Klausi hörte nur mal von seinen Eltern, dass er immer dran sollte, dass die Familie immer für ihn da ist, während andere Leute kommen und gehen. Daran sollte er denken.
Zu der Gelegenheit meinen Eltern jemanden vorzustellen ist es nie gekommen.
Von anderen Eltern hatte ich anfangs nur positive Dinge empfangen.
Ist aber auch wieder nicht gut, weil sich deren Idealvorstellungen von einem guten Schwiegersohn selten mit denen der Tochter decken, womit eine etwaige oder tatsächliche Beziehung unter keinem guten Stern steht.
Manchmal ist es auch nicht, wenn man sich mit mindestens einem Elternteil der Freundin gut versteht, den diese möglicherweise nicht so sehr mag. Das gibt auch wieder Konfliktstoff.
Ist eigentlich eher leichter, Elternteile von der (temporären) Richtigkeit seiner Entscheidung für jemanden zu überzeugen oder mögliche Abneigungen im Freundeskreis abzubauen?
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Ergebnis 21 bis 25 von 56
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27-04-2006 12:48 #21
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Geändert von Klausi (28-04-2006 um 09:27 Uhr)
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27-04-2006 14:55 #22Sean Gast
Meine Eltern mögen meine Freundin auch nicht, auch wenn die Lage sich mitlerweile gebessert hat. Ich bin nun schon 10 Monate mit meiner Freundin zusammen und sie ist eine bezaubernde Frau
Die ersten Monate war zu Hause die Hölle los. Von meiner Mutter kamen ständig Sprüche wie "Dieses Weib macht die Familie kaputt!" oder "Du hast dich um 180 Grad gedreht seit du mit ihr zusammen bist." Meiner Meinung nach alles Humbug und im nachhinein hat sich auch bestätigt, dass meine Eltern falsch liegen, da die Beziehung zu meinen Eltern keinen Schaden genommen hat. Jedenfalls jetzt nicht mehr
Zu der Zeit habe ich auch noch bei meinen Eltern gewohnt, da war ich leider jeden Tag mit den Sprüchen meiner Mutter konfrontiert und es gab auch heftige Streitereien, weil ich deutlich gemacht habe, dass ich entscheide mit wem ich zusammen bin und dass sie es akzeptieren muss. Gebessert hat sich die Situation allerdings erst, als ich ausgezogen bin. Irgendwann später hab ich mich mal wieder mit meinen Eltern gestritten als ich ankündigte, das nächste Wochenende mit meiner Freundin zu verbringen. Zum Schluss sagte meine Mutter, dass sie sich von nun an aus unserer Beziehung raushält, weil dies immer wieder zum Streit führt.
Seitdem hab ich nicht mehr mit meinen Eltern gestritten. Ich besuche sie noch regelmäßig und hin und wieder ist meine Freundin auch dort zu Besuch. Zumindest geben sich meine Eltern nun Mühe freundlich zu meiner Freundin zu sein.
Sie haben halt gemerkt, dass allein ich bestimme, mit wem ich zusammen bin. Und ich denke sie haben auch Angst mich zu verlieren, wenn sie so blöde Sprüche ablassen. Letzteres ist ein wichtiger Faktor. Denn sie wissen, dass ich in einem Streitfall einfach nicht mehr nach Hause kommen würde. Zudem muss ich erwähnen, dass ich finanziell unabhängig von meinen Eltern bin, sie geben mir nicht mal das Kindergeld, aber sie können wenigstens nicht mit nem blöden Spruch kommen, von wegen "ja wir zahlen ja auch für dich".
Ach dazu fällt mir noch was lustiges ein:
Ich wollte mal mit meiner Freundin zusammenziehen, da sagte dann meine Mutter: "Ne, das kommt gar nicht in Frage, ich zahl für dieses Weib doch nicht eure Bude. Das fehlt mir noch." In dem Moment dachte ich nur so "Fuck You". Aber egal, sie hätte eh nie was gezahlt, bin ja wie gesagt unabhängig (zum Glück!!!)
Wenn ich dann sowas höre, dann krieg ich auch das Kotzen! Aber damit ist ja nun endlich schluss, auch wenn ich glaube, dass meine Mutter meine Freundin nie akzeptieren wird, und das ist wirklich schade.
Was sie auch damals gern gemacht hat, ist schlecht über meine Freundin reden. Dann hat sie immer mit ihren Freundinnen getratscht. Sowas macht einen echt wütend und meine Freundin tut mir da ganz besonders Leid, vorallem, weil ich von ihrer Familie sehr nett aufgenommen wurde. Da wunderts auch nicht, dass ich mehr Zeit mit ihrer Familie verbracht habe als mit meiner. Aber nun spielt das auch keine Rolle mehr, weil meine Freundin nach Köln gezogen ist, und ich sie meist dort besuche. Nun verbringen wir sogar mehr Zeit miteinander als früher, ohne meine Eltern :-)
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27-04-2006 15:03 #23Sean Gast
Nachtrag
Zu den Gründen für das Verhalten meiner Mutter:
Ich schätze es ist das klassische Phänomen, bei dem Mütter Angst haben, ihren Sohn zu verlieren. Meine Freundin ist die erste Freundin, die so gesehen "Zeitintensiver" ist, da ich meine Ex nur einmal pro Woche gesehen habe. Muttern kam nicht damit klar, dass ihr Sohn nun nicht mehr jeden Tag zu Hause bei Muddi ist. Ich geh mal davon aus, dass nicht meine Freundin selbst, also ihre Person ein Dorn im Auge ist. Vielmehr wäre jede Freundin ein Biest, dass ihren Sohn aus der Famile reisst. :-)
Aber ich denke, sie hat es akzeptiert. Danke für die Aufmerksamkeit.
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27-04-2006 15:03 #24
Hmm, bei meiner ersten Festen beziehung war das alles etwas kompliziert.
Ihre Eltern konnten mich nicht leiden. Der Vater als Typus "Arbeiterklasse" kam vor allem nicht mit meiner Untersützung ihres Studiums und meinem BWL-Studium klar und die Mutter, naja konnte mich einfach so nicht leiden. Die Großmutter allerdings konnte mich so gut leiden (oder ihre Enkelin so wenig), dass sie immer versucht hat ihr Enkelin in meiner Gegenwart schlecht zu machen. Die Familienfeiern waren echt hart
Meine Eltern hatten zwar was gegen sie, haben es aber erst gesagt als wir nicht mehr zusammen waren. Vorher ist nie auch nur ein schlechtes Wort über ihre Lippen gekommen.
Ich kann zwar verstehen, dass sich gerade Mütter um ihre Söhne und Väter um ihre Töchter ganz besonder kümmern wollen, aber eine bevormundung halte ich für ziemlich überflüssig. Selbst wenn sie recht behalten sollten, was in den meisten Fällen ja nicht passiert, muss man bestmmte erfahrungen schon selber machen.Anglizismen sind Bullshit
Wenn man weiß wer der Böse ist hat der Tag Struktur(Volker Pispers)
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27-04-2006 15:21 #25
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Kleiner Tipp: Auch wenn sich Beziehungen und Zusammenleben in der Zeit geändert haben, aber fragt doch mal die Großeltern, wie sie zuerst auf den Partner ihres Kindes reagiert haben.
Ich wäre gespannt, was da für Ergebnisse rauskommen und wie die sich von der Jetzt-Zeit unterscheiden und insbesondere auch auf die Erkenntnisse, welche Veränderungen doch die Zeit so mit sich bringen kann.
Aber ist schon seltsam, Zwangsehen und anderes, was in einigen nicht-mitteleuropäischen Ländern so passiert werden hier (zu Recht) missbilligt und andererseits verlangt die Familie dann doch, sich einmischen zu dürfen.
Ich würde ja noch soweit gehen, dass es Recht und Pflicht der Familie ist, was zu sagen, wenn sie unabwendbaren Schaden auf das Kind zukommen sieht, aber nur weil die/der Auserwählte nicht ins eigene Beuteschema passt sollte man hier keinen Unfrieden stiften.
Sich gesittet und normal benehmen und beim Essen nicht Schmatzen und Kleckern werden diejenigen ja wohl, wenn sie bei den Eltern vorgestellt werden, oder?
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