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  1. #1
    magnusfe ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
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    Islam - Christentum - Ein Vergleich

    Gemeinsamkeiten zwischen Koran und Bibel



    1. Koran und Bibel sprechen von dem einen ewigen, unendlichen Gott, der ewig lebt und das Weltall regiert.



    2. In Koran und Bibel ist er der Schöpfer des Himmels und der Erde, sowie der Schöpfer jedes einzelnen Menschen.



    3. Nach christlichem und muslimischem Glauben hat Gott sein heiliges, ewiges Wort in seinem Heiligen Buch niedergelegt. (Natürlich ist dieses heilige Buch für Christen die Bibel, für Muslime der Koran.)



    4. Koran und Bibel fordern vom Menschen, diesen einen allmächtigen Gott anzubeten und ihm Dank zu sagen.



    5. Nach Koran und Bibel kennzeichnen Sünde und Vergebung die Beziehung des Menschen zu Gott. Nur der an Gott Gläubige kann mit der Vergebung Gottes rechnen.



    6. Koran und Bibel legen durch Gottes Gebote fest, was Sünde und was gut ist.



    7. Nach dem Bericht von Koran und Bibel sündigten die ersten Menschen im Paradies und wurden daher von Gott aus dem Paradies vertrieben.



    8. Im Koran und der Bibel ist der Teufel der Gegenspieler der Menschen, der sie zur Sünde verführen möchte. Der Mensch ist dem Satan jedoch nicht hilflos ausgeliefert, sondern er findet Beistand bei Gott.



    9. Nach Koran und Bibel wird jeder Mensch entsprechend seinem diesseitigen Leben bei der Auferstehung der Toten von Gott gerichtet.



    10. Koran und Bibel bezeugen: Wer im Leben nicht nach den Geboten Gottes gelebt und nicht an ihn geglaubt hat, wird im Jüngsten Gericht zur Hölle verurteilt, während der Gläubige ins Paradies eingehen kann. Belohnte und Verdammte leben ewig und bleiben ewig in der Hölle oder im Paradies. (Natürlich wird nach dem Koran nur der muslimische Gläubige Eingang ins Paradies finden, während der Christ als Ungläubiger verdammt wird. Die Bibel bezeugt dagegen, daß nur der gläubige Christ ewiges Leben erben kann).



    Der Koran weist also - vordergründig betrachtet - manche Ähnlichkeit mit Aussagen aus dem Alten und Neuen Testament auf. Das erklärt sich leicht, wenn man einen Blick auf die Entstehungsgeschichte des Islam wirft:



    Woher stammen die Gemeinsamkeiten zwischen Islam und Christentum?



    Als Muhammad den Islam im 7. Jahrhundert n. Chr. auf der Arabischen Halbinsel in Mekka als neuen Glauben verkündigte, geschah dies - soweit uns die spärlichen Quellen darüber überhaupt Aufschluß geben - weil er durch Visionen und Eingebungen den Eindruck erhalten hatte, ein von Gott gesandter Prophet zu sein. Er glaubte, von Gott Botschaften empfangen zu haben, damit er seine arabischen Landsleute, die einem animistischen Vielgötterglauben anhingen, zur Umkehr zu dem einen Gott rufen konnte. In seinem Umfeld kam Muhammad mit jüdischen und christlichen Gruppierungen in Kontakt und hörte - wohl allerdings bruchstückhaft und teilweise verzerrt - manches aus dem jüdisch-christlichen Glaubensgut. In der Folge übernahm er davon etliche Elemente in den Koran. (Dies ist natürlich nicht die muslimische Sichtweise: Für Muslime ist der Koran von Anfang bis Ende geoffenbartes Gotteswort.)



    So begegnen uns im Koran fast 20 alt- und neutestamentliche Personen wie Adam, Abraham, Mose, Hiob, David, Johannes der Täufer und natürlich Jesus Christus. Die koranischen Berichte über das Wirken dieser biblischen Personen sind allerdings teilweise stark verändert und umgedeutet worden, denn Muhammad benutzte diese Personen gewissermaßen als 'Vorlagen' oder Schablonen, um seine eigene Sendung als Prophet zu begründen: So wie Gott schon in früheren Zeitaltern Propheten mit der Verkündigung seiner immer gleichlautenden Botschaft beauftragt hatte, so habe Gott als letzten Propheten Muhammad zu dem Volk der Araber gesandt, um sie zur Umkehr zu rufen. Aus Muhammads Sicht hatten alle Propheten der Geschichte immer wieder dieselbe Botschaft von dem einen Schöpfergott und dem drohenden Gericht verkündet. Mit der Zeit wichen die Menschen jedoch immer wieder davon ab und verfielen dem heidnischen Vielgötterglauben. Dann sandte Gott erneut einen Propheten, der sie an die Urbotschaft von dem einen Schöpfer- und Gerichtsgott erinnerte.



    Man weiß heute mit fast absoluter Sicherheit, daß zu Muhammads Lebzeiten im 7. Jahrhundert n. Chr. keine Bibel in arabischer Sprache existiert hat. Daher konnte sich auf der Arabischen Halbinsel und den angrenzenden, teilweise christlichen Staaten manche christliche Sonderlehre und Häresie verbreiten. Viele apokryphe Schriften und Legenden über Jesus Christus waren im Umlauf, die den Glauben der damaligen Christen prägten. So scheint etwa Muhammads Auffassung, daß die Christen seiner Zeit an drei Götter glaubten (nämlich an Gott, Jesus und Maria) auf eine christliche Sonderlehre seiner Zeit zurückzugehen. Es ist unwahrscheinlich, daß Muhammad diesen 'Dreigötterglauben', den der Koran den Christen immer wieder anklagend vorwirft, selbst erfunden hat. Viel wahrscheinlicher ist es, daß bestimmte christliche Gruppierungen den Dreigottglauben, der Maria als Göttin miteinschloß, selbst praktizierten. Biblisch fundiertes Christentum oder etwa eine funktionierende neutestamentliche Gemeinde hat Muhammad dagegen wohl niemals kennengelernt.



    Aufgrund dieser Beeinflussung des Korans durch Juden- und Christentum in der Geschichte werden die eben erwähnten zehn Gemeinsamkeiten zwischen beiden Religionen also leicht erklärbar. Genügt es jedoch, einige Gemeinsamkeiten einer Religion zum Christentum zu nennen, um die Gleichartigkeit ihrer Lehre zu beweisen? Glauben Christen und Muslime an denselben Gott, nur weil sich zwischen den Aussagen der Bibel und des Korans einige Ähnlichkeiten finden lassen? Viel wichtiger für einen echten Vergleich ist es doch, die Kernaussagen von Islam und Christentum einander gegenüberzustellen. Und bei diesen Kernaussagen gibt es zwischen Koran und Bibel gewaltige Unterschiede.

  2. #2
    magnusfe ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
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    Islam vs. Christentum - EIN VERGLEICH

    Islam:1. Allah ist zwar der Schöpfer der Welt und des einzelnen Menschen, aber er ist transzendent, d. h. von der Schöpfung getrennt. Es gibt keine Brücke zwischen ihm und der Schöpfung. ( Sure 55,1-78 )
    Christentum: 1. Gott schuf die Menschen als sein Ebenbild und Gegenüber. Er offenbart sein Wesen in der Schöpfung. Er legt sich durch seine Verheißungen fest. Jesus ist die Brücke zwischen Gott und Mensch ( Johannes 14,16 ).


    2. Adam sündigte im Paradies, indem er die verbotene Frucht aß, aber dies hatte keine wei*teren Folgen für die Beziehung zwischen Allah und Mensch in der Zukunft: Im Islam gibt es keinen echten Sündenfall und keine Erbsünde. ( Sure 20,115ff )
    2. Adam übertrat Gottes Gebot im Paradies und brachte damit die Sünde, den Tod und die Tren*nung von Gott für alle Menschen in die Welt. Versöhnung mit Gott ist nur durch Jesu Tod möglich ( 2. Korinther 5,18‑19 ).


    3. Der Mensch ist bei seinem Handeln in der Lage, sich zwischen Gutem und Bösem zu ent*scheiden. Er soll sich als Muslim für das Gute entscheiden und das Böse meiden. Wenn er dennoch sündigt, trifft er damit nicht Allah. Er sündigt in erster Linie gegen sich selbst. (Sure 17,7;4,110f;7,21; 2,57)
    3. Der Mensch ist böse und kann von sich aus nichts Gutes vor Gott tun. Auch kann er nichts tun, um vor Gott seine Schuld wieder gut zu machen. Seine einzelnen Sünden richten sich immer direkt gegen Gott ( Römer 3,10‑12 ).


    4. Der Mensch kann durch gute Werke und das Einhalten der Gebote Allah gefallen. Der Mensch ist nicht grundsätzlich von Allah ge*trennt.
    4. Der Mensch kann Gott nicht durch Werke erreichen. Der Versuch, das Gesetz aus eigener Kraft zu erfüllen, bringt ihn nur noch tiefer in die Sünde. Der Mensch ist durch die Erbsünde getrennt von Gott ( Römer 3,20 ).


    5. Jesus wurde von Allah durch sein Wort ("Sei!") erschaffen und durch Allahs Macht in Maria versetzt. Er ist jedoch nur ein Mensch. ( Sure 19,16-36 )
    5. Jesus wurde vom Heiligen Geist in Maria gezeugt und ist wahrer Mensch und wahrer Gott (Gottes Sohn) zugleich ( Lukas 1,35 ).


    6. Allah hat keine Kinder. Jesus darf nicht als Gott verehrt werden. Der Glaube an die Dreiei*nigkeit gilt als heidnisch und Vielgötterei. Mehrere Götter zu verehren ist die schlimmste, die unvergebbare Sünde im Islam.
    6. Jesus ist Gottes Sohn und Gott selbst. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind ein einziger drei*einiger Gott ( Johannes 1, 12 ).


    7. Der Koran wirft den Christen vor, drei Göt*ter, nämlich Gott, Jesus und Maria anzubeten. So war Mohammed vermutlich von Christen seiner Zeit die Dreieinigkeit beschrieben wor*den.
    7. Die Dreieinigkeit besteht aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Maria war ein Mensch und hat keinen Anteil an der Dreieinigkeit ( Matthäus 28,19 ).


    8. Jesus war einer der wichtigsten Propheten der Geschichte. Mohammed ist jedoch größer als er. Das Kommen Mohammeds wird im Alten Testament durch Mose und Jesaja und im Neuen Testament durch Jesus angekündigt.
    8. Jesus kam als der im Alten Testament verhei*ßene Erlöser und Retter in die Welt. Er ist als Sohn Gottes der höchste Prophet und kündigte das Kommen des Geistes Gottes als Tröster an ( Johannes 14,6 ).


    9. Jesus ist nicht gekreuzigt worden und nicht auferstanden. Eine Kreuzigung wäre eine schmachvolle Niederlage für Jesus gewesen. Allah entrückte Jesus vor seinen Feinden und ein anderer wurde an seiner Stelle gekreuzigt. ( Sure 4,157f )
    Es ist grundsätzlich unmöglich, stellvertretend Erlösung zu erwirken.
    9. Jesus starb nach dem Willen seines Vaters am Kreuz, er wurde ins Grab gelegt und stand am dritten Tag von den Toten auf. Durch die Kreuzigung errang er den Sieg über Sünde und Tod und erwirk‑te stellvertretend die Erlösung der Menschen (l. Petrus 1, 18 + 19).


    10. Mohammed ist der letzte und wichtigste Prophet (das 'Siegel' der Propheten).
    10. Da sich in Jesus Gott offenbart, ist Mohammed ein falscher Prophet, dessen Lehren im Gegensatz zu den Kernaussagen des Alten und Neuen Testamentes stehen (Apostelgeschichte 10,43).


    11. Der Koran gilt als reines unverfälschtes Wort Gottes; eine Abschrift des „himmlischen Buches“. Das Alte und Neue Testament sei mit der Zeit verfälscht worden und daher nicht verläßlich. Der Koran korrigiere das Alte und Neue Testament.
    11. Die Bibel ist Gottes zuverlässiges Wort an uns. Der Heilige Geist inspirierte ihre Niederschrift. Die Bibel wird durch nichts ergänzt oder korrigiert und bleibt in Ewigkeit Gottes Wort ( Offenbarung 22,18 ).


    12. Der Koran gilt als Muhammad durch Ver*mittlung des Engels Gabriel direkt von Allah eingegeben, ohne Beteiligung der Persönlichkeit Mohammeds. Damit ist seine Unver*fälschtheit garantiert.
    12. Die Bibel ist von Gott "eingehaucht", die Persönlichkeit der Schreiber jedoch nicht aus*geschaltet; sie spiegelt sich deutlich in den verschiedenen biblischen Bücher wider (2. Timotheus 3,16).


    13. Glaube bedeutet, Allah anzuerkennen, ihm Dankbarkeit zu erweisen und seine Gebote zu halten.
    13. Glaube bedeutet, seine Schuld und Verlo*renheit einzusehen, Jesu Erlösung für sich an*zunehmen und aus der Kraft des Heiligen Gei*stes zu leben.


    14. Im Jüngsten Gericht kann vielleicht Mohammeds noch für seine Gemeinde Fürsprache einlegen.
    14. Jesus ist der Mittler, der Fürsprecher seiner Gemeinde bei Gott.


    15. Sünde betrifft Allah nicht, sondern richtet sich immer in erster Linie gegen den Men*sch, der sie begangen hat.
    15. Sünde richtet sich zuerst gegen Gott; der Mensch leidet zusätzlich unter ihr.


    16. Es gibt sündlose Menschen, nämlich die Propheten, die Allah zu den Menschen gesandt hat.
    16. Es gibt keine sündlosen Menschen (Die einzige Ausnahme ist Jesus Christus).




    Der Koran ist für Muslime ist ein heiliges Buch, so wie die Christen die Bibel als heilig betrachten, und doch ist es etwas ganz anderes als die Bibel.

    Der Koran wurde nicht von Menschen geschrieben, sondern von Allah persönlich.
    Der Koran wurde nicht zu einer bestimmten Zeit geschrieben, sondern existierte schon immer bei Gott.
    Der Koran wurde nicht an einem bestimmten Ort geschrieben, sondern kam direkt vom Himmel, um auf Erden von einem Auserwählten Gottes gelesen, gelernt und aufgeschrieben zu werden.

    Der Umgang von Christen und Muslimen mit ihren heiligen Büchern zeigt weitere Unterschiede:
    Der Koran wird z.B. niemals auf den Boden gelegt. Er soll normalerweise auf der höchsten Stelle im Zimmer liegen, beispielsweise auf dem Regal. Man schreibt auf keinen Fall etwas in den Koran hinein oder markiert irgendwelche Stellen. Das wäre Blashpemie. Selbst mein Vater (Pfarrer!) markiert aber für seine Predigten in der Bibel bestimmte Stellen.
    Frauen dürfen während ihrer Menstruation den Koran nicht berühren. Koranverse dürfen nicht vernichtet werden. Ein Muslime dürfte theoretisch keine Zeitung ins Altpapier legen, in der Koranverse abgedruckt sind. Viele Muslime akzeptieren auch heute noch nur den arabischen Koran, selbst wenn sie kein arabisch beherrschen. Sie lernen es trotzdem auswendig. Übersetzungen sind quasi tabu.

    Der Umgang der Christen mit ihrer Bibel ist da wohl etwas lockerer. Das Neue Testament, übrigens findet man dort tatsächlich wohl kaum ähnliche Gewaltaufrufe wie im Koran, mindestens aber nicht in der Häufigkeit, ist das Wort Jesu Christi. Deshalb verehren Christen nicht die Bibel, sondern Jesus Christus. Die Bibel, das Wort Gottes, ist nur ein Mittel zum Zweck. Nämlich die Mission mit Jesus Worten und nicht die Mission durch das Schwert.

    Der Widerspruch zwischen dem Anspruch Jesu, seine Feinde zu lieben, und der Praxis der Kirche, beispielsweise während der Kreuzzüge ist ein Widerspruch. Ein Widerspruch zwischen dem was das Buch fordert und dem was die Anhängern an Verbrechen begehen. Im Koran ist aufgrund seiner Deutlichkeit ein solcher Widerspruch mehr oder weniger ausgeschlossen. Vergleiche in den Taten, die im Namen der jeweiligen Religion ausgeübt wurden und werden kann man zwar viele anstellen, aber sie hinken alle ein bißchen. Afghanischen Bürgerkrieg vs. Katholiken und Protestanten in Irland. Irakische Agression in Kuwait vs. Bombardierung der USA in Afghanistan und Sudan. Ethnischen Unterdrückung in Sudan vs. Kolonialzeit der westlich-christlichen Länder. Man könnte diese Vergleiche endlos fortsetzen, jedoch begründet das Neue Testament die christliche Vorgehensweise weitaus weniger als es eine Rechtfertigung durch den Koran gibt. Man kann immer auf eine Schandtat von Muslimen mit einer Schandtat von Christen antworten und doch hinken die Vergleiche, weil das eine Buch Interpretation zulässt, das andere Gottes unantastbares Wort darstellt. Das eine Buch erzählt von Jesus, der wenig zur Gewalt darin aufruft, das andere schmäht die Andersgläubigen bzw. Ungläubigen deutlich(er) und gibt explizite Anleitung zur Gewaltausübung. Jesus starb für seinen Glauben, Mohamed tötete für seinen Glauben.


    Aber weiter im Vergleich
    1. Sündenfall und Erbsünde
    Christlicher Glaube: Adam und Eva übertraten Gottes Gebot im Paradies und brachten damit die Sünde, den Tod und die Trennung von Gott für alle Menschen in die Welt. Der Mensch ist durch die Erbsünde getrennt von Gott (Rö 3,20). Versöhnung mit Gott ist nur durch Jesu Erlösungstod möglich (2. Kor 5,18- 19).
    Muslimischer Glaube: Auch der Koran enthält eine Paradieserzählung. Adam sündigte im Paradies, als er die verbotene Frucht aß. Das hatte jedoch keine weiteren Folgen für die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Gott vergab Adam seine Sünde. Der Mensch wurde durch den Fehltritt kein grundsätzlich anderer und auch nicht von Gott getrennt. Der Koran kennt keinen Sündenfall im eigentlichen Sinn und keine Erbsünde.

    2. Sünde und Sündlosigkeit
    Christlicher Glaube: Alle Sünde richtet sich in erster Linie gegen Gott, denn sie ist Auflehnung gegen Gottes Ordnungen. Zusätzlich zieht die Sünde die Beziehungen der Menschen untereinander in Mitleidenschaft. Streit, Neid, Lüge und Mißtrauen bestimmen die Beziehungen von Menschen seit dem Sündenfall. Da alle Menschen von diesen Auswirkungen betroffen sind, gibt es keinen sündlosen Menschen.
    Muslimischer Glaube: Sünde betrifft Gott nicht. Sünde richtet sich in erster Linie gegen den Menschen, der sie begangen hat. Der Koran sagt: "Sie frevelten gegen sich selbst" (Sure 17,7). Der Mensch ist nach muslimischer Auffassung nicht grundsätzlich verdorben und daher gibt es sündlose Menschen, beispielsweise die Propheten, die Allah zu den Menschen gesandt habe. Nach Meinung muslimischer Theologen haben die Propheten (also auch Jesus) niemals eine Sünde begangen. Der Koran nennt allerdingsetliche Beispiele für Propheten, die um Vergebung ihrer Sünden gebeten haben: Adam in Sure 7,23; Noah in Sure 11,47; Abraham in Sure 14,41; Mose in Sure 28,16; David in Sure 38,24, Muhammad in Sure 110,3 und 48,2.
    3. Gottesbild
    Christlicher Glaube: Gott schuf die Menschen als sein Ebenbild. Er hauchte dem Menschen seinen Geist ein und offenbart sein Wesen in der Schöpfung (1.Mo 1,26ff.; Rö 1,18ff.). Gott legt sich durch seine Verheißungen eindeutig fest. Was er zusagt, geschieht und was er verspricht, das hält er ein. Der Gottessohn Jesus wurde Mensch und damit zur Brücke zwischen Gott und Mensch (Joh 14,6).
    Muslimischer Glaube: Gott ist zwar der Schöpfer der Welt und damit der Menschen, aber er ist von der Schöpfung vollkommen getrennt. Der Mensch ist nicht Gottes Ebenbild, denn es gibt keine Verbindung und keinen Vergleich zwischen dem Schöpfer und seinen Geschöpfen. Allah handelt nach seinem absoluten, unumschränkten Willen. Letztlich kann kein gläubiger Muslim wissen, ob er ins Paradies eingehen wird. Er hofft darauf und versucht sich zu Lebzeiten an Gottes Gebote zu halten, aber er weiß es nicht mit letzter Gewißheit. Voraussagen über Gottes Handeln im Jenseits würden nach muslimischer Auffassung die Souveränität seines Handelns einschränken.

    4. Bild des Menschen
    Christlicher Glaube: Der Mensch ist seit dem Sündenfall böse und kann von sich aus nichts Gutes vor Gott tun. Alle Bemühungen helfen nicht, um vor Gott zu bestehen. Es ist unmöglich, durch Werke allein Gott zu gefallen. Die einzelnen Sünden eines Menschen sind Ausdruck seiner Auflehnung gegen Gott und kommen aus seinem innersten Herzen hervor (Mk 7,21). Sünde ist daher immer direkt gegen Gott gerichtet (Römer 3,10-12).
    Muslimischer Glaube: Ohne Sündenfall ist der Mensch grundsätzlich in der Lage, das Gute zu tun und das Böse zu meiden. Böses tritt nur von außen an ihn heran. Der Mensch sündigt, wenn er den Einflüsterungen Satans Gehör schenkt, anstatt bei Gott Zuflucht zu suchen.

    5. Gute Werke
    Christlicher Glaube: Der Mensch kann Gott nicht durch gute Werke versöhnen, denn er braucht die grundsätzliche Vergebung durch Jesus Christus. Erst dann kann er durch Gottes Kraft das Richtige tun. Jeder Versuch des unerlösten Menschen, das Gesetz zu erfüllen, bringt ihn noch tiefer in die Sünde hinein. Aufgrund seiner gefallenen Natur kann der Mensch aus eigener Kraft nichts tun, das Gott angenehm wäre.
    Muslimischer Glaube: Der Mensch kann gute Werke tun und durch das Einhalten der Gebote Gott gefallen. Er ist als ungefallene Natur in der Lage, die sogenannten fünf Säulen des Islam einzuhalten, die für jeden Muslim verpflichtend sind: 1. Das Bekenntnis, dass es nur einen Gott gibt und Muhammad sein Prophet ist, 2. Das fünfmalige tägliche rituelle Gebet, 3. Das 30-tägige Fasten im Monat Ramadan, 4. Das Almosengeben für Arme und Bedürftige, 5. Eine Pilgerfahrt nach Mekka.

    6. Die Person Jesu
    Christlicher Glaube: Jesus kam als der im Alten Testament verheißene Erlöser und Erretter in die Welt. Er ist Mensch und Sohn Gottes zugleich (Lk 1,35), der stellvertretend Sündenvergebung am Kreuz erwirkte und am dritten Tag vom Tod auferstand. Er kündigte das Kommen des Heiligen Geistes Gottes als Tröster seiner Gemeinde an (Joh 14,6). Muhammad steht mit seinen Verkündigungen und seinem Leben im Gegensatz zu den Kernaussagen des Alten und Neuen Testamentes (Apg 10,43).
    Muslimischer Glaube: Jesus war nur Mensch und Prophet, wenn auch einer der wichtigsten Propheten der Geschichte. Der Koran spricht zwar mit Hochachtung von Jesus, aber er ist weder Erlöser noch Erretter der Welt. Vielmehr hat Jesus das Kommen Muhammads angekündigt. Muhammad ist demnach größer als Jesus. Er ist der größte und letzte Prophet der Geschichte, das Siegel der Propheten. Wer seine Sendung nicht anerkennt, kann nicht ins Paradies eingehen.

    7. Tod und der Kreuzigung Jesu
    Christlicher Glaube: Jesus starb nach dem Willen seines Vaters am Kreuz, er wurde tot ins Grab gelegt und stand am dritten Tag von den Toten auf. Durch die Kreuzigung besiegte er die Sünde und den Tod und erwirkte die stellvertretende Erlösung (1. Petr 1,18- 19).
    Muslimischer Glaube: Über Jesu Tod macht der Koran nur sehr unklare Andeutungen. Gott bewahrte auf jeden Fall Jesus vor der Kreuzigung, indem er ihn vor seinen Feinden entrückte, während vermutlich ein anderer an seiner Stelle gekreuzigt wurde. Jesus selbst wurde nicht gekreuzigt und ist auch nicht auferstanden. Eine Kreuzigung hätte nach muslimischer Auffassung eine schmachvolle Niederlage und ein Scheitern der gesamten Mission Jesu bedeutet. Einem Propheten steht nach muslimischer Auffassung ein ehrenvoller Tod zu, aber keine Verurteilung als Verbrecher. Zudem ist es aus muslimischer Sicht grundsätzlich unmöglich, stellvertretend für andere Personen Erlösung zu erwirken. Daher ist der Gedanke der Kreuzigung Jesu und Erlösung aus muslimischer Sicht verwerflich und falsch.

    8. Dreieinigkeit und Gottessohnschaft
    Christlicher Glaube: Vater, Sohn und Heiliger Geist sind ein einziger dreieiniger Gott (Joh 1,1-2). Maria war ein Mensch und hat keinen Anteil an der Dreieinigkeit (Mth 28,19).
    Muslimischer Glaube: Der Koran wirft den Christen vor, drei Götter, nämlich Gott, Jesus und Maria anzubeten. So war gegenüber Muhammad möglicherweise von Christen seiner Zeit die Dreieinigkeit dargestellt worden. Jesus ist im Islam nicht der Sohn Gottes, denn der Koran betont immer wieder, dass Gott keine Kinder hat. Der Gedanke allein sei eine Gotteslästerung. Der wichtigste Lehrsatz der koranischen Theologie lautet: Es gibt nur einen einzigen Gott, und nichts ist mit ihm vergleichbar oder ihm ähnlich. Mehrere Götter zu verehren – wie Christen es aus muslimischer Sicht tun – ist nach dem Koran die schlimmste aller Sünden, die nicht vergeben werden kann. Die christliche Vorstellung von der Dreieinigkeit wird vom Koran als heidnischer Glaube an drei verschiedene Götter aufgefaßt und scharf verurteilt. Jesus darf aus muslimischer Sicht nicht als Gott verehrt werden.

    9. Fürsprache
    Christlicher Glaube: Jesus ist der Mittler, der für seine Gemeinde bei Gott Fürsprache einlegt. Er vertritt Gottes Kinder jetzt und im Jüngsten Gericht vor dem Vater.
    Muslimischer Glaube: Der Koran macht keine klaren Angaben darüber, ob am Tag des Jüngsten Gerichts für gläubige Muslime Fürsprache eingelegt wird. Die islamische Überlieferung hat aus den vagen Andeutungen des Korans geschlossen, dass Muhammad und einige herausragende Persönlichkeiten der islamischen Geschichte – vielleicht auch die Engel - für muslimische Gläubige Fürsprache einlegen können.

    10. Welches ist die wahre Offenbarung?
    Christlicher Glaube: Die Bibel ist Gottes zuverlässiges Wort, mit dem er sich an uns Menschen wendet. Der Geist Gottes wachte über die Niederschrift der Bibel und ihre Bewahrung in der Geschichte. Die Bibel wird durch nichts korrigiert und bleibt in Ewigkeit Gottes Wort ( Off 22,18 ). Die Bibel wurde ihren Schreibern von Gott eingehaucht (2. Tim 3,16), die Persönlichkeit der Schreiber wurde dabei jedoch nicht ausgeschaltet (2. Petr 3,15-16).
    Muslimischer Glaube: Der Koran ist das reine unverfälschte Wort Gottes; eine Abschrift des himmlischen Buches. Das Alte und Neue Testament sind dagegen aus muslimischer Sicht mit der Zeit verfälscht worden und daher nicht mehr verlässlich. Der Koran korrigiert also das Alte und Neue Testament. Er ist Muhammad durch Vermittlung des Engels Gabriel direkt von Gott eingegeben worden. Er selbst war als Persönlichkeit daran nicht beteiligt. Dadurch wird aus muslimischer Sicht die Unverfälschtheit des Korans garantiert.

    Diese Gegenüberstellung zeigt, dass sich der islamische und der christliche Glaube an vielen Punkten widersprechen. Christen sind nach Auffassung des Korans Ungläubige, wenn sie nicht von ihrem Vielgötterglauben (Jesus als Sohn Gottes) verzichten.

  3. #3
    Avatar von Valas
    Valas ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    18.01.2004
    Beiträge
    2.710
    Dafür das du so viel Zitierst, hast du von der Bibel zumindest ziemlich wenig verstanden
    Anglizismen sind Bullshit


    Wenn man weiß wer der Böse ist hat der Tag Struktur(Volker Pispers)


  4. #4
    Avatar von Schwarzwälder
    Schwarzwälder ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
    Registriert seit
    16.01.2006
    Beiträge
    898
    Mein Vergleich:

    1. Beides gleich unglaubwürdig und irrational

    2. Christen NOCH unglaubwürdiger durch ihren EINEN Gott, der in drei Formen auftritt, und das auch noch gleichzeitig

    3. Moslems NOCH unglaubwürdiger, weil ihr "Prophet" zufällig lauter Dinge offenbart hat, die ihm persönlich Vorteil gebracht haben (Frauen etc..)

    4. Christen NOCH unglaubwürdiger, weil sie je nach Laune Teile der Bibel als Wahrheit, historische Erzählung, Gleichnis, etc... auslegen

    4. Moslems NOCH unglaubwürdiger, weil sie ihr Buch mit Muhammed-freundlichen Äußerungen für die "absolute Wahrheit" halten

    Letztlich ist mir das Christentum aber deswegen lieber, weil sie nicht soviel Hass und Zwiespalt in der Welt sähen.

  5. #5
    Pour ist offline "Habilitand" (500-749 Beiträge)
    Registriert seit
    16.03.2003
    Beiträge
    589
    Zitat Zitat von magnusfe
    Genügt es jedoch, einige Gemeinsamkeiten einer Religion zum Christentum zu nennen, um die Gleichartigkeit ihrer Lehre zu beweisen? Glauben Christen und Muslime an denselben Gott, nur weil sich zwischen den Aussagen der Bibel und des Korans einige Ähnlichkeiten finden lassen? Viel wichtiger für einen echten Vergleich ist es doch, die Kernaussagen von Islam und Christentum einander gegenüberzustellen. Und bei diesen Kernaussagen gibt es zwischen Koran und Bibel gewaltige Unterschiede.
    An Deinem Vergleich gibt es ein sehr großes Problem. Du ziehst Ansichten der Lehre mit den Ansichten von Menschen zusammen. Nur weil jemand durch sein Glaubensbekenntnis Christ ist oder in diese Religion zufällig hineingeboren wurde, muss er noch lange nicht exakt den Ansichten der Lehre entsprechen.
    Gerade die Fortentwicklung über die Jahre religiöser Lehren zeigt doch, dass dem nicht so ist.

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