Der gute Mann heißt immer noch Shakespeare. Bevor Du das nicht verbesserst, lese ich das Stück nicht.![]()
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15-06-2005 17:21 #1
Theater wie zu Shakespeares Zeiten
Montag hat mein neustes Projekt begonnen. In diesem geht es darum, dass wir ein Stück schreiben und aufführen wollen, dass dann teilweise wie zu Shakespeares Zeiten gespielt wird. Das bedeutet, dass die Schauspieler nie das ganze Stück bekamen, sondern immer nur 1-3 Schlüßelwörter, auf die sie dann ihren Part spielen mussten. Das es allerdings zu schwierig wäre in einer 1/4 Stunde auch die großen Rollen im Publikum zu verteilen, haben wir natürlich ein paar feste Schauspieler, die die Hauptrollen spielen!
Die ersten sechs Szenen haben wir nun heute fertiggeschrieben. Der Rest wird morgen fertigwerden!
Habt ihr zu dem bisher Geschriebenen ein paar Ideen? Kritik?
Zur Übersichtlichkeit empfehle ich das Worddokument zu lesen!
Name des Stückes?
Odobert von Krachkrawumm.....der blinde Ritter...
Lenagret von Möchtegern....die häßliche Fürstin
Ingelhardt von Tunichtgut....der Minnesänger (alt und jung)
Willhelm....der Bedienstete des Ritters
Die Zofe der Fürstin
Allerhand Fürsten und Bedienstet
1. Szene:
Der alte Minnesänger allein in einem schäbigen Raum. Auf dem Tisch nur eine Feder, eine Kerze, das Tintenfäßchen und ein bisschen Pergament.
Minnesänger: (hustend) Einst ward ich Ingelhardt von Tunichtgut geheißenund mein Name ward freudig verkündet in den prächtigen Säalen meiner Heimat, dem ruhmvollen, unbesiegten Engreich, dass ich besingen werde, bis der letzte Lebensatem meinem greisen Körper entzogen.Doch seit jenen schicksalhaften Tagen, von denen ich hier erzählen möchte, schmipft man mich nur noch Bastard oder Hund und vertreibt mich mit Stöcken vom Gehöft, denn die Heimat ward nicht gnädig mit mir; verlor ich sie doch und zerbrach auch die Freundschaft zu meinem Herren, Odobert von Krachkrawumm...
So will ich heute seine und meine Geschichte erzählen, bei der er gewann und ich verlor. Sein Anfang nahm mein Unglück am Hofe des Königs in der geschätzten Hauptstadt seines Reiches, dem reichverzierten Palon. Hier rief der König zum Ball, auf dem es zu jener schicksalhaften Begegnung zwischen meinem Herren und der (räuspern) edlen Fürstin Lenagret von Möchtegern kam.
(Vorhang- Tisch weg, Hocker für Minnesänger hin.Alle Personen mit Rollen aus dem Publikum auf die Bühne)
2.Szene
Der Minnesänger kommt herangehetzt. Setzt sich auf den Hocker in der Mitte der Bühne.
Minnesänger: (Minne muss noch geschrieben werden)
Einige Damen: (erfreutes Seufzen) Ahhh...
Einige Herren: (zustimmend nickend) hmmm...
(Auftritt Ritter – Ritter stolpert auf Minnesänger zu, prallt mit ihm zusammen, reißt ihn um)
Ritter: Verzeih mir, Ingelhardt. Bitte sing doch weiter.
(Bedienstet kommt dem Ritter hinterhergerannt. Führt ihn in die Menge.)
Bedienster: Herr, geht doch nicht immer allein. Lasset mich euch doch helfen!
(Bedienster und Ritter verschwinden zwischen den anderen Zuhörern. Beide ab)
(Gleichzeitig):
Dame in rot: Immer zerstört uns dieser Odobert die schönen Musestunden!
Herr in grün: (flüsternd zu seinem Nachbarn) So ist dieser Ritter nicht nur mit Blindheit geschlagen sondern auch mit Dummheit und Ungeschick!
Feind des Königs: Bestünde doch nur das ganze Herr des Königs aus solchen Narren! Sein Fall würde nicht mehr so lange auf sich warten lassen...
(Fürstin und Zofe wandern umher)
Fürstin: Welch vortreffliche Gesellschaft sich in den Mauern meines Vettern Schloßes zusammen gefunden hat. Der Zwirn der Dame scheint gar in allen Farben, die uns Gott geschenkt hat, und ihr teueres Geschmeide könnte mit seinem Funkel die dunkle Nacht erleuchten!
Zofe: (Sie unterbrechend) Doch scheinen es Lumpen und billiges Glas im Vergleich zu euren zarten Gewandt aus feinstem Zwirn der der Pracht eurer Brillianten.
Fürstin: (verärgert) Schweig still, dumme Ganz. Was weißt du schon. Bin ich auch von königlichem Blute und trage auch gar teures Kleid, so wird doch keiner der hochgeborenen Recken mich eines Blickes würdigen.Wahrlich, der einzige, den zu betören ich hoffen dürfte, ist jener unglücklicher Ritter und Landsmann, dessen Augen im Kampfe für meinen Vetter geblendet wurden.
(Zofe ab. Man hört den Minnesänger singen)
(Bedienster im Gespräch mit einer Mag. Vergißt Ritter zu beobachten.Ritter geht durch Menge, stößt gegen Fürstin)
Ritter: (angetan) Verzeiht mir, edle Dame, und gib Gott, dass ich euer Gespräch nicht gestört habe.
Fürstin: (während sie sich umwendet. Verärgert) Spottet ihr meiner, Ritter? Wißt ihr nicht, wessen Blut in meinen...(unterbricht sich)Oh, so seid ihr es also! So sei euch verziehen!
(will sich wieder umwenden. Der Ritter hält sie am Arm fest.)
Was erlaubt ihr euch, Unhold!
Ritter:Eure Gegenwart betört eine Sinne, holde Maid! Welch wohlriechender Odem geht von euch aus, Edle? So fein ist euer Zwirn, das ich gar glaube, selbst ein kaiser wäre seiner nicht würdig!
Fürstin: (genervt) Schweigt endlich still, Mann. Wollt ihr nicht euren Sänger hören?
(Auftritt Bote des Königs)
Bote
gehetzt) Der todbringende Krieg hat nun die Grenzen unseres Reiches erreicht. Der König ruft seine Ritter an die Waffen. Der Feind zieht gegen Palon!
Einige Ritter: (kampfeswütig) An die Waffen, Freunde!
Ritter in Blau: Zerschmettern wir den Feind!
Einige Damen: Oh, wie schrecklich!
(Vorhang – Tisch auf Bühne vor Vorhang stellen- hinter dem Vorhang schon den Baum aufbauen)
Szene 3
Der alte Minnesänger allein in einem schäbigen Raum. Auf dem Tisch nur eine Feder, eine Kerze, das Tintenfäßchen und ein bisschen Pergament.
Minnesänger: (hustend) So eilten sie an ihre Waffen, die edlen Recken. Wohlbehütet auf ihren mächtigen Festen aber wußten sie ihre Damen verwahrt. Der König aber gab meinem Herren Odobert den Befehl die Fürstin Lenagret mit auf seine Burg Lonris zu nehmen und sie zu schützen, komme was wolle! Hier nun sollte eine tödliche Intrige gesponnen werden. Aus Feigheit ließ ich das unheil seinen Lauf nehmen, denn schon im Burggarten (wichtig, NIE Burggraben sagen!) erfuhr ich von dem unlauteren Plan, der Liebe bringen sollte.
(alter Minnesänger ab)
Szene 4
Minnesänger und Bedienster wandeln durch den Burggarten.
Minnesänger: Oh, welch schöne Nacht!
Bed.: Ingelhardt!...Ingelhardt!
Minnesänger: Oh d...sprecht, werter Herr, was bedrücket eurer Gemüt in so wundervollen Stunden der Muße?
Bedienster: Sprecht leise! So sprecht doch leise, Ingelhardt! Kann ich euch mein Vertrauen schenken, Freund?
Minnesänger: Gewiss könnt ihr das. Was wollt ihr?
Bedienster: Kennt ihr die Liebe, Ingelhardt? Dies wechselhafte, wählerische Wesen? Wie selten entbrennen doch zwei Menschen für einander. Doch schmerzhaft sit es für den, dessen Liebe nicht erwidert wird!
Minnesänger: Was wollt ihr mir damit sagen, William?
Bedienster: Nun, was, wenn man diesem Armenzu seinem Glück verhelfen könnte? Was, wenn man einem blinden Ritter das Glück weisen könnte? Das Glcük die Liebe seiner Fürstin zu erlangen?
Minnesänger: Und wie gedenken der Herr dieses Vorhaben umzusetzten?
Bedienster: Leise, Ingelhardt, leise!
Minnesänger: Wie nun, Mann? So sprich doch!
Bedienster: Eine Entführung!
Minnesänger: Eine WAS?
Bedienster: Leiser, Tunichtgut, leise. Die Fürstin entführen.
Minnesänger: (erschrocken und laut) Die Fürstin entführen?
Bediensteter: So erhält der Ritter die Chance sie zu retten und wird so in ihrer Gunst stark steigen. Der edle Herr ist sonst doch vom Glück gar arg bestraft.
Minnesänger: Welch zweifelhafter Plan! Soetwas könnt ihr nicht tun, William, jemand könnte zu Schaden kommen.
Bedienster: (mit gezücktem Dolch) Was auch immer dein Verstand davon halten mag, dein Mund halte sich darüber zurück! Sinne ich recht, wenn ich sage, dass wir keine unnötigen Opfer wollen?
Minnesänger: Gewiß, gewiß!
(Beide links ab von der Bühne. Rechts steht der Ritter vor einem Baum. Diesem zugewandt)
Ritter: Oh, Fürstin, Schönste, Holde! Wie wohl mein Herz ob euer entflammt ist, so weiß ich doch nicht, ob eure Gunst mir je zuteil werden wird! (tastet nach dem Baum) Eure Haut ist so...interessan! Das Geräusch eures Haares im Wind ist ein so wundersames Rauschen wie ich es nie zuvor vernahm! So hochgewachsen und zierlich wie...
(Bedienster holt ihn weg vom Baum)
Bedienster: Herr, kommt, ihr seid einem Trug erlegen...
(Beide ab. Vorhang, wenn Bühne leer)
Szene 5
Der alte Minnesänger allein in einem schäbigen Raum. Auf dem Tisch nur eine Feder, eine Kerze, das Tintenfäßchen und ein bisschen Pergament.
In dieser Nacht nun trug sich folgendes zu: Ich saß sinnend ob diesen Gespräches mit William auf den Zinnen der Feste Lonris, als meiner Sinne eine Horde wilde Krieger gewahr wurden, die leisen Fußes in den Hof drangen um sich von dort zum Gemach der Fürstin zu wenden. Nur wenige Momente später drangen sie wieder herraus, die Fürstin in ihrer Gewallt.
Am nächsten Morgen nun fand die Zofe das Bett der Fürstin leer und ihr königliches Gemach verwüstet. Einen Brief fand sie auch.
(Minnesänger ab, Tisch weg)
Szene 6
Burghof: Ritter sitzt bei Minnesänger und hört diesem zu. Die Zofe eilt herbei.
Zofe: (zum Ritter, schwer atmend) Herr, die Fürstin...sie...sie ist nicht in ihrem Gemach! Diesen Brief fand ich dort! Es scheint, sie sei entführt worden, Herr! (reicht Brief an Minnesänger)
Minnesänger: (ließt, ruhe) Herr, hier steht geschrieben, dass die Fürstin in die Hände von Raubrittern gefallen ist. Diese räuberische Bande verlangt 1000 Goldstücke für ihr Leben! So zahlt dies schnell, Herr, der König wird es euch doppelt entlohnen!
(Auftritt Bedienster)
Bedienster: Doch wieviel höher mag der Lohn sein, wenn wir sie retten, edler Herr!Ich selbst will euch im Kampf den Rücken schützen, denn selbst blind solltet ihr diese paar Unholde besiegen können!
Ritter: Feige solchen Schurken Gold schenken? Nie! Aber meine Klinge werden sie zu spüren bekommen!
Minnesänger: (seufzt) So sei es denn...ich ahne schlimmes!
(vorhang)
Szene 7
Der alte Minnesänger allein in einem schäbigen Raum. Auf dem Tisch nur eine Feder, eine Kerze, das Tintenfäßchen und ein bisschen Pergament.
Minnesänger (alt): So ritten wir los die Fürstin zu retten. Bange dachte ich an den Ausgang dieses Kampfes, doch ward mir mein Leben zu lieb, sodass ich nichts von der Intrige verriet.
Alsdann wir auf die Raubritter trafen, begann das mörderische Gefecht. Es ging nur eine kurze Weile. Die Feinde flohen oder waren erschlagen. Die Fürstin aber lag dem Ritter in den Armen, denn bei all dem fechten ward sie in Liebe entbrannt.Obgleich dies ein ruhmvoller Sieg war, war er doch nicht opferlos. Denn im Gras lag sterben William, den ein Streich des Ritters tötlich traf!
(minnesänger ab, Tisch weg)Geändert von Lenichen (16-06-2005 um 02:30 Uhr)
Die Welt dreht sich schneller als wir laufen können...
Ein Tank braucht nicht mal innere Werte. Es reicht, wenn er eine gute Rüstung hat.
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15-06-2005 17:29 #2Kumo Gast
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16-06-2005 02:21 #3
Ick weeß wie da Mann heeßt...musst mich nich imma vabessan, olla Meckerkopp! War doch nur nen Vertippa!
Die Welt dreht sich schneller als wir laufen können...
Ein Tank braucht nicht mal innere Werte. Es reicht, wenn er eine gute Rüstung hat.
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16-06-2005 10:54 #4
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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- 13.01.2003
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Die Namen sind unötig infantil. Mir ist schon klar, daß sie die Persönlichkeiten der Charaktere ausdrüken sollen. Aber eben diese Eigenschaften zu erkennen, soll man bitte dem Publikum überlassen, daß nicht doof ist und selbst beobachten und seine Schlüße ziehen kann. Okay wäre Namen, die ganz subtil eine Ahnung davon geben, was der für Menschen sind. Mehr bitte nicht, sonst hat das Kasperletehater-Niveau!
Wie ich sicherlich schon 50 000 mal erzählt habe, so bin ich auch diesmal nicht müde darauf hinzuweisen, daß doc-Dokumente ausschließlich für das Windword-Programm gemacht sind. Und bei weitem nicht jeder nutzt dieses Textverabeitungsprogramm! Zum Beispiel ich nicht. Ich empfehle für angehängte Texte immer das pdf-Format, das hat wesentlich kleinere Dateigrößen und ist mit dem kostenlosen pdf-Reader von jeder Platform aus problemlos zu lesen.Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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16-06-2005 11:28 #5n/a Gast
*.doc dokumente lassen sich auch von allen kostenlos lesen: mit open office, das sowieso besser ist als microsoft works (not!)...außerdem kann nicht jeder *.pdf s erstellen (was im übrigen mit open office auch geht, nur so am Rande...) (http://www.openoffice.org/ ...nur so am Rande...)
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