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Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Unregistriert Gast

    Unglücklich was tun wegen Kosten für Studium, wenn Eltern nicht unterstützen? Brauche Rat!

    Hallo,
    ich habe eine Frage, die mir schon fast peinlich ist. Ich möchte Biologie studieren, habe den NC dafür auch denke ich passend. Nur das Problem ist, dass mein Vater Arzt ist und nun stink sauer ist, dass ich nicht Medizin studieren möchte (hätte ich auch gar nicht gewollt und mein NC reicht "zum Glück" dafür auch net)! Das Problem ist aber, dass ich kein Bafög bekommen werde (Vater is ja Arzt)... aber was kann ich denn jetzt tun? Kann ich deshalb nicht studieren??? Mein Vater wird mich in keinster weise Unterstützen... und ich möchte auch weg von meinen Eltern (wo gibt's denn so was, dass man sich als Kind nicht mal das Studium aussuchen kann? *grmml* )... hatten gestern ne riesen Diskussion deswegen...warum ich es mir in den Kopf gesetzt habe Bio zu studieren und warum ich mich nicht auf meinen "Arsch" gesetzt habe (habe NC von 2,0)... :,(
    habt ihr einen Rat/Tipp für mich? Ich kann doch nicht mein vollständiges Studium + Wohnung durch Jobben finanzieren? Das schaff' ich bestimmt nicht!Andere Leute bekommen doch auch Unterstützung + zusätzlich noch von ihren Eltern (auch wenn die nicht so viel Geld verdienen) kann doch nicht sein, dass ich am Ende mit 0 Euro dasitze...!?
    Was kann ich denn tun?

    MfG, Isabell

  2. #2
    jojo2 Gast
    Es it zwar hart. Aber du könntest das Geld einklagen und würdest es auch 100% ig bekommen. Vermutlich dann sogar ne ganze Menge. Ist zwar nicht die feinste Art aber die ist es von deinem vater ja auch nicht.
    Übrigens mit 2.0 bekommt man auch womöglich noch nen medizin studienplatz aber wenn man darauf keine lust hat könnte man auch in 1.0 er abi haben

  3. #3
    Unregistriert Gast
    Zitat Zitat von jojo2
    Es it zwar hart. Aber du könntest das Geld einklagen und würdest es auch 100% ig bekommen. Vermutlich dann sogar ne ganze Menge. Ist zwar nicht die feinste Art aber die ist es von deinem vater ja auch nicht.
    Übrigens mit 2.0 bekommt man auch womöglich noch nen medizin studienplatz aber wenn man darauf keine lust hat könnte man auch in 1.0 er abi haben
    Hmm. Seltsame Familien gibt es. Ok, ja z. B. in meiner Heimat gibt es schon ein Problem damit Nachfolger für Arztpraxen zu finden, wenn die derzeitigen Ärzte in den Ruhestand gehen (oder schon gegangen sind).

    Das liegt nun mal da ran, daß es hier Osten ist (also weniger Verdienst und eine Menge mehr Arbeit, wegen der immer älter werdenden Bevölkerung). Da nehmen die Krankenkassen, die Ärztehäuser, die Gemeinden schon richtig viel Geld in die Hand und statten die Praxen auf ihre Kosten piccobello mit dem neuesten Schnickschnack aus, nur damit sich vielleicht doch jemand findet.

    Sind es diese Nachwuchssorgen, die Deinen Vater umtreiben und der deswegen will, daß Du Medizin studierst? Oder woran liegt es?

    In der Schule muß er ja noch richtig stolz auf Dich gewesen sein, wenn Du Dein Augenmerk auf die Naturwissenschaften gerichtet hast und Dich nun so ganz für die Biologie begeistern kannst. Nur ist die (Human-)Medizin eben nur ein kleiner Teil der biologischen Vielfalt und Du willst eben nun woanders hin. (Laß Dir aber mal im Zweifelsfall von Andy und Co. hier im Forum sagen, was Biologie sonst noch so bedeutet, bevor Du vielleicht doch Enttäuschungen hinnehmen mußt.)

    Wir hatten am Samstag beim Frühstück (bin am WE zu Besuch zu Hause) doch nur mal so festgestellt, daß bei uns im Haus dann bald alles Diplomer sind (Dipl.-Geol., 2 x Dipl.-Phys. und bald mein Bruder auch als Dipl.-Ing. (FH). Darauf kann man auch stolz sein, daß geschafft zu haben. Da muß man keinen zwingen, ein Studium zu wählen, wo man vielleicht unglücklich wird.

    Eine 2,0 ist auch ein gutes Abitur (sagt der Wortlaut der Note "2,0" ja auch). Wenn die Streuung der Noten nicht allzu groß ist, kann Dir da auch keiner sagen, daß Du Dich nicht genug bemüht hättest.

    Mit dem "Einklagen" ist das tatsächlich so eine Sache, die man theoretisch mit dem Amt für Ausbildungsförderung klären müßte. Dann zahlen die nämlich einen Vorschuß und holen sich das von den Eltern zurück. Wie das genau geht, kann man nachlesen oder erfragen. Jedenfalls mußt Du nicht allein und einzeln gegen Deine Eltern zu Felde ziehen, sondern hast da die Unterstützung des Amtes (wenn die Mitarbeiter sich engagieren). Der Familienfrieden ist damit aber dann vermutlich ganz im Eimer. Kommt also drauf an, wie schlimm es schon jetzt ist.

    Jedenfalls sind Deine Eltern verpflichtet, Dich für Deine erste Berufsausbildung zu unterstützen (wenn sie können). Luxus darf man da natürlich nicht erwarten. Eigenleistung braucht es da im Rahmen der Möglichkeiten schon noch zu und auch der Studienerfolg sollte irgendwie zu sehen sein, aber so lange das gegeben ist, dürfen sie Dir die Unterstützung nicht verweigern.

    Und "brotlose Kunst" ist Biologie ja nun auch nicht, wo man die Zurückhaltung des Vaters noch verstehen könnte.

    Also, mache Dir klar, wie Du Dir das Leben als Biologe vorstellst und erkläre das dem Vater nochmal, daß Du nur so glücklicher wirst.

  4. #4
    Biologe Gast

    Vatern weichkochen!

    Hi Isabell!

    Hab gerad deine Frage zufällig beim googeln gefunden... schon bisschen lang her, aber ich gebe trotzdem mal meinen Senf dazu:
    ... bei mir lief es ähnlich, nur mit dem Unterschied, daß ich schon noch Bafög im mittleren "Umfang" bekam, so 200 bis 250 Euro im Schnitt ... letztlich habe ich mich mit Jobs "durchgeschlagen". Kann ich aber nicht so sehr empfehlen, da es natürlich sehr stressig ist, zudem sind Nebenjobs auch recht rar geworden sind. Außerdem möcht man ja nicht am völligen Minimum leben, allein schon, weil dann die Motivation fürs Studium leidet! Im Sommer mal in Urlaub fahren darf ja schon gerne sein, um motivierter ins Wintersemester zu starten...
    Ich bin seit einiger Zeit fertig mit meinem Bio-Studium, aber ich bin auch bisschen angepisst, daß die 6 Jahre, die ich gebraucht habe (nicht sehr, schnell, zugegeben, aber ich habs ja überwiegend selbst finanziert!), sehr anstrengend waren!
    Naja, ich rede um den heißen Brei herum:
    Dein Vater weiß sicherlich, daß er deine Erstausbildungs zahlen muss! Keine Ahnung, was er für ein Sturkopf ist, aber auch er wird irgendwann verstehen, daß er dich nicht zwingen kann, etwas zu studieren, was dich nicht interessiert! Wie schon gesagt: im Studium muss man sich selber motivieren, da gibt es keine Lehrer, die kontrollieren, ob man seine Aufgaben erledigt. Und wenn du keine Lust hast auf Medizin, dann wird das ganze auch recht zäh laufen!
    An meiner Uni gibt es die Möglichkeit, beim ASTA kostenlos die Dienste von Anwälten in Anspruch zu nehmen, gerade in solchen Fällen. Kannst dich ja mal erkundigen, ob es bei euch (sofern du schon einen Studienplatz hast?!) sowas auch gibt. Dann könntest du ja, wenn es finanziell überhaupt nicht geht (mit Nebenjob oder etwaigen Reserven?!) als "Notnagel" immer noch ein Schreiben von einem Anwalt aufsetzen lassen, in dem klargestellt wird, daß dein Vater finanziell einfach für die einstehen muss (Das wäre quasi ein Warnschuß, noch keine Anzeige o.ä., die deinen Vater vielleicht richtig verärgern könnte?!). Ich denke das würde ausreichen, daß du wirklich Geld bekommst, natürlich mit dem Manko, daß dein Vater stinksauer auf dich wäre?! Ich selber bin nie soweit gegangen, aber ich wäre mir sicher gewesen, daß meine Mutter auf meiner Seite gestanden hätte und die ganze Situation etwas entschärft hätte. Ist bei dir hoffentlich auch so?!


    Aber bevor es soweit kommt, könntest du deinen Vater vielleicht umstimmen, indem du vielleicht noch andere Argumente anführst (neben seiner finanziellen Verpflichtung):
    Biologie ist in ja einigen Bereichen der Medizin sehr nah! Neurobiologie, Biochemie, Genetik etc. können sich sehr überschneiden. Du "gehst" also in eine ähnlich Richtung wie dein Vater!
    Außerdem wir dein Vater irgendwann kapieren, daß er dich nicht zwingen kann. Und vielleicht kannst du ihn schneller dazu bringen, wenn du ihn überzeugst, daß ein Nebenjob nicht sehr förderlich ist fürs Studium! (Wobei ich im Nachhinein aber echt froh bin, daß ich diese ganzen Nebenjob gemacht habe, weil man da viele Leute und viel fürs Leben (kennen)lernt!)

    Ich würde also an deiner Stelle erst mal Anfangen mit Bio! Die ersten Semester kannst du sicherlich mit Nebenjobs finanzieren. Aber auf Dauer wäre es anstrengend, wenn du z.B. Praktika oder Prüfungen hast. Aber das würde deinem Vater erst mal deine Entschlossenheit demonstrieren! Und da ihm ja bestimmt was an dir liegt, wird er irgendwann einsichtig sein und dich deinen Weg gehen lassen. Außerdem wir er als Mediziner vermutlich schon ein wenig Geld locker machen können, ohne daß ihn das zu sehr schmerzt!!

    Viel Erfolg!

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