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  1. #1
    Schattenkanzler Gast

    Minderheiten an der Uni und mögliche Folgen

    Hallo Alle zusammen,

    der Schattenkanzler mal wieder zurück. Habe auf der Unicum Hauptseite den Link zu dem Artikel über Drogen und Probleme an Hochschule gefunden und frage mich wirklich, wo die Ursachen für das ganze liegen und ob es wirklich so krass aussieht.
    In dem Artikel, war oft die Rede von den seelischen Problemen der Studenten an den Deutschen Unis, welche die Studenten zu ihrer Realitätflucht bewegt. Aber wenn man einmal den Gedanken weiterspinnt, frage ich mich doch ernsthaft, wie es bei uns, den Minderheiten aussieht?
    Als Lesben und Schwule an der Uni hat man es nicht zwangsläufig leichter oder schwerer als die Heterofraktion. Wie jeder Einzelne mit dem Thema umgeht ist dann eine ganz eigene Sache. Ich zum Beispiel habe daraus nie wirklich ein Geheimnis gemacht und damit eigentlich immer ganz gut zurecht gekommen. Bis auf die wenigen Ausnahmen, die man aber sicherlich locker wegstecken kann. Aber wie sieht es bei euch aus? Ich habe einen Freund, der Jura studiert und keinem seiner Freunde dort erzählt, daß er schwul ist. Er ist so fest davon überzeugt, daß die Juristen zu konservativ sind, um seine Homosexualität zu akzeptieren. Er hat Angst vor den Konsequenzen, die sich für ihn ergeben, wenn er sich dort auch nur bei einer einzigen Person outet. Oft hat er ganz schön hart daran zu knabbern und ich darf dann wieder einmal Überzeugungsarbeit leisten, daß er das ganze Studium nicht hinwirft.

    Sehe ich das vielleicht zu kritisch, oder habt ihr auch Probleme damit? Lebt ihr geoutet an der Uni, oder schweigt ihr euch auch aus? Überwiegt bei euch die Angst vor der Reaktion eurer Mitstudenten und Dozenten?

    Und wenn es so ist, wie geht ihr für euch damit um? Werden denn tatsächlich alle Menschen während ihres Studiums unglücklich?

    Würde mich einmal interessieren, was ihr so davon haltet, euer Schattenkanzler.

  2. #2
    Gast

    Uni

    Also ich mach kein Geheimnis draus, jeder der mich kennt weiß das und es hat keiner ein Problem damit oder sagt es nicht. Wäre mir aber auch egal wenn jemand was dagegen hat. Die Dozenten wissen es vermutlich nicht, aber die sollen mir was beibringen und nicht an meinem Leben teilhaben, ich weiß ja auch nicht was die so für Vorlieben haben. Kenne aber auch Schwule und Lesben an meiner oder anderen Hochschulen die lieber nix dazu sagen, muss jeder selber wissen, mir ist Geheimnistuerei jedenfalls zu anstrengend.

  3. #3
    SundayGirl Gast
    ich mache auch kein geheimnis draus, wenn ich gefragt werde zb ob ich einen freund habe, dann sage ich dass ich auf mädels stehe.
    ansonsten stelle ich mich ja nicht vor mit meinem namen und dann " lesbe"
    5 leute aus dem kurs wissen es von mir, ansonsten weiß ich nicht wer es weiß oder nicht, ob sie es jemandem erzählt haben etc und es ist mir auch egal.
    angeguckt werde ich nicht komisch, hab auch sonst nichts negatives festgestellt.
    gehe da sehr offen damit um, hänge es aber nicht an die grosse glocke.
    Geändert von SundayGirl (24-08-2005 um 21:03 Uhr)

  4. #4
    giovanni ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    13.06.2005
    Beiträge
    18
    Bei Jura ist das echt ein Problem, es ist einfach nunmal kein Vorurteil, dass die Menschen in den einzelnen Studienfächern einfach anders drauf sind.

    Wer Jura studiert sollte sich es guuuuut überlegen ob er sich outet oder nicht, (natürlich sind Reaktionen auch stark von der Persönlichkeit des Geouteten abhängig und so...), wohingegen man sich bei Soziologie, Germanistik, Kunst, Musik, Politikwissenschaften etc. jetzt nicht wirklich sehr viel Gedanken machen muss....

  5. #5
    Mr_Incognito Gast
    Zitat Zitat von giovanni
    Bei Jura ist das echt ein Problem, es ist einfach nunmal kein Vorurteil, dass die Menschen in den einzelnen Studienfächern einfach anders drauf sind.

    Wer Jura studiert sollte sich es guuuuut überlegen ob er sich outet oder nicht, (natürlich sind Reaktionen auch stark von der Persönlichkeit des Geouteten abhängig und so...), wohingegen man sich bei Soziologie, Germanistik, Kunst, Musik, Politikwissenschaften etc. jetzt nicht wirklich sehr viel Gedanken machen muss....
    Was für ein pauschales Statement.

    Bzgl. des Outens ist es ja so, dass das Nicht-Outen eigentlich mit dem grösseren
    Selbstbewusstsein einher geht, weil es Homosexualität als etwas ganz Selbstverständliches
    darstellt, was nicht in eine besondere Schublade gesteckt werden muss.

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