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  1. #1
    mindmapp88 ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
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    Buddhismus und die westliche Welt

    Hat jemand schon den Trailer zu diesem Film gesehen:

    DALAI LAMA RENAISSANCE

    YouTube - "Dalai Lama Renaissance" Documentary (with Harrison Ford) #1

    Eine Freundin beschäftigt sich aus aktuellem Anlass immer mehr mit Tibet, China und
    vor allem dem Buddhismus.
    Sie hat mir von der Dokumentation erzählt und will den Film unbedingt sehen.
    Ich denke, wenn eine Religion die Kraft hat, die Welt zu ändern, dann die des Buddhismus.
    Allein was der Dalai Lama in den kurzen Trailern sagt, ist schon beeindruckend.

  2. #2
    Avatar von pax
    pax
    pax ist offline Moderator
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    Zitat Zitat von mindmapp88 Beitrag anzeigen
    Ich denke, wenn eine Religion die Kraft hat, die Welt zu ändern, dann die des Buddhismus.
    Allein was der Dalai Lama in den kurzen Trailern sagt, ist schon beeindruckend.
    Es ist beeindruckend, weil du es mit deinen christlichen Augen siehst.

    Du bringst praktisch das gesagte in einen westlichen Kontext.

    Interessant finde ich dabei die Wahl des Wortes "Renaissance".
    Tatsächlich handelt es sich bei den vom Westen so geschätzten Stärken des Buddhismus nur um das Wiedererkennen oder die Wiedergeburt von alten christlichen Werten zusammen mit einer Spiritualität, die dem aufgeklärten Europa abhanden gekommen ist.

    Das Chrsitentum ist in Verruf geraten , also probieren wir es doch mal mit dem Teil des Buddhismus der exakt die gleichen Werte verkündet.


    Im übrigen halte ich die zugrunde liegende religiöse Theorie des Buddhismus für zumindest potenziell gefährlich.
    Immerhin wird die Existenz eines Subjektes oder Individuums als zu bekämpfende Scheinvorstellung abgelehnt.
    Auf dem Individualismus auch Humanismus genannt, basiert aber unser Verständnis von Demokratie und Menschenrechten.

    Man beachte auch, dass die japanischen Kamikaze-Flieger Angriffe im 2. Weltkrieg auch mit buddhistischen religösen Argumenten legitimiert wurden.
    In Japan haben daher die buddhistischen Schulen den Makel, den 2. Weltkrieg zumindest in seiner Ausführung mit unterstützt zu haben.

  3. #3
    spiritchaser ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    7
    Meiner Meinung nach vermittelt der Buddhismus als Religion und Geistesschulung genau die Werte, die wir in dieser vergänglichen Welt und dem Orkan von Kapitalismus und "Egoshootings" von großen Unternehmen und Politikern benötigen, um uns zu besinnen und Mitgefühl für unsere Umwelt zu entwickeln.

    Da der Buddhismus "keinen" Gott hat, finde ich lieber Pax, Dein Beispiel als nicht nachvollziehbar, bezgl. der gleichen Vermittlung von Werten wie im Christentum.
    Alle spirituellen Formen haben alles das selbe Ziel, aber ich kann doch nicht mein Glück von Gott abhängig machen, sondern muss doch selbst etwas tun.

    Der Buddhismus geht ganz stark von einem Individuum aus. Die Lehre des Buddha in kurzen Worten zusammegefasst: "Begehe keine einzige unheilsame Tat und sammel einen Schatz an Tugend. Zähme Deinen Geist. Das ist die Lehre des Buddha!"

    Buddhistische Kriege wären mir neu, und das die Kamikaze Flieger von buddhistischen Lehren indoktrininiert worden zeigt, dass DIESE die Werte nicht verstanden haben, und keine Buddhisten waren, aber das natürlich eine Gefahr besteht von Mächtigen Leuten dazu benutzt werden Menschen zu beeinflussen.

    Jeder istz für sich selbst verantwortlich. Handle mit einem reinen Geist, und Glück wird Dir folgen. Handle mit einem unreinen Geist, und Unglück wird Dir folgen.

    Hast DU doch bestimmt auch schonmal gemerkt, oder ?

  4. #4
    Avatar von pax
    pax
    pax ist offline Moderator
    Registriert seit
    21.09.2004
    Beiträge
    2.666
    Zitat Zitat von spiritchaser Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach vermittelt der Buddhismus als Religion und Geistesschulung genau die Werte, die wir in dieser vergänglichen Welt und dem Orkan von Kapitalismus und "Egoshootings" von großen Unternehmen und Politikern benötigen, um uns zu besinnen und Mitgefühl für unsere Umwelt zu entwickeln.
    Mitgefühl als Mitleid ist ein stark christliches Gefühl. Es schadet meist mehr als es nützt. Warum soll wenn es einem schlecht geht ein zweiter Mitleiden ?

    Zitat Zitat von spiritchaser Beitrag anzeigen
    Da der Buddhismus "keinen" Gott hat, finde ich lieber Pax, Dein Beispiel als nicht nachvollziehbar, bezgl. der gleichen Vermittlung von Werten wie im Christentum.
    Alle spirituellen Formen haben alles das selbe Ziel, aber ich kann doch nicht mein Glück von Gott abhängig machen, sondern muss doch selbst etwas tun.
    Es ist mir ein Rätsel wie du auf diesen Gottesbezug kommst. Ich habe ihn weder erwähnt noch als wichtigstes Merkmal des Christentums heraus gestellt.

    Zitat Zitat von spiritchaser Beitrag anzeigen
    Der Buddhismus geht ganz stark von einem Individuum aus. Die Lehre des Buddha in kurzen Worten zusammegefasst: "Begehe keine einzige unheilsame Tat und sammel einen Schatz an Tugend. Zähme Deinen Geist. Das ist die Lehre des Buddha!"
    Natürlich geht der Buddhismus vom Individuum aus. Alles dreht sich darum, warum das Individuum in seiner bloßen Existenz das Leid der Welt verursacht.
    Der zitierte Satz repräsentiert gerade diese Auffassung von Geburt und Wiedergeburt. Ziel ist die Auslöschung der Existenz, das Ausbrechen aus dem Leiden des Seins. Der Weg dorthin ist die Erleuchtung oder zumindest das Ansammeln von genug Karma um die Erleuchtung vielleicht im nächsten Leben zu erleben. Mitgefühl, Güte und Tugenden dienen nur dem einen Zweck : Selbstvernichtung.

    Zitat Zitat von spiritchaser Beitrag anzeigen
    Buddhistische Kriege wären mir neu, und das die Kamikaze Flieger von buddhistischen Lehren indoktrininiert worden zeigt, dass DIESE die Werte nicht verstanden haben, und keine Buddhisten waren, aber das natürlich eine Gefahr besteht von Mächtigen Leuten dazu benutzt werden Menschen zu beeinflussen.
    Der erste Punkt auf dem Weg der Erleuchtung ist zu erkennen, dass es kein gut und kein böse gibt und diese Definitionen Ursache von leid sind aber nicht ihre Lösung.
    Die Zen-Buddhisten in Japan waren sich sehr wohl ihrer Lehre bewusst. Sie taten es aus Einsicht und nicht aus Zwang oder Machtgier heraus.
    Diese von dir genannten Werte sind nur der erste Schritt auf dem Weg zur Erleuchtung. Schon beim nächsten Schritt werden sie wieder abgeschafft.

    Diese Werte als Kern des Buddhismus zu bezeichnen ist so, als würde man das Läuten von Glocken als Kern des Christentums begreifen.

    Zitat Zitat von spiritchaser Beitrag anzeigen
    Jeder istz für sich selbst verantwortlich. Handle mit einem reinen Geist, und Glück wird Dir folgen. Handle mit einem unreinen Geist, und Unglück wird Dir folgen.

    Hast DU doch bestimmt auch schonmal gemerkt, oder ?
    Jeder ist für sich selbst verantwortlich, genau das ist die westliche Sicht.
    Nur schließt das Glück und Unglück aus, denn dann wären andere Mächte für einen verantwortlich. Wenn ich selbst handele und mich selbst bestimme so bestimme ich allein was Unglück und Glück ist. Ich werde nicht verfolgt und wenn doch , dann gilt es dies zu überwinden.

  5. #5
    spiritchaser ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    28.08.2008
    Beiträge
    7
    Sorry - war ein paar Tage weg, aber ich möchte die Zeit nun nutzen auf Deinen Kommentar zu antworten:

    Es gibt starke Unterschiede zwischen einem westlich verstandenen Mitleid und einem ehrlichem selbst erarbeiteten Mitgefühl. Mitleid besteht tatsächlich aus "mitleiden" und nützt, wie Du es sagst KEINEM. Ein ehrliches Mitgefühl heraus trägt Verantwortung für sich und für andere und unterstützt denjenigen, der vielleicht zur Zeit - aus welchen Gründen auch immer gerade leidet. Der Buddhismus trägt zu den Wurzeln bei - Verantwortung für ALLE zu übernehmen und hebt sich meines Erachtens stark vom christlichen Glauben ab.

    Der Buddhismus strebt nicht nach "Selbstvernichtung", sondern nach Erlösung und das Streben nach Liebe & Freude.

    Toleranz und die Auslöschung von Unwissenheit
    stehen im Vordergrund bei der Entdeckung eines spirituellen Selbstes & Lebens.
    Jeder Mensch ist spirituell, die meisten merken diese allerdings erst, wenn Sie dem Augenblick des Todes erkennen.

    Seine Heiligkeit betont dies immer wieder, und wenn ich es kritisch durch meine Festplatte jage, dann komme ich zu dem Entschluss, dass er Recht hat, und ich keinen Bock habe ein Egoshooter zu werden. Ich möchte Leben.

    Leider musste Seine Heiligkeit der Dalai Lama den Besuch am 19.Oktober in Berlin aus gesundheitlichen Gründen absagen, aber ich freue mich dennoch auf den Film, der am 30.10. in die Kinos kommt.

    Anbei nochmal der Link: HORIZON FILM - Dalai Lama Renaissance - Eine Reise, die die Welt verändert - Offizielle Filmsite

    Da können wir bestimmt alle etwas lernen....

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