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  1. #1
    DerPowerboy78 ist offline "Habilitand" (500-749 Beiträge)
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    Beziehungsverhalten und Studienfach

    In einem anderen Thread ging es bereits um "komisches" Verhalten von Physikern oder ähnlichen gegenüber Frauen. Meint ihr, dass im Generellen ein großer Zusammenhang zwischen dem Studienfach/Ausbildungsrichtung und dem Charakter besteht? Falls ja, was ist wohl am ehesten die Ursache?

    1. Besteht einfach angeboren eine Korrelation zwischen einem bestimmten Charakter (z.B. introvertiert) und einer bestimmten Begabung (z.B. mathematisch)? (Interessensrichtung und Wesensart treten angeboren zusammen auf)

    2. Bewikt eine andauernde Beschäftigung in einem bestimmten Wissensgebiet (z.B. mit Computern) ein "komisch werden"? (Wesensart ist eine Folge der Beschäftigung in diesem Umfeld)

    3. Liegt es an der Isolation einer solchen Gesellschaftsgruppe untereinander? (Physiker haben nur mit Technikern zu tun -> Seltsame Eigenarten bilden sich heraus).

    4. Liegt es an der ungleichen Geschlechterverteilung? Weil Pysiker wenige Frauen kennenlernen, sind sie "notgeiler" und anders, als z.B. ein Lehramtsstudent.

    Also - gibt es diesen Zusammenhang zwischen Studienfach und Charakter? Falls ja, wo liegen die Ursachen? Falls nein, woher kommen dann diese Vorurteile?

  2. #2
    Kleines Monster ist offline "Doktorand" (150-299 Beiträge)
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    [QUOTE=DerPowerboy78]In einem anderen Thread ging es bereits um "komisches" Verhalten von Physikern oder ähnlichen gegenüber Frauen. [/QUOTE ]
    oh, mann, die armen Physiker könnten ja einem echt leid tun...was die hier so über sich ergehen lassen müssen...

    Zitat Zitat von DerPowerboy78
    Meint ihr, dass im Generellen ein großer Zusammenhang zwischen dem Studienfach/Ausbildungsrichtung und dem Charakter besteht? Falls ja, was ist wohl am ehesten die Ursache?
    ich denke mal, dass es da bestimmt einen Zusammenhang gibt. zumindest kann ich von mir sagen, dass es bestimmt Studiengänge gibt, die nicht zu mir "passen" und von denen ich denke, dass auch in ich zu den leuten dort nicht wirklich passen würde. Aber da ich die weder die Begründung eines solchen Zusammenhangs habe noch seine vermeintliche Größe angeben könnte, könnte man ruhig davon ausgehen, es handle sich nur um Vorurteile...aber ich bin dennoch der Meinung, irgendwas wird schon dran sein an dem Zusammenhang der Wahl des Studienfaches und dem Charakter

    Zitat Zitat von Powerboy78
    1. Besteht einfach angeboren eine Korrelation zwischen einem bestimmten Charakter (z.B. introvertiert) und einer bestimmten Begabung (z.B. mathematisch)? (Interessensrichtung und Wesensart treten angeboren zusammen auf)
    kann mich nicht nicht daran erinnern, irgendwann mal von etwas ähnlichem gelesen zu haben und "angeboren" ist halt immer so ne sache...

    Zitat Zitat von Powerboy78
    2. Bewikt eine andauernde Beschäftigung in einem bestimmten Wissensgebiet (z.B. mit Computern) ein "komisch werden"? (Wesensart ist eine Folge der Beschäftigung in diesem Umfeld)
    was versteht man unter "komisch werden"?
    Eine andauernde Beschäftigung mit einer Sache kann immer merkwürdige Folgen haben, egal, um welche Sache es sich da handelt
    Aber du willst mir doch jetzt nicht erzählen, dass ein Informatiker sich ständig nur mit Computern beschäftigt, ein Physiker nur über Formel träumt und ein Psychologe ständig alle analysiert, oder? denn das halte ich für Schwachsinn

    Zitat Zitat von Powerboy78
    3. Liegt es an der Isolation einer solchen Gesellschaftsgruppe untereinander? (Physiker haben nur mit Technikern zu tun -> Seltsame Eigenarten bilden sich heraus).
    also, entweder hab ich "falsche" Freunde oder du ein falsches Bild von Physikern ...die Physiker, die ich kenne (gut, sind nur an die vier Stück) sind an sich eigentlich ganz "normale" Menschen, die auch mit anderen "Gesellschaftsgruppen" zu tun haben. Ist bei den meisten Informatikern,die mir jetzt über den weg gelaufen sind genauso. Und da kenne ich mehrere und auch besser. Daher finde ich das Wort "Isolation" etwas übertrieben..aber ich kann mich auch täuschen

    Zitat Zitat von Powerboy78
    4. Liegt es an der ungleichen Geschlechterverteilung? Weil Pysiker wenige Frauen kennenlernen, sind sie "notgeiler" und anders, als z.B. ein Lehramtsstudent.
    o.k, wenn ich als Frau also nen Studiengang mit wenig Männern habe, bin auch "notgeiler"
    Warum gehst du automatisch davon aus, dass Physiker wenig Frauen kennen? Helf mir mal deinen Gedankengang nachzuvollziehen...
    Physiker->Isolation->kennt wenig Frauen, da isoliert und im Studiengang fast nur Männer->notgeiler als andere? naja, könnte sein, aber eben nur bei den isolierten...wo steht, dass Physiker so isoliert sind? Das ist mein Problem, das verstehe ich nicht...ist es echt so?

    Zitat Zitat von Powerboy78
    Also - gibt es diesen Zusammenhang zwischen Studienfach und Charakter? Falls ja, wo liegen die Ursachen? Falls nein, woher kommen dann diese Vorurteile?
    erste Frage: s.o.
    zweite Frage: keine Ahnung...im Charakter eben...das kann man doch nicht genau festhalten...kannst ja genauso fragen, warum wählen manche Menschen Partner mit solchem Charakter und andere eben mit einem ganz anderen...jedem das Seine (wo kämen wir denn hin, wenn jeder dasselbe studieren wollte )

    dritte Frage: das weiß ich auch nicht...vielleicht haben Physiker soviele Frauen, dass andere neidisch sind und diese Vorurteile erfinden. oder ein physiker = ein gentleman: genießt und schweigt...und pfeifft auf Vorurteile
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  3. #3
    Avatar von Mister_Crac
    Mister_Crac ist offline Moderator
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    Zitat Zitat von Kleines Monster
    ich
    Warum gehst du automatisch davon aus, dass Physiker wenig Frauen kennen? Helf mir mal deinen Gedankengang nachzuvollziehen...
    Physiker->Isolation->kennt wenig Frauen, da isoliert und im Studiengang fast nur Männer->notgeiler als andere? naja, könnte sein, aber eben nur bei den isolierten...wo steht, dass Physiker so isoliert sind? Das ist mein Problem, das verstehe ich nicht...ist es echt so?
    Ein Physiker verbringt logischerweise einen großen Teil seiner Zeit in einer Umgebung, in der es Frauen allenfalls in homöopathischen Dosen gibt. (Physik-Fakultät)
    Auch im Berufsleben wird es nicht unbedingt besser: Wenn man in einer Firma arbeitet, die im wissenschaftlich-technischen Bereich tätig ist, so gibt es da ebenfalls nur wenige Frauen.
    Wenn der Physiker dann auch noch Hobbies hat wie z.B. Fußball, Computer, Internet, Elektronik-Basteleien anstatt Yoga, Tanzen, im Kirchenchor singen und Fremdsprachen lernen, sieht es zappeduster aus...

  4. #4
    Kleines Monster ist offline "Doktorand" (150-299 Beiträge)
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    Zitat Zitat von Mister_Crac
    Wenn der Physiker dann auch noch Hobbies hat wie z.B. Fußball, Computer, Internet, Elektronik-Basteleien anstatt Yoga, Tanzen, im Kirchenchor singen und Fremdsprachen lernen, sieht es zappeduster aus...
    das verstehe ich ja immer nicht...dass sie im beruf oder an der uni wenig frauen begegnen, leuchtet mir noch ein, aber hobbies hat doch mal jeder und es soll frauen geben, die sich allein wegen der männern zum fussballplatz begeben (ne freundin von mir angelt sich so schon seit jahren ihre freunde ). und es kann ja sein, dass ich die falschen physiker kenne, denn die beschäftigen sich eben doch in ihrer freizeit desöfteren mit dingen, bei denen man frauen begegnet.
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  5. #5
    kestrel ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    Zitat Zitat von DerPowerboy78
    Meint ihr, dass im Generellen ein großer Zusammenhang zwischen dem Studienfach/Ausbildungsrichtung und dem Charakter besteht? Falls ja, was ist wohl am ehesten die Ursache?
    Ob es der Charakter ist weiß ich nicht. Aber einen generellen großen Zusammenhang gibt es nicht denke ich. Ich würde eher einen Zusammenhang zwischen Interessen und Berufsrichtung sehen.

    [QUOTE=DerPowerboy78]
    1. Besteht einfach angeboren eine Korrelation zwischen einem bestimmten Charakter (z.B. introvertiert) und einer bestimmten Begabung (z.B. mathematisch)? (Interessensrichtung und Wesensart treten angeboren zusammen auf)[/qzute]

    Angeboren nein. Aber als Folge der Ausübung dessen, was man macht. Es gibt ja ausreichend Beispiele aus der Vergangenheit, daß einige Naturwissenschaftler komisch gewesen sein sollen. Was aber genauso auf Künstler zutrifft.
    Ich glaube auch nicht, das eine Interessenrichtung zwangläufig zu komischen Verhalten führt. Wenn man allerdings 20 Stunden am Tag über Formeln sitzt und die anderen 4 Stunden schläft, führt das natürlich zu einer gewissen Charaktereigenschaft.
    Aber angeboren, nein. Da spielt die Umwelt mit.

    Zitat Zitat von DerPowerboy78
    2. Bewikt eine andauernde Beschäftigung in einem bestimmten Wissensgebiet (z.B. mit Computern) ein "komisch werden"? (Wesensart ist eine Folge der Beschäftigung in diesem Umfeld)
    Dem würde ich schon eher zustimmen. Alles eine Frage der Häufigkeit. Aber im Extremfall ja.

    Zitat Zitat von DerPowerboy78
    3. Liegt es an der Isolation einer solchen Gesellschaftsgruppe untereinander? (Physiker haben nur mit Technikern zu tun -> Seltsame Eigenarten bilden sich heraus).
    Das kann man wohl auf alle Gruppen anwenden. Wenn man nur mit Leuten zu tun hat, die in den gleichen "Mustern" denken, ist es im ersten Moment schwer, mit einer anderen Gruppe zu "kommunizieren". Man muß die andere Seite erst verstehen.
    Da könnte ein "Nachteil" für Techniker liegen, die Dinge rational und logisch betrachten und nicht mit dem "Gefühl" wie z.B. Geisteswissenschaftler.

    Zitat Zitat von DerPowerboy78
    4. Liegt es an der ungleichen Geschlechterverteilung? Weil Pysiker wenige Frauen kennenlernen, sind sie "notgeiler" und anders, als z.B. ein Lehramtsstudent.
    Notgeiler nein. Es sind eben andere Denkmuster. Sowohl Fachbezogen als eben auch zwischen Männern und Frauen. Wenn man mit denen von Frauen eben weniger Erfahrung hat, fällt es eben auch schwerer mit ihnen umzugehen und wirkt eben dann "seltsam".

    Zitat Zitat von DerPowerboy78
    Also - gibt es diesen Zusammenhang zwischen Studienfach und Charakter?
    Nein. Siehe oben.

    Zitat Zitat von DerPowerboy78
    Falls nein, woher kommen dann diese Vorurteile?
    Aus den unterschiedlichen "Denkmustern". Sicher gibt es Freaks, die gibt es aber auf beiden Seiten. Der Ottonormalphysiker oder Ottonormallehrer sind am Ende auch nur Menschen, die sich allerdings auf jeweils anderen "Ebenen" begegnen. Wenn man sich ein wenig Zeit gibt, wird das auch. Man muß den anderen eben verstehen. Bei gleichen "Mustern" einfacher als bei verschiedenen.
    Es sind meiner Meinung nach eben Vorurteile, die sich auf den ersten Blick eben häufig bestätigen, bei näherer Betrachtung allerdings selten haltbar sind. Zumindest wenn man bereit ist, seine gewohnten Bahnen zu verlassen und etwas "andere" zuzulassen.

    Wer das nicht will, wird seine Vorurteile auch immer bestätigt finden.

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