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Thema: Was sagt ihr

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  1. #1
    Avatar von La Tramontana
    La Tramontana ist offline Moderator
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    14.08.2002
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    1.838

    Was sagt ihr

    Hallo Leut!

    Soeben bin ich arbeitslos geworden, denn ich habe selbst gekündigt.

    ALso-
    Bislang habe ich in einem Lokal als Küchenhilfe gearbeitet. Es hat mir Spaß gemacht und alles war in Ordnung. Ich sollte immer auf Abruf zur Verfügung stehen. Doch vor einigen Wochen sprach mich der Chef darauf an, warum ich zwischen sechs und sieben Uhr nie am Handy erreichbar wäre. Nun, sagte ich, da bin ich in der Kirche und es ist selbst verständlich für mich, dort dasHandy auzuschalten. Der Chef sagte mir rundheraus, daß das nicht möglich sei; ich sollte ja angerufen werden und dan sofort einsatzbereit sein, wenn großer Andrang im Lokal ist.
    Und wenn ich gerade im Gottesdienst wäre und er riefe an?
    Dann, so sagte der Chef, sollte ich natürlich auch kommen.

    Und genau diese Tatsache veranlaßte mich dazu, zu kündigen. Für sechs Eulo in der Stunde nehme ich es in der Tat nicht auf mich, die Eucharistiefeier zu verlassen und niemand wird mich dazu zwingen.
    So wichtig ist mir das Geld nun auch wieder nicht.

    Doch was sagt ihr dazu?

    Eure Tram
    In conspectu angelorum psallam tibi, deus meus.

  2. #2
    Thoon ist offline "Habilitand" (500-749 Beiträge)
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    18.07.2003
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    Zitat Zitat von La Tramontana Beitrag anzeigen
    Und wenn ich gerade im Gottesdienst wäre und er riefe an?
    Dann, so sagte der Chef, sollte ich natürlich auch kommen.
    Möglicher Ausweg: Protestantische Ethik - Küchenarbeit als Gottesdienst

    Bei Jobs mit Abrufbereitschaft ist es wichtig, genau abzusprechen, welche Einschränkungen es bei der Flexibilität gibt. Dann lassen sich auch feste Zeiträume mit garantierter Abrufbereitschaft organisieren (bspw. indem immer an einem bestimmten Tag/zu einer bestimmten Zeit einen Gottesdienst besucht und so für dessen Dauer eben ein anderer als abrufbereit eingeplant wird). Oder aber, man kommt zur Erkenntnis, daß der Organisations-/Koordinationsaufwand zu hoch ist bzw. mit anderen, flexibleren Arbeitskräften geringer wäre. Die Frage hätte also nicht sein sollen, ob man eine Mitarbeiterin aus einem Gottesdienst abberufen können solle, sondern ob man mit ihr angesichts dieser Einschränkung ihrer Flexibilität gut planen kann, ob man also für Ersatz für diesen Zeitraum sorgen will und kann. Und diese Überlegungen sollte man sozusagen vor einer Anstellung anstellen

    Für den Verlust an Freiheit sollte es eine Kompensation geben, bspw. durch einen überdurchschnittlichen Stundenlohn für Arbeit, in der Wertschöpfung stattfindet, oder aber eine (niedriger angesetzte) Entlohnung für die Zeiten, in denen man sich abrufbereit hält.

    Was mich angeht, so bleibt mein Handy ausgeschaltet, wenn ich mich in einer Kirche befinde ...

    Pragmatische Gründe, weshalb Du erst einige Wochen nach diesem Gespräch gekündigt hast?
    Geändert von Thoon (23-02-2007 um 04:49 Uhr)

  3. #3
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Zitat Zitat von La Tramontana Beitrag anzeigen
    Doch vor einigen Wochen sprach mich der Chef darauf an, warum ich zwischen sechs und sieben Uhr nie am Handy erreichbar wäre. Nun, sagte ich, da bin ich in der Kirche und es ist selbst verständlich für mich, dort dasHandy auzuschalten. Der Chef sagte mir rundheraus, daß das nicht möglich sei; ich sollte ja angerufen werden und dan sofort einsatzbereit sein, wenn großer Andrang im Lokal ist.
    Und wenn ich gerade im Gottesdienst wäre und er riefe an?
    Dann, so sagte der Chef, sollte ich natürlich auch kommen.
    Ja, dann muss der Chef das eben auch genau so in die Arbeitsplatzbeschreibung für den Job als Küchenhilfe hineinschreiben.
    "Dieser Job ist nur für Leute geeignet, die sämt-li-che persönlichen, privaten und menschlichen Bedürfnisse, egal welcher Art auch immer, hinter die Pflicht zum sofortigen Dienstantritt zurück zu stellen bereit sind; und das für´n Appel und´n Ei."

    Und genau diese Tatsache veranlaßte mich dazu, zu kündigen. Für sechs Eulo in der Stunde nehme ich es in der Tat nicht auf mich, die Eucharistiefeier zu verlassen und niemand wird mich dazu zwingen.
    So wichtig ist mir das Geld nun auch wieder nicht.
    Ich würde diese (unverschämte) Forderung auch für 60 €/h zurück weisen; nicht wegen der Eucharistie, Anästhesie oder Euternasie, sondern wegen der Privatsphäre.

    Dein Astir
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

  4. #4
    Avatar von La Tramontana
    La Tramontana ist offline Moderator
    Registriert seit
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    Beiträge
    1.838
    Nun, vor einigen Wochen ist das dem Chef zum erstenmal aufgefallen, darum hat er mit mir geredet.
    Letztens war es eben wieder so und da meinte er, es könne so nicht sein.

    Bitte - Astir wird es bestätigen - man wird in diesem Job geschunden (Silvester), da sag ich eh nichts, nicht jeder Job findet am Schreibtisch statt. Man bekommt sechs Eulo in der Stunde: Gut, ich bin froh, überhaupt einen Cent zu sehen.
    Aber daß es soweit kommt-!
    Und das in EI
    *kopfschüttel*
    Und das vom Sohn des Bürgermeisters!
    *augenroll*
    In conspectu angelorum psallam tibi, deus meus.

  5. #5
    Avatar von Seeotter
    Seeotter ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
    Registriert seit
    13.01.2005
    Beiträge
    1.001
    Tja, wer beschissene Forderungen stellt, muss sich nicht wundern, wenn ihm die Leute abhauen. Hoffentlich lernt er aus dieser Erfahrung. Ich finde deine Entscheidung absolut richtig.
    Sag den Problemen, ich komme nach dem Frühstück. Aber sie brauchen nicht auf mich zu warten. Echt nicht.

    Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade daraus!

    Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die ist in Christus Jesus, unserem Herrn. (Römer 8, 38-39)

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