Echt, gez?
Ich dacht immer, so Blindgänger gäbet nur inne Automobilindustrie un au´m Rathaus.
Die Woche hattich dat alljährliche Bewertungsgespräch mit mei´m Chef und Meister. Also frug ich ihn, obbich nich mehr Geld kiegen könnt; sozusagen als "Erschwerniszulage". (und weil´s dies Jahr keine Tariflohnerhöhung gibt)
Er so:
Ich so:
Er so:
Ich so:![]()
Thema: Bremse nach dem Studium
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Ergebnis 6 bis 10 von 12
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12-08-2010 22:52 #6
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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Da kann ich mit ein paar Jahren industrieller Berufserfahrung in einer ganz anderen Branche vollauf zustimmen. Man wird für's Problemlösen bezahlt und benutzt einen Teil des im Studium angefressenen Wissens (das, was beim Bulimielernen übrig blieb...
) dazu, den täglichen Irrsinn zu beherrschen. Bei manchen Akademikern klappt das besser und bei manchen fragt man sich, ob sie außer Auswendiglernen im Studium eigentlich irgendwas Sinnvolles gemacht haben. Die sind dann eher Teil des Problems als Teil der Lösung...
Was die Karriereleiter angeht: dass nicht jeder Oberchef werden kann und eine Firma immer eine mehr oder weniger schlanke Pyramide ist, ist Dir aber klar, oder? Was erwartest Du eigentlich: nach dem Bachelorabschluß nach kurzer Zeit Abteilungsleiter zu sein? Das ist Illusion und funktioniert vielleicht in den USA... Was die Banalität angeht: wenn Du es schaffst, weniger als 2/3 Routinetätigkeiten im Job zu haben, ist das eigentlich schon ein recht spannender Job. Das eine Drittel Unvorhergesehenes kann einen nämlich ziemlich viel Nerven kosten...
P.
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13-08-2010 07:51 #7
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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13-08-2010 20:45 #8
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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Nö, die sind überall zu finden - Pharma ist da auch nicht anders als Automotive. Je größer die Firma, desto größer der Anteil von Schwachmaten im funktional überflüssigen Wasserkopf. Bei 100.000-Mann-Weltkonzernen hat man zum Teil an zwar eigentlich überflüssigen, aber hierarchietechnisch wichtigen Posten Querschläger sitzen, bei denen man sich fragt, was in deren Leben nach dem Studienabschluß schiefgelaufen sein muss, dass sie so ohne Sinn und Verstand dummes Zeug von sich geben. Das sind die Leute, die dann eine Telekonferenz mit 8 Leuten auf eine Dreiviertelstunde aufblähen können, obwohl nach 15 Minuten eigentlich alles Relevante gesagt worden ist - nur eben von Leuten ihres Kalibers leide nicht verstanden wurde. Man muss ja nicht von jedem Detail auf Arbeitsebene Ahnung haben, aber dann soll man die Fachleute auf der Ebene doch bitte auch einfach in Ruhe machen lassen.

An manchen Tagen ist sowas ja noch lustig. Wenn ich nicht im BSL2-Bereich (biologische Sicherheitsklasse; aktives Biomaterial) sitzen würde, würde ich dann links Cola und rechts Popcorn hinstellen, das Mikro abschalten und mich amüsieren. So kann ich mich leider nur amüsieren oder wahlweise die Holzspäne aus der Tischplatte zwischen den Zähnen rauspulen...
P.
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16-08-2010 07:59 #9
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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16-08-2010 11:09 #10
"Student" (20-79 Beiträge)
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Ich habe auch immer zu viel erwartet und dann nach ein paar Wochen war der Traumjob der normalste der Welt und eine Menge vom Studiumwissen konnte man mal gar nicht anwenden, aber das ist wahrscheinlich so, da die Uni auch echt theoretisch ausgerichtet ist.
Ich glaube wir Studenten denken während unseres Studiums wir sind die, die die Welt braucht, das mag in vielen Jobs auch so sein aber nicht in allen.
Da muss man echt vorsichtig sein.
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