Hallo erstmal,
seit geraumer Zeit geht mir eine Frage durch den Kopf, auf die ich aber selbst bisher noch keine "klare" Antwort gefunden habe. Daher würde ich gerne eure Meinung dazu wissen.
Glaubt ihr, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Erfahrung bzw. Chancen (Qualität sowie Quantität) in Sachen Partnerschaft und Sex und dem jeweiligen Studienfach?
Möglicherweise geht es hier lediglich um undifferenzierte Stereotypen aber möglicherweise existiert doch auch ein gewisses Fünkchen an Wahrheit. Sind etwa Männer etwa aus den Bereichen Medizin/Jura/Wirtschaftswissenschaften u.a. "erfolgreicher" bei Frauen und im Gegensatz dazu Männer etwa aus den Bereichen Biologie/Germanistik/Informatik u.a. weniger "erfolgreich"? Selbiges gilt natürlich auch für Frauen und ihre "Erfolge" bei Männern.
Falls die Unterscheidung zutrifft, woran liegt es? Wohlmöglich werden bei bestimmten Studienfächern auch gewisse Assoziationen geweckt (erfolgreicher im Job, durchsetzungsfähiger, belastbarer, zurückhaltend, ängstlich etc.), die dann automatisch etwas über die "Qualität" des jeweiligen Menschen hinsichtlich einer möglichen Partnerschaft aussagen.
Meine persönlichen Erfahrungen zeigen, dass eigentlich gerade Männer aus Ingenieursfächern oder wirtschaftsnahen Fächern bei den Damen erfolgreicher sind. Das Vorurteil "Karrohemd und Samenstau - Ich studier Maschinenbau" etwa stimmt demnach überhaupt nicht.
Also wie seht ihr das?
Thema: Erfahrung und Studiengang
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17-11-2008 18:28 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Erfahrung und Studiengang
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17-11-2008 20:14 #2
Ist denn diese Fragestellung berechtigt? Bevor ich eine Antwort suche, muss ich mir doch erst mal klar darüber sein, ob es wirklich so ist, wie die Frage es vermuten lässt. Woher nimmst du denn die Erkenntnis, dass es tatsächlich so zu beobachten ist, dass bestimmte Fächer bevorzugt werden?
Grundsätzlich würde ich aber eine pauschale Beantwortung über rationale Überlegungen bzgl. des späteren Berufs verneinen. Mag eine Rolle spielen, vielleicht sogar eine große (was ich nicht glaube, der regelmäßige Kontakt zu Frauen und ein entsprechender, lockerer Umgang mit denselben halte ich für sehr viel wichtiger), aber sicher nicht die alleinige. Rationale Überlegungen werden in meinen Augen erst dann wirklich wichtig, wenn es tatsächlich um die "ernste Partnerschaft mit Zukunftsaussichten" geht und die suchen die Anfang Zwanziger wohl erst mal nicht. Wer kann schon wirklich etwas anhand eines Studiums beurteilen? Da sind ja die Früchte nicht mal reif, da kann von Pflücken noch nicht die Rede sein."Wir hatten zwei Beutel Gras, 75 Kügelchen Meskalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, einen Liter Tequila, ne Flasche Rum, ne Kiste Bier, nen halben Liter Äther und zwei Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden..."
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17-11-2008 20:35 #3
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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@ Seemops
Keine Ahnung ob die Frage berechtigt ist aber muss sie es denn überhaupt sein? Kommt man nicht erst im Nachhinein darauf wie "sinnvoll" oder "unsinnig" eine Frage war - je nach Ergebnis?
Warum ich generell darauf komme hatte ich ja eigentlich geschrieben, da ich in meinem Freundeskreis entsprechende Erfahrungen gemacht habe. Natürlich kann ich mich ja auch völlig irren mit meiner Vermutung - wobei ich nirgends paternalistisch aufgetreten bin.
Was die eventuellen beruflichen Chancen angeht bin ich gar nicht mal so direkt danach gegangen. Ich hab lediglich die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass bestimmte charakterliche Assoziationen mit einem gewissen Studiengang verbunden werden und dadurch auch das Auftreten gegenüber dem anderen Geschlecht möglicherweise demnach bestimmt wird.
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18-11-2008 15:26 #4
Das Problem fängt ja schon damit an, dass man Gruppen bildet, deren Mitglieder bloß eine Eigenschaft gemeinsam haben: Den Studiengang. (Klar, solche Gruppierung findet sich andauernd und überall, aber das macht es ja nicht besser.) Ich behaupte: Der Studiengang selbst spielt so gut wie keine Rolle. Eine Sache, die allerdings ein Faktor sein könnte, ist die Geschlechterrelation innerhalb eines Studiengangs - wenn dort quasi nur Männer oder nur Frauen sind, reduziert das die Möglichkeit, jemanden im Studium selbst kennenzulernen, naheliegenderweise. Aber das ist nur ein Faktor von vielen, der durch andere wieder gut ausgeglichen werden kann - man lernt Leute und Partner ja auch woanders gut kennen.
Man müsste sich also alle möglichen Faktoren anschauen, die mit einem Studiengang zusammenhängen. Da diese aber zum einen individuell sehr verschieden sein können, zum anderen auch jede Uni da unterschiedlich sein kann, wird's schwer mit einer allgemeinen Aussage."Nicht wer am ältesten wird, hat am längsten gelebt, sondern wer am stärksten erlebt hat. Mancher wird mit hundert Jahren begraben, der bei seiner Geburt gestorben war."
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19-11-2008 19:35 #5
Studiengangswahl, Berufswahl und Persönlichkeit hängen stark zusammen. Es sind da umfangreiche Prozesse der Selbstselektion beteiligt. Dies betrifft sowohl das soziale Umfeld (Habitus!) als auch die Persönlichkeitseigenschaften. Der überwiegende Teil der Menschen orientiert sich schon relativ früh (bereits im Jugendalter) nach Stärken. Wie immer sind das statistische Größen, die Ausnahmen zulassen.
Es gibt sicherlich auch einen Einfluss der Studienwahl auf den Partnerwahlprozess, eben weil die Studenten eines bestimmten Fachbereichs selbst-vorselektiert sind. Wäre Zeit, dass jemand das mal ausführlich erforscht.
Ciao,
Neroli
Life’s about film stars and less about mothers
It’s all about fast cars cussing each other
But it doesn’t matter cause I’m packing plastic
and that’s what makes my life so fucking fantastic
Lily Allen - The Fear
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