Hallo,
ich bin schon seit einigen Jahren mit meinem Freund zusammen, vor einem halben Jahr etwa gestand er mir, dass er sich vor etwa zwei Jahren in eine andere verliebt hatte, sie sich ab und zu getroffen hätten und sogar ein paar mal geküsst hätten. Der Kontakt sei nun beendet, allerdings wohl eher durch sie als durch ihn beendet worden. (Sie wollte dieses hin und her wohl nicht. Er habe es nicht hinbekommen, sich zu entscheiden.) Er hat sich lange Zeit damit gequält, dass ist mir auch aufgefallen, jedoch wusste ich nie so recht, wieso er sich so quält, weil er es mir nicht erzählt hatte. Er hätte es mir wohl auch nie erzählt, wenn er es ihn nicht immer mehr gequält hätte, so dass er es mir vor einem halben Jahr doch erzählte.
Es quält mich auch heute noch immer ab und zu und an anderen Tagen denke ich, dass ich verzeihen kann.
Was soll ich tun?
Ich bin mir noch unschlüssig, ob ich es hinbekommen werde. Was würdet ihr tun?
Thema: Vetrauensbruch
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Ergebnis 1 bis 5 von 11
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23-06-2008 07:35 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Vetrauensbruch
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23-06-2008 08:26 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Immer diese mangelnde Enscheidungsfreudigkeit und anhaltende Unschlüssigkeit.
Wenn Du nach einem halben Jahr, nachdem er sich erleichtert hat, immer noch mit ihm zusammen bist und die Sache noch länger her ist und längst Gras darüber gewachsen ist, wird er überhaupt nicht verstehen, wenn Du jetzt Deine Sachen packst und gehst.
Das hättest Du gleich in dem Moment tun sollen, als Du gemerkt hast, dass etwas nicht stimmt oder spätestens nachdem er es Dir gesagt hat. Da hättest Du mit der Faust auf den Tisch hauen sollen, sagen sollen: "Nicht mit mir." Aufstehen und gehen.
Nun hat er sich lange genug gequält, sein Fehlverhalten eingestanden, scheinbar ist alles wieder in Ordnung und jetzt kommst Du und wühlst alles wieder nach oben. Das ist nicht gut.
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23-06-2008 08:59 #3
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Von Lausitzer kommt oft nur Bla-Bla, aber diesmal hat er Recht, finde ich.
Grüßle,
HobbitfurzThomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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23-06-2008 09:06 #4
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Danke,
sehe es ja auch so, ... habe mich entschieden, verzeihen zu wollen. Also gehe ich nun eben diesen Weg und arbeite daran. Mit Unentschlossenheit hat das nicht sehr viel zu tun. Es ist der schwerere Weg und manchmal kommen die Zweifel, ich weiß einfach nicht, wie ich sie los werden soll.
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23-06-2008 09:26 #5
"Student" (20-79 Beiträge)
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Einerseits ist es sicher immer gut, Dinge sofort zu erledigen, bevor sie einen zu sehr belasten. Nur die Situation ist nun wohl so wie sie ist. Es gibt da 2 Aspekte. Du und dein Freund. Ich weiss nicht, woher deine Zweifel kommen. Vermutlich die Angst, dass es wieder passieren könnte, wie so oft. Wenn es so ist kann ich nicht ganz zustimmen, dass man es abhaken muss. Wenn es einen innerlich so sehr zerfrisst, muss man versuchen das Vertrauen wieder herzustellen oder wenn das nicht geht, Konsequenzen ziehen.
Solltet ihr noch nicht richtig über das Thema geredet haben, würd ich das trotz allem Schmerz nochmal tun. Wenn nötig die quälendsten Fragen aufschreiben und unbedingt zur Sprache bringen. einfach klar sagen wie es ist und das man hofft, mit einem offenen und ehrlichen Gespräch alles wieder hinzubiegen. Beispielsweise, dass er sich klar und ehrlich dazu äussert, dass es nie wieder vorkommen wird (ich geh jetzt einmal von einer Möglichkeit aus, wie es in dir wirklich aussieht, kann man so ja nicht 100% beurteilen).
Klar kann man das Ganze auch unter den Teppich kehren und hoffen, dass die Zeit den Schmerz verdrängt. Nur wenn es nicht klappt, tut man sich und seiner Beziehung mehr Schaden als Gutes an. Vorallem wenn wieder mal eine Situation kommt, wo sich der Partner anscheinend komisch verhält (selbst wenn es aus anderen Gründen ist), kann es auf diese Weise schlimmer werden, als wenn man versucht alles zu klären, von beiden Seiten.
Der andere Aspekt bist natürlich du selber. Wenn ihr euch schon ausführlich ausgesprochen habt, er unmissverständlich erklärt hat, dass es ein einmaliger Ausrutscher war, aber immer noch diese innere Zerrissenheit da ist, dann liegt es wirklich in erster Linie an dir selber, ob du darüber hinweg kommst oder nicht. Ich kenne auch Menschen die dann noch ewig zusammen waren, obwohl es sich nie mehr eingeränkt hat. Da kann dir zumindest hier niemand dabei helfen. Höchstens dein Partner oder wenns ganz schlimm ist/wird eine Fachperson.
Das einzige was nicht passieren darf ist, dass dieses Thema innerlich immer und immer wieder aufgewühlt wird oder es immer und immer wieder der Auslöser für Diskusionen und/oder Streitereien ist. Deswegen meine Meinung, lieber nocheinmal aufgreiffen und sich in einem langen, ausführlichen und vorallem ruhigen, ohne Vorwürfe geprägtem Gespräch, selbst wenn es den ganzen Abend dauert, nochmal drüber unterhalten und es abschliessen, als für immer rumzutragen.


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