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  1. #1
    Nacrim ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    Notensystem sinnlos/unfair?

    Hallo zusammen,

    Ich weiß ich bin hier gerade angemeldet und sage hiermit mal vor meinem ersten Beitrag "Hallo!".
    Es ist jedoch ein, meines Erachtens, ein unglaublich wichtiges Thema und es entzieht sich komplett meinem Verständnis wie sowas einfach so hingenommen wird, bzw. überhaupt so gehandhabt wird:

    Es geht um das Notensystem der Universitäten in Deutschland.
    Soweit es mir bekannt ist, beläuft sich dieses flächendeckend auf alle Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen in Deutschland, sieht es folgender Maßen aus:
    1,0
    1,3
    1,7
    2,0
    2,3
    2,7
    3,0
    3,3
    3,7
    4,0
    5,0 bzw. NB
    Natürlich beziehe ich mich hierbei auf die Benotung der Klausuren, nicht auf irgendwelche Durchschnitte die berechnet werden ( natuerlich voellig unfair, wie ich später nochmal darauf zurueck komme ).

    Wo ist das Problem, wird man sich jetzt fragen, was will dieser Typ jetzt?

    Naja, schauen wir mal hin.

    Hauptfrage hier bei ist : Wieso (zum Teufel!) ist das Notensystem so ungenau? Und was für einen VORTEIL ergibt sich dadurch gegenüber einem auf Zehntel genauen System?

    Jetzt würden manche sagen:
    Ach komm, beim Abitur ist es doch auch gerade mal 1 , 1-, 2+, 2 etc. ... .

    Das Argument möchte ich mal mit folgendem davon schlagen:
    Mich interessiert vorerst, einen ****** was beim Abitur ist. Wir sind Studenten der "elitären" Universitäten Deutschland's, dass kann nicht sein das wir sowas als Notensystem haben.
    Und zweitens, wer sagt das man es beim Abitur nicht genauso genauer machen könnte?
    Gut, ok. Soweit in Ordnung.

    Nächstes "Gegenargument":
    Ja, aber was bringt den ein Notensystem auf ein Zehntel genau?

    Erstmal für die, die fragen was ich meine: 1,0 , 1,1 , 1,2 usw. .
    Was es bringt?
    Am liebsten würde ich wieder meine Hauptfrage aufwerfen und sie als Gegenfrage dazu formulieren: Was (zum Teufel?) bringt mir ein Notensystem was möglichst "ungenau" ist?
    Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, wieso man vom "Standard" den man sich zuerst denken würde, wenn man das Grundprinzip aufstellt "Wir wollen Noten von 1-5(6) vergeben.", nicht benutzt, sonst auf ein völlig sinnloses Konzept zurückgreift, was GARKEINEN Vorteil mir bringt, gegenüber der genausten Variante.
    Jetzt mal die Vorteile des genauen Systems und die jeweils sinnlosen Pendants des aktuellen Systems:

    1. Genauigkeit
    a)
    Es ist GENAUER. Genau (!), es ist einfach besser, und zeigt deutlich mehr Möglichkeiten zur Leistungsverbeserung dar ( ja ich weiß, Leistung ist heutzutage auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft nicht mehr gefragt, aber trotzdem, es ist das wichtigste wenn es um ein Ergebnis einer "Leistungsabfrage" ex equo einer Klausur geht ).
    Es bietet die Möglichkeit genau zu differenzieren zwischen wirklich "fehlerfrei" (=1,0) und einem Fehler oder mehr Fehlern. Und das ja wohl das interessante beim Ergebnis der Klausure, für uns Studenten und auch für die Menschen die diese Klausur später auswerten und ihren Schwierigkeitsgrad beurteilen.
    b)
    Ok, ich bin zu faul es so genau zu machen ( obwohl ich gelernte Universitäts Professor und Doktor und was auch immer Mathematik oder Statistik bin und müsste eigtl. nur m ein Auswertungsprogramm für Klausuren kurz in 5 Minuten umschreiben, aber nein, "kein Bock"), also kürzen wir es, damit wir weniger Arbeit haben.
    Wieso (zum Teufel!) nehme ich dann solch sinnlose Intervalle wie 1,0 1,3 1,7 2,0 ?!
    Schon allein dieses 0,4 Intervall im vergleich zu den 0,3 müsste direkt jedem ein bisschen logisch denkendem Menschen zeigen, WIE unfair das ist? ( Erläuterung, in den nächsten Punkten)

    2. Wann ist ein NotenPUNKTEsystem am "besten"?
    a)
    Wunderbar, die einzig richtige Logik für ein möglichst gutes Verhältnis von Punkten zu Note ist erfüllt. Welches?
    Ich denke, selbst die unter uns die es sich mit Mathematik schwer tun, so wie ich, werden dies verstehen.
    Wenn man Klausuren bepunktet, d.h. wenn was richtiges ist Punkte vergibt und wenn was falsch ist keine vergibt bzw. welche abzieht (ja, sogar da klappt es!), und am Ende die Punktzahlt in eine "Note" umrechnet, also diese Punktzahl bewertet, wäre das beste Szenario, dass 1 Punkt = 1 "Notenpunkt". D.h. das Intervall zu Punkte pro Note muss möglichst klein gehalten werden, am besten muss es gleich 1 sein.
    Natürlich ist das nicht einfach so erfüllbar, dass ist mir auch klar, man braeuchte nach dieser Logik bei einer 60 Punkte Klausur 60 Notenpunkte ... NEIN!
    Stimmt nämlich garnicht. Die noten sind ja nur im Intervall 1-4 ( +NB ) vorhanden.
    ACH, schau mal einer an, wenn man jetzt hingeht und beim Zehntel genauen System die Punkte auf Noten vergibt, funktioniert es haar genau.
    60 Pkt. => 1,0
    59 Pkt. => 1,1
    58 Pkt. => 1,2
    .
    .
    .30 Pkt => 4,0
    Wahnsinn! Sogar das Klischee "Die Hälfte reicht zum bestehen ist erfüllt!".
    Ja, mir ist klar, dass es nur bei einer 60 Pkt. Klausur genau hinhaut. Jedoch stellt es keine Problematik dar, bei mehr als 60 Pkt. erhöht sich das Intervall dann halt auf 2 oder 3, ... man koennte auch mit halben Punkten oder viertel Punkten arbeiten und das Verhältnis würde gleich bleiben.
    Ja, mir ist klar, dass besonders bei weniger als 60 Pkt. es ein Problem darstellt, aber auch da kann man bestimmt Lösungen erarbeiten. Dafür gibt es Mathematik Professoren, Doktoren und so weiter. Und die werden dafür sogar bezahlt!
    b) WAS SOLL DAS?!
    Was bringt mir jetzt, dass ich quasi ein im Bereich "1,0" 4 Fehler machen darf? Aber dann im Bereich 1,7 darf ich genauso 4 Fehler machen, somit dann sagen wir 12 maximal, obwohl das Notenintervall viel größer ist (25% größer als beim 1,0 Intervall!)?
    Ich versteh es nicht, ich bin zwar kein Mathematiker, aber ich wüsste mal gerne mit welche wissenschaftlicher Begründung man einfach so, ein für mich mathematisch und logisch gesehen, völlig untragbares und unfaires Notensystem über Jahrzehnte lang benutzt? Wie koennen diese ganzen angeblich "ach so intelligenten Mathematiker, Statistiker und was auch immer", an unseren "elitären" Hochschulen, so einen SCHWACHSINN durchgehen lassen?

    3. Was ist jetzt daran "unfair"?
    a)
    Wieder mal, voellige Logik.
    Durch die in Punkt erwähnte Tatsache, dass ich ein Punkte zu Noten Intervall von 1 hab, bestehen keine Probleme bei der Vergleichbarkeit zwischen den Bewertungen einzelner Studenten.
    Jemand der eine 1,0 hat, hat keinen Fehler gemacht. Macht einer einen Fehler ( beim perfekten Modell, bei anderen wären es dann eine beliebige Zahl x an Fehler, welche dann dauernd gleich bleibt ) kriegt er eine 1,1. Bei zwei Fehler eine 1,2 , bei 3 Fehler eine 1,3 usw. .
    Keine Probleme, wie jetzt die folgenden.
    b)
    Was soll das?
    Bleiben wir weiter beim "perfekten" Klausurbeispielt mit 60 Punkten, nehmen aber das aktuelle System.
    Ok, jemand der keinen Fehler macht bekommt, eine 1,0. Alles ok.
    Jemand macht 2 Fehler, dann bekommt er schon eine 1,3. Hm ok, jetzt macht jemand 4 Fehler, dann bekommt er schon eine 1,7. Alles klar, wenn das jetzt aber so weiter laufen würde, würde das Notensystem nicht hinhauen, ergo muss man das Intervall vergrößern. Was passiert?
    Jemand der jetzt 7 Fehler macht, bekommt IMMERNOCH eine 1,7.
    Wo ist da jetzt irgendeine Art von Vergleichbarkeit?! Derjenige mit 7 Fehlern ist, fast doppelt so schlecht wie die Person mit 4 Fehlern und beide bekommen die gleiche Note... das ist alles andere als fair, vergleichbar oder sonst irgendwas.
    Es ist Leistungsbetrug!

    4. Leistungsbetrug
    a)
    Wieder mal kein Problem, durch das stabile und gleichmässige Verhältnis von Punkten zu Noten ist es eindeutig, dass jemand der einen Feher mehr macht als der andere, auch dementsprechend ein Tick schlechter Bewertet wird. Und für jeden Punkt den ich mehr schaffe ( ergo "LEISTE" ich mehr ), bekomme ich auch eine bessere Note.
    b)
    Was soll das eigentlich?
    Wenn ich mir jetzt den Verlauf eines Semesters anschaue, und sagen wir ich wuerde jedes mal diese 4 Fehler bei einer 60 Pkt. Klausur mit aktuellen Notensystem machen. D.h. ich verfehle jedes mal die 1,3 mit einem(!) Punkt. Ok, nicht schlimm, ... NEIN! , es ist schlimm, denn jedes mal bekomme ich dafür direkt eine 1,7.
    Wenn man das hochrechnet, prozentual oder wie auch immer, werde ich jedes mal um 30% meiner Leistung in dem Fall betrogen. Super Leistung! Danke für diese elitäre Unterstützung von "Leistung" liebe Universität!

    5. Mathematisch nicht tragbare Durchschnitte
    a)
    Ich werde hier nichts mehr aufführen, es ist deutlich geworden, dass dieses Modell gegenüber diesen Argument nur Vorteile bietet, wer mir das logisch anders argumentieren kann, bitte sehr.
    b)
    Ok, d.h. jedes mal werde ich jetzt um ein paar Notenpunkte betrogen. Aber am Ende bekomme ich doch trotzdem den "echten" Schnitt. 1,2 2,6 oder sowas.
    Nein, dieser Schnitt ist, meines Erachtens Mathematisch nich tragbar. Wieso?
    Ich bin kein Mathematiker, sondern nur ein logisch denkender Mensch.
    Vergleichen wir es mit Einkommensdurchschnitten. Es gibt doch immer in alle Unizeitschriften, diese Angaben zu Durchschnittseinkommen bei verschiedenen Einsteiger Jobs nach dem Studium, Ausbildung oder was auch immer.
    Dann stehen da so kosmisches Zahlen wie "Laborarzt: 12000€", oder "Architekt 3000€". Kennt ihr irgendeinen Laborarzt, der als Einstiegsgehalt 12000€ bekommt?
    Diese Summen die da stehen, existieren nicht, sie werden so gut wie niemandem in Deutschland ausgezahlt, sondern: Die Min/Max davon, gibt es. Es gibt schlecht bezahlten , die dann evtl. 6000€ verdienen. Und dann gibt es die Jahrgangsbesten die über Bekanntschaften oder überragenden Leistung DEN Ultra Job haben und gut knapp 18000€ verdienen. Und dann enstehen solche Durchschnitte... und diese sind einfach nicht tragbar, weil sie als Einzelbetrag nicht vorkommen.

    Genauso ist es bei unseren Noten. Es gibt dann ganz tolle Durchschnitte wie, 1,2 1,9 oder 2,5. Aber diese Noten gibt es nicht als Klausurnoten. Wie kann ich dann behaupten, dass ich so einen Durchschnitt hab, wenn es diese Bewertung im engeren Sinne nicht gibt?
    Davon abgesehen, verschlechtert sich mit jeder Klausur, aufgrund von Argument Nr.4, jedes mal mein Schnitt. Jedes mal werde ich z.B. im Szenario 4. um 30% betrogen und falle dadurch in der Vergleichbarkeit.
    Ach und nebenbei, schafft sich die Universität neuerdings ein weiteres Aussiebverfahren.

    6. Aussiebverfahren by Politik und Universitäten
    a)
    kein Kommentar
    b)
    Dies gilt nur für Studierende der völlig sinnlosen Bachelor / Master Studiengänge ( Ja, leider bin ich auch so einer).
    Es ist ja bekannt, dass man einen Master bei den meisten Universitäten nur mit dem Bachelor Durchschnitt 2,5 studieren kann.
    Muss ich noch was sagen?
    Siehe Punkte, 5. Leistungsbetrug. Jedes mal werden wir um unsere Leistungs betrogen ( die einigen mehr die einigen weniger; nur Wenige haben das Glueck genau die "sinvollen" Punkte für die jeweilige Note zu treffen, 1,7 oder sowas).
    Jedes mal geht die Universität hin und "rundet" sich unsere Noten "auf". Wir werden jedes mal ein bisschen schlechter bewertet.
    Und dadurch schaffen sie es wunderbar, bestimmt ein richtig große Menge von Leuten in den "2,7" Bereich zu schieben ... ach sie mal einer an, was meint ihr WIEVIELE davon unter 2,5 theoretisch liegen würden, wenn das System FAIR, LOGISCH und MATHEMATISCH TRAGBAR wäre?
    Ich weiß es nicht, leider habe ich dazu keine Zahlen gefunden, aber ich behaupte mal, das in diesem Notensystem sich sehr sehr viele Stundenten aufhalten. Mehr als weiter untern oder weiter oben ... .
    Dadurch haben es die Universitäten geschafft, wieder mal ein paar Prozent potentieller Studenten abzuschaffen. Gratulation! DAS ist eine gute Leistung!

    Es gibt noch bestimmt ein paar weitere gute Argumente gegen dieses System.

    Was mich viel mehr Interessiert ist eigentlich, wie schon am Anfang gesagt:
    Argumente gegen das vermeindlich "bessere" System.

    Aus meiner Perspektive ist es nichts weiter als Faulheit. Ende.
    Ich bin zwar erst im zweiten Semester jetzt, und die meisten hier werden behaupten ich hab ja gar keine Ahnung wie schlimm es an den Universitäten zu geht, aber ueberlegt einfach mal, dass jeder von uns dadurch profitieren würde. Jeder, fast jeder haetten in allen Klausuren eine bessere Note. Die meisten hätten einen besseren Schnitt, und es wäre viel besser Vergleichbar was wer wie wo geleistet hat ( für alle die, die jetzt sagen : " Wenn alle besser werden, ist es doch wieder genauso wie vorher." NEIN IST ES NICHT!).
    Ich hab mich deswegen tierisch nach meiner ersten Klausur aufgeregt, und habe lange überlegt ob ich der einzige Vollidiot bin dem das durch den Kopf geht, ich hab Studenten verschiedener Fachrichtungen gefragt was sie davon halten und JEDER , wirklich JEDER hat gesagt "hej ... du hast recht, das ist ziemlich sinnlos".

    Jetzt frag ich mich natürlich, was kann ich dagegen machen? Oder besser, was kann man da gegen machen?
    Muss man da wieder auf die Straße gehen? Muss man sich mit ein paar tausend Studenten auf irgendwelche Autobahnen setzen (Respekt, das war eine super Aktion!)?
    Wer ist dafür verantwortlich?
    Diese Frage wiederrum kann ich sogar fast beantworten, weil ich zufaellig mal meinen Statistik Professor darauf angesprochen hab und er hat mir zu 100% zugestimmt , und hat gesagt, dass es nichts weiter ist als "Verzicht auf Genauigkeit".
    Er hat gesagt, dass irgendwelche Juristen das einfach so in die Prüfungsordnungen geschrieben haben und alle dem Folgen müssen. Stimmt sowas?

    Ich fänds toll wenn ihr ausfürhlich antwortet, begründet, bzw. mir erklärt, wenn ich etwas komplett falsch dargelegt hab und es garkeine Logik hat, obwohl ich es dauernd behauptet habe.
    Und wenn man was dagegen tun kann, dann her damit! Ich würde mich wirklich dafür einsetzen. Ich würde es zumindest versuchen.
    Es gibt doch bestimmt ein paar begabte Rechtswissenschaftler hier, die genug Ahnung haben, um irgendwie Anstöße geben zu koennen, wie man sowas verbessern kann.

    Danke für den Fleiß den Text zu lesen und ich hoffe es Antwortet überhaupt wer!

    Mit freundlichen Grüßen
    Marcin

    P.S. Entschuldigt für die ganzen Rechtschreibfehler die mir beim 5. Durchlesen nicht aufgefallen sind und entschuldigt für den leicht "aggressiven" Stil.

  2. #2
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    Zitat Zitat von Nacrim Beitrag anzeigen
    Hauptfrage hier bei ist : [U]Wieso (zum Teufel!) ist das Notensystem so ungenau? ... Ach komm, beim Abitur ist es doch auch gerade mal 1 , 1-, 2+, 2 etc. ... .
    Da stehen Frage und Antwort beeinander.
    Mal ehrlich: zehntelgenaue Noten gaukeln eine Präzision in der Differenzierung vor, die absolut unrealistisch ist, und das sage ich Dir mit 4jähriger Lehrerfahrung an der Uni und einer nicht ganz kleinen Zahl abgenommener mündlicher Zwischenprüfungen. Wie Du Leistung in 40 Zwischenstufen (1,0...4,9?) wirklich bewerten willst, ist mir völlig schleierhaft.

    Zitat Zitat von Nacrim Beitrag anzeigen
    Wir sind Studenten der "elitären" Universitäten Deutschland's,...
    Wer Deppenapostrop'h und Deppen Leerzeichen in seinem Sprachrepertoire hat, gehört nach meinem Empfinden gar nicht an die Universität, aber das ist meine ganz persönliche Sicht der Dinge, der Du nicht zustimmen musst.

    Zitat Zitat von Nacrim Beitrag anzeigen
    Und zweitens, wer sagt das man es beim Abitur nicht genauso genauer machen könnte?
    Wozu? Der Kampf um die Abstufung mit 15 Punkten ist doch oft genug schon schwierig genug.

    Zitat Zitat von Nacrim Beitrag anzeigen
    Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, wieso man vom "Standard" den man sich zuerst denken würde, wenn man das Grundprinzip aufstellt "Wir wollen Noten von 1-5(6) vergeben.", nicht benutzt, sonst auf ein völlig sinnloses Konzept zurückgreift, was GARKEINEN Vorteil mir bringt, gegenüber der genausten Variante.
    Ganze Notenstufen ermöglichen zu wenig Differenzierung. Deswegen gibt es für jede Note eine Verstärkung und eine Abschwächung. In der Schule heisst das wahlweise "2+" oder "12 Punkte", an der Uni meist eben "1,7". Wo ist Dein Problem?!

    Den Rest lasse ich mal so stehen. Anscheinend hast Du Langeweile...

    P.
    Geändert von Paracelsus (17-05-2009 um 13:52 Uhr)

  3. #3
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    Ich weiß nicht ob ich mich nicht richtig ausgedrückt habe, aber es ist weder fair noch leistungsorientiert, und das sollte meines Erachtens das wichtigste bei einer Benotung sein.
    Und nur, weil auf Zehntel genaue Noten nicht "genau genug" sind, ist das ja wohl kein Argument noch "ungenauer" zu werden bzw. wieso versucht man es nicht möglichst genau zu nehmen.

    Aus deiner Aussage verstehe ich, dass du das aktuelle System mit einer Verstärkung und Abschwächung der einzelnen, präziser wäre als eine Benotung mit auf Zehntel genauen Noten?

    Es ist mir schon klar, dass das von mir präferierte System eine differenzierte Notegebung "vorgaukelt", dass macht aber jedes Notensystem. Und dieses würd es aber am wenigsten tun.
    Denn was macht es schon für einen Sinn, Zahlen als Noten zu verwenden, ohne dabei möglichst genau zu sein.
    Das ist quasi so als ob man bei Geld auf möglichst wenige Zahlen zurückgreifen würde und es gibt nur noch die Preise 1€, 100€, 1000€ etc. .

  4. #4
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    Zitat Zitat von Nacrim Beitrag anzeigen
    Aus deiner Aussage verstehe ich, dass du das aktuelle System mit einer Verstärkung und Abschwächung der einzelnen, präziser wäre als eine Benotung mit auf Zehntel genauen Noten?
    Nein, das ist nicht meine Aussage. Meine Aussage ist: das System ist präzise genug und Zehntelstufen gaukeln nur eine vermeintliche Präzision vor, die aber nicht gegeben ist. Es ist unmöglich, zwischen 2,1 und 2,2 bei einer mündlichen Prüfung zu unterschieden. Bei schriftlichen Prüfungen mit exakt pro Aufgabe vergebenen Punktzahlen könnte man das machen, wobei auch da der Nutzwert fraglich erscheint.

    Zitat Zitat von Nacrim Beitrag anzeigen
    Denn was macht es schon für einen Sinn, Zahlen als Noten zu verwenden, ohne dabei möglichst genau zu sein.
    Warum willst Du Dich dann nur auf Zehntelnoten beschränken? Ist doch eine genauso willkürliche Grenzziehung, oder? Man könnte doch noch 2-10 Zwischenstufen einführen, um es noch genauer zu machen.

    P.

  5. #5
    Avatar von Neroli
    Neroli ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Ich könnte dir jetzt viel erzählen zum Thema Sampling, Unterabtastung, Gesetz der großen Zahl etc.pp., aber lasse es bei einem generellen Rat: Versuch nicht, Leuten ihre bestehenden Systeme madig zu machen, bevor du gezeigt hast, dass du gut genug bist. Ist auch ein guter Ratschlag für deine berufliche Karriere, glaub mir. Als Revoluzzer muss man seine Themen gut wählen und gut vorbereitet sein. Dein Thema ist leider langweilig. Such dir bessere Ziele!

    Ciao,
    Neroli

    Life’s about film stars and less about mothers
    It’s all about fast cars cussing each other
    But it doesn’t matter cause I’m packing plastic
    and that’s what makes my life so fucking fantastic


    Lily Allen - The Fear

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