Ich bin mehr oder weniger durch Zufall ueber dieses Forum gestossen. Ich bin ehrlich gesagt ein wenig entsetzt ueber die vielen selbstmitleidigen Posts hier, aber ich habe auch etwas Verstaendis.
Ich war ebenfalls bis 27 AB und erzaehle am besten einfach mal meine Geschichte.
Die beginnt in meiner fruehen Kindheit, wo mich im Wesentlichen 2 Dinge negativ gepraegt haben: Mehrere Umzuege und zum Teil doch recht extreme Gewalterfahrungen durch meine Eltern (ueberwiegend meine Mutter).
Durch die Umzuege war ich auf gewisse weise immer Aussenseiter, da ich mich nie 100%ig integriert gefuehlt habe und die Gewalterfahrungen haben denke ich zu fehlenden Urvertrauen gefuehrt. Auch das Gefuehl geliebt zu werden kannte ich nur sehr bedingt.
In meiner Kindheit war ich sehr beliebt bei den Maedchen, was ueberwiegend auf mein Aussehen zurueckzufuehren war denke ich einfach mal.
In der Pupertaet aendert sich dies, da ich durch Brille und Akne nicht mehr "gut" aussah (nach eigenem Empfinden) und es mir absolut unmoeglich war Frauen/Maedchen wirklich zu vertrauen oder sogar Gefuehle zu zeigen. Durch meinen geringen Selbstwert hatte ich das Gefuehl auch nichts nur fuer mich tuen zu duerfen, was mich z.B. attraktiver machen wuerde.
Nicht einmal Freundschaften zu Frauen waren denkbar. Ich habe das durchaus reflektiert (da offensichtlich nicht normal) und habe es als Folge meiner (familiaeren) Situation mehr oder weniger akzeptiert.
Probleme mit Frauen zu reden, sie anzusprechen etc. egal wie attraktiv hatte ich kaum. Sexuelles Interesse habe ich allerdings nie gezeigt, was mir durchaus auch mal entsprechende Kommentare einbrachte. Frauen die "emotional" an mir interessiert waren, habe ich grundsetzlich auf deutlicher distanz gehalten. Mir war vollkommen unmoeglich dies stabil und dauerhaft zu erwiedern, was mir auch klar war.
Nach dem ABI bin ich mehr oder weniger bewusst an eine der beruchtigeten TUs gegangen.
Ich bin bis heute der Meinung, dass TUs mit extremen Maennerueberschuss der sich auf die ganze Umgebung auswirkt extrem schaedlich fuer die Entwicklung der Studenten dort ist und im Prinzip ein gesellschaftlicher Skandal sind.
Die Deutschen studieren im Vergleich sehr lange und gerade dann ist es fatal junge Maenner ueber Jahre den Kontakt zu Frauen so extrem zu erschweren. Kein Wunder dass es immer mehr Singles, weniger stabile Beziehungen und wenger Kinder gerade unter Akademikern gibt.
Ich hatte gerade am Anfang des Studiums viel Kontakt zu Studenten, die sehr gut mit Frauen umgehen konnten, und gerade diese waren entsetzt ueber die Zustaende an der TU (und fast alle von denen haben die TU nach 2-3 Jahren verlassen!).
Ich will mich jetzt nicht in Details verlieren, aber an einer TU ist es fuer einen Mann sehr sehr schwer eine vernuenftige Beziehung zu finden. Deshalb kann ich nur allen maennlichen Singles sagen: Meidet TUs wie der Teufel das Weihwasser. Paerchen wo beide (oder auch nur sie) an die TU gingen hielten selten laenger als ein halbes Jahr. Der "Marktwert" der Frau stieg so enorm an, dass die Beziehung meistens instabil wurde.
Ausnahmen bestaetigen wie immer die Regel.
Mich hat dies alles nur am Rande ineressiert. Zu emotionalen Beziehungen zu Frauen war ich immer noch nicht im stande und rein sexuelle Affaeren schieden aufgrund der enormen Konkurrenz und meiner Unerfahrenheit (und auch meinem Stolz) praktisch aus.
Ich hatte trotz allem meinen Spass, das Studium war hart aber interessant, ich war augenscheinlich normal (Single zu sein war einfach normal fuer die Maenner dort), es war immer etwas los usw...
Jahr fuer Jahr stieg auch mein Selbstwert, stabile Freundschaften, Abstand zur Familie (und teilweise dem "Chaos" dort) und ich begann mehr fuer mich ganz allein zu tuen und einzufordern. Brille weg, ich begann zu trainieren, bessere Kleidung uvm... Tanzen weggehen - das ganze Programm!
Dadurch wurde ich natuerlich wieder attraktiv(er), ohne damit viel anzufangen zu koennen, da ich mit meinem Studium recht beschaeftigt war und die Auswahl an Frauen sehr bescheiden war.
Die Wende kam so mit 26 nach meinem Studium. Ich habe mich das erste mal richtig verknallt. Zu mehr ist es nie gekommen, da ich eh weg wollte und sie fuer eine Beziehung nicht in Frage kam, aber es fuehlte sich toll an irgendwie begehrt zu sein von einer Frau die man auch interessant findet. Mir wurde langsam klar was ich verpasst hatte.
Damit begann dann der Leidensdruck und ich bin nur knapp an einer schweren Depression vorbeigeschrammt. Ich habe angefangen nachzudenken, mit einer paar Menschen darueber zu sprechen, den Ort gewechselt und angefangen zu arbeiten.
Mit 27 habe ich dann angefangen relativ agressiv ueber das Internet zu daten (neue Stadt etc...), bin sehr selbstsicher aufgetreten und hatte ein paar eher komische Frauengeschichten. Die Frauen im Internet sind teilweise ziemlich schraeg muss ich sagen und ich war immer noch nicht bereit wirklich Gefuehle zuzulassen. Irgendwann dann relativ entaeuschenden Kuss, Sex, Beziehung.... Aha so ist das also - hmmm - na toll - aber das gute war es dass langsam aber sicher auch meine emotionale Blockade endgueltig zu broeckeln begann.
Es ging irgendwann um mehr als Sex, eine Freundin, Erfahrung, sondern die Frauen haben angefangen mir wirklich etwas zu bedeuten und noch wichtiger ich konnte es ihnen mehr und mehr auch zeigen.
Das ganze war zum Teil ziemlich harte Arbeit, ich habe viel Gehaeult, viele laengst verdraengte Dinge aus der Kindheit sind wieder hoch gekommen, aber momentan bin ich in einer frischen schoenen Beziehung und gluecklich.
Abschliessend vielleicht noch etwas: Die meisten "ABs" mit intakten Familien (soweit ich das beurteilen kann) und gutem sozialem Leben, die aber mit ihrer Attraktivitaet zu kaempfen hatten, waren so bis 22 unter der Haube trotz TU.
Die hatten es schwerer als andere, aber sie haben es geschafft. Die echten ABs hatten alle ernstere Probleme behaupte ich einfach mal. Vielleicht auch gesundliche (z. B. sehr geringer Testosteron Level - daher total kindlich in jeder Hinsicht, schwere Akne die zu Depressionen gefuehrt hat, psychische Probleme...)
Im Grunde ist es richtig, dass man etwa bis 20 Beziehungserfahrung haben sollte. Sonst laeft zu 99% etwas schief. Meistens liegt es am Elternhaus (Und ich behaupte, dass in intakten Familien die Eltern meistens korrigierned eingreifen wenn ihre Kinder keine Beziehungen bekommen!), aber es koennen halt auch gesundheitliche Probleme sein, oder eben extrem niedrige Attraktivitaet. Aber selbst die haesslichsten Menschen koennen Beziehungen fuehren, wenn der Selbstwert und die Psyche stimmt. Das habe ich oft genug gesehen. Dann muss man halt die eigenen Anspruche senken und dann passt es wieder.
Ich habe oft genug erlebt, dass ziemlich unattraktive Maenner hart an sich gearbeitet haben und dann Frauen hatten. Umsonst ist halt nur der Tod.
Gerade sehr intelligente Menschen sind allerdings haefig nicht gewoehnt hart fuert etwas zu kaempfen, weil sie es in der Schule immer sehr einfach hatten! Deshalb scheitern sie dann spaeter beim anderen Geschlecht oder auch im Beruf, weil dort Intelligenz nicht alles ist.
Deshalb halte ich auch Sport sehr sehr wichtig fuer die Entwicklung, weil Sport lehrt, dass man kaempfen und sich anstrengen muss.
Das Hauptproblem von maennlichen ABs duerfte Narzissmus sein. Sie denken sie waeren etwas besonderes und haetten eine besondere Behandlung verdient, eine ganz besondere Frau, ohne wirklich etwas dafuer zu tuen.
Narzissmus ist meistens die Folge aus liebloser Kindheit, hohen Anspruechen der Eltern (Du bist etwas besonderes und musst besonderes leisten) und hoher Intelligenz.
Narzisten koennen dann in der Folge Erfolg/Annerkennung nicht von Liebe unterscheiden. Daher dann diese extremen Marktwert Theorien und die Meinung Liebe mit Erfolg und Attraktivitaet erkaufen zu koennen oder sogar zu muessen.
Narzisten mit weniger Attraktivtaet oder hohen (ethischen) Anspruechen, bleiben in der Folge Single, da sich keine gesunde normale Frau mit einem einlassen wuerde. In Frage kommen nur Frauen mit sehr geringen Selbstwert und die wollen natuerlich einen sehr attraktiven Mann.
Ich kann zu den ABs nur sagen: Kommt erstmal mit Euch selbst ins reine, beginnt Euch selbst zu lieben, sammelt ein paar Erfahrungen mit Frauen und dann kommen die Beziehungen schon irgendwie.
An den ganzen Alters und Maennerueberschuss Theorien ist zwar auch etwas drann, und Maenner haben ist in vielen Regionen/Altersklassen schwerer, aber dann muss man halt an sich arbeiten. Und wer ein Studium schafft sollte auch in der Lage sein attraktiv fuer Frauen zu werden.
Es gibt das draussen 100.000nde Arbeitslose Alkoholiker, sollen doch Single bleiben und den "Maennerueberschuss" ausgleichen.
Wenn Maennchen aber meint die Frauen kommen von alleine, dann macht der AA vielleicht doch das Rennen, weil er sich eben bemueht um die Frau!
Sorry fuer den langen Text bzw. danke fuer das Lesen!![]()
Thema: AB - meine Geschichte...
+ Antworten
Ergebnis 1 bis 5 von 68
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24-04-2008 12:31 #1
"Student" (20-79 Beiträge)
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- 28
AB - meine Geschichte...
-
24-04-2008 13:17 #2n/a Gast
nette Geschichte.
Aber: Deine psychoanalytischen Versuche (die Familie ist schuld) machen es zu einfach.
meine Wissens führt Zu HOHER Testosteron-Spiegel zu Akne.
Zitat von A-Long-Story
klingt widersprüchlich.Das Hauptproblem von maennlichen ABs duerfte Narzissmus sein. Sie denken sie waeren etwas besonderes und haetten eine besondere Behandlung verdient, eine ganz besondere Frau, ohne wirklich etwas dafuer zu tuen.
Narzissmus ist meistens die Folge aus liebloser Kindheit, hohen Anspruechen der Eltern (Du bist etwas besonderes und musst besonderes leisten) und hoher Intelligenz.
Narzisten koennen dann in der Folge Erfolg/Annerkennung nicht von Liebe unterscheiden. Daher dann diese extremen Marktwert Theorien und die Meinung Liebe mit Erfolg und Attraktivitaet erkaufen zu koennen oder sogar zu muessen.
Narzissmus bedeutet "Selbstverliebtheit"! Was aber AB am wenigsten tun, dass ist sich selbst lieben. Was du meinst, das nennt man landläufig Arroganz.
"Sollte"? Für eine gesunde Enwicklung könnte man genauso diskutieren, dass man schon Anfang der Pubertät Erfahrungen sammeln sollte. Andererseits entscheiden sich manche, vor allem mit dem Sex bis zur Hochzeit zu warten. Und ob sich die Persönlichkeit eines Menschen schlechter entwickelt, nur weil er mit 20 noch keine Beziehung geführt hat, lässt sich auch diskutieren.Im Grunde ist es richtig, dass man etwa bis 20 Beziehungserfahrung haben sollte.
Wenn ich kein AB wäre und vielleicht seit meinem 17. Lebensjahr regelmäßig Beziehungen geführt hätte (bzw,. eine lange seit dem; ob gute oder schlechte Beziehungen), dann wäre ich ein ganz anderer Mensch. Auch wenn ich einiges an mir nicht mag: Gerade dasjenige, das ich mag, hätte ich als Nicht-AB sonst nie entwickelt (und entpsrechend hätte ich sogar Angst, diese Eigenschaften zu verlieren, wenn ich erste Beziehungen führen würde).
Allerdings hab ich eben den Vorteil, dass ich nicht unter der Situation leide.
SwnGeändert von Scheinweltname (24-04-2008 um 13:23 Uhr)
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24-04-2008 17:47 #3
ein paar dinge:
a) es auf die umstände zu schieben ist einfach und leicht weil man selbst ja dann die verantwortung nicht übernehmen muss.
b) nicht nur abs haben eine schwere kindheit gehabt.
c) bescheuerte männerüberschusstheorie
d) ergänzung: nehmt nie eine alte die bei der bw oder polizei ist, gleiches resultat wie bei den von dir skizzierten tu-beziehungen
e) wichtigsten punkt hast du genannt, erst mal mit sich ins reine kommen, selbstbewusstsein aufbauen und DANN,erst DANN eine beziehung eingehen.
grund: wenn du an die falsche gerätst, bringt das mehr schaden als benefit. frauen haben schnell raus wenn du eine schwache persönlichkeit bist, und sie mit dir machen können was sie wollen. gilt umgekehrt auch für die frauen....
grüße
chowdyhttp://captainstory.blogg.de > Neu: captain domination
My philosophy is to experience paradise during this lifetime and not "maybe" after. I am taking full advantage of my timeslot in this world and I encourage you to do the same. Crucial parts of my philosophy are extreme experiences and emotions.
Thank god, I'm not ugly!
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24-04-2008 20:05 #4
Das TU-Argument find ich ja süß!

Den Teil mit den instabilen Beziehungen aufgrund größerer Begehrtheit der Dame bei Mitstudenten find ich noch nachvollziehbar - Macht versaut halt den Charakter, wenn man jetzt Anklang bei der Männerwelt mal ganz profan als "Macht" bezeichnen möchte.
Aber der "gesellschaftliche Skandal", den armen unselbständigen Bubis den Kontakt zu Frauen "über einen so langen Zeitraum so zu erschweren"... hörst du dir eigentlich selber zu, wenn du sowas schreibst?? Natürlich ist es in einem gutgemischtgeschlechtlichen BWL-Studiengang leichter, eine/n Kommilitonen/-in abzugreifen, aber der überwiegende Anteil der StudentInnen, die ich kenne, hat noch ein Leben außerhalb der Uni, und da trifft jedes Männlein früher oder später auch mal auf ein Weiblein.
Was sollen denn die armen, armen Pädagogik- oder Psychologie-Studentinnen machen, die ja teilweise NOCH viel länger studieren als die Maschinenbauer etc. und höchstens einen vereinzelten homosexuellen Mann im Studiengang haben? Kein Kontakt zu heterosexuellen Männern... die müssen doch alle zwangsläufig verlesbisieren, und das führt dann zu noch mehr Überschussmännern... ahem, ich schweife ab.
Und wehe, jetzt kommt einer mit "Ja, aber Frauen haben's ja eh so leicht bei der Partnersuche"!
Aber wie gesagt: süß! Immer wieder interessant, zu welchen Verquerungen so ein menschlicher Geist doch imstande ist, wenn er genug Muße zu gedanklichen Verschlingungen hat.
Without me it's just aweso
Illiud Latine dici non potest.
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24-04-2008 20:15 #5
"Habilitand" (500-749 Beiträge)
- Registriert seit
- 24.08.2006
- Beiträge
- 582
dann will ich mich mal opfern.
ja, junge frauen haben es exrem leicht eine partner für eine kurzfristige beziehung zu finden. einen partner für eine längerfristige beziehung zu finden ist natürlich auch für frauen nicht ganz leicht, jedoch bei ralistischen ansprüchen sehr deutlich einfacher als für einen mann
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