Erstens ist Deutschland jetzt nicht so die Premium-Ölfördernation, der Bedarf für den Heimatmarkt also überschaubar. Zweitens will so ein deutscher Ingenieur natürlich auch gutes Geld verdienen, aber für das bekommt die Firma 4 Philippinos oder 2 Brasilianer, und die wissen auch, wie man das mit dem Öl macht. Warum also unbedingt Deutsche einstellen?
Deswegen gibt es in Deutschland nur so wenig Studienmöglichkeiten für dieses spezielle Fach. Die Frage ist ja auch, wie klug es ist, sich schon mit der Wahl des Studienfachs auf ein so enges Gebiet festzulegen. Du bist dann zwar Spezialist für Erdölförderung, aber ob Du drumherum viel mitbekommst, solltest Du mal genauer ansehen.
Ansonsten wirklich die Frage: warum willst Du studieren, wenn Du eine Abneigung gegen Arbeit am Rechner und im Büro hast? Das passt nicht zusammen. Akademiker sind vorrangig Kopfarbeiter, und das heisst in der modernen Arbeitswelt eben Büro+Computer...
P.
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Ergebnis 11 bis 15 von 16
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16-07-2010 19:49 #11
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Warum machst Du nicht eine handwerkliche Ausbildung (Schreiner, Gaertner, ...) anstatt unbedingt ein Studium zu suchen?
Neugierig,
Robs"Worship Me or I Will Torture You Forever. Have a Nice Day." -- God
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16-07-2010 20:03 #12
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16-07-2010 21:49 #13
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Danke für eure Kommentare
Ihr habt ja größtenteils recht :-)
@lausitzer
ja genau, wie gesagt das sind die bekanntesten in Deutschland, ich kenn noch eine, aus der ein Bekannter von mir stammt, nämlich aus Österreich (Montanuniv. also unileoben.ac.at, die ist wirklich gut auch mit Petroleum Engineering, Werkstoffen, Metallurgie, Maschinenbau und allem drum und dran.)
ja so nen Schreibtischjob will ich viell mal - aber erst wenn ich 50 bin
Aber ich glaube die Wahrscheinlichkeit dass man mal live mit Maschinen Anlagen etc. was zu tun hat ist, Maschinenbau zu studieren (hach welch kluger Satz
)
@Astir01
Ja weiß ca wie das ist weil du Prüfstand sagst. Dieser Bekannte hat eben bei dieser bekannten österr. Uni studiert und in der Automobilbranche eine Diplomarbeit geschrieben. Hörte sich aber interessant an (irgendwas mit Robotik und Crashsimulationen... k.A was genau, er war auch oft am Prüfstand um zu entwickeln, also sicher super Sache..
@Robs
also wenn ich was entwickle oder tue, muss ich es auch in Natura sehen d.h. Ergebnisse sichtbar nachvollziehen können-> das würd wahrsch. eh mehr auf einen handwerkl. Beruf abzielen oder, eben genau wie du vermutest.
Aber ich will schon studieren immerhin hab ich Abi.. viell mal einen tollen Job in der Entwicklung wo man viel in der Welt herumkommt..das wäre ein Traum
und viel verdienen, und mein Potenzial ausnutzen.
Will nicht mit 40 in der Werkstatt stehen und es evtl mit dem Rücken zu haben und sagen, Mann hätt ich doch was ordentliches gelernt/studiert..
@Paracelsus
Tja das ist nich einfach zu beantworten. Irgendwie will ich schon studieren, irgendwie nicht.. aber ich glaub es ist besser, zu studieren.Du hast eh Recht, Akademiker bedeutet eigetnlich PC+Büro..aber ich will zB auch mal in die Fertigung gehen oder Werkshalle um zu sehen wie mein konstruiertes/entwickeltes Produkt/Anlage etc. funktioniert.
Am liebsten wär mir eine techn. Arbeit wo man vom Anfang bis zum Ende involviert ist d.h. vom Anfang der Planung über Konstruktion hin bis zur Fertigung/Programmierung und Inbetriebnahme.. das wär mal was.. aber das gibts in so großen Konzernen sicher nicht, weil die für jede eigene kleine Tätigkeit Spezialisten haben.
Wegen der Ölindustrie: Es stimmt schon, es ist ein sehr spezialisiertes Fach und von zu spezieller Spezialisierung (hach wie toll meine Wortkonstruktionen heute
halte ich eigentlich auch nix.Aber warum bieten das sowenige Unis an, ich meine Ölkonzerne (ich glaube zB Exxon) ist der größte Konzern der Welt!
Doch habe ich etwas Einblick in dieses Studienfach. Wie gesagt mein Bekannter ist Österreicher, der hat an dieser, mit sehr gutem Ruf (wie er selber sagt) Montan-/Berguniversität in Österreich studiert, aber Informationstechnik. Er hat ein Diplom und arbietet in der Schweiz nun, und verdient enorm gut also was ich weiß Einstieg so um die 4.000 Euro netto umgerechnet (und das als Einstieg, aber die Meiten und Lebenskosten sind halt viel höher hat er gesagt, aber trotzdem irre..).
Nun der ist halt auch ein bisschen verrückt (er ist wirklcih ein techn. Freak) und hat gesagt er will sich halt ein bissl was zusammensparen um dann wieder zurück auf die Uni nach Österreich zu gehen um dort ein Zweitstudium zu beginnen, er würde dann so Anfang 30 sein. Und was ? Genau, das Erdöl-Studium.
Er hat halt schon viel gehört und sich erkundigt auf der Uni. Mit dem Master in dem Bereich kann man,wenn man gut ist und es schafft zB bei Shell, Amoco, Chevron, Exxon (zB in Hannover), und wie die alle heißen anheuern und ne Mörderkohle verdienen. Aber erst später zuerst muss man sich auch beweisen.. hat mir zB erzählt am Anfang bei Exxon in Hannover arbietet man auch im Büro, berechnet Simulationen, Ausbeute von nem Ölfeld etc..
ABer zB als Ingenieur wenn man auf US-Bohrinseln unterwegs ist soll man ca. 800 und mehr US-$ am Tag machen? Ob das stimmt? Leiter sogar mehr als 1000 $ am Tag!! Aber die haben ja 14 Tages-Schichten á 12-14 Std am Tag.
D.h. dann 14 Tage arbeiten und 14 Tage frei. Wär das nicht spitze bei so nem Lohn? Welcher andere Beruf bietet das schon?Das alles laut seinen Erzählungen..
Er ist halt verrückt (anschienend gehts im zu gut) und will das evtl in Zukunft machen. Und irgendwie bin ich auf die Idee gekommen es ihm nachzumachen hört sich ja spitze an? Ja es stimmt schon diese ausländischen Bohrfirmen haben sicher ihre eigenen Fachkräfte auch, aber als ausländ. Ingenieur hat man sicher auch eine Chance mal ins Ausland versetzt zu werden oder?
Stell mir das so toll vor auf ner Bohrinsel. Aber irgendwas macht mich stutzig, das sich das soo gut anhört, da muss ja irgendwo der Haken sein. Ich mein hehe, Bohrinsel und Ölindustrie ist wahrsch. momentan nicht so einen guten Ruf durch die Medien, verrückt muss man sein, und das auch noch studieren!
Aber wisst ihr was, mein Bekannter kennt sich da ein bisschen aus und behauptet sogar, dass durch diesen Schaden sogar neue Arbeitskräfte gegründet werden, da es eben wieder mehr Arbeit gibt, durch Bereinigung, Reparatueren etc. ironisch, was?
Bin auch irgendiwe so abenteuerlustig. Kaum hab ich einen Job oder was probiert will ich schon wieder was neues ausprobieren. Ich hasse Routine und immer das gleiche
Evtl bietet die Ölindustrie so einen Job.
Tja speziell ist das Studium sicher, die Gefahr besteht halt dann darin, wenn man keine Lust mehr hat auf seinen Bohrjob.
Bin gespannt wie es meinen Bekannten dann gehen wird. Würdet ihr auch so einen hochbezahlten Job in der Schweiz einfach aufgeben um Erdölwesen zu studieren? Er wollte immer schon die Taube am Dach statt dem Spatz in der Hand..aber ich glaub da greift er daneben, was meint ihr?
Werd wahrsch. am besten Maschinenbau machen. Das ist am breitesten gefächert und man kann in die Automobil-/Stahl/Elektro usw branche gehen...
Sorry war ein bissl lang, ein richtiger Monolog, wollt ichmir mal von der Seele schreiben, merci fürs Lesen
Geändert von sting3r (16-07-2010 um 21:53 Uhr)
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16-07-2010 23:11 #14
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Das kann Dir im Handwerk ja auch passieren.
Oder im Stahlwerk zu arbeiten, oder im Kohlebau, oder als Landwirt, ...
Was ist mit...
- dem Architekten, der 'sein' Haus sieht?
- dem Programmierer, dessen Software auf jedem 2. Handy laeuft?
- dem Grafiker, dessen Anzeige auf 2 mal 5m Groesse an jeder Ecke haengt?
- dem Autor, dessen Buch in jeder Buchhandlung liegt?
- ...?
Na, das ist aber eine etwas magere Begruendung...
Ich weiss ja nicht, wie Deine bisherige Karriere aussieht, aber Du kannst ja auch erst eine Ausbildung machen, dann evtl 2 Jahre arbeiten, und dann noch studieren.
Ich glaube, das viel rumkommen und das "etwas erschaffen" schliesst sich gegenseitig aus: die Leute, die es wirklich bauen, kommen nicht viel rum. Die, die es planen und entwerfen, kommen viel rum, aber sitzten dabei halt in Bueros und Konferenzraeumen.
Wenn Dir das Ding nicht (wie vor 3 Monaten im Golf von Mexiko gesehen) unterm Arsch explodiert...
Solche Jobs kannst Du nur machen, wenn Du jung bist. Irgendwann gehen die 12 oder 14h am Tag einfach nicht mehr. Irgendwann willst Du nicht nur alle 2 Wochen mal Deine Familie sehen. Irgendwann bist Du die Fliegerei und die Jetlags leid...
Mich interessiert Erdoelwesen nicht, und es muessten viele Dinge zusammenkommen, um einen guten Job (und es geht dabei um weit mehr als Bezahlung) aufzugeben.
Cheers,
Robs"Worship Me or I Will Torture You Forever. Have a Nice Day." -- God
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18-07-2010 16:18 #15
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Könnte mir vorstellen, dass es auf Ölbohrinseln (wie auch sonst im Leben) deutlich mehr Indianer als Häuptlinge geben muss - und die Indianer müssen nicht studiert haben. Und dann kommen noch die ganzen Wirtschaftsleute dazu (Einkauf, Logistik, was auch immer die BWL so zu bieten hat), die sich das Ölwissen halt zusätzlich aneignen.
Ich kann mir schon vorstellen, dass die Firmen bei solchen Jobs Bezahlungen anbieten, die eher in die Kategorie Schmerzensgeld fallen. Ich habe jetzt überhaupt keine Ahnung von der Ölindustrie, könnte mir aber lebhaft vorstellen, dass von den 14 freien Tagen allein 2-4 für die An- und Abreise weggehen (diese Dinger sind ja oft nicht so verkehrsgünstig gelegen, was man so hört) und ich persönlich würde auf so einer Bohrinsel, immer mit denselben paar Kollegen, auch schnell klaustrophobisch werden.
Ich meine, es soll jeder nach seiner Facon glücklich werden. Und Bezahlung ist nicht das, was in erster Linie glücklich und zufrieden mit dem Job macht.
Und ich meine, Du klingst, als ob Du eigentlich dieses Ölding machen wolltest.Don't cry - work.
Rainald Goetz
Gedanken sind frei. Worte nicht ganz so.
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