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  1. #1
    Unregistriert Gast

    Frage Job trotz schlechter Abschlußnoten?

    Hallo, ich (33 J.) habe gerade mein VWL-Studium nach 20 Seestern (!) mit ausreichend (!!!) abgeschlossen und suche zur Zeit noch vergebens nach einem passenden Job. Nach gutem Vordiplom kamen im Hauptstudium einige Dinge wie Krankheit, Beziehungsstress usw. zusammen. Ich war nahe daran, alles hinzuschmeißen, hab mich aber "durchgekrampft". Jetzt weiß ich nicht so recht, wie es weitergehen soll.

    Mein Schwerpunkt liegt bei Statistik, habe in mehreren Praktika Erfahrung mit Prognosemodellen und Datenbanken sammeln können und war 2 J. HiWi am Statistik-Lehrstuhl der Uni.

    Meine Bewerbungen waren bisher erfolglos. Trotz eines absolvierten Bewerbungs-Trainings weiß ich auch nicht recht, wie ich mit meiner langer Studiendauer und dem miesen Abschluß umgehen soll. Der erste Einstieg ist ja bekannterweise der schwierigste.

    Ich würde ja auch ein Praktika machen, aber weiß nicht so recht, ob das Sinn macht. Die Firma, bei der ich früher als Praktikant und freier Mitarbeiter tätig war (momentan Einstellungsstopp), hat mir ein nochmaliges Praktikum angeboten. Ich habe angefragt, ob das im Ausland möglich wäre. Bisher ist das aber noch nicht sehr konkret.

    Ansonsten suche ich auch in meinem alten Beruf oder als Aushilfe einen Job, das bringt mich zwar nicht beruflich weiter, aber ich denke die Suche kann sich noch etwas hinziehen.

    Für Tipps, Anregungen oder eigene Erfahrungsberichte wäre ich dankbar.

    Gruß, Alex

  2. #2
    Unregistriert Gast
    also zumindest ein tipp fällt mir ein: ich hab zwar keine ahnung, wie das so in vwl-studiengängen ist (studiert naturwissenschaften), aber hier ist das so, dass keiner mit statistik was zu tun haben will. es ist ein schweres fach und die meisten (ich auch) sind darin nicht gut und finden es zusätzlich langweilig. trotzdem ist statistik etwas, was zumindest in den naturwissenschaften etwas sehr, sehr wichtiges ist (kann nicht einschätzen, wie das mit vwl ist).
    aber das zumindest sollte dich doch schonmal aufbauen. du hast einen schwerpunkt, den nicht jedermann kann - oder?

  3. #3
    Unregistriert Gast
    also ich habe Statistik nur deshalb als Wahlfach genommen, weil der Mathe-LS nicht besetzt war und ich schnell fertig werden wollte mit dem Studium. Naja, das hat ja eh nicht geklappt...

    Ich bin eben nicht so gut im Auswendiglernen, sondern eher im analytischen Bereich. Habe daher auch immer Fächer ausgewählt, die damit zu tun hatten. Da wär ein BWL-Studium vielleicht doch einfacher gewesen.

  4. #4
    Unregistriert Gast
    mit statistik als schwerpunkt würden sich z.b. die folgenden branchen anbieten: markt- und meinungsforschung, versicherungen, banken. wenn du allerdings eher in den klassischen vwl-bereich willst könntest du es doch bei diversen forschungsinstituten probieren. da du analytisch so gut bist, würde sich dann nicht auch eine wissenschaftliche karriere anbieten?
    auf alle fälle: lass den kopf nicht hängen! es wird sich sicherlich ein unternehmen finden, dass nicht nur auf einen perfekten lebenslauf schaut, sondern mehr wert auf persönlichkeit und kompetenz legt. für bewerbungsgespräche solltest du dir auf jeden fall passende antworten auf fragen zu deinem langen studium zurechtlegen, und zwar selbstbewusste! versuche einfach, das negative ins positive zu drehen!

  5. #5
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    06.01.2004
    Beiträge
    2.726
    Zitat Zitat von Unregistriert
    Ich würde ja auch ein Praktika machen, aber weiß nicht so recht, ob das Sinn macht. Die Firma, bei der ich früher als Praktikant und freier Mitarbeiter tätig war (momentan Einstellungsstopp), hat mir ein nochmaliges Praktikum angeboten.
    Jedenfalls ist es sinnvoller als irgendein fachfremder Aushilfsjob. Wer weiss, vielleicht ergibt sich ja doch irgendeine Möglichkeit, in die Firma reinzuschlüpfen, wenn Du die Damen und Herren dort überzeugst? Wenn Du mit Deinen "Eckdaten" irgendwo eine Chance hast, dann in einer Firma, in der Du bekannt bist und Dir mehr "Kanäle" offenstehen (die Mehrzahl der zu besetzenden Stellen wird erstmal intern ausgeschrieben. Erst wenn sich kein Kandidat findet, geht man nach außen!).
    Der Hinweis auf die wissenschaftliche Karriere ist übrigens aus meiner Sicht nicht hilfreich für Dich, weil du einer Illusion erliegen könntest. 33 und nicht promoviert - wo soll die Reise denn hingehen? 33 + 2-3 Jahre Promotion + 4-7 Jahre Habilitation - und dann?? In die "freie Wirtschaft" kommst dann jedenfalls definitiv nicht mehr rein und Professuren gibt es nicht wie Sand am Meer...

    P.

    P.S.: es heisst Praktikum (Plural: Praktika). Pass auf, dass Deine Bewerbungen nicht schon wegen solcher formalen Schwächen aussortiert werden, wäre ja doch etwas unglücklich...

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