Eine Freundin von mir hat während des Studiums auch ein Kind bekommen. Ich denke, ob du es jetzt auch bekommst oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Z.B. wie könntest du unterstützt werden? Gibt es Familie, Freunde und einen Vater des Kindes die sich kümmern würden? Ganz alleine glaube ich, ist es echt kaum machbar. Übrigens, diese Freundin ist schon seit einem Jahr mit dem Studium fertig. Schneller als wir anderen, weil sie eben durch das Kind noch mehr "Druck" hatte, fertig zu werden und schneller Geld zu verdienen. Das mit dem schnellen Studium ist dadurch also nicht gleich ausgeschlossen!
Hast du denn mit dem "Vater" schon drüber geredet? Ich glaube, das ist sehr wichtig. Dadurch kannst du nochmal neue Impulse und Denkweisen bekommen. Und er ist ja dann genau in derselben Lage wie du. Außerdem hat er auch ein Recht darauf, mit dir zusammen zu entscheiden.
Aus deinem Beitrag höre ich eher heraus, dass du einfach noch keinen "Bock" auf Kinder hast. Du willst lieber Party usw.
Klar, das Leben wird mit einem Kind anders. Und ob du es in dein Leben integrieren kannst oder dein Leben umstellen kannst und willst, hängt natürlich von dir ab. Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Aber ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall mit dem potentiellen Vater reden und vielleicht zum Psychologen deiner Uni gehen. Der kennt bestimmt ähnliche Fälle und kann dir von denen berichten auch wenn er es selbst nicht erlebt hat.
Egal wie du dich entscheidest, viel Glück!
Thema: Studium und schwanger
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09-08-2005 17:25 #1Unregistriert Gast
Studium und schwanger
Hallo zusammen: ich habe folgendes Problem: habe vor knapp einem Jahr in Jena mein Studium aufgenommen, mit dem Ziel, es rasch durchzuziehen, dann ein paar Jahre zu arbeiten und so um die 30-35 eins bis zwei Kinder zu bekommen. Und nun das: seit letzten Samstag weiss ich dass ich schwanger bin (bitte keine Beschimpfungen: habe die Pille aus Angst vor der Brustkrebsgefahr - habe sie schon über 5 Jahre lang genommen abgesetzt - und die Verantwortung jeweils dem Mann überlassen, was wohl nicht das klügste war).
Aber jetzt: Ich habe echt keine Lust, einfach meine Zukunftsplanung über den Haufen zu werfen. Ja, verhungern würde ich mit Kind schon nicht, aber schluss mit guter Figur, Parties und schellem Studium. Ich erwäge nun ernsthaft, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen, aus meiner ethischen Sicht scheint es ok. Aber man hört immer so Gruselgeschichten: Studentinnen, die abgetrieben haben, die dann im Studium scheitern, weil sie auf einmal das Gefühl haben, für das Studium Unrecht getan zu haben, obwohl sie in ihrer Entscheidung völlig sicher waren.
Gibt es hier Frauen, die mir über ihre diesbezüglichen Erfahrungen was erzählen können? (egal ob sie dann ein Kind bekommen haben oder nicht). Hoffe, das hilft mir weiter als diese "professionellen" Beratungsstellen, wo die Beraterin es nicht aus eigener Erfahrung einem mitteilen kann
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10-08-2005 00:59 #2Unregistriert Gast
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10-08-2005 02:34 #3
"Habilitand" (500-749 Beiträge)
- Registriert seit
- 18.07.2003
- Beiträge
- 511
An Deiner Stelle würde ich dennoch auch eine Beratungsstelle aufsuchen, ggf. eine andere oder eine andere Beraterin, falls Du schon einmal bei einer warst. Gewissensbisse haben Ursachen. Und wenn Du Angst hast, nach einer Abtreibung welche bekommen zu können, dann könnte es Sinn machen, die Alternativen erneut auszuloten, (Vor-)entscheidungen in Frage zu stellen, in sich zu gehen und sich auch seiner Gefühle klar(er) zu werden. Nur so kannst Du Dir in Deiner Entscheidung sicherer werden.
Dabei können Gespräche helfen, mit dem Vater, der Familie, guten Freunden oder eben auch einem Berater/einer Beraterin. Letztere kennt die Entscheidungsproblematik aus vielen Fällen (evtl. auch aus eigener Erfahrung) und kann Dir vermutlich "objektiv" beratend zur Seite stehen. Letztlich kann Dir niemand die Entscheidung abnehmen und was für eine andere Frau gut/richtig war/ist, kann für Dich genau das Gegenteil sein.
Alles Gute!
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10-08-2005 09:30 #4
Ein Schwangerschaftsabbruch ist kein Spaß. Dass dafür eine vorherige Beratung notwendig ist, ist klar, aber Du solltest Dir vielleicht selbst auch schon Gedanken machen, was Dir Parties und ein schnelles Studium im Vergleich zu einem baby wirklich bedeuten.
Es ist in vielen Fällen so, dass die Frau noch sehr lange von Schuldgefühlen verfolgt wird. Gedanken wie "war ich zu egoistisch", "war ich feige", "was wäre, wenn es jetzt da wäre" sind ständige Begleiter von Frauen, die einen Abbruch durchführen ließen.
Wenn man ein dickes Fell und keinen Bezug zu dem Leben in seinem Körper hat, kann man damit vielleicht (!) ganz gut umgehen, aber den meisten gelingt es nicht. Egal wie Du Dich also entscheidest: beide Wege sind ab jetzt sehr viel schwerer als vorher. Und vor allem kannst Du nun ja nicht in Ruhe überlegen, was Du machst, sondern stehst unter dem Zeitdruck, es bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (12.Woche) wissen zu müssen.
Viel mehr kann man an diesem Punkt nicht dazu sagen. Die persönlichen Erfahrungen anderer Frauen bekommst Du konzentriert in einer Beratungsstelle, die erstmal das Wohl der Mutter im Auge hat.
Im Endeffekt bleibst Du mit dieser Entscheidung aber ganz alleine.
beryll
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10-08-2005 10:18 #5
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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- 02.05.2004
- Beiträge
- 4.452
Die Pille verschiebt geringe Risiken zwischen den Krebserkrankungen, deshalb darauf zu verzichten ist schon reichlich hanebüchen.
Zitat von Unregistriert
Nein, ganz und gar nicht. Ich finde das auch erstaunlich verantwortungslos, denn es ist doch DEIN Körper, der mal mit den Folgen zu tun hat. Und dein Leben.und die Verantwortung jeweils dem Mann überlassen, was wohl nicht das klügste war).
Hört sich an, als bräuchtest du dringend Beratung von Pro Familia o.ä. - Deine Einstellung ist rein reduziert auf dich und deine Annehmlichkeiten.Aber jetzt: Ich habe echt keine Lust, einfach meine Zukunftsplanung über den Haufen zu werfen. Ja, verhungern würde ich mit Kind schon nicht, aber schluss mit guter Figur, Parties und schellem Studium.
Woher weisst du, dass die das nicht aus eigener Erfahrung wissen? Mal davon abgesehen haben diese Beratungsstellen einen viel besseren Überblick darüber, wie sowas normalerweise abläuft. Die machen das nicht zum ersten Mal.Hoffe, das hilft mir weiter als diese "professionellen" Beratungsstellen, wo die Beraterin es nicht aus eigener Erfahrung einem mitteilen kann
Ciao,
Neroli
Life’s about film stars and less about mothers
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But it doesn’t matter cause I’m packing plastic
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