UNI-Forum

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  1. #11
    Unregistriert Gast
    Boah, sei froh!
    Dieses ganze Werbungsgeschisse, Gedudel und Gedaddel und Gepopuple geht mir so was auf den Geist. Hab auch Norton Antivirus und es gibt echt nichts Besseres! Wenn du popups entblocken willst, geh doch einfach auf deaktivieren.
    Aber pure Html.Seiten OHNE Werbung sind das Beste, meiner Meinung nach.

  2. #12
    Avatar von TomcatMJ
    TomcatMJ ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
    Registriert seit
    13.06.2005
    Beiträge
    56
    Hi!
    Klar sind Seiten ohne Werbung am besten für User, aber leider eben auch am schlechtesten für Betreiber, erst recht bei einer Großen Community, da Traffic eben im Netz den Betreiber eines Webangebots immer erstmal Geld kostet. Geld kommt aber nicht vom Nixtun, also muss man sehen das Geld reinkommt. wie macht man das im Web am besten? Richtig! Mit Werbung. Mit einem ausgewogenen Verhältnis qualitativ nicht nervtötender Werbung allerdings gehts am ehesten. Warum? Dazu liste ich hier mal eine logisch schlüssige Ereigniskette auf für die die sich da noch nie Gedanken drum gemacht haben (ja, auch Marketingstrategen haben diesbezüglich leider meist Scheuklappen auf wie man an Flash+Soundbeinhaltender Werbung sehen kann*G*):
    1. Firma X will eine Webseite betreiben. Ein Server ist fix angemietet, kostet aber etwas Geld. Macht nix, ist ja nicht die Haupteinkommensquelle dieser Firma und der im Mietpreis für den Server inbegriffene Basistraffic reicht ja auch erstmal aus für den Anfang.
    2. Die Community wächst. Irgendwann wird die Grenze des bereits mit der Servermiete bezahlten Basistraffics gesprengt wo dann jedes GB über diese Grenze hinaus jeden Monat zusätzlich kostet. Wie löst man das?
    3. Richtig! Mit Werbung die auf der Seite plaziert wird. Also schnappt man sich einen Progger oder Webmaster der diese Werbung nachträglich einbindet. Vermutlich wird dazu erstmal ein Firmenangestellter beauftragt dessen Arbeitskraft damit allerdings von seiner eigentlichen Arbeit abzuziehen ist. Der kostet also auch Geld was er selbst nicht direkt wieder mit einbringt.
    4. Da der Firmenmitarbeiter auf Dauer dafür zu teuer ist wird das GAnze erstmal als Auftrag extern weitergereicht. Das kostet auch wieder Geld. Ergo: Mehr Werbung muss her auf die Webseite.
    5. Die ersten User nöhlen über die Werbung die sie stört. Macht nix, denn die Werbeeinnahmen machen klar das das eine Prozent der sich beschwerenden User zu verkraften ist selbst wenn sie sich von der Webseite wegen der Werbung fernhalten. Die Community ist trotzdem noch gut besucht und wächst weiter dank der Mudn zu Mund Propaganda.
    6. Die Werbekunden behaupten es würde zuwenig Rücklauf durch die Werbung kommen und wenn mehr Rücklauf käme würden sie mehr bezahlen. Die Marketingabteilung der Firma entschliesst sich dazu, selber irgendwo anders Werbung zu schalten um die Community zu vergrößern. Das hat mehr Werberückläufer für die Kunden zur Folge die daraufhin auch bereit sind mehr zu zahlen.
    7. Die Marketingabteilung hat nun gemerkt, daß diese Strategie aufgeht und hat natürlich Geld gerochen. ergo muss mehr Werbung auf die Seite.
    8. Die Werbung wird nun soviel, das fast mehr Werbung als Inhalt auf der Seite ist. Ergebnis: Mehr User motzen rum und die Community droht zu schrumpfen.
    9. Eine schrumpfende Community hat natürlich wieder Einbußen für die Werbekunden zur Folge die deshalb natürlich weniger Geld rausrücken wollen sofern man ihnen nicht ein Konzept vorlegt mit dem die User an die Seite gebunden werden. Der Druck geht also wieder von der Marketingabteilung an die technische und konzeptionelle Betreuung der Website da die Marketingabteilung etwas haben will mit dem sie die Werbekunden bei Laune halten kann.
    10. Der externe Webmaster sieht sich allein damit etwas überfordert und verlangt entweder mehr Geld um die Arbeit noch schaffemn zu können oder eine Festanstellung. Daraufhin wird dann die Technik des Servers aufgemotzt damit die Community etwas geboten kriegt was sie von der Flucht vor der Werbung abhalten soll. (z.B. ein neueres Forum, verbesserte Mailzugänge, einen besseren Chat oder sonstige Technikgimmicks)
    11. Die USer lassen sich besänftigen und bleiben, lassen sich jedoch aus Gewohnheit nicht mehr so leicht auf die Werbung lenken die ja immer noch extrem viel ist.
    12. Nach Umfrage befindet der Webmaster, daß einfach zuviel statische Werbung da ist die genau deshalb gezielt ignoriert wird durch gedankliches ausblenden,Adblocker und ähnliches. Ergo muss eine andere Art der Werbung her die dann aber nicht mehr ganz so viel ist.
    13. Die Marketingabteilung widerspricht dem Punkt mit dem Abbau der Werbungsmenge (ist ja immerhin bares Geld was damit reinkommt) aber pflichtet der Grundidee der dynamischen Werbeinhalte zu. Ergebnis: Es wird zwar etwas weniger Werbung aber dafür wild blinkend und nicht so wenig wie wirklich sinnvoll wäre um die User nicht abzuschrecken.
    14. Die User erschrecken sich über die plötzlich aufflackernden Werbeeinbelunden, akzeptieren sie jedoch weil es offensichtlich weniger geworden ist als vorher und die Adblocker ja noch funktionieren wenn man sie neu einstellt. Aufgrund der vorherigen Gewöhnung reagieren sie jedoch auch da nicht mehr so fix drauf wie die MArketingstrategen es sich erwünscht haben. Ergebnis: Die Werbekunden fangen langsam das maulen über die Preise an da trotz teurerer Werbung nicht mehr Kunden reinkommen.
    15. Die Marketingabteilung findet, die Werbung müsse eigentlich so ausgelegt sein, daß sie nicht umgangen werden kann. Ergo wird ein Progger angeheuert (oder der Webmaster damit beauftragt) sich etwas einfallen zu lassen was per Adblocker nicht so einfach umgangen werden kann und was vor allem mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht.
    16. Die neue Werbung wird dann eben auch mit Ton versehen um eben die gewünschte Aufmerksamkeit zu erregen. Ergebnis: Einige User die vorher schon wegen der Werbemenge etwas genervt waren sind nun plötzlich sehr heftig genervt udn gehen einfach da ihr genöhle ja offensichtlich nicht da ankommt wos sinnvoll wäre, nämlich den Marketingstrategen. Sie wissen davon jedoch nix da in ihren Augen doch der Webmaster verantwortlich sein muss dafür( denken halt nicht daran das der ja auch nur sein Geld von der Firma für seine Arbeit bekommt aber wohl eher nicht Entscheidungsträger für die Art und Menge der Werbung ist)...
    17. Der Userschwund schlägt sich natürlich in den Rücklaufzahlen der Werbekunden neider und die Marketingabteilung fragt sich nun wieso das denn so ist, was die User wollen ist ja klar, ne Werbefreie Seite die nix kostet, das ist aber aufgrund des zu bezahlenden Traffics nicht möglich da sonst die Firma fix pleite ist. Was also tut man da?
    18. Richtig! Umstrukturieren der Seite und dabei die Werbung in bisher weniger dazu genutzte Bereiche verlagern wo sich die User aufhalten, also Chat, Forum und co. Diemal jedoch unter dem Gesichtspunkt, das man die USer ja nicht ganz loswerden will also nicht gerade die extrem aufdringliche 10.000ste Klingeltonwerbung mit Multimediaoverkill dort hinzupacken sondern eher die einfachen Banner im Stil der Anfangszeit der Werbungsintegration auf der Seite.
    19. Ergebnis: Heftige Modifikationen am Chat udn Forensystem was wiederum die funktionalität beeinträchtigt und da auch zru Folge hat das Ausfallzeiten entstehen in der Stammuser dann eben mangels gewünschtem Angebot sich nach was anderem umschauen.
    20. Folge: Die Werbekunden motzen wieder über den Rückgang der Werberückläufer, was abzusehen war. Die Marketingabteilung schiebt den schwarzen Peter dafür der technischen Stabilität und damit dem Adminteam zu, das Adminteam kontert, daß das ja doch nur durch den geforderten Werbeoverkill zustande kam.
    21. Ergebnis: Keiner weiß nun genau wos gehakt hat aber jeder sieht das die Community schrumpft. Das ist schlecht da damit die Community sich selbst zu zerlegen scheint,was aber weder im Sinne der Marketingleute noch im Sinne des Adminteams geschweige denn im Sinne der Werbekunden ist. Man merkt es jedoch auch in den sinkenden Werbeeinnahmen da kein Werbekunde Geld für geringer werdenden Nutzen bezahlen will. Was tut man also am besten?
    22. Richtig! Endlich mal auf die USer höhren und für ein ausgewogenes Werbung/Seiteninhalt Verhältnis sorgen. Und zwar ohne genau die Sachen die alle genervt haben,denn dann wird da auch nix mehr geblockt, die Seite läuft technisch wieder einwandfreier was weniger Wartungsaufwand beinhaltet und da die User zufriedener sind und die Werbung nicht mehr so rigoros blocken haben die Werbekunden auch wieder mehr positive Rückläufer. Das gelingt aber nur bei W3C konformen Webseiten ohne nervtötendes geflacker und getröte da damit weniger Probleme für die Browser der USer zu erwarten sind und somit die Stabilität der Community (was eher für ein wierderaufsuchen der Site statt einer Werbeflucht sorgt) und damit auch indirekt die Zufriedenheit der Werbekunden die nun nicht mehr sowenig Rückläufer haben wie mit der agressiv-kaum-wegblockbaren Werbung zuvor die zudem ja auch wesentlich teurer in der Anfertigung war.

    Ergebnis: Man sollte mal was tun damit der alte Spacechat oder ein gleichwertiger(!) Ersatz an den Start kommt, der Mailserver nicht mehr sooft wie früher absemmelt und das Werbung/Inhaltverhältnis wieder stimmt dann dürfte diese Seite hier recht bald wieder richtig gut laufen und mehr positive Resonanz statt dauernd fast nur (zur Zeit leider immer noch berechtigtes) Gemotze wegen zu agressiver Werbung und technischen Pannen / vermissten frühern vorhandenen und nun unter den Tisch gefallenen Funktionalitäten abzukriegen.
    Das einzige Hindernis dabei dürften mal wieder wie in den meisten Firmen die Marketingstartegen sein die wohl wie in nahezu jeder Firma einfach zuwenig Realitätssinn und stattdessen zu große Eurozeichen in den Augen haben um zu merken, das eine Community in erster Linie von den Usern lebt und nicht von den Werbekunden da ohne User auch keine Werbung auf der Seite mehr Sinn machen könnte und somit eben auch genau die anvisierten Euros somit flachfallen würden wenn man auf solch einer Seite seine User zu exzessiv vergrault.

    Achja, ich vergaß zu erwähnen das mit Firma X in obiger Liste nicht Unicum gemeint ist sondern das diese Liste sich genau auf die Standardfehler kommerzieller Communities bezieht an denen leider schon verdammt viele gute Communities und dadurch auch Webangebote "gestorben" sind. Parallelen sind allerdings durchaus vorhanden, jedoch ist Unicum da noch nicht am Ende der Liste angelangt und ich hoffe, daß hier dann auch rechtzeitig die Kurve weg von Uservergraultaktiken der Marketingstrategen hin zu sinnvoller Ausgewogenheit gekriegt wird und somit auch bewiesen wird, daß nicht jeder Marketingmensch realitätsfremd denkt sondern die Community durch die Betreiber als solche nicht als willenlose Rechengröße sondern als das gesehen werden was sie sind: Die eigentlichen Kunden die über die Werbung die Seite indirekt finanzieren und die auch durchaus ihre Ansprüche an Webangebote haben, denn ohne die User gibts auch recht bald keine Werbekunden und damit keine Werbeeinahmen aus dieser Webseite, oder?

    Bis denne,
    Tom
    P.S.: Ich weiss, ein langer Text mal wieder, doch wer ihn komplett liest, wird nach kurzem nachdenken fix merken, daß er es Wert ist gelesen zu werden...find ich jedenfalls sonst hätte ich ihn nicht gepostet :-D

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