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  1. #1
    michael500 ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    19.11.2006
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    6

    Abbruch einer Promotion

    Weiß jemand wieviele Prozeßt ihre Promotion abbrechen (Biologie)?

    Eine Promotion soll angeblich viel Druck ausüben. Habt ihr Erfahrung damit?

  2. #2
    juppiduh ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    26.10.2003
    Beiträge
    1.511
    Hi Michael,
    über die Abbruchstatistik kann ich Dir nichts sagen.
    Zu den Erfahrungen: Promotion ist nicht gleich Promotion. Es gibt da himmelweite Unterschiede zwischen einzelnen Professuren, Instituten, Fachbereichen und Universitäten. Am Besten, Du sprichst mal mit Doktoranden in den Professuren, in denen Du Dir eine Promotion vorstellen könntest.
    Meine persönlichen Erfahrungen: Hartnäckigkeit und Engagement ist notwendig, ebenso wie Begeisterung für das Thema und eine hohe Frustrationsgrenze. Aber man lernt sehr viel dabei, hat noch eine menge Freiheiten und normalerweise auch ein nettes Arbeitsumfeld an der Uni. Ob man als promovierter Biologe bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat würde ich allerdings bezweifeln, wobei es da wohl sehr auf das Thema der Diss ankommt.
    Viel Erfolg jedenfalls

  3. #3
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    06.01.2004
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    2.726
    Zitat Zitat von michael500
    Eine Promotion soll angeblich viel Druck ausüben. Habt ihr Erfahrung damit?
    Natürlich hat man in den Naturwissenschaften (über die Geisteswissenschaften kann ich mangels eigener Erfahrung nichts sagen) eine Menge Druck dahinter, denn man will ja in einer relativ kurzen Zeitspanne, üblicherweise 3 Jahre, einiges auf die Beine stellen. 3 Jahre klingt viel, aber zu eigenen Arbeit kommen die an der Uni meist üblichen Lehr- und sonstigen Verpflichtungen, die aufgrund des Personalmangels durchaus einen erheblichen Teil der Zeit einnehmen können (wir bei uns kalkulieren mit max. 50% der Zeit. Arbeitest Du an einem Industrieprojekt, kommt der Druck des Auftraggebers dazu, denn der will ja Ergebnisse sehen.

    Insofern kann man natürlich von Druck sprechen. Andererseits kann es eine nette Zeit sein, weil man sich ein bisschen studentische Freiheit in das Berufsleben herüberrettet, zum Beispiel die Zeiteinteilung. Es gibt natürlich so spinnerte Professoren, die um halb 8 zu kommen pflegen und ihre Doktoranden dann alle am Arbeitsplatz erwarten und nicht wünschen, dass einer vor ihm geht, auch wenn das 19 oder 20 Uhr ist; in solchen, in meinem Bekanntenkreis existierenden, Arbeitsgruppen finden die Kolloquien dann gern schonmal freitags um 17 Uhr statt... . Allerdings gibt es genauso das andere Extrem, dass der Doktorvater nur mal alle paar Wochen hereinschneit und fragt, was man so gerade macht und wie es denn läuft.

    Eines ist aber sicher: unter 45-50 Stunden pro Woche arbeitet keiner, auch wenn im Vertrag bei den meist üblichen halben Stellen eine 20-Stunden-Woche drinsteht.

    @juppiduh: man kann bei Biologen wohl umgekehrt davon ausgehen, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt ohne Promotion eher mau sind, jedenfalls solange dem akademischen Grad ensprechende Tätigkeiten angestrebt werden...

    P.

  4. #4
    Avatar von Worldwide
    Worldwide ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    03.09.2003
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    3.178
    Zitat Zitat von Paracelsus
    @juppiduh: man kann bei Biologen wohl umgekehrt davon ausgehen, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt ohne Promotion eher mau sind, jedenfalls solange dem akademischen Grad ensprechende Tätigkeiten angestrebt werden...

    P.
    Das kann ich so nur bestätigen!
    Ohne Promotion wird man ein besserer Laborant...
    Liebe ist eine Lebenseinstellung: Wer Liebe sät, wird Liebe ernten.

    Wir alle sind erst einmal Triebtäter, sind aber im Allgemeinen so frei, es nicht zu bleiben.
    Die Möglichkeit zur Entscheidung ist der entscheidende Qualitätssprung.

  5. #5
    juppiduh ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    26.10.2003
    Beiträge
    1.511
    Zitat Zitat von Paracelsus
    @juppiduh: man kann bei Biologen wohl umgekehrt davon ausgehen, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt ohne Promotion eher mau sind, jedenfalls solange dem akademischen Grad ensprechende Tätigkeiten angestrebt werden...
    P.
    Hängt, wie gesagt, von der Richtung ab. Im Naturschutz beispielsweise ist eine Promotion eher hinderlich, in der Wissenschaft/Forschung dagegen unerlässlich.

    .

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