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  1. #1
    Avatar von pax
    pax
    pax ist offline Moderator
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    21.09.2004
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    Eure Quelle der Ethik ?

    Woher kommt die Ethik der verschiedenen Glaubensrichtungen ?

    A)
    Bei den Buch - Religionen kann man es einfach nachlesen.
    Dort wird die jeweilige heilige Schrift interpretiert, wobei die Guete und Richtigkeit der Interpretation von der Festigkeit im Glauben und Naehe zum goettlichen Abhaengt.
    Weshalb in einigen Spielarten der Buchreligionen, nur spezielle (geweihte) Gelehrte die Auslegungen vornehmen duerfen. Wobei sich innerhalb dieser besonders Glaeubigen sich wiederum eine Hirachie ergeben kann.

    Hier steht der Glaube, dass jene die interpretieren es goettlich richtig machen im Vordergrund. Sicher kann man sich nicht sein. Beweisen dass die eine Auslegung besser ist als die andere auch nicht. Die Ethik bleibt willkuerlich, aber immerhin meist gemeinschaftlich homogen.

    B)
    Anderen Religionen ist es zueigen, dass die Erkenntnis in gutes Handeln aus jedem selbst heraus kommen muss. Die Religion gibt nur Anweisungen, bzw. zeigt den Weg. Der Erkenntnis von Gut und Boese wird nicht vorgegeben sondern ist Ergebnis des religioesen Lebens.

    Auch hier steht die Richtigkeit des Ergebnisses nicht fest. Auch hier muss man vorher daran glauben, dass der Weg sinnvoll ist und persoenloch festlegen, welche Erkenntnis man fuer sich annimmmt.
    In diesen Religionen ist man der Meinung, dass alle Menschen mehr oder weniger am selben Punkt ankommen und sich nur in der zureuckgelegten Strecke unterscheiden.
    Das erzeugt inhomogenitaet in den Ansichten.

    C)
    Im Atheismus ?
    Nun ein sich als Atheist bezeichnender User meinte hiermit die Antwort gegeben zu haben : http://www.atheists.org/Atheism/ethics.html .

    Dabei handelt es sich zum einen um den guten alten Utilitarismus.
    Der in seinen Grundfesten jegliche Menschenrechte ablehnt, sobald diese der allgemeinen oder persoenlichen Gluecksmaximierung entgegenstehen.
    Waehrend der persoenliche Utilitarismus noch einigermassen ohne jede Zusatzannahme begreiffbar ist, geraet dieser ins schleudern wenn man ihn ohne weiteres auf eine gesellschaftliche Gluecksmaximierung ausweiten moechte.

    Warum sollte sich der einzelne Utilitarist in seinem Gluecksbestreben zuruecknehmen damit "die Gesellschaft" gluecklich wird ?

    Mit viel Muehe wird die Ethik dann auf eine zweite Basis gestellt : die Evolutionstheorie.
    Auch hier muss man dann ploetzlich fragen, warum Evolution "Gut" ist. Oder entgegengesetzt formuliert : Was ist eigentlich an einem gluecklichen Aussterben schlecht ?

    So widerspricht das Gluecksprinzip auch der taeglichen Erfahrung. Man handelt den ganzen Tag meist eben nicht nach seinem maximalen Glueck und auch nicht nach dem Glueck der anderen. Des weiteren ist das Ergebnis unserer Handlungen eben niemals absehbar, besonders wenn man allgemeinverbindliche gesellschaftliche Regeln festlegen moechte. Die Zukunftsprognosen der Auswirkungen unserer Handlungen divergieren sogar so stark, dass fuer eine Staatslenkung ein ganzer Satz an unterschiedlichen Parteien mit unterschiedlichen Zukunftsvisionen notwendig ist.

    Hier muss man auch erstmal daran Glauben, dass die Gluecksmaximierung der Gesellschaft fuer einen selbst sehr sinnvoll ist.
    Ausserdem muss man dem an sich sinnlosen Evolutionsprinzip eine Sinnhaftigkeit geben.

    Der spannende Punkt ist aber, dass der Atheismus der einzige Glaube ist, der behauptet, dass man an seine Glaubensprinzipien nicht glauben muss, sondern diese "natuerlich" oder a priori im Menschen verankert sind.
    Aehnliche Bestrebungen der natuerlichen Begruendung gibt und gab es auch in anderen Religionen, abstreiten dass der Glaube notwendig ist, tut aber keine.

  2. #2
    juppiduh ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    26.10.2003
    Beiträge
    1.511
    Da habe ich ja was losgetreten mit meiner Frage nach der Definition von Christ

    OK, dann will ich mich mal kurz aeussern, wobei das im Grunde nur eine Wiederhgolung dessen ist, was ich in besagtem Thread geschrieben habe.

    Ich halte Wiedergeburt nicht fuer ausgeschlossen. Das ruehrt aus meiner naturwissenschaftlichen Sichtweise her, dass Materie nicht verschwinden kann. In gewisser Weise halte ich das, was allgemein als Seele bezeichnet wird, fuer Materie, eben in einer Dimension, die wir mit herkoemmlichen Messverfahren nicht erfassen koennen. Zufaellig (?) bin ich eben gerade ich, in einem naechsten Leben koennet ich jemand anders sein, vielleicht auch Tier oder Pflanze (?). In jedem Fall bin ich auf der sicheren Seite, wenn ich mich anfolgendes Prinzip halte:

    "Was du nicht willst, was man dir tu, das fueg auch keinem anderen zu."
    In etwas neuerem Deutsch: behandle andere so, wie du selbst behandelt werden moechtest.
    Dabei muss ich bedenken, dass mein Handeln nicht nur meine naechsten Mit-Lebewesen beeinflusst, sondern auch Auswirkungen auf Leben in anderen Erdteilen und in folgenden Generationen haben kann. Letzteres ist insbesondere deshalb bedeutend, weil ich die Moeglichkeit der Wiedergeburt nicht ausschliesse
    Kann sein, dass einige Religionen wie beispielsweise der Buddhismus einige meiner Ideen uebernommen haben. Ich werde deshalb aber keinen Rechtsstreit wegen geistiger Eigentumsrechte anfangen.

  3. #3
    Robs ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    Beiträge
    1.425
    Zitat Zitat von pax Beitrag anzeigen
    Nun ein sich als Atheist bezeichnender User meinte hiermit die Antwort gegeben zu haben : http://www.atheists.org/Atheism/ethics.html .

    Dabei handelt es sich zum einen um den guten alten Utilitarismus.
    Der in seinen Grundfesten jegliche Menschenrechte ablehnt, sobald diese der allgemeinen oder persoenlichen Gluecksmaximierung entgegenstehen.
    Bist Du wirklich so scheissdoof oder willst Du es sein?
    LERN LESEN, DU %$@!
    Wenn Du das geschafft hast, geh konkret auf Punkte ein, die in dem verlinkten Text stehen, nciht auf irgendwelchen Scheiss, den Du Dir ausgedacht hast.

    Zitat Zitat von pax Beitrag anzeigen
    Der spannende Punkt ist aber, dass der Atheismus der einzige Glaube ist
    Wenn Du denkst, Atheismus waere ein Glaube, denkst Du sicher auch, Glatze waere ne Haarfarbe.

    Diskussion beendet, weil pax weder liest, noch Argumente bringt. Statt dessen unterstellt er anderen irgendwelchen Scheiss, den er gerne haette. Er luegt, in dem er diesen Scheiss als Aussagen der anderen darstellt.

    Pax hier zum Moderator zu machen, ist den Bock zum Gaertner zu machen.

    Robs
    "Worship Me or I Will Torture You Forever. Have a Nice Day." -- God

  4. #4
    Avatar von pax
    pax
    pax ist offline Moderator
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    Zitat Zitat von Robs Beitrag anzeigen
    Bist Du wirklich so scheissdoof oder willst Du es sein?
    LERN LESEN, DU %$@!
    Wenn Du das geschafft hast, geh konkret auf Punkte ein, die in dem verlinkten Text stehen, nciht auf irgendwelchen Scheiss, den Du Dir ausgedacht hast.
    Du stellst ein Link hierein , ich eine Zusammenfassung.
    Damit hab ich mehr geschrieben als du.
    Wenn dir ein paar Punkte wichtig sind, dann schreib sie doch konkret auf.
    Zitat Zitat von Robs Beitrag anzeigen
    Wenn Du denkst, Atheismus waere ein Glaube, denkst Du sicher auch, Glatze waere ne Haarfarbe.
    Zumindesten eine Frisur.

  5. #5
    Avatar von pax
    pax
    pax ist offline Moderator
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    Zitat Zitat von juppiduh Beitrag anzeigen
    Kann sein, dass einige Religionen wie beispielsweise der Buddhismus einige meiner Ideen uebernommen haben. Ich werde deshalb aber keinen Rechtsstreit wegen geistiger Eigentumsrechte anfangen.
    Die interessante Frage ist doch, woher glaubst du hast du dieses Weltbild ?

    Gelesen , gelernt und nicht dran geruettelt , oder eine Entscheidung getroffen was dir am meisten gefaellt ?

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