Ich hätte nicht übel Lust, es zu abstrahieren (wer braucht schon ganze Sätze?). Und vielleicht wäre es nicht schlecht, dazu noch eine Fortsetzung zu bekommen. Oder eine Vorgeschichte.
Versteh mich nicht falsch: wenn es mich nicht irgendwie anfassen und fesseln würde, würd ich dazu nichts schreiben, es wirkt nur so unfertig auf mich...wobei mir nicht klar werden will, was diesen Eindruck erweckt.
Ich mag Deine Sprache, Deine Bilder.
beryll
Thema: Wohin Es Geht?
+ Antworten
Ergebnis 1 bis 4 von 4
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18-11-2005 12:27 #1
Wohin Es Geht?
Die Tür schlägt zu, ein letztes Mal
Etwas fällt von der Wand, Glas
zersplittert
In meinen müden Augen platzt ein
Äderchen
Der Spiegel erkennt mich nicht
mehr unter dem Pulsschlag der
totgeschlagenen Zeit
Die 7. Armee marschiert über
eine Kuppe
ins Verderben
durch meinen Kopf
rauscht eine Geisterbahn, der
Schaffner hebt den Hut zum
Gruße, weist mir den Weg
und flüstert
mir ins Ohr
"frei"Butterflies, flowerfields, honeybees and golden
sunlight: POETS DEATH
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20-11-2005 12:16 #2
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20-11-2005 13:26 #3
Moderator
- Registriert seit
- 01.01.2003
- Beiträge
- 3.140
das ist jetzt kein gedicht, aber ich wollte mal die teile rausstellen, die ich klasse fand und auch konkreter als den rest, denn der bringt mir nix, weil ich den schon tausendmal gehört habe. und gruße klingt gewollt.
Zitat von benik1812
Ein Gedicht, was es sonst auch immer noch sein mag, ist zuerst ein Text.
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22-11-2005 12:54 #4
Natürlich ist das ein Gedicht. Aus meinem Kopf auf's Papier/Bildschirm gekleistert. Mit roter Farbe und einer Träne am Seitenrand und leeren Bierdosen in der Mülltonne. Ein Aufbruchgedicht, eine gesprengte Fessel, eine perfekte Dokumentation der unerträglich absurden Phase/Phrase: Leben. Und um das ein bißchen zu verlängern geh ich jetzt was essen und trink einen Schluck Wasser.
Satt. Und jetzt noch ein älteres Selbstzitat zu Thema Gedicht oder Prosa oder was weiß ich denn:
Gedichte sind ein Teil vom Dichter, ja, aber keine wohlbehüteten Kinder. Kritik hin oder her, wenn ja, dann danke, aber es sprudelt doch aus einem raus, was einen beschäftigt, was für eine Scheiße einen umgibt, es muss raus, es ist nichts wohlbehütet. Fürze aus der Hölle sind's, deswegen kann ich auch nichts mit diesem ganzen Formscheiß anfangen und Reimgeschwafel und ob's Prosa ist. Es kommt wie es kommt. Sollte ungestüm und ungebunden sein. Warum nicht einen Sachverhalt in 5,6 Prosazeilen darstellen, wenn's besser rüberkommt, Gefühle weckt als abgehackte Zerstückelung der Sätze. Machen wir es doch mal anders als seit tausend Jahren, immer die gleiche Masche: Ich will meine Gedichte nicht in Form pressen. Fließbandarbeit ist auch nicht schön. Freiheit, Ausdruck, Gefühle vermitteln. Scheißt doch auf die Konventionen, "aber der /())(=)%$ schreibt vor, dass ein Gedicht so und so..." Gequirlte Scheiße für mich. Konventionen und Vorschriften müssen zerbrechen, was NEUES muss her, sonst macht sich bei mir Laaangeweile breit (Nicht das ich neue Sätze erfinden würd, aber ich versuch's wenigstens). "Tradition rules in the heart of braindead fools" (Wow, mal was Gereimtes von mir!)
Und noch was: Kein Gefühl ist besser als Schönheit inmitten von gequirlter
Geierkacke zu finden. Dankeschön.Geändert von benik1812 (22-11-2005 um 15:17 Uhr)
Butterflies, flowerfields, honeybees and golden
sunlight: POETS DEATH
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