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  1. #1
    googleomat ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    Beitrag Ein Theaterstück...

    ...und endlich mal wieder was für Thomas Bernhard zum Angreifen. Ich will versuchen, hier so oft wie möglich die Szenen zu aktualisieren, mal schauen, ob das klappt, hier jedenfalls mal der Anfang:

    Fast ein Feuer.

    Versuch einer zynischen, aber ernst gemeinten Komödie.


    Vorrede


    Ein lustiger Mensch.

    Meine Damen, meine Herren,
    Guten Abend.
    Haben Sie sich schöne
    Plätze ausgesucht?
    Oder haben Sie’s etwa bereut,
    Von Ihrer Frau heut Abend hergeschleppt worden zu sein?
    Ich hoffe nicht! Es wäre schade,
    Wenn Sie hier nur sitzen, um zu sehen,
    Wie wir für Sie den Affen machen.
    Doch nun: Genug! Ach nein, bevor wir anfangen,
    Noch ein Wort
    Zum Herrn Direktor, der mich
    Eben gerade fragte, ob
    Wir denn nun mehr als
    Lauter Brandraketen abzuschießen hätten?
    – Ich sage Ihnen, wie schon ihm nun:
    Brandraketen?! Ja lasst uns ein Feuerwerk abbrennen
    Auf den Brettern, die wir Bühne nennen!
    Lasst uns spielen, weiterspielen,
    Bis der Ernst uns von der Bühne runterholt.
    Denn dann, erst dann können wir wohl sagen:
    Ich habe gelebt; gelebt...den Rest müssen Sie selbst herausfinden.

    In diesem Sinne wünsch ich Ihnen und uns nun
    Einen schönen Abend.


    Freies Feld am Waldrand


    Thomas, Maria.

    Maria. [guckt zum Himmel] Oh, Thomas, schau nur, wie der Sternenhimmel einsam über unseren Köpfen liegt, und wie der große dort, der Stern ganz links, nun funkelt, als möcht er zum Monde werden. – Jetzt schau doch mal, Thomas!

    Thomas. [am Boden] Was willst du denn? Ach lass mich doch! Ich versuch hier, uns ein Feuerchen zu machen, und du stehst unnütz da und träumst den Himmel fort! Nun geh mir wenigstens zur Hand.

    Maria. Was soll ich tun?

    Thomas. [umständlich] Ach Mädchen, komm, wir wollen ein Feuer machen. Was brauchen wir also?

    Maria. [kindisch] Holz.

    Thomas. Das hab ich doch. Und für die Flamme?

    Maria. Feuer.

    Thomas. Hast du Feuer gesagt?
    Beim Himmel, sie will Feuer aus Feuer
    Wie Most aus Trauben machen.
    Denkst du, es wär so leicht? Warum sollt’ ich mich hier dann mühen?

    Maria. Ich meinte ein Feuerzeug.

    Thomas. Ein Feuerzeug, ja klar. Soll ich mir vielleicht eins basteln?

    [Maria reicht Thomas ein Feuerzeug. Thomas nimmt es ärgerlich, bemüht sich um ein Feuer.]

    Thomas. Verdammt, es geht nicht.

    Maria. Du musst auch den Knopf drücken.

    Thomas. Das Feuerzeug doch nicht, ich mein das Holz. Es brennt nicht.

    Maria. Warum?

    Thomas. Vielleicht zu nass. [Er müht sich weiter.]

    Maria. Ach komm, lass uns doch den Heizstrahler aus dem Auto holen.

    Thomas. Dann ist es aber nicht mehr so romantisch.

    Maria. Ist doch egal.

    [Er bleibt knien, sie geht und holt den Strahler.]

    Thomas. Und wo ist die Gasflasche?

    Maria. Muss noch im Auto sein.

    Thomas. OK, ich hol sie [geht und holt sie].
    [Kommt zurück] Warum ist denn die so leicht?

    Maria. Keine Ahnung.

    Thomas. [montiert umständlich die Flasche] Gib mir noch mal dein Feuerzeug.
    [Er dreht den Gashahn auf und versucht, den Strahler zum Glühen zu bringen. Nach mehreren Anläufen klappt das.]
    So, jetzt haben wir’s endlich.
    [Will sich setzen; unterdessen erlischt die Flamme wieder. Er bemüht sich zwar umständlich, bekommt das Ding aber nicht mehr zum Laufen.]
    So eine verfluchte Scheiße! Das Ding ist auch leer. Hättest du nicht vorher nachschauen können?

    Maria. Ich hab gedacht, du würdest das schon machen. Du bist doch der Mann. Außerdem wollten wir doch ein Feuer machen.

    [Thomas stöhnt hörbar. Sie schweigen sich eine zeitlang an.]

    Maria. Ach man, so langsam hab ich keine Lust mehr. Ist saukalt hier und außerdem total langweilig. Können wir nicht endlich was machen?

    Thomas. Was ist denn mit dir auf einmal los? Du wolltest doch mit mir hierher kommen, nur wir zwei, sonst nichts und niemand.

    Maria. Da wusste ich ja auch noch nicht, dass das so ätzend wird. Mir gefällt’s nimmer. Ich will heim. Können wir uns nicht viel besser einfach ein Video oder ne DVD ausleihen und uns vor den Fernseher hocken? Ich hab noch Popcorn für die Mikrowelle daheim.

    Thomas. Hm...[sitzt da und weiß nicht, was er sagen soll]Aber so war das doch nicht geplant...

    Maria. Ist doch egal. Hier bringt’s doch nix, das haben wir doch jetzt gesehen, dann können wir doch auch heimfahren. So. Warum sollten wir’s dann also nicht tun?

    Thomas. [widerwillig] Also gut, wenn du darauf bestehst...

    [Sie gehen zum Auto]

    Thomas. Wo hast du denn den Schlüssel?

    Maria. Wieso ich? Die hab ich dir doch gerade gegeben, als du die Gasflasche geholt hast.

    Thomas. [sucht, erst langsam, dann verzweifelter] Ich hab sie nicht. ... Ne... Oh Scheiße. Die muss ich im Kofferraum liegengelassen haben. [Er versucht, alle Türen zu öffnen.] So ein Mist! Alles zu!

    Maria. Und jetzt?

    Thomas. Scheiße. Verdammter Mist! Ich weiß auch nicht. Vielleicht einen anrufen? Oder ein Taxi? Aber wer soll das hier finden?

    Maria. [guckt auf ihr Telefon] Vergiss es. Kein Netz. Und mein Akku gibt seinen Geist auf.

    [Beide stehen eine zeitlang ausdruckslos da oder gehen hin und her]

    Maria. Und was machen wir jetzt? Thomas! Oh Gott, Thomas, wir sind hier mitten im Wald, weiß Gott wo, ganz alleine, hier finden wir nie raus. [jetzt panisch] Thomas! Wir werden uns verlaufen oder verhungern oder verdursten oder vorher erfrieren, oder...

    Thomas. Jetzt mach mal halblang. Das hilft uns nicht weiter. Wir müssen ruhig bleiben. Heute Nacht können wir sowieso nichts mehr erreichen. Wir müssen warten, bis es wieder hell wird.

    Maria. Oh Gott, die ganze Nacht hier draußen? Das überleb ich nicht!

    Thomas. Ganz ruhig. Komm, lehn deinen Kopf an meine Schulter. So, komm. Hier hast du meine Jacke. Versuch ein bisschen zu schlafen.

    Maria. Und wie?

    Thomas. Versuch’s einfach. Ich versuch’s auch. [Sie versuchen’s]

    Maria. Oh Gott, Thomas, es ist so still hier...

    Thomas. Ja...

    Maria. Ich hab Angst.

    Thomas. Was soll ich denn da tun?

    Maria. Hast du keine Angst?

    Thomas. [Verächtliches Schnaufen] Na ja...

    Maria. Erzähl mir eine Geschichte.

    Thomas. Was?

    Maria. Na ja?! Eine Geschichte halt!

    Thomas. Bin ich deine Mama?

    Maria. Nein, aber mein Freund. Du sagst, du liebst mich. Bitte, erzähl mir eine Geschichte. Vielleicht kann ich dann die Nacht durchstehen. Ich weiß nicht, wie sonst. Bitte, Thomas!

    Thomas. Hm! Also gut...Aber...ich weiß nur eine. Und die versteh ich selbst kaum...ich weiß gar nicht, ob ich mich noch genau erinnern kann...

    Maria. Ist doch egal. Mach einfach. Na los! Erzähl schon!

    Thomas. Also gut. Es ist eine Geschichte von einem Leben, wie es nicht jeder hat...Also, stell dir zwei junge Männer vor, die vor einer großen Tür stehen [der andere Teil der Bühne wird entsprechend beleuchtet]. Der eine ist ein junger Kaufmann aus Venedig, Francesco genannt, der andere ein junger hoffnungsvoller Dichter aus Byzanz namens Antipatos. Es ist das Jahr 1532, im Dezember. Drinnen findet eine Versammlung der reichsten Männer der Stadt Augsburg (dort befinden sich die zwei nämlich) und der größten Handelspartner der Fugger und der Welser statt. Und so warten die beiden darauf, dass endlich etwas passiert...
    Oh wär ich doch ein Narr! Mein Ehrgeiz geht auf eine bunte Jacke.

  2. #2
    Akiva ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    Zitat Zitat von googleomat
    ...

    Und so warten die beiden darauf, dass endlich etwas passiert...
    Ich geselle mich zu den Wartenden, wenn es erlaubt ist.

    Ein hoffnungsvoller Anfang (wenngleich ich nicht erkennen kann, warum der "Ernst" offenbar nur außerhalb der Bühne stattfindet. Das würde ja bedeuten, dass AUF der Bühne nur das Gegenteil davon eine Rolle spielt..?), aber nach der sich anschließenden, eher flachen Alltagsgeschichte erwartet man automatisch am Ende etwas Besonderes, Ausgefallenes, was die Trivialität wieder auflöst.
    Ich könnte mir vorstellen, dass der Autor genau das gewollt hat, bin aber der Meinung, dass es nicht überzeugend gelungen ist. Auch müsste der Schluss einen Bezug zum Anfang haben, sonst gibt es nur zwei unverbunden hintereinander stehende Textteile. Oder soll das so sein? Vielleicht fehlen mir auch nur ein paar Hintergrundsinformationen; die Anspielung auf den Moderator könnte darauf hindeuten...

  3. #3
    googleomat ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    Fortsetzung

    OK, OK, um dich, Akiva, hier nicht im Regen stehen zu lassen, gibt es noch eine weitere Szene, die allerdings noch nicht ganz beendet ist und auch nicht sofort auf das Vorspiel folgt. Übrigens wird dieses ganze Vorgeplänkel nachher aufgelöst, da handelt es sich um eine Rahmenhandlung. Und jetzt guck noch mal schnell nach, welche Szene aus einem berühmten Drama im Folgenden gewürdigt, aber noch mehr persifliert wird.

    Schöne Grüße von dem Autor mit dem schrecklichen Benutzernamen.


    Straße.


    Antipatos. Hey Sophia! Wo willst du denn so schnell hin?

    Sophia. Lass mich! Ich hab’s eilig.

    Antipatos. Hey! Warte doch mal!

    Sophia. Nein, ernsthaft, ich muss dringend weiter.

    Antipatos [allein]. Sophia! Mein Gott, wie wunderschön sie ist! Kein Mensch kann schöner sein als sie. Wie kann ich nur jemals ihr Herz besitzen? Es ist ein Graus. Liebt sie mich nicht? Sie muss! Sie muss! Was kann ich nur tun? Ich werde einen Brief schreiben. Nein! Kein Brief! Das mag sie nicht. Oder doch? Ich kann ihr ja schlecht ein Drama schreiben. Kann ich’s nicht? Ich könnte’s wohl, aber was hätte ich davon? Und sie? Was ist, wenn sie’s mir vor die Füße wirft? Es ist falsch. Vielleicht stimmt’s ja doch, was gesagt wird: über die Liebe kann man nicht schreiben. Man kann nicht schreiben, um geliebt zu werden. Liebe ist kein Wort, ist nur Gefühl, da helfen nicht die schwärzesten Buchstaben auf dem feinsten Papier. Aber das alles hilft mir nichts! Ich bin allein. Sophia! Sie ist fort. Und wo geht sie hin? Ich weiß es nicht. Wenn ich’s doch nur wüsste! Wenn ich doch nur dabei sein könnte! Ein Mal! Wenn ich doch nur einmal aus meiner Haut fahren könnte und als Geist in jedes Zimmer blicken! Ein Traum, nur ein Traum. Nein, jetzt wird’s wahr! Oh doch nicht, nur ein Schein! Ein Trug! Die Illusion des Lebens. Was red ich eigentlich daher? Wird Zeit, dass ich auf andere Gedanken komme. Aber wie? Wie? Es hilft alles zu nichts...

    Francesco. Antipatos!

    Antipatos. Hä?

    Francesco. Antipatos!

    Antipatos. Francesco? Bist du’s? Ach ja, mein Francesco…kannst du mich trösten? Du findest mich am Boden zerstört. Es gibt keine Liebe mehr.

    Francesco. Was faselst du da? Steh erst mal auf! So geht’s ja nicht. Und jetzt erzähl mal, was ist los?

    Antipatos. Hab ich dir nicht erzählt von der Sophia? Diesem schönsten aller Menschenwesen, schöner gar als jede Helena?

    Francesco. Na und?

    Antipatos. Na, sie ging just vorbei. Und sagte nichts zu mir.

    Francesco. Was willst du eigentlich?

    Antipatos. Was ich will? Sie lieben! Ich kann an nichts anderes denken, ich sterbe für sie tausend Tode und lebe tausend Leben und setze meine beste Maske auf und bring sie heim und alles, und sie sagt nicht mal Guten Morgen!

    Francesco. Hast du schon mal daran gedacht, dass sie dich nicht liebt?

    Antipatos. Kam’s mir in den Sinn?...aber warum? Warum? Hab ich je ein böses Wort gesagt? Hab ich sie je bedrängt? Je angestarrt? Belogen? Nichts von alledem, und du sagst mir so platt daher, sie würde mich nicht lieben! Und wenn das wahr wäre? Was hätte sie davon? Nichts! Nichts! Und ich! Warum geht es nie um mich? Kann es nicht einmal, einmal nur auch um mich gehen? Kann ich nicht fühlen? Bin ich denn weniger ein Mensch als sie? Sie lacht! Sie lacht und geht davon! Oh, was für ein schöner Tag! Da verlier ich meinen Glauben. Wie könnt ich’s? Wie könnt ich an irgendwas glauben, wenn nicht an die Liebe? Aber ihr Herz schweigt still. Sie lacht nur und geht vorbei.

    Francesco. Sie ist eine Frau, Antipatos, die sind so. Glaub mir! Ich weiß da bescheid. Ich kenn solche wie sie aus Genua. Dies sind Handelsstädte, mein Freund! Da zählt deine Kultur nicht viel, da geht’s jeden Tag ums Überleben – für die einen ums finanzielle, für die anderen ums existentielle. Da bleibt keine Zeit, um lange über die eine Sorge oder die andere nachzudenken; da musst du handeln. Hier hilft dir deine Poesie zu nichts. Hier brauchst du Eier. So sind wir Großstadtkinder! Du wirst dich dran gewöhnen müssen. Gott, ich wette, selbst bei Euch in Konstantinopel laufen sie nicht mit dem Moralatlas unterm Arm durch die Gegend. Du wirst dich halt arrangieren müssen! Nicht jeder macht alles so, wie du’s gern hättest. Aber sieh’s doch mal so: Das bietet auch dir ganz neue Chancen. Gehst halt her und nimmst ne andere, Mädchen wie Sophia findest du genug. Komm mit, ich zeig dir gleich heut abend drei!

    Antipatos. Du redest, als wär alles einerlei. Der Windhauch mag über dein Dach hinwegfegen; ich kann so nicht leben. Was wär’s denn, wenn alles egal wäre? Ich möchte in so einer Zeit nicht leben.

    Francesco. Wir sind schon mittendrin, mein Freund.

    Antipatos. Mittendrin? Nein, nein. Das mag für dich gelten, für deine kleinen Freundinnen, die es an jeder Ecke gibt, deine Flittchen, aber nicht für mich und für alle Menschen. Jeder weiß, was Liebe ist; manche wollen’s nur nicht wissen. Meine Sophia ist anders als deine Gespielinnen! Sie muss anders sein! Ich werd sie suchen gehen. So kann es nicht weitergehen.

    [ab.]

    Francesco. Beim Himmel, ist der verwirrt! Na, der wird’s schon merken, wo sich seine...Allerliebste rumtreibt. Die steigt doch mit jedem ins Bett. Da brauch ich sie nicht mal für zu sehen. – Aber hab ich’s nicht einst selbst geglaubt? Dass so Sachen ewig sein können? Lang ist’s her, dass ich einsichtig geworden bin...aber es war auch eine schöne Zeit, als ich unbeschwert auf den Straßen von Genau laufen konnte und hier und da meine Nase und später andere Körperteile hineinstecken konnte! Morgens zum Markt, Gewürze aus China, und abends mit der Tochter vom Gewürzhändler am Strand! Dacht ich da nicht, es könnte ewig so weitergehen? Es war eine lehrreiche Zeit. Aber sie ist vorbei, wie alles vorbei geht! Und auch mein verliebter Freund wird sich wieder beruhigen. [Ein Junge kommt vorbei] He, Junge, auf ein Wort!

    Junge. Haben der Herr etwas zu essen? Ich bin hungrig und mir ist kalt.

    Francesco. Weißt du, wo ich den Johann Welser finde?

    Junge. Mir ist so kalt.

    Francesco. Ich geb dir nen Heller, wenn du mir sagst, wo ich ihn finde.

    Junge. Wen?

    Francesco. Welser, Johann.

    Junge. Der, dem Venezuela gehört?

    Francesco. Eben der!

    Junge. Mit dem hab ich nix zu schaffen. Ich wohn in der Fuggerei.

    Francesco. Na und?

    Junge. Verstehen Sie? Ich bin arm und hab nicht viel, da darf der Jakob Fugger wohl verlangen, dass wir nichts mit dem Johann Welser zu schaffen haben , wenn er meiner Mutter und mir ein Dach über dem Kopf gibt.

    Francesco. Du wirst doch trotzdem wissen, wo ich den Welser finde.

    Junge. Zu seinem Bankhaus würd ich gehen und fragen.

    Francesco. Und wo finde ich das?

    Junge. Ich muss was essen.

    Francesco. Da hast du deinen Heller.

    Junge. Maximilianstraße. [dreht sich um, will gehen.]

    Francesco. Du siehst gar nicht aus, als würdest du hungern.

    Junge. Tu ich auch nicht. Aber Fremde wie Sie fallen trotzdem drauf rein [läuft weg]

    Francesco. Zur Hölle mit dir! [zu sich] Zum Glück war’s nur der Schokolade-Heller.
    Oh wär ich doch ein Narr! Mein Ehrgeiz geht auf eine bunte Jacke.

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