so dann bin ich mal so frei und antworte auf diesen (deinen?)... naja nenn wirs mal Beitrag. Wer ist eigentlich dafür verantwortlich, wenn du schon den freien Willen in Frage stellst? auf wen willst du's abwälzen, was du da wieder verzapft hast?![]()
den urknall? die formel der formeln? deine Mutter? deine Hirnzellen? oder die Zelle in die die Psyche eingesperrt ist?![]()
ja ich würde sagen es ist einer der Punkte, aber DER Punkt, an dem wir uns von der Tierwelt unterscheiden, ist noch eine Spur vorgelagert: unser Selbstbewußtsein. bevorich etwas wollen kann, muss ich erst mal Bewußtsein für eine Sache entwickeln, um meine Ziele und Absichten zu ergründen und um dann schließlich zu entscheiden was ich will. alles andere wäre kein bewußtes Handeln, sondern unbewußt, und damit ehr den Trieben zuzuordnen, als einem "freien Willen"
das ist kein göttlicher Funke, sondern völlig normal
inwiefern? Ich für meinen Teil lasse mich nicht von irgendwelchen Wissenschaften zerstreuen.
lol der Endsieg? na dann sag ich mal Heil und träum weiter^^
ich träum jetzt auch was schönes
gut Nacht
Thema: Der freie Wille ?!
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Ergebnis 1 bis 5 von 62
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12-03-2007 21:10 #1
Der freie Wille ?!
Der freie Wille ist nicht nur der Punkt an dem wir uns selbst von der Tierwelt unterschieden sehen, sondern auch eines unserer Grundpostulate der freien demokratischen Gesellschaftsordnung.
Ist aber dieser göttliche Funke , den wir in uns wähnen ein Relikt des christlichen Glaubens, welches selbst die sturrsten Atheisten noch in sich bewahren ?
Oder sogar nur noch eine Illusion, die von der Wissenschaft mehr und mehr zerstreut wirfd ?
Was machen wir dann mit unserer gesellschaftlichen Ordnung oder mit uns selbst als Persönlichkeit ?
Das Ende der Freiheit ist auch immer das Ende der Verantwortung, wohin also wenn der Determinismus endhültig den Sieg errungen hat ?
Interessant wäre, wenn jeder, der eine Antwort geben möchte auch in dem Definitionsthread Position beziehen würde.
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13-03-2007 02:56 #2
Geändert von klasklar (13-03-2007 um 03:01 Uhr)
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13-03-2007 08:35 #3
Es wird Dich nicht überraschen, dass ich das bejahe, oder? Genauso wie die Würde des Menschen und im weiteren Sinne der Wert des menschlichen Lebens auf christlichen oder wenigstens transzendentalen Grundlagen beruht. Das ist einer der Gründe, warum ich mich bekehrt habe - weil ich der Meinung war, dass sich der Materialismus nicht konsequent leben lässt.
Sie gibt sich alle Mühe, oder? Wobei die Lösung von dem Moment an feststand, als man beschloss, nur Materielles anzuerkennen. Wer diese Ausgangsbasis wählt, der kommt automatisch zu dem Schluss, dass auch das, was wir als "Wille" bezeichnen, lediglich von uns nicht kontrollierbare Mechanismen sind.Oder sogar nur noch eine Illusion, die von der Wissenschaft mehr und mehr zerstreut wirfd ?
Ich kann kaum glauben, dass DU diese Frage stellst. Genau das ist meines Erachtens die Riesen-Katastrophe, auf die wir zusteuern. Anzeichen gibt es ja genug. Bin ich im falschen Film? Oder ist das eine Falle von Dir?Was machen wir dann mit unserer gesellschaftlichen Ordnung oder mit uns selbst als Persönlichkeit ?
Das Ende der Freiheit ist auch immer das Ende der Verantwortung, wohin also wenn der Determinismus endhültig den Sieg errungen hat ?
Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden.
Psalm 48,11
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13-03-2007 19:30 #4
Na, so dramatisch würde ich das nicht sehen: Natürlich erleben wir um uns herum Sauereien ohne Ende, aber dass diese nun unbedingt mit der Abkehr vom Transzendenten begründet werden müssen, scheint mir nicht der Fall zu sein. Den Irren, die beispielsweise mal eben ein paar Flugzeuge in eine Handvoll Gebäude jagten und auf einen Streich ein paar Tausend Menschen umbrachten, kann man vieles vorwerfen - einen Mangel an religiösem Eifer aber sicher nicht. Das Gleiche gilt für die verhinderten Kofferbomber von Köln und jene "Ehrenmörder", die ihre eigenen Schwestern über den Haufen schießen, weil sie nicht "gottgefällig" leben. Es dürfte auch kein Zufall sein, dass jene Länder, die sich als "Gottesstaaten" bezeichne(te)n und in der religiösen Unterfütterung ihrer Ideologie am beharrlichsten sind, in der Implementierung diverser Menschenrechte die gravierendsten Mängel aufweisen (man denke etwa an den Iran und das Afghanistan der Taliban-Ära).
Aber unabhängig davon: Bei Lichte betrachtet, sind die praktischen Auswirkungen einer Novellierung des Menschenbildes doch marginal - ich kann nicht erkennen, wieso sich beispielsweise an der Handhabung von Verbrechern groß etwas ändern sollte. Natürlich: Der Blickwinkel auf sie wird sich wandeln - aber das ist kein Drama: In jedem Falle wird die Notwendigkeit, die Hemmschwelle eines Mörders oder Diebes heraufzusetzen, gleich bleiben, auch ohne spirituellen Überbau. Und wer weiß: Vielleicht führt ein "sachlicherer" Blick auf die Betroffenen auch zu einem adäquateren Umgang mit ihnen:
Auch Eplieptiker und Geisteskranke wurden ja ehedem als "vom Satan besessen" gebrandmarkt und entsprechend behandelt. Das ist jetzt nicht mehr so und also erfahren sie eine angemessene Behandlung: "Behandlung" ganz wörtlich im Sinne einer medizinischen Intervention.
Es ist nicht klar, wieso in diesem Falle Entsprechendes nicht zu erwarten ist."Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
(Jean-Jacques Rousseau)
"Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings."
(Victor Stenger)
Am Ende wird alles gut.
Und falls nicht, ist es nicht das Ende.
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13-03-2007 21:21 #5
lol marginal,
siehst du nicht die weitreichenden Konsequenzen ?
was sollen das für Menschen sein in solch einem Menschenbild?
was bleibt dann noch von uns, wenn wir von vorne bis hinten durchgerechnet werden können, wie computerchips?
was von unsrer Persönlichkeit, unsrer Einzigartigkeit?
ich = du = wir alle, alles nur eine Frage des Inputs, wie bei robotern ??
tztztz
das einztige was hier marginal ist, ist diese ganze diskussion
bevor wir erörtern können was aus dem angeblichen unfreien Willen für die Gesellschaft folgt, sollten wir erstmal klären, wie ihr nur ständig darauf kommt, dass alles determiniert sei
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