Was willst du überhaupt werden?
Ich fasse mal zusammen, du hast große Probleme gehabt dem Stoff in der Oberstufe zu folgen und hast dein Abitur nicht geschaft. Trotzdem hast du dich entschieden du willst studieren. Ok, dass Abi bedeutet nicht, dass man zum Studium befähigt ist, aber wenn es einem sehr schwer gefallen ist in der Oberstufe, dann würde ich es mir sehr stark überlegen ob ich ein Studium beginne.
Da du inzwischen 22 bis würde ich dir raten dich mit einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung auseinander zu setzen. Willst du danach dich noch weiterbilden, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten (Techniker, Meister, Studium..). Fakt ist nur, du musst dich mal langsam entscheiden wohin du willst...
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05-03-2009 04:40 #1fm29pkdeu Gast
Fachabi--> Abi nach 2 Jahren Pause nachholen?
Hallo,
ich bin 22 Jahre alt, habe vor 2 Jahren das Abitur an einen Gymnasium (Hessen) machen wollen-aber nicht bestanden. Danach habe ich ein 1jähriges Praktikum gemacht, weil ich mich seit Anfang der 12. schwer getan hatte. Ich hatte es mit sehr sehr viel Mühe geschafft, in die 13. zu kommen und wurde danach auch zur Prüfung zugelassen. Diese hab ich verhauen (nicht knapp!) Deshalb überlegte ich mir, das Abi nicht zu wiederholen, sondern ein Praktikum zu absolvieren, um zumindest eine Fachhochschulreife zu haben. Mit dem Fachabi habe ich mich auch fürs Studium beworben. Aber dann wurde ich krank. Jetzt hab ich mich zwar an der Uni Marburg eingeschrieben, aber ich überlege, ob ich das Abi irgendwie nachholen sollte, falls das Studium nichts werden sollte. Was soll ich nun tun? Ist die Fachhochschulreife wirklich kaum etwas wert? Sollte ich daher wirklich das Abi nachholen- oder erst mal schauen wie sich das mit dem Studium entwickelt?
Danke.Geändert von fm29pkdeu (05-03-2009 um 16:13 Uhr)
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05-03-2009 22:54 #2Ein guter Tee?
Er kommt von Herzen, in einer angeschlagenen Tasse mit einer karibischen Menge Zucker und zaubert ein Lächeln ins Gesicht.
Winter ist eine überflüssige Erfindung und gehört im zuge von Rationalisierungsmassnahmen abgeschafft.
http://dragcave.net/image/qT9Y.gif
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06-03-2009 02:28 #3fm29pkdeu Gast
also: mir ist es schwer gefallen. In einigen Fächern vermute ich, lag es daran, dass ich Zeitdruck hatte. Ich weiß dass ich dies oder jenes kann-wenn ich mehr Zeit zum lernen hätte. Deshlb will ich auch studieren.Ich muss mit dem Zeitdruck zurecht kommen. Meiner Meinung nach habe ich die Fähigkeit/Potenzial. Aber ich bin irgendwie zu langsam.
Man sollte auf seine Interessen,Potenziale und Stärken schauen.
Zum Thema Ausbildung fällt mir nichts ein. Ich habe mir vorgenommen, falls das Studium nicht klappen sollte werde ich eine Ausbildung beginnen. Aber bis jetzt finde ich keine Lehre die mich anspricht.
Es sollte etwas mit Pharma sein, womit man sich über Wasser halten kann und nicht in Geldnot gerät.
Bei Ausbildungen verdient man nicht gerade üppig.
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07-03-2009 09:47 #4
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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- 4.452
Hallo,
dich wird mein Beitrag sicher nicht erfreuen, aber ich bin der Meinung, dass die Wahrheit der beste Weg ist, solche Entscheidungen zu bedenken.
Bestandsaufnahme: Du hast dein Abi in den Sand gesetzt, danach ein einjähriges Praktikum gemacht, um mit Ach und Krach an der FH studieren zu können (ich hoffe, du hast ein Praktikumszeugnis darüber und es zeigt ausgezeichnete Leistungen). Jetzt willst du an der Uni studieren.
Du siehst dich selbst als zu langsam an. Soweit funktioniert die Eigendiagnose. Aber du hast noch nicht verstanden, wie himmelweit deine eigenen Leistungen von denen abweichen, mit denen du mal um Arbeitsplätze konkurrieren wirst. Deine Leistungen sind aus Sicht eines Arbeitgebers bzw. im Vergleich mit deinen Altersgenossen sehr(!) schlecht. Zusätzliches Problem: Bei dir ist das Scheitern schon im Lebenslauf enthalten. Du hast also nicht nur ein schlechtes Abi, sondern sogar das Abi ganz vergurkt. Wenn auch nur ein(!) Mitbewerber bei einem Bewerbungsverfahren dabei ist, der einen ordentlichen Werdegang zu bieten hat, landet deine Bewerbung im Papierkorb. Einzige Ausnahme: Du machst jetzt einen enormen Aufstieg im Studium, z.B. auf ein gutes 2er oder 1er-Zeugnis.
Obwohl ich aus einem Bundesland komme, in dem man jedem alle Möglichkeiten offen halten möchte, sage ich dir ganz platt: Du wirst an der Uni größte Schwierigkeiten haben. Deine Vorstellung vom Uni-Studium hat mit der heutigen Realität in den Bachelor-Studiengängen nichts(!) mehr zu tun. Du wirst viel(!) höhere Anforderungen als in der Schule erleben. Mit den Anforderungen werden deine Kommilitonen gut zurecht kommen (auch wenn sie fluchen), während du in große Gefahr gerätst, unter die Räder zu kommen. Und an der Uni interessiert niemand dein Scheitern. Du bist in großen Studiengängen nur eine Matrikelnummer, die halt nicht mehr auf den Erfassungsbögen auftaucht. Da ist das Klima an vielen kleineren FHs ganz anders. Außerdem besteht das Risiko, dass du mit deinen Kommilitonen an der Uni nichts anfangen kannst, weil die in einer anderen Welt leben und einen ganz anderen Lebenslauf hinter sich haben.
Ich empfehle dir, nicht an der Uni zu studieren. Versuch, eine passende Lehrstelle zu finden (schwierig mit deinem Lebenslauf) oder geh an eine FH/Berufsakademie. Du willst doch nicht ständig Leute vor der Nase haben, die über deine Langsamkeit und dein fehlendes Talent nur müde lächeln können?
Die Idee mit dem Abi nachmachen solltest du stecken. Du hast jetzt lange genug herumprobiert.
Zu deinem Kommentar mit "Man sollte auf seine Interessen,Potenziale und Stärken schauen.": Das kann man sich leisten, wenn man gute Schulabschlüsse hat und einem "die Welt offen steht". Wenn du in Deutschland eine qualifizierte Arbeit verrichten willst, steht dir leider jetzt schon wegen deines problematischen Werdegangs die (Arbeits)welt nicht mehr offen. Ich befürchte, dass du dieses Problem noch gar nicht wahrnimmst, weil es dich erst beim ersten echten Bewerbungsverfahren "erwischen" wird, aber dann ist es viel zu spät.
Zu dem Hinweis, dass du dich vor allem "über Wasser halten" willst: Das reicht für einen Facharbeiter, aber hinten und vorne nicht für einen angehenden Akademiker. Von studierten Arbeitskräften erwartet man ein gleichbleibend hohes Leistungsniveau. Wenn du das entwickeln kannst: sehr gut. Du musst lernen, dich richtig am Riemen zu reissen und Wege finden, trotz deiner Schwächen (Langsamkeit etc.) deinen Weg zu gehen.
Ciao,
NeroliGeändert von Neroli (07-03-2009 um 09:59 Uhr)
Life’s about film stars and less about mothers
It’s all about fast cars cussing each other
But it doesn’t matter cause I’m packing plastic
and that’s what makes my life so fucking fantastic
Lily Allen - The Fear
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09-03-2009 15:15 #5
"Doktor" (300-499 Beiträge)
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- 21.07.2006
- Beiträge
- 364
Oh Neroli, das ist aber streng und unerbittlich.
Ich sehe das nicht ganz so dramatisch und düster. Zudem wäre ich vorsichtig mit Ferndiagnosen, die so pessimistisch sind. Wir kennen sie/ihn nicht...
Er/Sie hat die Fachhochschulreife. Das ist ein ordentlicher Abschluß. Nun kann er/sie studieren. Und wenn er nach einem Jahr merkt -ist doch nicht meins- dann kann er immer noch eine Ausbildung machen. Sicherlich ist er später dran als der Schnitt, aber davon geht noch kein berufliche Laufbahn völlig unter.
Mein tip: Probiere das Studium aus. Wenn es okay für dich ist, dann studiere und arbeite an deinen Schwächen. Es ist auch kein Weltuntergang, wenn man mit 28 fertig wird.
Bzgl. Ausbildung: Um altersmäßig nicht ganz aus dem Durchschnitt zu fallen, würde ich mich hier schon mehr beeilen. Auch solltest du im Studium nicht zu lange brauchen, um eine Entscheidung zu fällen.
Viel Glück!
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