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Ergebnis 6 bis 10 von 13
  1. #6
    Gast

    niemehr Krieg dank Bush njet

    habt ihr keine Angst vor dem Irak-krieg?Bush wird ihn durchsetzen auch ohne rechtliche Legitimation-die maschinerie läuft -wir können uns dem nicht mehr entziehen-es ist zu spät

  2. #7
    Der Vogone Gast

    Re: Re: Schon EIN Koch verdirbt den Brei

    Original geschrieben von -N-
    Fest steht, dass man heutzutage, sobald man ein Parteibuch in die Hand nimmt, sich automatisch mit Blut beschmiert!
    Nana, jetzt übertreib' mal nicht...
    Original geschrieben von -N-
    Zum K: Ich finde, dass ein falsches Wort jedem mal herausrutschen kann...
    Naja, aber Herr K. leistet sich m.E. ein paar "Dummheiten" zuviel. An die Geschmacklosigkeit mit den angeblich 'jüdischen Vermögen' im Zusammenhang mit der CDU-Spendenaffäre in Hessen brauche ich wohl nicht erst zu erinnern.
    Original geschrieben von -N-
    Wir wissen ja, dass schon die falsche Verwendung eines Konjunktivs fatale Folgen haben kann...
    Worauf spielst du damit an? Doch nicht Philipp Jenninger? Bei dem war das 'Problem' allerdings nicht ein falscher Konjunktiv, sondern die ungeschickte Wahl des Modus der erlebten Rede, wodurch er scheinbar (und unbeabsichtigt) die Judenpogrome im Umfeld der Reichskristallnacht guthieß.
    Oder wen sonst meinst du?
    Original geschrieben von -N-
    Was Herrn K. angeht tue ich mich schwer zu sagen, wie mit ihm zu verfahren wäre. Die Person ist mir recht unsympatisch, aber die Wirtschaftsdaten (verglichen mit dem Rest Deutschlands) geben ihm zumindestens nicht unrecht.
    Tolle Begründung! Sag mal, bist du noch bei Trost? Solange es den Hessen wirtschaftlich noch vergleichsweise gutgeht, darf also Herr Koch frohgemut weiter seiner Koprolalie (so nennt die Psychiatrie die krankhafte Lust am Aussprechen obszöner Worte) fröhnen? Hab' ich das richtig verstanden?
    Übrigens standen die Hessen schon unter Hans Eichel wirtschaftlich mit am besten von allen Bundesländern da. Koch hat sich in ein bereits gemachtes Nest setzen dürfen. Was er seitdem für sein Bundesland getan hat, kann ich nicht gut genug beurteilen.
    Aber darum geht's ja auch nicht, sondern um diese immer wieder gemachten unsäglichen historischen Vergleiche, die ja - wie in dem Gedicht beschrieben - quer durch alle Parteien fabriziert werden.
    Ich kann und möchte sie einfach nicht mehr hören.

    Gruß,
    Der Vogone

  3. #8
    -N-
    -N- ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
    Registriert seit
    25.07.2002
    Beiträge
    24

    Re: Re: Re: Schon EIN Koch verdirbt den Brei

    Original geschrieben von Der Vogone

    Tolle Begründung! Sag mal, bist du noch bei Trost? Solange es den Hessen wirtschaftlich noch vergleichsweise gutgeht, darf also Herr Koch frohgemut weiter seiner Koprolalie (so nennt die Psychiatrie die krankhafte Lust am Aussprechen obszöner Worte) fröhnen? Hab' ich das richtig verstanden?
    Keinesfalls! Die Anschuldigung, Koch leide an einer krankhaften Form des "Scheiße Redens" (wörtl. Übersetzung Koprolalie : Eigentlich noch mehr des "über Scheiße Redens"), ist dennoch ein recht harter Vorwurf. Keinesfalls sollte die wirtschaftliche "Anspielung" eine Entschuldigung für seinen Mangel an "Selbstkontrolle" (so will ich es nennen) während seiner Reden und Debatten sein, jedoch haben sich vor ihm sehr viele Regierungen schon in gemachte Nester gesetzt und haben trotzdem keine Eier gelegt ...

    Weiter zu Jenninger:

    Falsche Verwendung des Modus ?? Nun...ich habe in sofern recht, dass "Konjunktiv" es getan hätte? "Indirekte Rede" verbindet sich mit dem Indikativ nur allzu schlecht *g*

    Vielleicht sollten sich Koch, Eichel, Schröder und Konsorten wirklich mal ein Beispiel in Punkto Konsequenz an Jenninger nehmen.

    (Wie war das noch grad im Stern: "Doris, köpf Schröder"
    Schulklasse, ein Junge wird vom Lehrer gefragt: "Was ist eine Katastrophe?" Junge: "Wenn mein Hamster stirbt!" Lehrer: "Das wäre ein Unglück, aber keine Katastrophe. Wenn unsere Bundesregierung in einem Flugzeug sitzen würde, und dieses würde abstürzen, das wäre eine Kathastrophe!" Junge: "Das wiederum wäre aber kein Unglück!")

    Bis dann...
    - N -
    Geändert von -N- (16-12-2002 um 00:35 Uhr)
    Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.
    - Gottfried Benn



  4. #9
    Der Vogone Gast

    Nein, nein, nein...

    Original geschrieben von -N-
    Falsche Verwendung des Modus ?? Nun...ich habe in sofern recht, dass "Konjunktiv" es getan hätte? "Indirekte Rede" verbindet sich mit dem Indikativ nur allzu schlecht *g*
    Meinst du denn überhaupt den Jenninger? Ich bin da noch nicht ganz dahintergekommen. Wenn nein, wäre diese Debatte ohnehin überflüssig.
    Wenn ja: Jenninger hat ja - leider - gerade nicht die indirekte Rede gebraucht, wofür man gewöhnlich den Konjunktiv 1 verwendet (sofern er nicht mit dem Indikativ zu verwechseln ist; ansonsten Konjunktiv 2), der in der Tat ein grammatischer Modus ist. Ich aber meinte den Erzähl-Modus erlebte Rede (das ist übrigens ein regulärer literaturwissenschaftlicher Terminus; ich spinne dir hier nichts vor), mit dessen Hilfe ein Erzähler in narrativen Texten sich scheinbar die Worte einer handelnden Figur zu eigen macht.
    Sehr häufig findet man diese Erzählhaltung z.B. in Elias Canettis Roman "Die Blendung"; ansonsten aber auch häufig in der Trivialliteratur. Es klingt etwa so:
    "Hätte sie doch nur früher daran gedacht! Wie hatte sie nur so naiv sein können?"
    oder:
    "Hoffentlich bewahrheitete sich seine Befürchtung nicht. Diesem Kerl war alles zuzutrauen."

    Da verläßt der sog. allwissende Erzähler den Olymp und "schlüpft" quasi in die Person hinein. Während es aber in einem Roman normalerweise kein Problem darstellt, wenn der Erzähler sich mit einer seiner Figuren gemein macht, kann das in einer politischen Rede schlimme Folgen haben. Dort sollte man die Haltung des Redners zum Gesagten stets eindeutig erkennen können.
    Ich habe im Moment die "Chronik des Jahres 1988" nicht greifbar, aber da waren einige Passagen der Jenninger-Rede zitiert. Er hatte so etwas ähnliches gesagt wie: "Waren sie [=die Juden] denn nicht eigentlich selber schuld? Hatten sie nicht..." etc. Damit wollte er nicht seine, sondern die Sichtweise der Nazis möglichst hautnah darstellen...
    ein wenig ZU hautnah, wie er dann erkennen mußte; denn man verdächtigte ihn der gedanklichen Kumpanei mit denjenigen, die er eigentlich nur zitieren wollte.

    Konjunktiv wäre vielleicht doch besser gewesen...

    Ich denke, wir sollten die Polit-Debatte jetzt auch nicht weiter fortführen. Außerdem sind wir uns ja sowieso in den meisten Punkten ziemlich einig, wie ich sehe.

    Gruß,
    Vogo

  5. #10
    -N-
    -N- ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
    Registriert seit
    25.07.2002
    Beiträge
    24

    Re: Nein, nein, nein...

    Sehr geehrter Vogone!

    Vielen Dank für diesen informativen Beitrag, der durchaus dazu in der Lage gewesen ist, zur Erweiterung meines Wissens beizutragen.

    Nun... ich meine Jenninger, ich zumindestens kann mich an keinen anderen Bundespräsidenten erinnern, der ansonsten in Frage käme.

    Ich muss mich wohl für meine undeutliche Anspielung entschuldigen. Ich werde mich in Zukunft um mehr Präzision bemühen.
    "Falsche Verwendung des Konjunktivs" war in sofern dann misverständlich ausgedrückt, dass Jenninger ihn überhaupt hätte benutzen sollen.


    Bis dann...
    - N -
    Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.
    - Gottfried Benn



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