld und Aussehen derart wichtig sind, dass sie dafür das Charakterschwein in Kauf nimmt, das sich hinter der Fassade verbirgt.
Es sagt auch keiner, dass sich das niemand wünscht. Jemanden mit einem netten Charakter wünscht man (egal, ob Frau oder Mann) sich, wenn es um eine freundschaftliche Beziehung geht. Und da wir nun mal die meiste Zeit unseres (Wach-)Tages am Arbeitsplatz verbringen, ist der Job nunmal nicht unwichtig. Arbeitszeit wirkt sich aufs Privatleben aus, Art der Arbeit auf die Gesprächsthemen mit anderen, etc. pp.Zitat von OHMYBABYBOY
Wenn es jedoch nicht um Freundschaft, sondern um eine Beziehung geht, vergisst Du einen entscheidenden Punkt.
Ein Mensch kann mir noch so sympathisch sein und einen noch so interessanten Beruf haben - wenn da nicht dieser gewisse Funke überspringt, wird daraus nie mehr als eine Freundschaft werden.
Ein Charakter, der mich anspricht, oder ein Beruf, der nicht gegen meine Prinzipien verstößt, mögen notwendige Bedingungen für die Partnerwahl sein - hinreichend sind sie jedoch definitiv nicht.
[...]
Thema geschlossen
Ergebnis 11 bis 15 von 30
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22-10-2005 21:42 #11
Notwendige vs. hinreichende Bedingungen
Geändert von Düsentrieb_610 (01-11-2005 um 18:53 Uhr)
"Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
(Jean-Jacques Rousseau)
"Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings."
(Victor Stenger)
Am Ende wird alles gut.
Und falls nicht, ist es nicht das Ende.
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30-10-2005 00:06 #12
Nähe ist ein Grundbedürfnis
Autor: MaryLou
Datum: 27-10-2005, 09:53
Thema: Was tut Ihr gegen Einsamkeit?
Link: http://www.unicum.de/community/foren...5&postcount=23
Ich denke, damit hast Du schon zum großen Teil Recht, vor allem mit dem Selbstschutz und so.
Zitat von beryll
Der Umgang mit Einsamkeit, na ja ich weiss nicht so Recht, ob nur unsere Einstellung darüber entscheidet, wie sehr wir darunter leiden. Ich denke irgendwie, dass wir Menschen auch gewisse Grundbedürfnisse haben, und wenn diese durch gewisse Umstände nicht gestillt werden können, dann fühlt man sich in der Regel nicht gut und es ist sehr schwierig, solche Gefühle einfach zu ignorieren oder auch noch toll zu finden.
Das Bedürfnis nach sozialem Kontakt, menschlicher Nähe und Zuwendung ist meiner Ansicht nach genauso ein Grundbedürfnis wie das nach Nahrung. Wenn ich Hunger habe und nichts zu essen habe, nützt mir meine Einstellung irgendwann auch nichts mehr.Geändert von Düsentrieb_610 (01-11-2005 um 18:56 Uhr)
"Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
(Jean-Jacques Rousseau)
"Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings."
(Victor Stenger)
Am Ende wird alles gut.
Und falls nicht, ist es nicht das Ende.
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30-10-2005 00:08 #13
"Die Einsamkeit als Bedrohung ist eine Erfindung der modernen Gesellschaft."
Autor: beryll
Datum: 27-10-2005, 10:31
Thema: Was tut Ihr gegen Einsamkeit?
Link: http://www.unicum.de/community/foren...5&postcount=25
Die Frage ist nicht, ob wir Grundbedürfnisse haben, sondern, wie wir mit ihnen umgehen. Wenn wir nur Brot zuhause haben aber einen Heißhunger auf Torte entwickeln, obwohl es Ende des Monats ist und wir uns keine Torte leisten können, versetzt uns das nicht in Angststarre. Aber wenn wir regelmäßig an der Uni sind, dort Kontakt mir Kommilitonen haben und in einer WG wohnen, kriegen wir trotzdem die Krise, wenn wir keinen Partner haben. Ist das Bedürfniss nach Partnerschaft etwa größer als das nach Essen?
Unsere Bedürfnisse lassen sich leicht pervertieren. In der Werbung sieht man Singles mit vielen Friends (haha), glückliche Familien, junge Paare (mit und ohne Kind aber auf jedem Fall einem Auto mit 177PS). In Zeitschriften wird man überschüttet mit Ratschlägen, wie man den richtigen Partner findet, erkennt und um den Finger wickelt. Aber niemand rät einem dazu, sich Gedanken darüber zu machen, was man wirklich will.
Beziehungswilligkeit wird vorausgesetzt. Beziehungsunfähigkeit ist ein Schimpfwort. Wie haben das die ganzen Kaltmamseln und tatterigen Prfofessoren früher ausgehalten? Wie ertragen das Priester?
Die Einsamkeit als Bedrohung ist eine Erfindung der modernen Gesellschaft. Wir wissen, dass zwischenmenschliche Kontakte gut tun, dass man glücklicher wirkt, wenn man 18mal am Tag umarmt wird und wir haben alle eine Verpflichtung gegenüber dem Staat, ihn via Nachwuchs zu erhalten. Aber nur weil wir wissen, dass Rauchen ungesund ist, hören auch nicht alle auf. Warum sollte ich mich also von Einsamkeit bedroht fühlen? Sicher ist vieles zu zweit leichter. Aber man liest nicht umsonst, dass Paare sich ihre Freiheit zurückwünschen. Und vor allem: warum soll ich mir einen Zustand, der bei der heutigen Bindungsunfähigkeit alle Jahre wieder auf mich zukommen muss, als Katastrophe ausmalen? Es ist schon schlimm genug, dass ich vielleicht einen Traum verloren habe, da muss ich nicht noch die Einsamkeit als Last tragen.
Nur was wir als bedrohlich empfinden, ist bedrohlich. Das ist eine sehr einfache Regel. Es nützt uns ja nichts, uns verrückt zu machen, wegen einer Sache, die wir so oder so aushalten müssen. Oder?
beryllGeändert von Düsentrieb_610 (01-11-2005 um 18:57 Uhr)
"Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
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Am Ende wird alles gut.
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01-11-2005 08:04 #14
Was mir geholfen hat
Autor: EmmaPeel (Willkommen zurück!)

Datum: 31-10-2005, 17:48
Thema: Was tut Ihr gegen Einsamkeit?
Link: http://www.unicum.de/community/foren...9&postcount=47
Hallo,
als erstes möchte ich sagen, daß ich mit diesem Thema sehr zu kämpfen hatte.
Mich hat die ZVS von München nach Osnabrück verschlagen. Meinen damaligen Freund, mit dem ich damals acht Jahre zusammengelebt hatte und meine besten Freunde habe ich sehr vermisst.
Nach acht Jahre intensiver Beziehung auf einmal allein, das war eine riesige Umstellung. Ich war sehr glücklich über mein Studium, dennoch fehlten mir meine Freunde. Die Leute hier sind wesentlich offener als in München, es ist leicht, hier neue Menschen kennenzulernen. So habe ich mich eben jeden Tag durch Unternehmungen abgelenkt. Ich war mein Leben lang sehr introvertiert und hatte einen harten Kern von Freunden, jetzt lebte ich auf einmal sehr extravertiert und stürzte mich ins Getümmel.
Ein Jahr später ging meine Beziehung zuende und ich merkte, daß die Leute, mit denen ich jeden Tag stundenlang herumgealbert und gelacht hatte, das jetzt weiter von mir erwarteten, und ich war einfach nicht bereit dazu. Ich meine, manche Dinge sind es doch wert, daß einem eine Weile das Lachen vergeht. Ich habe mir Zeit zum Trauern genommen, ich fand, das hatte mein Ex-Freund verdient.
Es war nicht einfach, Leute zu finden, die mich so nehmen, wie ich eben gerade bin. Natürlich kann ich in der kurzen Zeit hier keine so intensiven Freundschaften aufbauen, wie ich sie in München hatte.
Jedenfalls mußte ich mich irgendwann, besonders in der Prüfungszeit, der Einsamkeit stellen,genau wie Du. Es war sehr schwer zu ertragen, eine Zeitlang dachte ich, ich könnte verrückt werden, die ganze Lernerei und Grübelei.
Sehr geholfen haben mir diese Dinge:
1. Buddhistische Meditationen - ich bin kein gläubiger Mensch, aber Meditieren hat mir gegen das Grübeln und die ganzen unangenehmen Gefühle geholfen. Ich habe mir "Geistestraining durch Achtsamkeit" von Nyanaponika Thera, hatte ich mir vor Jahren mal gekauft, weil Erich Fromm es in einem seiner Bücher wärmstens empfohlen hat.
2. Gegen meine Angst, durch Einsamkeit verrückt zu werden, hat mir geholfen "Die Kunst des Alleinseins" von Ursula Wagner (ist ziemlich neu und deswegen leider nur in einer sehr teueren gebundenen Ausgabe zu haben). Da habe ich mich auch wieder an die Zeit vor meiner Beziehung zurückerinnert, als ich das Alleinsein sehr genossen habe. Ich mußte mir das Alleinsein in der Beziehung erst mühsam abgewöhnen, und habe es mir ebenso mühsam wieder angewöhnt.
3. Mich mit meinen Freunden übers Alleinsein und Grübeln unterhalten. Fast alle Akademiker kennen solche Phasen. Wer nachdenken will, braucht Ruhe und Einsamkeit, und je mehr man nachdenken und lernen muß, je mehr Einsamkeit ist nötig. Man MUSS lernen, allein sein zu können, ohne zu leiden.
4. Mich mit einer Freundin von "über der Straße" abwechselnd bei ihr und bei mir zum Abendessen verabreden.
5. Mich selbst verwöhnen und mir Geborgenheit geben. Mein Zimmer ist wirklich sehr kuschelig eingerichtet und ich mache jetzt auch mal einfach nur für mich selbst ein paar Teelichter an und einen guten Wein auf. Ich bin nicht sehr sportlich, aber ich mache inzwischen ein bißchen Pilates, weil ich dadurch meinen Körper spüre. Leider haben wir hier im Studentenwohnheim keine Badewanne. Dennoch pflege ich meinen Körper manchmal mit schön duftenden natürlichen Körperölen und mache ein Räucherstäbchen an.
Belohn' Dich für all die Lernerei. Nur Finger weg von Belohnungen die irgendwas mit Essen, Alkohol oder sonstigen Dingen zu tun haben, die zur Sucht werden können und der Gesundheit schaden.
Vielleicht helfen Dir Lerngruppen weiter. Ich fand sie ziemlich ineffizient (hängt von der Zusammensetzung und Organisation ab) und sie haben meine Prüfungsangst verstärkt (Prüfungspaniktratsch).
Ich kann das Alleinsein inzwischen genießen, aber ich habe leicht reden, ich habe ja die Prüfungen erstmal hinter mir
.
Viele Grüße,
EmmaGeändert von Düsentrieb_610 (14-01-2006 um 18:05 Uhr)
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01-11-2005 08:09 #15
Muß Mann ein Arschloch sein, um eine Freundin zu bekommen?
Autor: nobbi
Datum: 23-12-2005, 10:56
Thema: Muß Mann ein Arschloch sein um eine Freundin zu bekommen
Link: http://www.unicum.de/community/foren...04&postcount=1
hallo,
was mir gestern aufgefallen ist bzw. was ich selbst am eigenen leib gespürt habe. hat man als netter mann keine chance bei den frauen? das soll soviel heißen, wenn man verständnisvoll, lieb, zärtlich usw. ist hat man nicht wirklich ne chance auf ne beziehung. die frauen finden das zwar schön, aber es reicht nicht für ne beziehung, sie sehen einen dann immer nur als kumpel mit dem man über alles reden kann und der auch immer für einen da ist. aber anscheinend suchen frauen immer solche männer, die zum teil oberflächlich sind, die die frau auch ab und zu verletzen in seelischen dingen. zumindestens hab ich das gefühl. als netter mann hat man keine chance.
nun meine frage, stimmt das oder bilde ich mir das nur ein?Geändert von Düsentrieb_610 (14-01-2006 um 18:06 Uhr)
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