Hallo,
ich möchte heute mal einen bis jetzt nur wenig in Erwägung gezogenen Aspekt zur Diskussion stellen. Wie der Titel schon sagt, geht es um das dauerhafte Auswandern in ein anderes Land. Die Motivation ist die Hoffnung, dort ein besseres Privat- und Familienleben haben zu können.
Ich habe meinen Beitrag ganz bewusst in dieses Forum gestellt, weil es mir eben nicht um Karriereaussichten geht. Diese werden in ausgedehnter Breite in den jeweiligen Medien und Diskussionsforen recht unterschiedlich gewertet.
Die Ausgangssituation ist die: Viele junge Menschen sind in Deutschland mit ihren sozialen Kontakten bzw. ihrer Beziehung unzufrieden oder haben so gut wie gar keine. Das ist zumindest meine deutliche Beobachtung.
Mit jedem Tag hält mich hier eigentlich weniger. Natürlich ist klar, dass es woanders nicht automatisch besser ist. Viele Dinge sind in anderen Ländern objektiv gesehen schlechter wie z.B. niedrigere Löhne, höhere Lebenshaltungskosten, strengere Gesetze. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass es viel schlimmer als hier kaum kommen kann, in Bezug auf die Möglichkeiten soziale Kontakte zu knüpfen.
Ganz konkret ist meine Überlegung die: Man kann in Deutschland bleiben, kräftig rummeckern, aber es wird sich nichts ändern. Ich glaube nicht (mehr) daran, dass man einfach nur selbstbewusster, lockerer und weniger verkrampft versuchen sollte in eine Beziehung zu kommen und es dann schon klappen wird. Hier im Forum wurden schon viele Erlebnisse geschildert, die sehr häufig einen niederschmetternden Ausgang hatten. Oft wird dann der Rat gegeben, man solle das eben nicht zu ernst nehmen und weniger angespannt weitersuchen. So einen Rat könnte man fast schon als Verhöhnung der Betroffenen auffassen.
Ich bin jetzt in einem Lebensabschnitt, in dem ich mehr auf die Ergebnisse der Dinge blicke. Und die sind nun mal: Viele Männer haben es sehr schwer bei deutschen Frauen. Auch wenn manche behaupten, dass die Männer es nicht schwer hätten, im Ergebnis haben viele Männer keine Freundin bzw. Frau. Nicht gerade wenige Männer hatten noch niemals eine Feundin und erschreckend viele Männer hatten z.B. in den letzten 3 Jahren keine Beziehung. Eine lange Zeit für einen jungen Menschen, wie ich finde ... .
Selbst wenn man annimmt, dass jemand durch "falsches" Verhalten beziehungslos bleibt, so bleibt doch noch immer die große Frage: Kann sich eine Person die z.B. Ende 20 ist wirklich noch ändern!? Oder ist es nicht an der Zeit, sich nach neuen Möglichkeiten umzusehen und die ganzen Sachen wie unfreundliche Menschen, schlechtes Wetter, soziale Kontrolle usw. hinter sich zu lassen.
Also, habt ihr schon mal ernsthaft daran gedacht, auszuwandern und irgendwo ein neues Leben zu beginnen?
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Ergebnis 1 bis 5 von 101
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26-04-2008 19:19 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Auswandern als realistische Alternative!?
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26-04-2008 20:18 #2
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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26-04-2008 20:26 #3
"Student" (20-79 Beiträge)
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Ich kann mich mit der deutschen Mentalität auch nicht besonders anfreunden.
Allerdings darf man auch nicht pauschalisieren.
Auch in anderen Ländern gibt es Menschen, die einem total distanziert gegenübertreten.
Ich habe auch schon davon geträumt, ins Ausland nach dem Studium zu gehen.
England war immer mein Favourite, danach kämen dann Italien, Spanien und Portugal.
Allerdings ist das so einfach nicht, einfach mal auszuwandern. Man muss erstmal nen Job finden, man lässt seine Familie in Deutschland zurück, die Freunde sowieso.
Ich stell mir das äußerst schwierig vor.
Wenn ich auswandern würde, dann nur, wenn die Partnerin mitkommt.
Alleine in einem anderen Land, bis man Anschluss gefunden hat..... Mhm, ich weiß nicht. Ich denke, das wäre nichts für mich.
Wohin würdest Du denn auswandern wollen ?
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26-04-2008 23:38 #4n/a Gast
Lohnt sich eigentlich nicht, das zu diskutieren.
Ich wage mal zu behaupten: Wer kein Problem damit hätte, einfach mal ins Ausland zu gehen und sich da neu nen sozialen Kreis aufzubauen, der kann das auch in Deutschland. Ergo: Wer das hier nicht schafft (weil er zu schüchtern ist/ die "Mentalität" nicht mag), der wird auch im Ausland im stillen Kämmerlein hocken.
Oder bedeutet "andere Mentalität" die Hoffnung darauf, dass im Ausland ANDERE aktiv auf einen zugehen?
Ein höheres Selbstwertgefühl bekommt man nicht als "Gimmick" zum Visum.
die werden auch in Italien einem die Bude nicht einrennen. Freundlich gucken ist da auch nötig. Und das bringt auch in DE enorm viel!
Swn
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27-04-2008 08:35 #5
"Habilitand" (500-749 Beiträge)
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- 26.04.2008
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- 641
Eben. Und im Ausland ist es noch schwieriger, weil die Sprache nicht die Muttersprache ist. Und Sprache ist naturgemäß das Kommunikationsmittel Nr. 1.
Sehe da auch keine Lösung drin.
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