Ich weiß nicht, ob man sich für vergangene Leistungen immer so viel kaufen kann. Spätestens nach dem Studium ist die Abiturnote im Prinzip eine wertlose Größe und kann ggf. durch die Angabe ein Hochschuldiplom zu besitzen übersprungen werden.
Daran, dass Du entweder a) aktuell in einem Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis stehst
oder b) ein Hochschulstudium der Fachrichtung XY absolvierst (und das ja offensichtlich auch noch als selbst ernannte Elite tun willst, kann der geneigte Leser durchaus schließen, dass die Abiturnote nicht so übermäßig schlecht gewesen sein kann).
Ich wüsste nicht, was irgendwelche Auszeichnungen dieser Art (juhu, ich hatte auch zwei Rosen auf der Abifeier bekommen) im Lebenslauf zu suchen hätten.
Ohne Beilage des Zeugnisses als (beglaubigte) Kopie ist eine solche Angabe (und bei Durchschnittsnoten ohnehin) ziemlich wertlos und wird wohl auch nicht beachtet werden.
Habe neulich erst wieder einen TV-Bericht verfolgt, wie weit die Trickser und Fälscher heute schon wieder sind und für die Bewerbungen die Schulzeugnisse frisieren.
Wenn es also auf die Noten ankäme, würde explizit nach den Zeugnissen gefragt werden und nicht nach einem singulären Merkmal wie der Durchschnittsnote. [Aus einer 1 in Mathe und einer 3 Bio kann ich auch eine 2 in Naturwissenschaften machen.]
Eher wird man sich, gemeinsam mit einem Haufen Grapho- und Psychologen, Hellseher und andere Zukunftsweissager zusammensetzen und Dein Bewerbungsschreiben an sich bis zum letzten Komme (Anstrich von links unten, kippt dann nach rechts weg) auseinandernehmen, beurteilen ob das Licht fürs Foto gut war und die karierte Krawatte vielleicht doch nicht so gut zum gestreiften Hemd passt.
Thema: Abi-Note im Lebenslauf?!
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Ergebnis 1 bis 5 von 34
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08-11-2006 15:33 #1
Abi-Note im Lebenslauf?!
Meine Frage: schreibt man in einen (tabellarischen) Lebenslauf die Abi-Note mit rein? Also Schule xy, Abschluss 20xx, Note ?,?
Ach ja, ich muss noch dazu sagen, es handelt sich nicht um eine richtige Bewerbung, sondern der Lebenslauf wird nur an einen Fragebogen angehängt. Also kommt auch keine Kopie vom Abi-Zeugnis rein. Daher kennt man also meine Abi-Note nicht, wenn ich sie nicht mit rein schreibe. Ist es unprofessionell oder wirkt es nicht besonders gut? (Es geht um die Aufnahme in ein gewisses Elite-Programm, also ist der Eindruck, den man hinterlässt nicht unbedeutend)
Wär echt nett, wenn mir jemand möglichst schnell seine Meinung sagen könnte, danke!
P.S. Ich hab die alten Themen mal grob durchsucht, aber nix passendes gefunden. Falls es eine ähnliche Frage schon mal gab, könnt ihr gerne den Link posten und/oder dieses Thema schließen...Der Mensch hat das Netz seines Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an.
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08-11-2006 16:10 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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08-11-2006 16:17 #3
Danke erstmal für deine Meinung!
Ja, ich studiere noch (Bachelor). Und ich selbst seh mich bestimmt nicht als Elite, meine Abi-Note ist nicht schlecht, aber sicher nicht spitze. Das "Elite-Programm" ist ein Nachbetreuungsprogramm für Praktikanten und die sprachen halt von Elite (ich fands übertrieben), mal gucken ob ich rein komme.
Dann werd ichs wohl eher weglassen, macht man sicher nichts falsch!Der Mensch hat das Netz seines Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an.
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08-11-2006 16:38 #4Stimmt nur bedingt. Die Abiturnote wird teilweise schon interessiert beachtet, weil sie - auch wenn älter - eigentlich der einzige Anhaltspunkt ist, wie man sich (abgesehen von echten Zusatzqualifikationen) in anderen Gebieten außer dem studierten Fach schlägt. Freilich, ein Durchschnitt von 2,5 ist uninteressant, da er erstens nichts besonderes ist und zweitens (wie Du andeutetest) auch aus Einsern und Vierern zustandekommen kann. Aber ob jemand 1,0 oder 2,5 hat, interessiert schon so manchen Einstellenden.
Zitat von lausitzer
Geändert von StudJurLMU (08-11-2006 um 22:16 Uhr)
§ 11.
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08-11-2006 16:57 #5
Ich hab halt gedacht, die Note könnte einen gewissen Anhahltspunkt für meine Leistungen sein. Sonst gäbe es nämlich gar keine Angaben über meine Leistungen - das fänd ich doch schon etwas komisch...
Und für einen Durchschnitt von 1,8 muss man sich ja eigentlich auch nicht schämen, denk ich...Der Mensch hat das Netz seines Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an.
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