Ich habe keine Erfahrungen im Medienbereich. Aber ein freier Mitarbeiter hat doch per Definition keine "Stelle", sondern dient seine Manuskripte immer aufs Neue an. Mein Rat ist also: Schreibe in eigener Regie gute Artikel und sieh zu, dass Du sie bei einer Zeitung unterkriegst. Wenn Deine Veröffentlichungsliste lang und gut genug ist, sollte sie ein Argument für eine "feste" Praktikumsstelle sein.Zitat von Sunny_25
Beste Grüße
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03-11-2006 16:23 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Wenig Erfahrung - wie an Praktika kommen?
Hallo zusammen,
man hört ja immer wieder und liest es auch regelmäßig in den Stellenanzeigen, dass sie Praktikanten 'mit Erfahrung' suchen.
Für mich ist das eigentlich ein Widerspruch in sich.
Ich habe nämlich bisher 'nur' ein achtmonatiges Praktikum gemacht, und stehe nun vor dem Problem, an weitere Praktika zu kommen. Eine Begründung für eine Absage lautete "... ein anderer Bewerber hatte mehr Erfahrung". Ist das nur eine Floskel gewesen oder suchen die wirklich Leute mit, sagen wir, einem halben Dutzend Praktika und ebenso vielen Weiterbildungen, etc.pp?
Wenn ich mir solche Stellenanzeigen ansehe, und die Liste an Erfahrungen, die man mitbringen sollte, kann ich oft nur noch vor lauter Fassungslosigkeit den Kopf schütteln. Ich bin ehrlich: Ich habe keine Ahnung, wie ich solche Erfahrungen sammeln soll, wenn nicht über Praktika. Aber wie findet man Unternehmen, die auch willens sind, einem etwas beizubringen und Zeit zu investieren?
Ich suche genauer gesagt einen Einstieg im Medienbereich. Entweder im (Buch-)Verlagswesen oder bei einer Zeitschrift/Zeitung. Für letzteren Bereich habe ich gehört, dass es gut ankommt, wenn man schon eine Weile als freier Mitarbeiter bei einer Zeitung o.ä. diverse Artikel geschrieben hat. Aber wie bekommt man so eine Stelle, wenn man doch wenig Erfahrung in dem Bereich hat??
Ich habe schon ein Praktikum im journalistischen Bereich gemacht, allerdings war dieses bei einer äußerst kleinen Stadtteilzeitung.
Meiner Meinung nach ist bei vielen Zeit mit Geld gleichgesetzt. Unerfahrene Praktikanten muss man ja lange einarbeiten. Und selbst wenn nur wenig oder gar kein Gehalt gezahlt wird, kostet das ja immer noch zuviel.
Zuguterletzt: Am optimalsten fände ich es, Prakitka zu machen die sich höchstens über einen Zeitraum von 6-8 Wochen erstrecken. Vielleicht bekommt man dann nicht unbedingt die verantwortungsvollsten Aufgaben, kann aber schon mal einen Einblick in den Arbeitsalltag bekommen - und eben erste Erfahrungen sammeln!
Allerdings erstrecken sich die meisten Praktika in den Stellenangeboten für den Medienbereich über 3-6 Monate. Und da kann ichs dann schon irgendwie nachvollziehen, dass ein Unternehmen sich da gerne jemand mit mehr Erfahrung wünscht.
Womit wir wieder bei meiner Eingangsfrage wären: Wie zum Teufel soll ich die denn bekommen, wenn sie nur Leute mit Erfahrung suchen??

Ich hoffe sehr, dass mir hier ein paar Leute von ihren Erfahrungen berichten können...
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03-11-2006 16:36 #2
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03-11-2006 17:16 #3
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Zum Medienbereich kann ich aus eigener Erfahrung nichts beitragen, allerdings kenne ich diese Probleme aus "meiner" Branche, der Pharmawelt, überhaupt nicht. Mir fällt aber auf, dass Du mehrfach von Stellenanzeigen sprichst. Ich habe keines meiner Praktika über Stellenanzeigen bekommen, sondern immer durch Initiativbewerbungen, indem ich mir überlegt habe was ich machen will und dann entsprechend Firmen angeschrieben habe (einmal kam der Kontakt über einen an der Uni vortragenden leitenden Mitarbeiter zustande, aber sowas ist ja auch ein Weg). Alle Stellen waren nirgendwo explizit ausgeschrieben. Versuch es doch mal auf diesem Weg.
Zitat von Sunny_25
P.
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04-11-2006 11:34 #4
Ich habe gerade ein Praktikum in einem Verlag hinter mir und kann dir nur bestätigen, was du erläutert hast. Die Medien suchen in der Regel niemanden für nur ein paar Wochen. Damit disqualifizierst du dich sofort. Höchstens kleine Zeitungen nehmen jemanden auf so kurze Zeit.
Ich rate dir außerdem bei allen möglichen Verlagen (und bitte nicht nur die großen anschreiben, denn dort musst du das schon einige, einige Monate vorher tun) anzufragen, statt bei den Stellenanzeigen zu bleiben. Damit habe ich keine gute Erfahrungen gemacht. Entweder antwortet niemand oder es ist sowieso niemand mehr interessiert, weil die Stelle besetzt ist. Bei Praktika gilt nun mal: Wer zuerst kommt, mahlt auch zuerst.
Ich weiß zwar nicht, ob du die Möglichkeiten hast, aber sieh dich auch in anderen Städten um. Und wie gesagt, schau nicht nur bei den großen, sondern informier dich auch über kleine Verlage. Die suchen in der Regel häufig Praktikanten, die ihnen eine Bürokraft ersetzen, ohne sie zu bezahlen. Klingt fies, ist aber manchmal die einzige Chance."Wir hatten zwei Beutel Gras, 75 Kügelchen Meskalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, einen Liter Tequila, ne Flasche Rum, ne Kiste Bier, nen halben Liter Äther und zwei Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden..."
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04-11-2006 12:29 #5
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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@Schmunzel: Gute Idee, daran habe ich noch gar nicht gedacht! Werde ich sicher demnächst mal versuchen, wenn das Studium es zulässt.
@Paracelsus: An Initiativbewerbungen habe ich natürlich auch gedacht. Werde ich auch machen, alleine um den "Überraschungseffekt" zu nutzen. Bei ausgeschriebenen Stellen, wo man sich nur bis zu einer bestimmten Frist bewerben kann, müssen die oft ja eine wahre Bewerberflut durch ackern... Und wenn da so zufällig eine einzelne reingeflattert kommt, schauen sie sich die vielleicht eher an
@Seemops: Ich hätte eher gedacht, dass kleinere Verlage erst gar keine Praktikanten suchen, eben weil sie so klein sind und deshalb vielleicht gar nicht soviel Arbeit anfällt, dass einer die Mitarbeiter entlasten müsste. Aber gut, probieren geht über studieren
Ich wohne im Ruhrgebiet, da gibts schon einige Möglichkeiten. Allerdings auch viele andere Studis wie mich...
Wie hast du eigentlich deine Praktikantenstelle bekommen? Hattest du vorher schon anderswo Praktika gemacht?
Ich hab mal von so einer Initiative gegen 'Praktikantenausbeutung' gehört, weiß zufällig einer was ich meine und wie die heißen?
Denn selbst wenn man einige wenige hundert Euro gezahlt bekommt, ist das ja eigentlich noch ein Hungerlohn. Schließlich sind es ja meist immer Vollzeitstellen...
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