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  1. #1
    Gina1991 ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    Psychologie Studium mit FHR? (Klinische Psychologie und/oder Forensik)

    Heyy....
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen .Ich interessiere mich sehr für die Psychologie vorallem für die Klinische Psychologie und Forensik. Ich mache zurzeit mein Fachabi im Berreich Sozial- und gesundheitswesen (11.klasse).
    Wisst iht vielleicht ob ich mit der FHR was in der richtung studieren kann ? Wenn ja wo ?
    und was für einen Beruf könnte ich dann erlernen ?

    Würde mich über eure hilfe sehr freuen
    lg Gina

  2. #2
    Neroli ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    02.05.2004
    Beiträge
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    Zitat Zitat von Gina1991 Beitrag anzeigen
    Heyy....
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen .Ich interessiere mich sehr für die Psychologie vorallem für die Klinische Psychologie und Forensik. Ich mache zurzeit mein Fachabi im Berreich Sozial- und gesundheitswesen (11.klasse).
    Wisst iht vielleicht ob ich mit der FHR was in der richtung studieren kann ? Wenn ja wo ?
    und was für einen Beruf könnte ich dann erlernen ?
    Ich nehme mal an, dass du entweder Polizei-/Rechtspsychologe oder Therapeutin werden willst. Da besonders der Therapiebereich extrem begehrt ist, ist es sehr schwierig, da ohne Abi ranzukommen. Man KANN aber Wege finden. Beispielsweise ermöglicht die Fernuni Hagen einen Bachelor in Psychologie ohne numerus clausus. Dort kannst du auch ohne Abi anfangen zu studieren. Erfordert allerdings genausoviel Arbeit wie eine Präsenzuni. Außerdem musst du dann einen Master dranhängen an einer anderen Uni, da es in Hagen keine klinische gibt. Ich würde dir empfehlen, generell an den Unis mal die Zulassungsvorschriften durchzulesen (auf den Internetseiten) und auch dort anzurufen. Manchmal gibt es Sonderregelungen für Leute ohne Abitur.

    Sehr wichtig, wenn du jemals in der Therapie arbeiten willst, ist ein Studiengang, der vom BDP akzeptiert wird. Das kannst du hier überprüfen.

    Zur Laufbahn als forensische Psychologin kann ich dir nur wenig sagen. Im Therapiebereich gibt es zwei Richtungen, die von den Krankenkassen akzeptiert sind: Verhaltenstherapie und tiefenpsychologische Verfahren (inkl. Psychoanalyse). In einem dieser Bereiche musst(!) du eine mehrjährige Ausbildung nach dem Studium machen, wenn du dich psychologische Psychotherapeutin nennen willst.

    Es gibt noch eine "Billigversion", die sich "Heilpraktiker (Psychotherapie)" nennt. Dafür musst du im Grunde kaum etwas lernen und kaum etwas wissen, in der Psychotherapie-Branche wird der Psycho-Heilpraktiker deshalb unter dem Niveau eines Jodeldiploms einsortiert (beim Jodeldiplom kann man wenigstens jodeln)

    Der solideste Weg wäre übrigens, das Abi noch zu machen. Spricht etwas dagegen?

    Ciao,
    Neroli

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  3. #3
    miss smilla ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    30.10.2003
    Beiträge
    1.316
    Eigentlich wollte ich hierzu nichts schreiben, weil ich mir bezüglich der Frage nicht sicher genug bin (ich glaube, es gibt die eine oder andere FH, die Psychologie anbietet, aber inwieweit es da Klinische gibt?), aber einige von Nerolis Infos stimmen nicht ganz.

    Dass es schwierig ist, ohne Abi ranzukommen, hat wenig damit zu tun, dass der Therapiebereich extrem begehrt ist, sondern schlicht mit dem Psychotherapeutengesetz, das einen Hochschulabschluss in Psychologie verlangt, und hierfür brauchte man wiederum die allgemeine Hochschulreife. Ob der bei der Fernuni angebotene Bachelor für die Aufnahme eines Klinischen Masterprogramms qualifiziert, weiß ich nicht, allerdings werden vermutlich viele Unis den Master vor allem eigenen Bachelor-Absolventen anbieten, da es eh viel zu wenige Plätze gibt.

    Das letzte Wort darüber, ob auch ein Bachelor-Abschluss für die Therapieausbildung reichen wird, ist noch nicht gesprochen, es sieht aber nicht so aus. Der aus Hagen wird auf keinen Fall reichen, weil das Gesetz eine "Abschlussprüfung in Klinischer Psychologie" verlangt oder so ähnlich.

    Was die Liste auf der Homepage des BDP angeht - es gibt, denke ich, durchaus Bachelor-Studiengänge, die nicht auf der Liste stehen, die aber Klinische Psychologie anbieten, bzw. die Voraussetzungen für einen späteren Master schaffen, der wiederum den (immer noch nicht festgelegten) Ansprüchen für die Therapieausbildung genügt. Viele Unis sind noch in der Umstellung und die Studiengänge kaum mit den entsprechenden -ordnungen versehen.

    Das mit der Ausbildung ist allerdings sehr richtig. Sie dauert mehrere Jahre und kostet viel Geld. Früher konnte man ganz gut auch ohne zusätzliche Therapieausbildung klinisch arbeiten, wenn man in einer Klinik oder so angestellt war, das wird aber immer weniger. (Allerdings wären die Psychoanalytiker Neroli wahrscheinlich beleidigt: die Psychoanalyse ist eigenständig eines der drei Richtlinienverfahren neben Kognitiver Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologisch Fundierter Therapie.)
    Don't cry - work.
    Rainald Goetz


    Gedanken sind frei. Worte nicht ganz so.

  4. #4
    Gina1991 ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    23.07.2009
    Beiträge
    3
    Vielen dank für eure antworten

    die haben mich schon etwas weiter gebracht, allerdings glaube ich das es am besten wäre wenn ich einfach mal an verschiedenen unis anrufen würde . Da sich auch in anderen Foren die meisten nich so ganz einig waren und sich ja vieles geändert hat.

    Die allgemeine Hochschulreife "könnte" ich noch machen, da unser Berufskolleg anbietet nach dem man die 11. Klasse der Fachhochschulreife erworben hat, in die 11. Klasse der Allgemeinen Hochschulreife zuwechseln. Natürlich hätte ich sofort das Abi gemacht nur leider habe ich die Gymnasiale Qualifikation nich erhalten ( ich bin sehr gut in der schule, habe auch ein gutes abschlusszeugnis, mir fehlte nur leider der verlangte durchschnitt in den Hauptfächern) Doch wäre das so ratsam nach der 11. dann zur allgemeinen Hochschulreife zuwechseln ? Vorallem müsste ich ja dann wieder bei der 11. Klasse anfangen...

    lg

  5. #5
    Neroli ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    02.05.2004
    Beiträge
    4.452
    Zitat Zitat von miss smilla Beitrag anzeigen
    Eigentlich wollte ich hierzu nichts schreiben, weil ich mir bezüglich der Frage nicht sicher genug bin (ich glaube, es gibt die eine oder andere FH, die Psychologie anbietet, aber inwieweit es da Klinische gibt?)
    Meines Wissens bekommst du an den FHs eigentlich nur Wirtschaftspsychologie angeboten. Die Studiengänge sind oft kein richtiger Psychologie-Studiengang, und dann gibts auch kaum eine Möglichkeit, in einen konsekutiven Master zu wechseln.

    Dass es schwierig ist, ohne Abi ranzukommen, hat wenig damit zu tun, dass der Therapiebereich extrem begehrt ist, sondern schlicht mit dem Psychotherapeutengesetz, das einen Hochschulabschluss in Psychologie verlangt, und hierfür brauchte man wiederum die allgemeine Hochschulreife.
    Das ist richtig, das hatte ich mißverständlich dargestellt. Danke für die Korrektur!

    Ob der bei der Fernuni angebotene Bachelor für die Aufnahme eines Klinischen Masterprogramms qualifiziert, weiß ich nicht
    Ich aber. Eine Kommilitonin hat an diversen Unis in Deutschland nachgefragt. Manche haben mit der fehlenden klinischen Psychologie Probleme, andere nicht. Allerdings wird in Hagen selbst kein Master in klinischer Psychologie angeboten werden, da gab es eine sehr klare Aussage zu.

    , allerdings werden vermutlich viele Unis den Master vor allem eigenen Bachelor-Absolventen anbieten, da es eh viel zu wenige Plätze gibt.
    Die interessante Frage ist, ob sie das auf eigene Absolventen einschränken dürfen, weil das eigentlich komplett der Bologna-Idee zuwiderläuft. (Ich weiss die Antwort nicht)

    Das letzte Wort darüber, ob auch ein Bachelor-Abschluss für die Therapieausbildung reichen wird, ist noch nicht gesprochen
    Mein Eindruck war, dass definitiv ein Master notwendig sein wird. Allerdings kann es ja sein, dass andere Länder das anders handhaben, und dann könnte man in einem anderen Land die Sache erledigen.

    Der aus Hagen wird auf keinen Fall reichen, weil das Gesetz eine "Abschlussprüfung in Klinischer Psychologie" verlangt oder so ähnlich.
    Das wollte ich auch nicht so dargestellt haben...

    (Allerdings wären die Psychoanalytiker Neroli wahrscheinlich beleidigt: die Psychoanalyse ist eigenständig eines der drei Richtlinienverfahren neben Kognitiver Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologisch Fundierter Therapie.)
    Die armen Psychoanalytiker

    Ciao,
    Neroli

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