Du brauchst doch nicht zu lügen über deine Eltern, wenn deine Kommilitonen so dermassen dämlich sind, und sich nur von linken Parolen bedienen lassen?Zitat von Tinchen81
Ich habe ein Problem. Es ist auf den ersten Blick wahrscheinlich ziemlich banal.
Mein Vater ist Anwalt und meine Mutter Ärztin.
Ich studiere Diplomsoziologie. Meine politische Meinung ist weniger links als die der meisten Soziologen. Damit meine ich nicht, dass ich rechts bin. Ich habe aber ein paar Meinungen die in Richtung FDP tendieren.
Ich habe an einer Uni angefangen zu studieren und schon bald hatte ich mit einigen Komilitonen Streit wegen meiner Meinungen. Leider ging es auch nicht, über einige Dinge nicht zu diskutieren. Ich persönlich hätte auch gerne über Filme unds Klamotten mit ihnen geredet, aber sie redeten aussschliesslich über diese Dinge.
Ein paar Komilitonen hackten immer auf den Berufen meiner Eltern rum und sagte ich hätte mich noch nie im Leben für etwas anstrengen müssen.
Sie sagte ebenfalls meine Eltern würden nicht richtig arbeiten.
Nach dem Vordiplom wechselte ich an eine andere Uni.
Nun ist es so, dass meine Familie ein altes Bauernhaus gekauft hat, und mein Vater packt beim Renovieren auch manchmal mit an, da er Spass daran hat.
In den Semesterferien half ich ihm und die Arbeitshose, die ich dabei geschenkt kriegte, trug ich auch an der Uni.
Als mich eine Komilitonin fragte woher ich sie hätte, sagte ich, ich hätte meinem Vater bei der Arbeit geholfen. Stimmt ja auch.
Nach einiger Zeit kriegte ich wieder Ärger mit einigen Komilitonen wegen politischer Meinungen und es ging in diesem Fall speziell darum, ob es fair wäre, dass manche Arbeit weniger gut bezahlt wird, als andere.
Ich fand das fair. Aus verschiedenen Gründen. Es würde zu lange dauern, die hier alle aufzuzählen.
Ein Komilitonen fragte was denn meine Eltern wären und bevor ich antworten konnte sagte die eine mein Vater wäre Arbeiter. Wegen der Hose.
Sie fgragten mich was er machen würde. Ich sagte er wäre Dreher. Mein Großvater ist Dreher und ich beschrieb seine Tätigkeit sehr genau. Dann sagte ich noch, meine Mutter sei Verkäuferin. Meine Großmutter ist wirklich Verkäuferin.
Ich merkte, dass mich meine Komilitonen auf einmal ganz anders anguckten.
Ich dachte anfangs, ich würde sie nicht mehr oft sehen, aber leider wählten den gleichen Schwerpunkt wie ich. Einer ist bei einer dreisemestrigen Veranstaltung in meiner Gruppe.
Andere hingegen wissen, was meine Eltern wirklich machen, aber sie haben sich noch nie getroffen.
Was soll ich bloss tun? Ich weiss nicht, wie ich da wieder raus kommen kann. Meine Freunde zu fragen, was ich tun kann, wäre mir zu peinlich, weil ich mich für meine Lügen schäme.
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13-07-2005 12:12 #1Tinchen81 Gast
Sich für seine Eltern schämen: Lügen
Ich habe ein Problem. Es ist auf den ersten Blick wahrscheinlich ziemlich banal.
Mein Vater ist Anwalt und meine Mutter Ärztin.
Ich studiere Diplomsoziologie. Meine politische Meinung ist weniger links als die der meisten Soziologen. Damit meine ich nicht, dass ich rechts bin. Ich habe aber ein paar Meinungen die in Richtung FDP tendieren.
Ich habe an einer Uni angefangen zu studieren und schon bald hatte ich mit einigen Komilitonen Streit wegen meiner Meinungen. Leider ging es auch nicht, über einige Dinge nicht zu diskutieren. Ich persönlich hätte auch gerne über Filme unds Klamotten mit ihnen geredet, aber sie redeten aussschliesslich über diese Dinge.
Ein paar Komilitonen hackten immer auf den Berufen meiner Eltern rum und sagte ich hätte mich noch nie im Leben für etwas anstrengen müssen.
Sie sagte ebenfalls meine Eltern würden nicht richtig arbeiten.
Nach dem Vordiplom wechselte ich an eine andere Uni.
Nun ist es so, dass meine Familie ein altes Bauernhaus gekauft hat, und mein Vater packt beim Renovieren auch manchmal mit an, da er Spass daran hat.
In den Semesterferien half ich ihm und die Arbeitshose, die ich dabei geschenkt kriegte, trug ich auch an der Uni.
Als mich eine Komilitonin fragte woher ich sie hätte, sagte ich, ich hätte meinem Vater bei der Arbeit geholfen. Stimmt ja auch.
Nach einiger Zeit kriegte ich wieder Ärger mit einigen Komilitonen wegen politischer Meinungen und es ging in diesem Fall speziell darum, ob es fair wäre, dass manche Arbeit weniger gut bezahlt wird, als andere.
Ich fand das fair. Aus verschiedenen Gründen. Es würde zu lange dauern, die hier alle aufzuzählen.
Ein Komilitonen fragte was denn meine Eltern wären und bevor ich antworten konnte sagte die eine mein Vater wäre Arbeiter. Wegen der Hose.
Sie fgragten mich was er machen würde. Ich sagte er wäre Dreher. Mein Großvater ist Dreher und ich beschrieb seine Tätigkeit sehr genau. Dann sagte ich noch, meine Mutter sei Verkäuferin. Meine Großmutter ist wirklich Verkäuferin.
Ich merkte, dass mich meine Komilitonen auf einmal ganz anders anguckten.
Ich dachte anfangs, ich würde sie nicht mehr oft sehen, aber leider wählten den gleichen Schwerpunkt wie ich. Einer ist bei einer dreisemestrigen Veranstaltung in meiner Gruppe.
Andere hingegen wissen, was meine Eltern wirklich machen, aber sie haben sich noch nie getroffen.
Was soll ich bloss tun? Ich weiss nicht, wie ich da wieder raus kommen kann. Meine Freunde zu fragen, was ich tun kann, wäre mir zu peinlich, weil ich mich für meine Lügen schäme.
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13-07-2005 12:36 #2Unregistriert GastDu brauchst doch nicht zu lügen über deine Eltern, wenn deine Kommilitonen so dermassen dämlich sind, und sich nur von linken Parolen bedienen lassen?
Zitat von Tinchen81
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13-07-2005 12:43 #3Unregistriert Gast
Meiner Meinung nach, wirst du da nicht mehr heil rauskommen, egal was du machst. Sagst du nichts könnten sie es irgendwann erfahren, und mir Recht sauer auf dich sein. Sagst du's kann's genauso kommen.
Ich persönlich glaube aber, dass es auf Dauer besser ist klar Tisch zu machen und nicht mit einer Lüge zu leben. Du könntest zum Beispiel mal in einem ruhigen Moment mit deinen Studienkollegen reden, ihnen schildern, wie es zu dem Missverständnis kam und wieso(!) du gelogen hast. Dabei musst du selber einschätzen, wieviel du von deinen Gefühlen preisgeben willst. Es kann dir natürlich passieren, dass sie dich danach auch verachten. Wäre ich einer dieser Studienkollegen würde ich aber deinen Mut zu schätzen wissen, denn so was ist mit Sicherheit nicht leicht.
Was deine Eltern angeht, solltest du aufhören dich für sie zu schämen. Niemand kann sich seine Eltern aussuchen (auch Kinder reicher Eltern nicht). Ich glaube zwar auch, dass solche Kinder wirtschaftlich gesehen etwas mehr Vorteile haben, als andere, ob du aber schonmal "richtig" gearbeitet hast, hängt nur von dir ab.
Mein Freund zum Beispiel hat im Gegensatz zu mir reiche Eltern. Trotzdem hat er schon mal längere Zeit in einer Fischfabrik oder bei einer Zeitarbeitsfirma gejobbt. Das bewundere ich an ihm, denn ich kann mich mit sowas nicht sorecht anfreunden (Fischfabrik).
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13-07-2005 12:48 #4Unregistriert GastWarum soll sie mit ihre Kommilitonen reden? Wozu? hat sie die Pflicht denen etwas erklären zu müssen?
Zitat von Unregistriert
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13-07-2005 12:51 #5Unregistriert Gast
.. vielleicht ist man dann weniger populär und beliebt, aber was schert mich das? 90% der Gesellschaft besteht eh aus Idioten mit der man nichts zu tun haben möchte.
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