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  1. #1
    Arno ist offline "Doktor" (300-499 Beiträge)
    Registriert seit
    25.11.2005
    Beiträge
    462

    Glückliche Beziehung = soziale Kompetenz

    Grundvoraussetzung für eine glückliche Liebesbeziehung ist soziale Kompetenz der Partner.
    Fehlt es daran, wird die Beziehung früher oder später scheitern.
    Wer im Alltag Probleme mit seinen Mitmenschen hat, wird wahrscheinlich auch Probleme in der Beziehung haben.
    Es begegnen einem so manche Mitmenschen, wo man ernsthaft daran zweifelt, dass sie zu einer glücklichen Beziehung in der Lage sind: Egozentriker, Wichtigtuer, herrschsüchtige, gefühlskalte, verbitterte und freudlose Menschen.

    Fazit: Eine glückliche Beziehung "kann" man/frau - oder eben nicht.

  2. #2
    Avatar von Düsentrieb_610
    Düsentrieb_610 ist offline Moderator
    Registriert seit
    28.12.2003
    Beiträge
    3.957
    Not true.

    Ich behaupte, dass diese Implikation nur in einer Richtung gilt, so dass das Vorhandensein von Sozialkompetenz den Schluss zulässt, dass die beobachtete Person auch ne sinnvolle Beziehung führt - oder zu einer solchen wenigstens prinzipiell in der Lage ist (es soll ja auch sozial kompetente Singles geben).
    Der Umkehrschluss gilt meiner Ansicht nach nicht ohne Beschränkung der Allgemeinheit, denn das Vorhandensein einer Beziehung besagt ja nur, dass die beobachtete Person mit ihrem Partner gut klarkommt und imstande ist, Probleme zu lösen, die mit ihm auftreten. Daraus folgt nicht, dass dergleichen auch mit allen (oder wenigstens einer Vielzahl anderer) Menschen möglich ist. Just dies würde ich aber als weitaus besseren Indikator für soziale Kompetenz auffassen.
    Man stelle sich als Gegenbeispiel ein Paar vor, das aus zwei Menschen besteht, welche auf just die gleiche Art und Weise stinkstiefelig sind. Nach Deiner Lesart würden die beiden als sozial kompetent gelten, nach der Lesart der leidenden Umgebung eher weniger.
    "Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
    (Jean-Jacques Rousseau)

    "Science flies you to the moon.
    Religion flies you into buildings."

    (Victor Stenger)

    Am Ende wird alles gut.
    Und falls nicht, ist es nicht das Ende.

  3. #3
    juppiduh ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    26.10.2003
    Beiträge
    1.511
    Zeitweilig kann eine Beziehung aber trotz hoher sozialer Kompetenz der Partner nicht ganz so rosig sein, wenn äußere Umstände (Jobverlust, Krankheit, Unglücksfall in der Familie etc.) dies nicht zulassen, sprich: wenn einer der Partner dauer-depri ist, dann kann das auch soziale Kompetenz nicht komplett ausbügeln.
    Insofern: das Glück in einer Partnerschaft ist nicht zu 100% durch die Beteiligten bestimmt.

  4. #4
    Avatar von AlbatrosK
    AlbatrosK ist offline "Doktor" (300-499 Beiträge)
    Registriert seit
    02.01.2008
    Beiträge
    434
    Die - bei uns leider weit verbreitete - grundlegende Fehlannahme ist, dass das persönliche Glück von der Qualität der Beziehung zum Sexualpartner abhängig ist. Tatsächlich benötig ein ausgeglichener Mensch viele Beziehungen: zu Elten, Kindern, Verwandten, Freunden, Bekannten, Kollegen usw. Insofern stimmt das, dass Glück von der sozialen Kompetenz abhängt, aber eben nicht von der Romantischen Zweierbeziehung.

    Im Gegenteil leidet sogar die Romantische Zweierbeziehung darunter, dass die Menschen von ihr die Erfüllung sämtlicher sozialer Bedürfnisse erwarten. Wer kennt nicht die zahlreichen Fälle, dass ein Freund nach der Aufnahme einer sexuellen Beziehung nur noch für seine Freundin da ist und alle anderen Freundschaften abbricht? So wird man doch bestimmt nicht glücklich.

    Ich halte es eher für sinnvoll, die Romantische Zweierbeziehung auf ihren wesentlichen Kern, nämlich die sexuelle Befriedigung und die Aufzucht von Kindern zu beschränken und ansonsten ein weites Netz von sozialen Beziehungen zu pflegen.

  5. #5
    Avatar von Lordi
    Lordi ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    01.07.2002
    Beiträge
    1.654
    Wenn wir mal den letzten Satz ausblenden, stimme ich Albatros vollumfänglich zu. Da hat er einfach recht.

    Allerdings würde ich eine "romantische Beziehung" dann doch nicht bloß auf's Sexuelle (und die Vermehrung) reduzieren.
    "Nicht wer am ältesten wird, hat am längsten gelebt, sondern wer am stärksten erlebt hat. Mancher wird mit hundert Jahren begraben, der bei seiner Geburt gestorben war."

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