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hey
werd das thema mal wieder rauskramen.
stehe momentan auch vor dem grossen fragezeichen studier ich tiermedizin oder nicht.mich würde einmal interessieren ob man denn neben dem sutdium auch ncoh ein leben hat oder ob man täglich (inclusive wochenende)16stunden mit vorlesungen und lernen für die testate beschäftigt ist damit man es schafft durchzukommen.es macht mir auch jeder in meinem umfeld ansgt damit das es so wahnsinnig viel zu lernen ist das man für nichts anderes mehr zeit hat, das sogar essen und schlafen ein wenig zu kurz kommt(zitat:"kenne welche die studieren das und die stöhnen schon ziemlich unter der last des stoffs und manchmal vernachlässigen sie auch die mahl- und schlafenszeiten)
wäre dankbar für input von leuten die das durchleben bzw durchlebt haben.
gruss bello
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Ich studiere inzwischem im dritten Semester Tiermedizin und durfte auch schon 2 Unis kennenlernen.
Es ist wirklich so, dass der Abischnitt letztlich nicht viel darüber aussagt, ob man für das Studium geeignet ist oder es schafft. Genauso verhält es sich mit den naturwissenschaftlichen Fächern: man muss dort keine super Noten gehabt haben, weil es im Studium quasi nochmal von vorne losgeht, dafür aber in einem Wahnsinnstempo und deshalb hilft es definitiv enorm, wenn man in den Naturwissenschaften gute bis sehr gute Kenntnisse mitbringt. Das erleichtert das Leben, weil man auch so schon genug anderes zu lernen (Anatomie etc.) hat.
Aber es ist tatsächlich so, wie der Ruf dieses Studium ist. Man muss es ganz klar sagen: das Tiermedizin-Studium ist richtig, richtig hart und nicht mit den meisten anderen Studienfächern zu vergleichen. Das erste Semester fand ich noch relativ harmlos von den Prüfungen her, obwohl man sich erstmal an das Unileben gewöhnen musste. Aber seit dem zweiten Semester ist es wirklich so, dass ich in der Vorlesungszeit jede Woche mind. 1 Testat habe (Anatomie, Biochemie, Physiologie) und danach geht es in der vorlesungsfreien Zeit mit den Vorphysikums- bzw. Physikumsprüfungen weiter. Von Semester"ferien" kann da wirklich nicht die Rede sein.
Tatsächlich muss man sich extrem viel selbst erarbeiten, sehr viel auswendig lernen und da man wie gesagt ständig Prüfungen bzw. Testate hat, arbeitet man meistens 7 Tage die Woche durch. Für Freizeit und ein Privatleben bleibt da wirklich nicht mehr viel Zeit, das ist leider so und auch oft sehr frustrierend. Man arrangiert sich zwar nach einer gewissen Zeit, aber hart ist es leider trotzdem.
Deshalb mein Rat: zieht bitte nur ein Tiermedizinstudium in Erwägung, wenn ihr eine große Selbstdisziplin habt und eure Bedürfnisse auch mal für ein paar Wochen und Monate hintenan stellen könnt. Fleiß wird in dem Studium groß geschrieben! Und ihr solltet es auch in Kauf nehmen können, dass ihr für einige Zeit (ich sage mal die ersten vier Semester bis zum Physikum ;)) eurer Privatleben und eure Hobbys in den Hintergrund stellt bzw. reduzieren müsst.
Dann sollte man sich darüber im Klaren sein, was auch der Beruf später bedeutet. Am besten arbeitet man vorher wirklich in einer Tierlinik (v.a. wenn man eh Wartezeit überbrücken muss) und bekommt so einen echten Einblick in den Beruf, den man mit Schulpraktika bzw. überhaupt Praktika nicht so einfach bekommt. Es ist wirlich ein Unterschied, ob man z.B. 4 Wochen Praktikum in einer Tierklinik macht oder ob man ein Jahr oder länger dort arbeitet.
ABER: wenn ihr der Meinung seid, dass der Beruf das richtige für euch ist, wenn ihr euch nicht nur für Tiere sondern v.a. auch für die Medizin interessiert und später wirklich einen anspruchsvollen, abwechslungsreichen und erfüllenden Beruf wollt, dann wagt euch an das Tiermedizinstudium. Für mich ist es definitiv der richtige Beruf und meine Leidenschaft, auch wenn ich des Öfteren mit dem Studium hadere (aber wer tut das nicht?!) und oft nicht mehr weiß, wie ich alles schaffen soll. :)
Wegen der Wartezeit: wenn ihr Wartezeit überbrücken wollt, dann würde ich euch definitiv eine Ausbildung, z.B. zur Tiermedizinischen Fachangestellten empfehlen. Am besten auch in einer Tierklinik, weil man dort einfach mehr sieht und lernt als in einer normalen Praxis. In der Berufsschule bekommt man schon mal einen groben Überblick über die Anatomie und die Verwaltung und Organisation einer Praxis/Klinik und v.a. hat man dann automatisch schon praktische Erfahrungen, die immer wieder einen Vorteil bringen. Danach kann man auch erstmal in dem Beruf weiterarbeiten, ist ist aber zu empfehlen seine Kenntnisse in den Naturwissenschaften aufzufrischen, v.a. wenn man länger auf einen Studienplatz warten muss. Dann besteht sehr leicht die Gefahr, dass man "aus dem Lernen rauskommt" bzw. sein naturwissenschaftliches Schulwissen verliert und das erschwert den Einstieg ins Studium am Anfang sehr. Ich hatte das Glück, dass ich nach nur einem Jahr Ausbildung einen Studienplatz bekommen habe, aber ich hätte es wohl so gemacht, wenn ich noch länger warten hätte müssen :).