Erkläre mir mal bitte jenes Paradoxon innerhalb deines Textes :
Du behauptest, dass die Wahrheit etwas graduelles ist und niemand in Besitz der vollständigen Wahrheit sein kann.
Woher hast du diese Erkenntnis und warum bist du der Meinung, dass diese Erkenntnis der absoluten Wahrheit entspricht ?
Ein weitere Punkt :
Religionsstifter haben gewisse Erkenntnisse gewonnen die sie für die absolute Wahrheit hielten und sie der Welt mitgeteilt.
Dadurch haben sie Anhänger gewonnen und die Religion gegründet.
Warum teilst du uns deine Erkenntnisse, die du für die Wahrheit hälts mit, wenn du gerade dieses Verhalten bei Religionsstiftern als arrogant und verwerflich erklärst ?
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Ergebnis 1 bis 5 von 32
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18-10-2007 15:55 #1
"Doktorand" (150-299 Beiträge)
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warum religionsgründer arrogant sind
zunächst:
ich glaube jeses war gottes sohn.
ich glaube auch mohammed war allahs prophet.
und buddha hatte die glückformel.
jedes der wunder jesu ist wörtlich wahr,und nichts ist wahrhaftiger als der koran.der buddhismus führt zum glück und der dalai lama ist dem frieden verbunden.
aber : was soll der unsinn? bzw scheiss?
man nehme an du bist als mensch geboren und hast die wahrhaftigkeit in dir,du siehst gott,du fühlst die güte und die liebe und die wahrheit,wie jesus.du kannst die wahrheit sehen,und du siehst: du kannst wasser in wein verwandeln,du stehst von den toten wieder auf.du bist gottes sohn.
ich zweifel keine sekunde daran das der menschgewordene jesus den eindruck hatte er sei gottes sohn.
oder du bist allahs prophet,mit 42 flüstert dir jemand den koran ein.auch das ist genauso gewesen,ich glaube an alles was mohammed machte.
auch buddha,und jeder andere religionsgründer ,alle hatten die wahrheit.
nur: was bilden die sich eigentlich ein? ist es ein grund wenn man die wahrheit hat,wenn man gott sieht,wenn man die liebe fühlt,sich in den vordergrund zu stellen?
mohammed hatte die wahrheit,klar,aber woher konnte er wissen das nicht andere die bessere wahrheit hatten? er war ein durchschnittlicher mensch,mit einem herzen,zwei augen.
religionsgründer wollten das gute,hatten das gefühl oder haben es,sie sind berufen.manche haben alles so klar vor augen,das glück,die liebe,die macht,gott.
nur eines verstehen sie nicht: wenn mir das gleiche passiert als mensch,dann bin ich trotz allem ein mensch.mit augen,mit einer nase,mit füssen.genau wie milliarden andere.
selbst wenn ein mensch als philosoph oder wissenschaftler mehr erkenntnisse oder die wahrheit hat als andere,selbst dann finde ich die vorgehensweise absurd,sich in den vordergrund zu drängeln.
gleiches gilt für autoriäten im militär,für alle führer etcpp.
niemand weiss mehr als andere,wir haben nur eine subjektive wahrheit,selbst wenn sie subjektiv so aussieht als sei man ein prophet oder gottes sohn.
selbst wenn man zaubern kann,hat man sich bescheiden zu halten.religion ist was anderes.
wenn jesus selbst sagt: ich hab genauso viel ahnung von der liebe wie saddam hussein,oder wenn mohammed sagen würde: ich selbst bin der letzte dreck,nur die botschaft zählt,alle haben mehr ahnung,wer weiss was da noch kommt,dann wäre ich gläubig.
merkwürdigerweise glauben aber alle religionsgründer sie seien was besonderes aufgrund ihrer subjektiven erfahrungen.
jesus,ich glaube du hast ne menge gutes getan,du warst gottes sohn.vom glauben,von der liebe,vom leben an sich aber kannst du dir zb von eben jenem saddam hussein viel lernen.
du warst nur ein mensch und hast dich über andere gestellt.das ist unverzeihlich.gut das die dummheit religionsführer zu verehren sie nicht mehr lebendig macht :-)
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20-10-2007 21:38 #2
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22-10-2007 09:39 #3
"Doktorand" (150-299 Beiträge)
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nein ,alles was ich denke ist subjektiv.
es gibt nur eine objektivität,das ist die biologie,das ist das was ich sehe was wächst etcpp
ich schaue mich an und ich sehe. ich habe genauso zwei füsse wie milliarden andere,also kann ich schon nichts besonderes sein,auch wenn ich die megaerkenntnis zu wissen glaube.
es hat etwas demokratisch bescheidenes,egal was ich lerne,wieviel diplome ich sammele,wieviele erfindungen ich mache oder auch was ich tue,ob ich das wirklich bin weiss ich nicht.
und diese erkenntnis,das alel menschen gleich sind,nehme ich schlicht aus der tatsache das alle menschen biologisch gleich sind bzw wenn ich zaubern könnte ich nie wissen kann das andere das auch können(solange ich nicht jeden menschen zu jeder zeit kennengelernt habe)
das was ich voraussetze ist schlicht das menschsein.das trifft für jeden zu.
stellt man das menschsein in frage für jeden,dann machen aber auch religionen keinen sinn,weil sie sich merkwürdigerweise darauf beziehen. daher ist das auch kein paradoxon.
wenn man etwas für "die menschen" anbietet,dann muss man auch davon ausgehen das alle menschen dem wesen nach gleich sind.
das dies so ist,kann ich nicht beweisen,das gebe ich zu.aber wenn man davon ausgeht das die menschen nciht gleich sind,dann macht auch religion an sich überhaupt keinen sinn.
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23-10-2007 17:07 #4
Mehr Sinn als dieser Thread macht mindestens das Christentum auf jeden Fall, ebenso Islam und Judentum. Kulturgeschichtlich wüsste ich nichts, was Europa die letzten 2000 Jahre mehr geprägt hätte als diverse Religionen (z.B. Verbreitung von im Alltag gebräuchlicher Schrift etc)
Sag den Problemen, ich komme nach dem Frühstück. Aber sie brauchen nicht auf mich zu warten. Echt nicht.
Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade daraus!
Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die ist in Christus Jesus, unserem Herrn. (Römer 8, 38-39)
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24-10-2007 13:14 #5
"Doktorand" (150-299 Beiträge)
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natürlich,ich glaube ja auch an gott,an das christentum und bin zeitgleich islamgläubig.
selbst als ich gestern in der fussgängerzone die leute von scientology gesehen habe mit ihren dianek-buchständen hab ich gedacht: ihr habt recht jungs,ihr habt die wahrheit.
doch: es waren jungs,die im prinzip von dianetik nicht mal halb so viel ahnung hatten wie viele der passanten die scientology gar nicht kennen.
egal welche erkenntnis ein religionsgründer hat,er kann schlicht nicht wissen das andere nicht ein besseres programm haben,ob bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt.
eine botschaft die durch einen menschlichen "filter" kommt,kann nie endgültig sein.daher ist glauben nicht nur unbedeutend (ist ja nur ein wort das nix heisst,beim schlaf,kurz nach dem aufstehen muss man sich erstmal wieder erinnern ob man "glaubt") sondern schlicht auch überflüssig wenn man es als herausragend bzw von bedeutung heruasstellt.
ich glaube an gott,an jesus und im wesentlichen an alle religionen,aber das hat dieselbe bedeutung für diese religionen als wenn ich es nicht täte.für mich persönlich kann sich zwar durch glauben was ändern,aber selbst da gibt es leute die durch unglauben zum glück kommen.
sokrates war viel schlauer als die religionsgründer,als er sagte: ich weiss das nicht nichts weiss.
und so ist es: ich weiss nicht das ich heir poste,ich gewinne zwar den eindruck,aber vielleicht bin ich in der matrix,oder vielleicht gibt es mich nicht.
es ist anmassend eine subjektive erkenntnis als wahr anzunehmen.
und deshalb ist eins klar: religionen sind sinvoll und wahr,aber ihr gründer haben von ihnen keinerlei ahnung.
beim nächsten mal werde ich leuten die mit der bibel am strassenrand mich zutexten wollen oder den dianetik leuten oder den koran-kennern erklären was die wirkliche bedeutung des wortes ist.
denn die ist für jeden anders,und jeder hat recht.weil die wahrheit subjektiv ist.
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