Naja, das ähnlich auffällige und widerliche Pendant ist der tumbe schlagende, saufende, farbentragende Burschenschaftler vom extrem rechten Rand, der nachts durch die Gutbürgerkneipen seiner Studienstadt zieht und anschließend die Bevölkerung zu mittlernächtlicher Stunde mit gegröhlten frauen- und ausländerfeindlichen Liedern "unterhält". Auch ihn gibt es ja tatsächlich. Und auch er prägt das Bild, das viele von Studenten haben. Zumindest als Studenten-Archetypus für diverse Fernsehproduktionen erfreut er sich ja in letzter Zeit wachsender Beliebtheit.Zitat von StudJurLMU
Gruß,
Karendric
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Ergebnis 11 bis 15 von 67
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26-06-2006 22:39 #11
Meinem Eindrucke nach kommt der Eindruck, daß "die Studenten" eher links seien vor allem daher, daß diejenigen Studenten, die an den Universitäten die großen Reden schwingen und tolle "Aktionen" veranstalten halt eher die Linkslastigeren sind (bis hin zu Leuten, die wahrscheinlich in Nordkorea noch wegen Linksabweichlertum eingesperrt würden
, obwohl... eigentlich ist es eher traurig; solche landen dann später in der GEW und man hat ja gesehen, was für tolle Ideen dann kommen
aber zurück zum Thema: ).
Studenten, die eher zu bürgerlichen Parteien tendieren, engagieren sich (wenn sie politisch aktiv sind) entweder eher in der richtigen Politik (JU, F.D.P. und dgl.) oder sie fallen (etwa im RCDS oder dgl.) nicht so auf, weil sie eben NICHT das Anliegen der Hochschulwesens darin erblicken, die Weltrevolution voranzutreiben. Vor allem aber, interessiert sie es nicht die Bohne, was etwa das Schwul-Lesbische-Veganer-Freiheit-für-Kim-Jong-Il-Referat des AStA so treibt, sondern sie versuchen, an der Universität ein passables Studium hinzubekommen, um damit dann in der "richtigen Welt" etwas bewirken zu können. Daher sind bei Hochschulwahlen die Beteiligungen i.d.R. nur knapp im zweistelligen Bereich und die wenigen Linken, die dann wählen gehen, erringen einfach Mehrheiten.
Wenn sich die "normalen" Studenten außeruniversitär und abseits der Politik engagieren, dann eher fachspezifisch (z.B. bei el§a), "sozial" (Hochschulgemeinden; THW, Feuerwehr...) oder in anderen Vereinen (Musikvereine, Sportclubs, Studentenverbindungen, Alpenverein etc. p.p.). Oder sie machen Praktika und Auslandssemester. Im Ergebnis sind sie dann in der Regelstudienzeit fertig, haben eine Menge Zusatzqualifikationen und Kontakte und starten in ein erfolgreiches Berufsleben, während andere im 34. Semester Politologie sich für die Solidarität mit Fidel Castro stark machen.
Fazit: Daß Studenten tendenziell etwas "linker" als die Gesamtbevölkerung sind, stimmt und hat verschiedene Gründe (altermäßige, schichtspezifische etc.). Aber wenn in der Bevölkerung vielleicht 30% "links" sind, sind es bei Studenten vielleicht 45%, meinetwegen auch 51%. Aber die Nicht-Linken fallen halt einfach nicht so auf.
Daß es in einzelnen Fakultäten gewisse Tendenzen gibt, ist auch richtig. Gehe einfach mal auf ein paar Erstsemesterfeiern verschiedener (!) Fakultäten; links werden z.B. "eher" die Geisteswissenschaftler und z.B. Biologen sein, konservativ oder liberal eher die Ingenieurswissenschaften (aber auf deren Feiern will man aus anderen Gründen nicht gehen
), Juristen, Mediziner oder Wirtschaftswissenschaftler.
Oder schaue z.B. bei einem Dich interessierenden Vortrag oder eine Party bei verschiedenen (!) Studentenverbindungen oder einer Hochschulgemeinde vorbei! Es gibt genügend Möglichkeiten, auch liberale oder konservative Studenten zu treffen.Geändert von StudJurLMU (26-06-2006 um 22:44 Uhr)
§ 11.
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26-06-2006 22:59 #12
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26-06-2006 23:10 #13Ein solcher ist es halt.
Zitat von Karendric
Es gibt sicher auch den langhaarigen Dauerbekifften, dennoch ist dieser auch nicht mehr als ein Abziehbild des linken Studenten. Wer sein Bild vom Verbindungsstudenten allein aus der "DDR"-Verfilmung von Heinrich Manns "Untertan" bezieht, kann natürlich auch sein Bild über den politischen Studenten aus Bild-Zeitungsausgaben von 1967 bis 1972 beziehen. Beide Quellen dürften etwa vergleichbar umfassend und aussagekräftig sein.
Wichtig erscheint mir, daß ich zweimal in meinem Beitrage hinter "verschieden" ein bedeutungsschweres "(!)" gesetzt habe.
§ 11.
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26-06-2006 23:17 #14Aber es gibt ja beide Arten der oben beschriebenen Studenten wirklich. Und sie sind so extrem, dass sie auffallen und daher von vielen als repräsentativ für alle Studenten angesehen werden.
Zitat von StudJurLMU
Gruß,
Karendric
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26-06-2006 23:17 #15
"Student" (20-79 Beiträge)
- Registriert seit
- 13.05.2006
- Beiträge
- 71
Falsches Zitat
Hallo Paracelsus, da erzählst Du aber grandiosen Unsinn. Das hat Willi Brandt in etwa so gesagt. Warum sollte Churchill das sagen???? Das geht doch gar nicht!! Der hat das über Liberale gesagt !!!! Brandt hat sich an den Spruch Churchills nur angelehnt. Was Du machst ist Geschichtsklitterung. Wenn Du schon zitierst, dann bitte richtig !!
Zitat von Paracelsus
Davon unabhängig: Studenten sind tatsächlich unterschiedlicher politischer Coleur.All the world is a stage, and all the men and women merely players.
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