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  1. #1
    Unregistriert Gast

    Krankenversicherung????

    Hallo,

    werde bald meinen ersten Job anfangen und wollte fragen, welche Erfahrungen Ihr mit der Krankenversicherung gemacht habt? Ich habe die Wahl zwischen privat und gesetzlich?
    Was sagt Ihr?

    Habe eine private für ca. 80 gefunden(Arbeitnehmeranteil).
    Das sind halt 180 Euro im Monat, macht im Jahr über 2000 Euro netto d.h. fast 4000 Euro Brutto!

    Das ist doch jede Menge Geld, wenn man das richtig anlegt dann lohnt es sich mit der family allemal oder?
    Ich gehe halt von den gleichen Leistungen wie bei der gesetzlichen aus.
    Brauche kein Einzelzimmer und so ein Zeug...

    Was meint Ihr?
    Ah und wie ist es wenn man z.B. nach dem Examen für 2 Jahre im Ausland arbeitet. Da ist man doch auch privat versichert. Kommt man dann zurück kann man doch auch in die gesetzliche oder?

    ah und noch was, habe gehört dass einem der Arbeitgeber zusätzlich die Differenz von privat zu gesetzlich auszahlt, die er normalerweise als Höchsbeitrag in der gesetzlichen zahlen würde.

    Hat da jemand was gehört oder Erfahrung?

    Danke

    Volker

  2. #2
    Avatar von Karendric
    Karendric ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    07.07.2005
    Beiträge
    1.562
    Zitat Zitat von Unregistriert
    Hallo,
    werde bald meinen ersten Job anfangen und wollte fragen, welche Erfahrungen Ihr mit der Krankenversicherung gemacht habt? Ich habe die Wahl zwischen privat und gesetzlich?
    Ist der letzte Satz eine Frage? Du musst mindest 46.350 € per annum verdienen, damit du in eine private Krankenversicherung eintreten darfst. Andernfalls musst du dich als Arbeitnehmer in einer gesetzlichen Krankenkasse anmelden.

    Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Private Versicherungen hatten früher mal zum Alter hin sehr stark steigende Tarife (ist mittlerweile gedeckelt) und versichern deine Kinder nur gegen Aufpreis. In der Gesetzlichen kann ein Alleinverdiener seine ganze Familie kostenlos mitversichern - damit ist dieses Modell vor allem für Kinderreiche interessant.

    Beide Systeme unterscheiden sich in ihren Leistungen. Privatversicherte erhalten oft schneller Arzttermine, ihnen werden viele (auch unnütze) Leistungen von ihren Ärzten angeboten. Zusätzlich zur monatlichen Prämie müssen sie oft noch einen jährlichen Eigenanteil der Behandlungskosten bezahlen. Dafür entfällt die Arztgebühr von 10 Euro/Quartal.

    Zitat Zitat von Unregistriert
    Habe eine private für ca. 80 gefunden(Arbeitnehmeranteil).
    Das sind halt 180 Euro im Monat, macht im Jahr über 2000 Euro netto d.h. fast 4000 Euro Brutto!
    Ich kann dir nicht ganz folgen. Zweimal 80 Euro (AG+AN) macht 160 Euro pro Monat, macht 1920 Euro pro Jahr. Was meinst du mit "über 2000 Euro" und mit Brutto und Netto?

    Zitat Zitat von Unregistriert
    Das ist doch jede Menge Geld, wenn man das richtig anlegt dann lohnt es sich mit der family allemal oder?
    Du kannst dir aber nicht aussuchen, ob du das Geld sparst oder an die Krankenkasse/-versicherung zahlst. Als Arbeitnehmer musst du!

    Zitat Zitat von Unregistriert
    Ich gehe halt von den gleichen Leistungen wie bei der gesetzlichen aus.
    Brauche kein Einzelzimmer und so ein Zeug...
    Das ist vernünftig. Chefarztbehandlung ist Unsinn. Kann ich bei Bedarf gerne näher erläutern.

    Zitat Zitat von Unregistriert
    Was meint Ihr?
    Ah und wie ist es wenn man z.B. nach dem Examen für 2 Jahre im Ausland arbeitet. Da ist man doch auch privat versichert. Kommt man dann zurück kann man doch auch in die gesetzliche oder?
    Das hängt vom Land ab. Eine deutsche Versicherung versichert dich in der Regel nicht im Ausland. Bist du allerdings länger als fünf Jahre in einer privaten Versicherung, kommst du nur schwer wieder in die gesetzliche.

    Zitat Zitat von Unregistriert
    ah und noch was, habe gehört dass einem der Arbeitgeber zusätzlich die Differenz von privat zu gesetzlich auszahlt, die er normalerweise als Höchsbeitrag in der gesetzlichen zahlen würde.
    Klar, und wenn ich Schuhe statt für 100 Euro für 50 Euro bei Deichmann kaufe, legt mir mein Arbeitgeber auch noch mal 50 Euro drauf. Und wenn ich einen Tag nichts für Essen ausgebe, lädt mich mein Chef zum Essen ein. War die Frage ernst gemeint? Dann hier die Antwort: Dein Arbeitgeber zahlt maximal die Hälfte deiner Beiträge/Versicherungsprämie (bis zu einem bestimmten Deckelungsbetrag). Wenn du dich billiger versicherst, spart ihr beide Geld. Aber eine Extraprämie vom Chef gibt's dafür natürlich nicht.


    Zitat Zitat von Unregistriert
    Danke
    Volker
    HTH,
    Karendric

  3. #3
    Unregistriert Gast
    Hallo,
    danke für die Antworten.
    Also zahle ca. 200 Euro pro Monat weniger als bei gesetzlichen .Natürlich verdiene ich über der Grenze und einiges mehr(Startegieberatung), weshalb ich ja den Höchstbeitrag bei der gesetzlichen zahlen würde.

    Und wenn Du 200 Euro pro Monat weniger an Versichrung zahlst, dann kannst Du Dir ja ausrechnen was Du Brutto mehr hast oder?

    Meine Frage ist ja auch nach guten/schlechten Erfahrungen bei der Entscheideung(z.B. Leute die privat sind und es jetzt bereuen....)
    Volker

  4. #4
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    06.01.2004
    Beiträge
    2.726
    Zitat Zitat von Unregistriert
    Meine Frage ist ja auch nach guten/schlechten Erfahrungen bei der Entscheideung(z.B. Leute die privat sind und es jetzt bereuen....)
    Nachteil Privatversicherung: derWechsel bei Verschlechterung der Konditionen ist nicht so einfach wie bei der GKV - die muss Dich nehmen, eine PKV kann Dich ablehnen. Wirst Du im Alter krank und verursachst hohe Kosten, giltst Du als "schlechtes Risiko" und eine andere Versicherung würde Dich vermutlich nicht nehmen oder nur gegen satte Prämienaufschläge. Somit bist Du dann Deiner bisherigen Kasse mit Haut und Haar ausgeliefert, was Leistungen und Prämien angeht. Das passiert Dir in der GKV nicht.

    Ich halte das Modell GKV plus private Zusatzabsicherung für die sinnvollste Variante, weil man Vorteile aus beiden Systemen kombinieren kann und die Nachteile nicht mehr so stark ins Gewicht fallen. Falls Du eine Familiengründung planst, solltest Du eher bei der GKV bleiben, sonst kann die PKV ganz schön viel teurer werden, weil jedes Familienmitglied extra versichert werden muss. In die GKV kämst Du außerdem nicht mehr ohne weiteres zurück.

    P.

  5. #5
    Avatar von Karendric
    Karendric ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Unregistriert
    Und wenn Du 200 Euro pro Monat weniger an Versichrung zahlst, dann kannst Du Dir ja ausrechnen was Du Brutto mehr hast oder?
    Die Rechnung verstehe ich leider immer noch nicht. Selbst wenn du dich nicht krankenversichern würdest/müsstest, bekämest du deine Einkommensteuern ja trotzdem nicht wieder. Der fiktive Brutto-Betrag (Versicherungskosten plus dafür gezahlte Steuern) ist hier also irrelevant.


    Zitat Zitat von Unregistriert
    Meine Frage ist ja auch nach guten/schlechten Erfahrungen bei der Entscheideung(z.B. Leute die privat sind und es jetzt bereuen....)
    Volker
    Da hier keiner weiß, ob du Kinder hast/haben möchest und ob du im Alter mal krank wirst, wird es dir aber leider nicht helfen, wenn andere mit ihrer Wahl zufrieden sind. Der kinderreiche Alleinverdiener fährt mit der Gesetzlichen besser, der gesunde, gut verdienende Single bis ins hohe Alter in jedem Fall mit der Privaten.

    Ich persönlich glaube ohnehin, dass die Gesetzliche irgendwann grundlegend reformiert werden muss, weil sie auf einer gesellschaftlichen Solidarität basiert, die es so nicht (mehr) gibt.

    Gruß,
    Karendric

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