Nun gut: Gemeinsames Ferngucken ist ja per se nichts Verwerfliches, aber als Paar sollte sich das Spektrum der gemeinsamen Freizeitgestaltung womöglich nicht darauf beschränken. Meiner Beobachtung nach ist es nicht schlecht, wenn jeder der beiden Beteiligten minimal zwei Hobbies hat: Eines, das er mit dem Partner gemeinsam ausüben kann und eines, das nur ihn alleine begeistert. Ersteres stellt sicher, dass es etwas gibt, in dessen Rahmen die beiden - auch jenseits der prime time - auf spannende Art und Weise Zeit miteinander verbringen können. Das wird in manchen Fällen just jenes Hobby sein, bei dem sich die beiden ursprünglich kennengelernt haben - manches Paar soll sich schon beim Standard-Latein-Kurs kennengelernt haben oder beim Indoor-Klettern - ja, mir ist sogar ein Fall bekannt, in dem sich zwei Teilnehmer eines Schachkurses während selbigem ineinander verguckt haben. Da es in den seltensten Fällen einen Grund geben wird, um nach dem Beginn einer Partnerschaft mit der betreffenden Freitzeitbeschäftigung aufzuhören, böte sich hier ein guter Ansatzpunkt. Aber auch aus dem an sich unverfänglichen Satz "Hey, lass uns doch mal das-und-das ausprobieren! - Au ja: Wollte ich auch schon immer mal machen!" soll das eine oder andere Mal schon ein gemeinsames Hobby entstanden sein.
Trotzdem ist es m.E. weder nötig noch wünschenswert, wenn die beiden in ihrer Freizeit ständig aufeinander hocken (ist ja auch völlig unklar, wie sich da jene Spannung aufeinander aufbauen soll, von der Neroli sprach - allein während der Arbeitszeit?), und also ist es sicher schön, wenn jeder auch etwas hat, dem er sich alleine widmet (muss nicht zwingend mit räumlicher Trennung verbunden sein: Einer sitzt meinetwegen am Rechner und programmiert, derweil der andere im Raum nebenan das Ergometer malträtiert). Führt dann dazu, dass es als Antwort auf "Hey, wie war Dein Tag?" wieder ein wenig mehr zu erzählen gibt.
Thema: In der Freizeit
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Ergebnis 6 bis 10 von 28
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30-12-2008 12:07 #6
Geändert von Düsentrieb_610 (30-12-2008 um 12:13 Uhr)
"Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
(Jean-Jacques Rousseau)
"Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings."
(Victor Stenger)
Am Ende wird alles gut.
Und falls nicht, ist es nicht das Ende.
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01-01-2009 21:57 #7
Du solltest bedenken, dass du in der gemeinsamen Wohnung künftig für zwei kochen und putzen wirst, so dass du weniger Freizeit als zuvor haben wirst. Wenn du deine Pflichten als Hausfrau gewissenhaft erfüllt hast, solltest du dich zunächst um die sexuellen Bedürfnisse deines Liebsten kümmern. Bleibt dann noch Zeit, denke dir Dinge aus, mit denen du ihm eine Freude machen kannst. Zum Beispiel kannst du gemeinsame Freunde einladen oder gemeinsame kulturelle Unternehmungen planen. Wenn er gerade Zeit für sich allein braucht oder einen Männerabend hat, kannst du Sport treiben, um deinen Körper attraktiver zu machen.
Eine Frau sollte nie müde werden, ihrem Mann das Leben zu verschönern. Wenn du deinen Freund wirklich liebst, wird dir immer etwas einfallen, was du für ihn tun kannst.
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02-01-2009 19:05 #8
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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02-01-2009 20:33 #9
Aber nicht doch!
Noch im letzten Jahrhundert war das eine vollkommen normale Einstellung. Hierzulande ist sie zwar (glücklicherweise, wie ich mir hinzuzufügen erlaube) größtenteils auf dem Rückzug, aber außerhalb unseres Kulturkreises muss das beileibe nicht so sein: Wer da nicht so denkt (oder schlimmer noch: Nicht so handelt) wie vom Albatros skizziert, gilt im Handumdrehen als "Hure" und muss im Einzelfalle damit rechnen, wahlweise von Bruder, Vater, Onkel oder Cousin erdolcht oder über den Haufen geschossen zu werden.Geändert von Düsentrieb_610 (02-01-2009 um 20:36 Uhr)
"Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
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Religion flies you into buildings."
(Victor Stenger)
Am Ende wird alles gut.
Und falls nicht, ist es nicht das Ende.
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02-01-2009 20:36 #10
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