daß Frauen Sex haben auch ausserhalb ihrer fruchtbaren Phase ?
Heute eigentlich sogar vornehmlich !
Also was lief da (kultur-) evolutionär ab ?
Und haben sich alle Frauen gleichermaßen an die "Erfordernisse" angepasst, die da offenbar einen Evo-Druck ausüb(t)en ?
edit 16.1.08:
Ein Teilaspekt der Kultur-/Sittengeschichte schlechthin scheint mir die Frage nach den zugrundeliegenden Trieb-/Instinkt gesteuerten Verhaltensweisen der Populationsindividuuen.
Die weiter unten angesprochen Analogien zum Tierreich legen nahe, daß es eine Ausbildung einfacher und komplexer Sozialgefüge incl. Normverhalten auch geben könnte ohne jedwedes Gesetzeswerk, ohne Religion,Mythen,Märchen und Ammenmärchen , sprich ohne jedwede Sprachüberlieferung und darüberhinausgehend sogar ohne Exekutive !?
Nur manifestiert und übertragen durch Gene.
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12-01-2008 10:27 #1
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Wie sich das wohl entwickelt hat ...?
Geändert von Senior (16-01-2008 um 14:38 Uhr)
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12-01-2008 11:28 #2
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Soweit ich weiß haben auch Affen, beispielsweise Chimpansen, außerhalb ihrer fruchtbaren Tage Sex. Das hat also schon eine sehr lange Tradition. Es sei denn, man ist Kreationist
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14-01-2008 09:19 #3
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Klar,daß sich der Blick auf Affen aufdrängt - er soll uns regelmäßig Hilfe sein, wenn wir versuchen uns unsere Ahnen vorzustellen. Muß gestehen, bin nicht so firm über die Verhältnisse im Tierreich..
Versuchs mit Evolutionsratio.
Was in den Zeiten der großen Unbewusstheit passierte, müsste man mit wissenschaftlichem Blick gut erschließen können ...Psychologie war zwar auch schon relevant, aber wohl nicht so unüberschaubar komplexifiziert wie heute.
Vorab zur Nomenklatura: Säugetier- und Menschbezeichnungen verwende ich folgend ohne Unterschied.
Egal wie hoch die Zyklusdauer, und wie lange die empfängnisfähige Zeitspanne.. sobald ein Muttertier trächtig, ergäben weitere Begattungsversuche keinen Sinn was Vermehrung betrifft.
Selbst wenn wir uns vorstellen daß es ein/das Männchen gäbe, das zuvor womöglich hauptsächlich daran mittat zur Befruchtung beizutragen, etwa weil es schon Sympathie, Attraktion etc gibt, was würde es nun tun müssen sollten die Triebfedern der Evo die Erhaltung/Vermehrung der Art bzw (individueller und zu gleich allgemeiner ) der Gene sein ?
Sicher wohl ablassen, sich anderen Weibchen zuwenden,was sonst ? Von Kraft sparen will ich gar nicht reden, wenngleich ökonomische Prinzipien immer mitspielen.
Was könnte es bewirkt haben, daß Männchen dennoch irgendwann das taten was offenbar passierte ...an diesem Weibchen festhalten, sich an es zu binden/binden zu lassen ?
Ideen dazu:
A, Es waren Zeiten großer Not,großer Bedrängnis durch Feinde etc , in denen ein Tier allein die Geburt,Versorgung des Nachwuchses nur schwerlich hinbekam! Ergo die überlebten, die zusammenstanden.
B, Die Bedrängnis ist weniger äußerlicher Natur ,sondernbesteht darin, daß es sehr schwer wird einen Geschlechtspartner zu ergattern! Besonders für Männchen.
Dies könnte bedingt sein durch besonders unwillige/zickige Weibchen und/oder hohe Rivalität unter den Männlichen !?
C, Weibchen nutzen ihr Gedächtnis, lernen.
Geht es ihnen bei einer Schwangerschaft schlecht, verknüpfen sie diesen unerfreulichen Umstand (ja,ohne jedwede Kenntnis eines Kausalzusammenhangs übrigens- wichtig! ) mit dem was zuvor war und da ist ua "das Verhältnis" mit jenem Vatertier zu finden !
Sie verfluchen es quasi im nachhinein. Sollte das Baby gar schwächeln und früh sterben müssen , wird die Emotion umso größer. Falls die Zeiten eher promisk gewesen sein sollten, ergäbe es wenig Effekt wenn SIE nun in Folge nur genau dieses eine Vatertier meiden sollte. Vielmehr entspräche es dem was naheliegt,daß sie dann auch andere solche Männliche meidet,die stärkere Ähnlichkeiten mit dem Besagten aufweisen! - Nun,so funktioniert erstes Lernen.
Wie könnte man das unter C, deuten ?
Bei der 1ten Begattung unterliegt die Auswahl eventuell anderen Kriterien wie bei der nächsten (im empfundenen Mißerfolgsfall ersterer).
Im Erfolgsfall hingegen würde das Weibchen via positive Rückkopplung eine Bestärkung erfahren so weiterzumachen, sprich das erste Männchen erneut ranlassen.
Jedenfalls wäre die Entwicklung der Dinge zunächst durch weibliches Lernen geprägt. Das schließt natürlich ein, daß (Un)Sitten wie Vergewaltigung nur niedere Relevanz erlangten. Das Weibchen muß weitestgehend eigenbestimmen können wen es aufnimmt.
Ausblick hierzu : Im weiteren Verlauf ,als Kultur und Hochkultur sich ausbildeten, traten Tricksereien (wie etwa kurzzeitiges Willenlosmachen der Weibchen, etwa durch betörenden Gesang oder Gabe alkoholischer Getränke
etc ) an Stelle der direkten Vergewaltigung.
Nunja, ich will die Themafrage nicht aus dem Auge verlieren, resp. sogar darauf zusteuern - klingt es plausibel bis hierher ?Geändert von Senior (16-01-2008 um 12:00 Uhr)
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14-01-2008 09:48 #4*** Gast
Du hast seltsame Themen und das erinnert mich mal wieder an den hier...
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14-01-2008 11:56 #5
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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Hier http://www.geocities.com/RainForest/...1/bonobos.html hat sich schon mal jemand aehnliche Gedanken gemacht
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