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  1. #1
    Mantorok Gast

    Frage Physik studieren

    Und zwar Folgendes:
    Ich habe vor Physik zu studieren, doch in meiner jetzigen Lage dürfte das ein BISSCHEN unmöglich sein. Ich bin 23 (ab September 24) habe einen grottenschlechten Hauptschulabschluss und wie man's sich sicher denken kann auch keine Ausbildung und lebe von ALG 2. Jedenfalls habe ich hiervon jetzt langsam die Schnauze voll und mich entschlossen alle nötigen Schritte in Richtung Physik-Studium zu gehen. Zuerst steht da Realschulabschluss nachholen auf dem Programm, aber wie gehts danach weiter? Kann man auch mit Fachabitur Physik studieren oder ist das zu wenig? Worauf muss ich sonst noch achten und vor allem, wie lange wird der ganze Spaß dauern? Wär' das in 8 Jahren möglich oder muss ich mehr Zeit einplanen?

    Danke im Vorraus



    P.S.: Bevor hier jemand Andeutungen macht: Der Grund für meine miserable Schulausbildung ist nicht der mangelnde Grips, sondern vielmehr mein damaliges Desinteresse, sowie meine Faulheit.

  2. #2
    Neroli ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    02.05.2004
    Beiträge
    4.452
    Vorsicht mit zu weiten Sprüngen.

    Du bist knapp 24 Jahre alt und hast bildungsmäßig so gut wie nichts in Deutschland erreicht. Schlechter Hauptschulabschluß, keine Ausbildung, arbeitslos. Viel schlechter geht es nicht mehr.

    Und jetzt möchtest du nicht nur zwei Schulabschlüsse nachmachen, sondern auch noch eines der schwierigsten Fächer studieren, die man an Unis überhaupt studieren kann. Eines der Fächer mit den höchsten Durchfallquoten.

    Sorry, aber da ist der Frust vorprogrammiert. Warum willst du unbedingt jetzt akademischen Erfolg erzwingen, wenn es auch kleinere Schritte gibt?

    Den Realschulabschluss nachmachen ist sicher keine schlechte Idee. Ob dann dein Potential reicht, um Abi zu machen, wird sich herausstellen. Dein Kommentar, dass ja dein Grips ganz prima ist, und dich nur Faulheit abgehalten hat, mehr zu erreichen, verfehlt sein Ziel. Zu guten schulischen Leistungen gehört nur zum Teil formale Intelligenz. Es geht dabei vor allem um Selbstdisziplin und Fleiß. Die hast du bisher total vermissen lassen, entsprechend hat das Schulsystem dich am unteren Ende laufen lassen.

    So, klingt ja alles recht negativ. Dabei finde ich, dass es für dich durchaus Wege gibt, in deinen Wunschbereich zu kommen.

    Mein Vorschlag wäre, nach deinem Realschulabschluss (der bitte gut bis sehr gut wird!!) dich um eine Lehre als Physikalisch-technischer Assistent zu bewerben. Da hast du in der Ausbildung schon einige Grundlagen und kannst eine vernünftige Berufsausbildung bekommen.

    Falls du die Ausbildung gut schaffst, kannst du danach ein paar Jahre arbeiten. An vielen Unis besonders in NRW bekommst du nach einigen Jahren Berufstätigkeit die Zulassung zum fachverwandten Studium, also z.B. Ingenieurwesen oder Physik.

    Viel Erfolg!

    Ciao,
    Neroli

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  3. #3
    Avatar von ***
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    *** ist offline "Doktor" (300-499 Beiträge)
    Registriert seit
    12.12.2009
    Beiträge
    326
    Zitat Zitat von Mantorok Beitrag anzeigen
    Und zwar Folgendes:
    Ich habe vor Physik zu studieren, doch in meiner jetzigen Lage dürfte das ein BISSCHEN unmöglich sein. Ich bin 23 (ab September 24) habe einen grottenschlechten Hauptschulabschluss und wie man's sich sicher denken kann auch keine Ausbildung und lebe von ALG 2. Jedenfalls habe ich hiervon jetzt langsam die Schnauze voll und mich entschlossen alle nötigen Schritte in Richtung Physik-Studium zu gehen. Zuerst steht da Realschulabschluss nachholen auf dem Programm, aber wie gehts danach weiter? Kann man auch mit Fachabitur Physik studieren oder ist das zu wenig? Worauf muss ich sonst noch achten und vor allem, wie lange wird der ganze Spaß dauern? Wär' das in 8 Jahren möglich oder muss ich mehr Zeit einplanen?

    Danke im Vorraus.
    Ich muss dich erstmal fragen..wieso willst du ausgerechnet Physik studieren? Von Hauptschulabschluss auf Physikstudium ist schon ein Sprung und ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie man von da auf da kommt.

    Wenn du dich jetzt an einer Schule anmeldest für den Realschulabschluss (oder wie möchtest du das machen?) dann hast du mit 25 deinen Abschluss. Danach brauchst du minds. 2 Jahre für Abi/Fachhochschulreife. Wenn du ohne Ausbildung eine Fachhochschulreife machst, musst du soweit ich weiß noch mind. 2 Jahre eine Ausbildung dazu machen.
    Da bin ich mir aber nicht mehr so sicher. Bei mir war das so der Fall und soweit ich weiß, ist das überall, wo du FH ohne berufliche Verknüpfung machst.

    Das heißt du bist 27 wenn du mit dem Studium etwa anfängst und alles glatt läuft. An deiner Stelle würd ich die Fachhochschlreife mit einer Ausbildung verknüpfen, das spart Zeit, falls du dich mitm Studium doch vertust.

    Mit Fachhoschulreife kannst du eingeschränkt an einer Hochschule studieren. Manche Unis (z.B. Marburg, Braunschweig [hab ich gehört vom Mitbewohner]) ermöglichen dir das. Mir wurde damals gesagt, wenn ich an einer FH mit einem ähnlichen Studiengang beginnen würde (bei Physik, vllt Maschinenbau, keine Ahnung) könntest du wechseln.

    Aber da musst du dich erstmal reichlich informieren. Wie lange ein Physikstudium dauert, musst du dich auf den Hochschulseiten informieren. Ich hab keine Ahnung, ob es da noch Diplom gibt, wenn ja, wird das vllt 12-14 Semester dauern? (Dazu können dir hier die Physiker mehr sagen).

    Das mit dem Alter finde ich nicht so tragisch. Es ist ungewöhnlich. Aber sollte kein Grund sein, sich nicht zu verwirklichen.

    Zitat Zitat von Mantorok Beitrag anzeigen
    P.S.: Bevor hier jemand Andeutungen macht: Der Grund für meine miserable Schulausbildung ist nicht der mangelnde Grips, sondern vielmehr mein damaliges Desinteresse, sowie meine Faulheit.
    Faulheit und Grips werden dich nicht durch Studiums bringen, sondern Ehrgeiz und Fleiß. Wenn du nicht einer derjenigen bist, die im Fliegen lernen, wirst du es schwer haben. Du kannst noch so viel Grips haben.... du musst es wollen, und du musst deine Faulheit ablegen. Die Faulheit kann dir im Studium schnell das Bein stellen und du fliegst wieder auf die Fr*****.


    Ich wünsch dir auf jedenfall viel Erfolg! :-)
    Geändert von *** (17-04-2010 um 12:51 Uhr)

  4. #4
    Mantorok Gast
    Zitat Zitat von Neroli Beitrag anzeigen
    Warum willst du unbedingt jetzt akademischen Erfolg erzwingen, wenn es auch kleinere Schritte gibt?
    STOP!
    Misverständniss

    Mir geht's nicht darum Physik zu studieren um Physik studiert zu haben; mir geht's darum Physik zu studieren, weil ich das Interessant finde. Dass ich das schaffen könnte weiß ich; sowohl beide meiner Schwestern, als wie auch beide Eltern haben studiert; ich bin der Einzige ohne gar nix.

    Der Grund warum das damals nix wurde, ist weil ich mir verarscht vorkam. Was die Lehrer uns damals beibrachten, kam mir wie Kinderkacke vor und die Tatsache, dass die das bis zum Erbrechen wiederholten, als wären wir ein Haufen Grenzdebiler, hat's auch nicht besser gemacht. Irgendwann war einfach der Punkt erreicht, wo ich die Schnauze voll und eine generelle "Ach, leck mich doch!" Einstellung hatte. Rückblickend war das nicht gerade einer meiner besten Entscheidungen, aber daran ändern kann ich jetzt auch nichts mehr. Was ich sehrwohl noch ändern kann ist wie's jetzt weitergeht und da mich Physik (vor allem Quantenphysik) sehr interessiert und mir Mathe gut liegt, halte ich das für keine schlechte Idee, auch wenn's etliche Jahre dauern wird.

    Das mit dem Fleiß und der Disziplin wird auch kein Problem darstellen; wenn ich was will, dann kämpfe ich auch dafür, nur bisher wollte ich's ja nicht.
    Geändert von Mantorok (17-04-2010 um 13:02 Uhr)

  5. #5
    lausitzer ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    18.06.2006
    Beiträge
    3.634
    Also ehrlich gesagt, würde ich an Deiner Stelle zunächst mal versuchen, eine Ausbildung gut abzuschließen, irgendwas in Richtung Elektronik, Mechatronik o.ä. Da kommt man an der Berufsschule schon mal zur Genüge mit (Schul-)Physik in Berührung. Anschließend kann ich mir vorstellen, dass man mittels Eignungsprüfung zumindest eine Zulassung für ein Fachhochschul-Bachelor-Studium erreichen kann. Und mit diesem Abschluss kann man dann so es das Bologna-System will auch in einen Masterstudiengang an der Hochschule wechseln.

    Dieses stufenweise Vorgehen führt dazu, dass Du jeweils einen berufsbefähigenden Abschluss erwirbst, den Du offensichtlich jetzt noch nicht hast, anstatt nochmal Jahre nur auf der Schulbank zu verbringen. Zudem kannst Du ebenso stufenweise austesten, ob Du der Sache noch weiter gewachsen bist.

    Dipl.-Phys. Lausitzer

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