Hallo,
Deine Frage nach dem Schwierigkeitsgrad eines Studiums kann Dir keiner wirklich beantworten, weil das jeder anders empfindet. Es gibt eine Menge Studiengänge, wo man sich ordentlich auf den Hosenboden setzen muß, aber wie schlimm man das empfindet, ist eben unterschiedlich. Mir hat's z.B. Spaß gemacht, mich tief in die Sachen reinzuknien. Und es gibt Studiengänge wie Medizin, wo man viel auswendig lernen muß, und naturwissenschaftliche/ingenieurstechnische Studiengänge, wo man viel verstehen muß.
Zur Frage Uni/FH: Wenn Du sagst, daß Du eher Theoretiker und nicht so der Praktiker bist, hast Du sie Dir schon beantwortet, das klingt nach Uni. Eine FH ist verschulter, und es geht mehr um die praktische Anwendung.
Zum Studiengang: Bist Du eisern auf NRW festgelegt? Wenn nicht, solltest Du Dir ruhig mal die Biosystemtechnik in Magdeburg anschauen. Da hast Du Chemie, Bio und Technik. Magdeburg ist auch eine traditionsreiche technische Uni, die Ausstattung (Computer, Bibliothek) ist vom Feinsten, die Betreuung von Seiten der Professoren und Mitarbeiter sehr gut und die Lebenserhaltungskosten in der Stadt sehr niedrig. Und hübsch saniert wurde sie seit der Wende auch. Viel Unisport, viel Grün in der Stadt, Elbe fließt durch, viele kulturelle Angebote tc. pp.
Ich weiß nicht, wie hoch der NC ist, da steht nur was von NC, vielleicht findest Du den irgendwo oder fragst einfach mal nach.
Die Berufsaussichten sind auf jeden Fall hervorragend. Dadurch, daß das nebenan liegende Max-Planck-Institut eng mit in dem Studiengang drinhängt, kriegst Du eine ganze Menge Kontakte, und solche fächerübergreifenden Disziplinen sind stark im Kommen. Wegen des berüchtigten Schweinezyklus würde ich nicht zuuu viel Wert auf die momentanen Aussichten legen; bei den Architekten heißt es schon seit einigen Jahren, daß die Aussichten bescheiden sind. Irgendwann werden aber definitiv wieder welche gesucht werden. Wenn Dir das räumliche Denken und zeichnen liegt und Du unbedingt Häuser entwerfen/sanieren/sonstwas möchtest, solltest Du das auch nicht vorschnell abtun.
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08-01-2009 23:52 #1kgb Gast
Welches Studienfach?? Meinung/Hilfe
Hallo an alle!
Ich bin zur Zeit in der 13. Klasse und habe hoffentlich im Frühling dann mein Abitur bestanden. Und so langsam stellt sich die Frage, was danach mit mir sein soll.
Ich weiß, dass hier einige ähnliche Fragen schon aufgetaucht sind, aber ich wollte auch mal Rat bei Studenten holen, damit ich mir auch sicher sein kann, dass die Infos auch stimmen.
Ich weiss noch nicht genau was ich studieren soll, würde es aber gerne tun.
Ich hatte da eher an Nuturwissenschaften und Ingenieurwesen gedacht (auch weil es gute Berufsaussichten gibt), jedoch bin ich mir nicht sicher...
Am besten schreib ich erstmal auf an welche fächer ich gedacht habe:
Architektur - so viel ich weiß sind da glaub ich nicht so gute berufsaussichten, da es schon zu viele von ihnen gibt, deshalb hab ich gedacht an...
Bauingenieurwesen - soll ein sehr schweres Studium sein ??
Chemieing. - ich interessierre mich eig. für chemie
elektrotechnik - weiß nicht ob mir das "zu technisch" ist
biotechnologie - scheint gut zu sein, da chemie auch mit enthalten ist und nicht nur reine biologie, denn ich interessiere mich eher für biochemie statt "biologie"
...so ich glaub das wars erst mal
Ich wollte ein paar infos von euch zu diesen Studienfächern, natürlich könnt ihr mir auch andere vorstellen (werde mich über jede infos freuen!!), hören, hoffe ihr könnt mir da weiter helfen.
- wie ist das studium allgemein (schwierigkeit, theorie, praxis)
- wie siehts im berufsleben/alltag aus (Chancen)
- welche voraussetzungen muss man mitbringen
- verdienst
....
Vvielleicht könnt ihr mir über eure eigene Erfahrungen berichten und mir ein paar Unis FHs in NRW nennen.
Ich hatte an RWTH Aachen, FH Jülich, FH Krefeld gedacht.
(an wie viele Unis sollte man sich eigentlich bewerben??)
Wie sieht es eigentlich aus mit Frauen in diesen Studienfächern und später im Berufsleben? Ich habe gehört, dass sie gefördert und auch gesucht werden, man ist sich aber trotzdem unsicher als Mädchen, was man darüber denken soll und es fehlt da doch etwas an mut.
Hoffe ein paar Studentinnen können mir ihre Meinung sagen.
Und noch zum Schluss etwas zu mir selber:
Ich habe als LKs Mathe und Deutsch. 3. und 4. Abifach ist geschi und chemie.
Mein Abidurchschnitt wird wahrscheinlich im zweier bereich liegen, da ich in der 13.1 nicht die Noten erzielen konnte die ich eigentlich wollte/erwartet hätte... vielleicht wird es mit etwas Glück und Fleiß noch 1,9 (hoffentlich!!!)
Soweit ich weiß hatte biotechnologie letztes Jahr einen nc von 1,2! Wie sehen da meine Chanchen mit meinen Noten aus??? Kann ich mich trotzdem dafür bewerben und auf eine positive Antwort hoffen?
Und was ist empfehlenswerter UNI oder FH?? (bin selber eig. nicht so praxisorientiert)
Hoffe das waren jetzt nicht so viele Fragen auf einmal, aber wenn man sich damit beschäftigt ergeben sich halt viele Gedanken/ Fragen. "Sorry"
Ich warte auf eure Meinung und danke schon mal voraus!!
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09-01-2009 09:32 #2"Wir sind durch Feuer und Wasser gegangen, aber du, Gott, hast uns herausgeführt ins Weite." (Psalm 66,12)
Copyright
Hier provisorisch die Quellenangabe: alles, was einen Bezug zu Otfried Preußlers kleinem Gespenst hat, ist aus: Preußler, Otfried: "Das kleine Gespenst", Thienemann-Verlag, 1984. Ab sofort distanziere ich mich jedenfalls vollständig von Otfried Preußlers kleinem Gespenst und bin ein beliebiges kleines Gespenst.
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09-01-2009 10:54 #3
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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- Beiträge
- 1.517
Was fasziniert dich denn besonders im naturwissenschaftlich-technischen Bereich? Gute Berufsaussichten lasse ich mal nicht gelten, schließlich wirst Du wahrscheinlich die nächsten Jahre/Jahrzehnte in der Branche arbeiten, da sollte schon ein wenig Begeisterung vorhanden sein.
Ist es mehr das theoretisch-mathematische?
Das praktische Basteln/Schrauben?
Der chemische Bereich, also Laborarbeit?
Ich glaube, darüber solltest Du Dir vor der Wahl des Studiengangs klar sein. Ansonsten empfehlenswert: sich mal die Studienverlaufspläne zu den in Frage kommenden Studiengängen ansehen, also welche Fächer man belegen muss, und eventuell mal zu Unis/FHs hinfahren, vor Ort mit Leuten quatschen und sich das Umfeld ansehen. Und vielleicht mal im Berufs-Info-Zentrum (gibt es bei jedem größeren Arbeitsamt) nach Informationen zu den Studiengängen fragen.
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09-01-2009 12:28 #4Typ XXI Gast
Das nächste Spiel ist immer das schwerste.
Klar, dass man als Abiturient erst mal nur an den nächsten Schritt denkt. Das kann aber einer in die falsche Richtung sein.
Am besten, du verschaffst dir mal einen Einblick in die verschiedenen Berufe und ihren Alltag. Darin musst du nämlich viel länger verweilen (Rente mit 67) als an einer Hochschule.
Die Berufsaussichten sollten nur zu etwa 40% zur Wahl des Studienfachs beitragen; des weiteren 40% persönliches Interesse und 10% praktische Erwägungen. (Nähe zum Wohnort usw.)
Alle technischen und naturwissenschaftlichen Studiengänge sind mehr oder weniger mit Mathe be(über-)frachtet und anspruchsvoll bis schwierig. Dafür ist NC meist kein Thema.
Für eine junge Dame können die Praktika in der Industrie eine Herausforderung für ihr dickes Fell und ihr Durchsetzungsvermögen darstellen. (Aber wer will schon immer in die Kuschelecke?)
Um Arbeitsämter würde ich zunächst einen Bogen machen.
Manche Menschen fühlen sich zum Ingenieur geboren. Die anderen sind im Beruf bestenfalls mittelmäßig und nur in Vertrieb und Controlling zu gebrauchen. Um das heraus zu finden, kann ein Industriepraktikum nützlich sein, während sich deine Kammeraden unter südlicher Sonne aalen. Kümmere dich am besten jetzt schon darum.
Verdienst?
Als Ingenieur verdient man in der Industrie nicht schlecht. Einstiegsgehalt als Master ~ 50.000 €/a. Besser als Harz IV, oder?
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09-01-2009 16:01 #5
"Student" (20-79 Beiträge)
- Registriert seit
- 18.09.2008
- Beiträge
- 26
Bezüglich der Berufschancen möchte ich aus meiner Beobachtung im Bekanntenkreis berichten: Ingenieure, gerade für E-Technik, Informatik etc. verlieren schnell an "Wert", da ihr Wissen schnell veraltet und dann hat man auch keine wesentlich besseren Berufschancen mehr, als andere Akademiker. Es ist also extrem wichtig, sich permanent und gezielt weiterzubilden (neue Sprachen und Verfahren lernen...). Damit hängt auch zusammen: Es sollte unbedingt ein Fach sein, wofür Du Dich Dein Leben lang begeistern kannst.
Bewerben solltest Du Dich auf jeden Fall an den Unis für alle Fächer, die Du wirklich willst, finde ich. So sammelst Du im Zweifelsfall Wartesemester. Und: Im vergangenen WiSe waren die NCs bundesweit höher, da zwei Jahrgänge auf einmal an die Unis kamen. Es ist also denkbar, dass er im kommenden WiSe wieder etwas sinkt. Und NCs kann man nie genau vorhersagen, da sie sich an den Bewerbungen orientieren. (Es gibt eine bestimmte Anzahl Studienplätze (y) und n Bewerber. Damit werden die y besten gewählt und im Nachhinein kann man sagen: "Hätte ich den NC x gehabt, wäre ich unter den y gewesen.")
An wie vielen Unis sollte man sich bewerben? Gerade wenn Du Zweifel wegen des NCs hast, an allen, die für Dich wirklich in Frage kommen.
Die Idee mit dem Praktikum finde ich empfehlenswert. Das mit den 50.000€ kann ich aus meiner Erfahrung aber nicht bestätigen, schon gar nicht als Einstiegsgehalt, aber da gibt es sicher sehr große Schwankungen.
Ob Frauen - gerade im Studium - mehr, gleich oder weniger gefördert werden als Männer, hängt stark vom Dozenten ab. Ich kenne einige (erstaunlicherweise eher Dozentinnnen) die es Frauen eher noch schwerer machen im Studium. Außeruniversitär gibt es im naturwissenschaftlichen Bereich wohl mehr Förderprogramme für Frauen als für Männer.
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