Wegen der Verschiedenartigkeit der Bildungsgänge zwischen den Bundesländern solltest Du schon darauf achten, nicht unbedingt zu viele Abkürzungen zu verwenden und Dinge auch mal erläutern.
Was ist also eine E2, die Du besuchst?
Wenn die Noten immer noch in Punkten auf einer Skala von 0 (=ungenügend) bis 15 (=sehr gut) vergeben werden und jeweils ein Bereicht von drei Punkten eine Note umfasst, als 13/14/15 = sehr gut, 12/11/10 = gut, dann würde Dein 9er-Schnitt darauf hindeuten, dass Du Dich eher im Bereich der sogenannten "befriedigenden" Noten aufhältst, die jedoch entgegen der Bezeichnung für die weitere Berufsplanung im Regelfall eher unbefriedigend sind, jedenfalls dann, wenn sie Abschlusszeugnisse schmücken.
Welche Möglichkeiten man hat, mit welchem Abschluss vorher aus der Abiturphase auszusteigen erfährt man beim Oberstufenkoordinator der Schule, der dahingehend berät und aktuelle Gesetze und Rechtsvorschriften des jeweiligen Bundeslandes vorliegen hat.
Was das "Streichen" von Kursen mit schlechten Noten aus der Wertung angeht, so gibt es da enge Grenzen und man kann da nicht beliebig wegstreichen. Die Kurse heißen ja schließlich auch Wahlpflichtkurse, so dass man sich zwar vorher ein bestimmtes Profil aussuchen kann, sie danach aber schon zur Pflicht werden. Ggf. lässt sich im Einzelfall und wenn man mehr als unbedingt nötig belegt hat, die eine oder andere Note streichen.
Was die Polizeilaufbahn angeht, wäre ich doch sehr skeptisch, wenn jemand ausgerechnet in den Naturwissenschaften so schlecht aufgestellt ist oder gar mit rausgestrichenen Kursen auf dem Zeugnis erscheint. Für Verkehrsüberwachung, Unfallaufnahme, Spurensicherung etc. sollte man doch nicht zu sehr mit Physik und Chemie auf Kriegsfuß stehen.
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19-02-2012 16:57 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Fachhochschulreife oder Abitur
Hallo Community,
Ich habe folgendes Problem, ich gehe derzeit in die E2 und bin am überlegen, ob ich mein Abitur fertig machen soll oder nur die Fachhochschulreife mache. Ich bin momentan auf einem Beruflichen Gymnasium.
Ich habe danach vor zur Polizei oder zum BND zu gehen, sprich in den öffentlichen Dienst.
Nun geht es um folgendes, ich habe die Polizei angeschrieben und wollte wissen, ob es einen Unterschied macht, ob man Abitur oder die Fachhochschulreife hat, als Antwort kam, dass es keinen Unterschied macht. Dies regte mich zum Nachdenken an, ob es dann überhaupt sinnvoll ist das Abitur zu beenden.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich im Moment einen 9er Schnitt habe.
Genau aus diesem Grund stellten sich mir einige Fragen:
1.) Wie bereits oben erwähnt, ob es dann nicht ausreicht, wenn ich nur die Fachhochschulreife mache?
2.) Würde dies für mich einen Vorteil bringen ( Ich bin mir sicher, dass ich zur Polizei oder BND möchte )?
3.) Ich habe noch nicht ganz verstanden, wie die Abschlussnote sich zusammen setzt bezogen auf das "Fachabi"?
--> Ich habe gehört, dass man sich die Noten, die im Abschlusszeugnis stehen, aussuchen kann, sprich bspw. Physik oder Chemie. Ich weiß, dass die Hauptfächer ins Zeugnis müssen.
4.) Müsste ich nach der Q1/Q2 dann auch noch ein Jahr Praktikum machen?
Das wäre es soweit und schon mal Vielen Dank.
Schönen Sonntag weiterhin.
MfG
Struppi95
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20-02-2012 14:44 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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20-02-2012 17:02 #3
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Na jaaa,
im Grunde wissen wir doch, dass zumindest in der "Mannschafts"laufbahn bei der Pozilei nicht gerade die großen Leuchten, sondern eher so die kleinen Lichter ihr berufliches Fortkommen suchen. (das sind die mit den grünen Sternchen auf der Schulter) Es müssen ja nicht nur Spuren gesichert und ausgewertet werden, irgend jemand muss am Tatort doch auch die Absperrbänder spannen, am Unfallort den Infusionsbeutel hochhalten, in der Einsatzhundertschaft den Kopf hinhalten wenn Steine fliegen (schönen Gruß an Amor) und die Knöllchen verteilen. Dazu reicht ein Hauptschulabschluss völlig, und die weiteren Kenntnisse werden auf der Polizeischule bzw. während der Praktika vermittelt. Als Abiturient, selbst mit "Puddingabitur" ist man da unter den Blinden der einäugige König.
Ein Notendurchschnitt von nur 9 Punkten sagt erst mal nicht viel aus; da kommt es auf die Streuung an. (ich hatte bei einem Schnitt von 11 Punkten damals als schlechtesten einen Sportkurs mit 7, den ich nicht streichen konnte) Wenn da allerdings ein paar Kurse zuviel dabei sind, wo die 5- Punkte- Hürde gerissen wurde, und man die nicht gestrichen bekommt, weil man entweder nicht genug andere hat oder sie gar nicht streichen kann, (Prüfungsfächer) dann kann es passieren, dass man am Ende eine Ehrenrunde dreht oder eben nur mit dem Realschulabschluss das Gymnasium verläßt. Delta GolfTja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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20-02-2012 18:29 #4
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Hallo,
und erstmal Danke für die Antworten.
E2 ist das zweite Halbjahr der Klasse 11.
Um Gottes Willen, ich habe in den Hauptfächern überall über 10 Punkte, nur in Chemie bin ich nicht gerade das Ass, dort habe ich auch nur 4 Punkte, was mein Notendurchschnitt ziemlich runterzieht. In den Restlichen Fächern, stehe ich über 8 Pkt.
Um bei der "Kripo" anzufangen, muss man dort erstmal ein Studium ablegen, und dies erfordert mindest. eine Fachhochschulreife.
Außerdem hab ich dieses Jahr nichts für die Schule getan, weshalb ich denke, dass wenn ich ein wenig lerne, auch noch ein, um einiges besseren Schnitt hinbekommen sollte.
MfGGeändert von Struppi95 (20-02-2012 um 18:31 Uhr)
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21-02-2012 11:02 #5
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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- 5.335
Aha!
11. Klasse erst. Dann ist Polen ja noch nicht verloren.
Setz Dich halt auf den Hosenboden, schaff was und sieh zu dass Du in Chemie auf einen grünen Zweig kommst. Zur Not musst Du eben einen Studenten dafür bezahlen, dass er Dir auf die Sprünge hilft. Ist alles halb so wild. 8- 9 Punkte sollten mit Lernen und Üben zu schaffen sein.
Die Offiziersausbildung der Kripo, die zur mittleren Dienstgradgruppe (silberne Sterne; Komissar) führt, findet an speziellen Polizeischulen statt. Da die Bildungsinhalte dort sich ohnehin stark von denen an zivilen Hochschulen unterscheiden, ist es im Prinzip egal, ob man eine Allgemeine HS- Reife oder eine FH- Reife hat. Man beginnt dort sowieso bei Adam und Eva und stellt keine Voraussetzungen, außer in den Dingen, die eben nicht zum Ausbildungsinhalt gehören; also z.B. Lesen, Rechnen, Schreiben, aber auch Dinge wie Hochdeutsch, Telefonieren und unfallfrei mit Messer und Gabel essen.Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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