Das ist in Deutschland *etwas* anders. Ärzte werden hier durchaus händeringend gesucht, nur gehen deutsche Ärzte inzwischen lieber mitsamt Familie nach Norwegen, als hier 30-Stunden-Dienste ohne Überstundenausgleich und mit eher bescheidenen Aufstiegsmöglichkeiten zu leisten...
So ist es. Ca. 70% der Pharmaziestudierenden sind Frauen, wahrscheinlich auch, weil sich die Arbeit in der Offizinapotheke durch viele Teilzeitmöglichkeiten und Wiedereinstiegsmöglichkeiten sehr gut mit der Familienplanung vereinbaren lässt. Ein wirkliches Problem ist das für einen Mann aber doch nicht, oder?
Zur Begriffsdefinition: Apotheker wird jeder nach dem Studium. Als Apotheker hat man gute Chancen in der Industrie (zur Zeit hervorragende), allerdings führt der Weg in die interessanteren Tätigkeiten imemr noch meist über eine Promotion - was nicht heisst, dass man ohne Promotion nicht auch unterkäme. Allerdings sind das meist eher qualifizierte Sachbearbeitertätigkeiten ohne Leitungs- und Personalverantwortlichkeit, z.B. im Zulassungswesen.
Kaum. Wenn Du in Österreich studierst, kannst Du ohne Probleme die deutsche Approbation beantragen, weil das in der EU wechselseitig anerkannt wird. Sofern Du als Angestellter arbeiten willst, ist Deine Staatsbürgerschaft gar kein Problem, nur wenn Du selbst eine Apotheke eröffnen/kaufen wolltest, gibt es da bestimmte Regeln (die ich gerade aber nicht auswendig kenne, weil es einfach so weit weg von meiner Tätigkeit ist).
Die Frage ist: willst Du eher analytisch-naturwissenschaftlich arbeiten oder diagnotisch-therapeutisch? Arzt ist so wie Lehrer kein Job, sondern ein Beruf, eine Berufung. Man muss das wirklich wollen und dazu menschlich geeignet sein, sonst sollte man es besser lassen, um sich und anderen das Elend zu ersparen.
P.
Thema: Pharmazie studieren?
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22-05-2007 17:18 #1tarik Gast
Pharmazie studieren?
Hallo.
ich heiße Tarik und komme aus Bosnien und Herzegowina,möcte heuer nämlich zu meinem studium nach wien fahren.ich weiss das ist eine seite für die pharmazie studenten aus deutschland,aber ich hoffe trotzdem sie können mir einen blick ins studium leisten
Ich war nämlich immer an Naturwissenschaften gebuden,infolgewessen für mich entweder pharmazie oder humanmedizin in berücksichtigung kommen.Ich war an dem Gymnasium sehr gut an chemie und biologie,und das waren meine lieblingsfächer...
zu humanmedizin: es interessiert mich das studium selbst wie ein fach,aber die situation im laufe aber noch mehr nach dem studium ist hier in österreich man kahl wohl sagen KATASTROPHE,anscheindend sollte sie auch nicht in Deutschland sein(nach den Erfahrungen der Studenten da).Berufschancen nach dem Studium in Österreich eben NULL.Einfach frag ich mich obs scih wirklich auslohnt ein so aufwendiges studium durchzuführen und einen so schweren und aufwendigen beruf zu haben,wenn man überhaupt nicht als solcher individue gewertet wird. das andere Problem,das ich immer mit medizin habe ist diese unmenge an zulassungen und beschränkungen,die man als nicht-EU Bürger erfährt.
zu Pharmazie: Das erste was mir manche sagen,es sei ein typisches weibliches Studium,vllt. weil Frauen überwiegen in Apotheken arbeiten.Ich bin aber nicht solcher niedrigen meinung,denn apotheker sein ist sicher nicht die einzige chance die sich mit diesem studium bietet. Wie schwer is es eigentlich,in die Industrie nachher einzusteigen?Wie ernst is der "staatsbürgerschaft"problem in der pharmazie vorhanden.
ich denke es is irgendwie blöd jetzt schon 8 Jahre vorwärts zu gucken,aber andererseits bin ich mir irgendwie verzweifelt,dass die entscheidung die ich jetzt treffe mein ganzes leben beeinflusst.
ich bin für empfehlungen,erfahrungen und ratschläge sehr offen
medizin oder pharmazie
danke im voraus
tarik
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22-05-2007 20:47 #2
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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22-05-2007 21:14 #3tarik Gast
Irgendwie scheint es mir wirklich,dass Pharmaziestudierende die kleinste Depression sich einstellen lassen.Zumindest hier in Wien ist das die Gruppe von Studierenden,die sicher meiner meinung nach am optimistischsten ist...Warum is es so eigentlich
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23-05-2007 11:43 #4
so wie ich meine beste freundin und einige meidzinstudenten während ihres studiums erlebt habe, stellen sich pharmaziestudenten und auch mediziner von anfang an darauf ein, nur wenig privatleben während der ausbildung zu haben. beide haben zumindest in deutschland das wahrscheinlich am stärksten durchstrukturierte studium, was wenig irritation, aber eben auch nicht so viel freiraum zulässt.
allerdings kann es nach dem studium umschwenken. oder wenn man eine wichtige prüfung zum zweiten mal verhunzt. viele menschen, die ein stark strukturiertes studium hinter sich haben und aus irgendwelchen gründen nicht sofort in eine strukturierende beschäftigung kommen, bauen massiv ab.
also: optimistisch sind die pharmazeuten, weil sie nicht viele freiheiten haben.
ist sicher nicht die schlechtest struktur für ein studium. kann nur eben nicht jeder.
beryll
PS: para, ich schreibe das nicht, weil ich mich in deine themen einmischen will, sondern weil ich tatsächlich viele berührungspunkte mit dem pharamzeutischen bereich habe und über meine freundin einige leute kenne. auf dieser gruppe (frankfurt), beruhen meine annahmen und schlussfolgerungen.
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23-05-2007 20:26 #5
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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- 06.01.2004
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- 2.726
...und hinterher gute Berufschancen abseits von Ausbeutungs-Praktika haben.
Völlig richtig erkannt. Nicht jeder kommt damit zurecht, aber wer am Anfang noch nicht so viel Selbstorganisationsfähigkeit mitbringt (wie sie anderswo nötig ist), wird schön ans Händchen genommen. Nach ein paar Semestern nervt das starre Korsett die meisten schon etwas...
Wieso "meine" Themen? tarik hat doch das Thema eröffnet. Ich reagiere doch hier in all den Threads nur und gebe meine bescheidenen Erfahrungen weiter...
P.
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