Soweit ich weiß, haben z.B. Astir, das Kleine Gespenst und Lausitzer allesamt ein Universitätsdiplom aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich in der Tasche und hocken im Berufsleben nicht nur im Büro vor dem Bildschirm, sondern haben immer noch reichlich Möglichkeiten im Labor ihre handwerklichen Fähigkeiten zu beweisen. Der eine schmiert mit Öl rum, der andere setzt alles in Flammen. Beim Gespenst geht es in der Medizin vermutlich ein bisschen steriler zu.Daneben gibt es Kundentermine, Messen, Präsentationen, Vorträge, Auseinandersetzungen mit Buchhaltung wegen der Beschaffung von Materialien etc. Tätigkeitsbeschreibungen sind nicht abschließend erläutert.
Und wenn das Maschinchen einen Defekt hat oder es was zu verändern gibt, schraubt man auch erstmal selbst dran und schaut, ob man es hinbekommt, bevor man den Service ruft. Das muss man schon wegen Terminen und Anfahrtkosten und in den meisten Fällen bekommt man das auch wieder hin.
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06-07-2010 11:33 #1
"Absolvent" (80-149 Beiträge)
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Was studieren wo man nicht im Büro hockt?
Hey Leute,
hab mich grad mit einem Freund unterhalten. Und wir sind auf ein Thema gekommen, da er ja unbedingt etwas "sinnvolles" studieren möchte und nie wieder bzw sehr selten in einem Büro hocken will. Er hat Abi gemacht, hat dann in nem Büro (kaufmännisch, so im Einkauf für eine Baufirma und so) zu arbeiten begonnen. Nur jetzt nach einem halben Jahr hat er gesehen dass das nix ist und er will am liebsten sofort aufhören und nie wieder was mit so langweiligen Akten/Einkauf/etc was zu tun haben wollen.
Er will jetzt was studieren wo er nciht nur den ganzen Tag im Büro hockt.
Ich selbst wollte das ja auch nie aber habe Informationstechnik studiert (bin auch ab und an bei so Anlagen (aber leider eher selten) und programmiere halt die meiste zeit, auch interessante Dinge wie Steuerungen etc aber man ist halt doch auch sehr oft im Büro und programmiert..
Jetzt hat er gemeint, ja wär viell nciht schlecht aber weiß nicht ob das wirklich was für ihn wäre..
Dann sind wir auf Maschinenbau/Elektrotechnik zu sprechen gekommen. Evtl ist man da sehr oft außer Haus und schraubt bzw plant in der Fabrik bei den Anlagen die Maschinen? Ich meine arbeitet man als studierter Maschinenbauingenieur eigentlich noch direkt bei den Maschinen oder sitzt man auch die meiste Zeit im Büro und plant und konstruiert eher und gibt Anweisungen den Leuten die das "handwerkliche" übernehmen?
Oder was es auf der TU clausthal glaub ich noch gibt wäre Erdölwesen? Ist man da oft auf Bohrinseln unterwegs (wäre für mich auch interessant)
Ich weiß nicht, oder ist für ihn ein Studium doch nicht das ware - da zu theoretisch, nachher als Angstellter/Akademiker in einem techn Beruf doch nur Planungs-/Konstruier-/Programmmiertätigkeit?
Dann wär es für ihn viell besser er beginnt eine Lehre?
Am besten wäre ein Beruf mit einer Kombination aus theoretischen Aufgaben aber auch manuellen ..nur eines von beiden ist auf die Dauer langweilig d.h. zB man analysiert bei einer größeren Anlage/Maschine,w as denn der Fehler sein könnte (Mechanik/Elektronik-Sensorik) etc. und anschließend wirkt man beim manuellen mit.. (Auseinandernehmen, prüfen, verfizieren..). Gibt es so einen Job? Bzw macht genau das nicht der Maschinenbauingnenieur? Oder plant u. analysiert der nur und gibt die manuellen Tätigkeiten ab an zB Arbeiter die das dann machen?
Was meint ihr?
lg
sting3rGeändert von sting3r (06-07-2010 um 11:39 Uhr)
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06-07-2010 14:42 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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06-07-2010 20:30 #3
Tschjooo, ich weiß gar nicht genau, was für Ausbildungen unsere Medizintechniker so alles haben. Ich bin mit meinem Diplom zu grob geschätzt 50% am Schreibtisch, die andere Hälfte laufe ich herum, mache Messungen mit Patienten, kümmere mich um Geräte oder bin gleich auf Dienstreise. Allerdings schraube ich nicht an medizinischen Geräten herum, das ist mir rechtlich zu heikel, sondern nur an Computern. Unsere Medizintechnik wäre für Dich bzw. Deinen Freund glaube ich aber auch nicht gerade der Traum aller schlaflosen Nächte. Die Techniker kommen vielleicht mal vorbei, aber im Wesentlichen leiten sie sämtliche Reparaturaufträge an die Fachfirmen weiter oder raten uns gleich, das Gerät auszumustern und stempeln den Antrag dazu ab. Damit kann ich dann den Marathon einer Neuanschaffung starten
An meiner alten Klinik in Neufünfland ist die Medizintechnik aber deutlich engagierter; ich glaube, daß die historienbedingt eher dazu neigen, Sachen zu reparieren, anstatt sie wegzuwerfen. Die Reparaturabteilungen der Herstellerfirmen werden wohl eher ausgebildete Techniker einstellen, keine diplomierten Leute.
Generell brauchen Kliniken allerdings immer Techniker, und die dürfen eigentlich auch Diplome haben, um trotzdem noch an Sachen herumzuschrauben. Wie wäre es denn mit einem FH-Ingenieur? Das könnte tatsächlich hinterher die gewünschte Mischung aus Theorie und Praxis ergeben. Ansonsten sind Mediziner studiert und sitzen nicht in Büros herum, aber der Arztberuf bräuchte definitiv eine bessere Motivation als das.Geändert von KleinesGespenst (06-07-2010 um 20:36 Uhr)
"Wir sind durch Feuer und Wasser gegangen, aber du, Gott, hast uns herausgeführt ins Weite." (Psalm 66,12)
Copyright
Hier provisorisch die Quellenangabe: alles, was einen Bezug zu Otfried Preußlers kleinem Gespenst hat, ist aus: Preußler, Otfried: "Das kleine Gespenst", Thienemann-Verlag, 1984. Ab sofort distanziere ich mich jedenfalls vollständig von Otfried Preußlers kleinem Gespenst und bin ein beliebiges kleines Gespenst.
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07-07-2010 10:21 #4
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Gleich muss ich wieder ins Prüffeld. Zwischen den Prüfständen ist leider nicht genug Platz um Stühle hinzustellen. Dafür tun mir heut Abend bestimmt wieder Kreuz und Füße weh.
Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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07-07-2010 13:06 #5
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Nachtrag
Eigentlich ist es ja Sinn und Zweck eines Hochschulstudiums, mehr so die intellektuellen Tätigkeiten auszuüben, die heute, das bringt das Informationszeitalter nun mal mit sich, am Gombjuda stattfinden. Selbst Berufe, von denen man denkt, sie fänden zum größten Teil in der freien Natur statt, (Autobahnbau, Archäologie, Land- und Forstwirtschaft) beinhalten heute einen solch enormen Anteil an administrativen Tätigkeiten, dass sie sich kaum noch von den gemeinhin als "für Stubenhocker geeigneten" Sachen unterscheiden.
Ein Studium danach auszuwählen, dass man später im Beruf möglichst wenig im Büro sitzt, halte ich darüber hinaus für schwierig, wenn nicht unmöglich, weil man zum Zeitpunkt der Wahl weder weiß, wo man später beschäftigt ist, noch, wie sich die Tätigkeiten im Laufe der 4- 5 Jahrzehnte Arbeit entwickeln werden, die man bis zur Rente schaffen muss.
Schlussendlich; mit 18 oder 19, wenn die Entscheidung für ein Studium ansteht, sind viele voller Kraft und Tatendrang, die in der Schule eher geringe Beanspruchung erfährt. Keine Sorge; das ändert sich schon im ersten Berufsjahr. Spätestens jedoch mit Mitte 40 sehnt sich jeder nach einem ruhigen Schreibtischjob und verflucht sich mit den Worten: "Hättich doma wat Anständiches gelernt", wenn er mal wieder bei einem Wetter wie heute rödeln muss.Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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