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  1. #1
    mnjhuz76 Gast

    Erststudium mit Ende 30?

    Moin zusammen

    mich würde mal Eure Meinung interessieren. Ich habe 1990 mein Abi gemacht und habe mich seinerzeit entschieden, nach dem Wehrdienst eine Ausbildung zu machen, damit ich erstmal einen verwertbaren Abschluß in der Tasche habe.

    Eigentlich war geplant, dann nach der Ausbildung zu studieren, es begab sich aber so, daß mir direkt im Anschluß an die Ausbildung ein lukratives Angebot gemacht wurde, ich mit Anfang 20 die Dollarzeichen in den Augen hatte und das Thema Studium erstmal ad acta gelegt habe. Mein beruflicher Werdegang gestaltete sich im Laufe der Jahre recht erfolgreich, bis die Firma Anfang des Jahres dicht gemacht hat und ich seitdem auf der Straße stehe.

    Erstmal war ich natürlich geschockt, aber auf den zweiten Blick sehe ich das jetzt als Chance, den lange gehegten Traum des Studiums anzugehen. Mit 39 Lenzen. Da ein Abischnitt von 2,6 und 38 Wartesemester wohl ausreichen dürften, rechne ich mal nicht damit, keinen Studienplatz zu bekommen.

    Mich würde mal interessieren, ob hier noch mehr Leute unterwegs sind, die sich erst sehr spät im Leben für ihr Erststudium entschieden haben. Ob und falls ja, welche besonderen Hürden sie zu meistern hatten oder wie z.B. die Akzeptanz unter den wesentlich jüngeren Kommilitonen ist. Ethisch schwingt unterbewußt natürlich immer der Gedanke mit, einem Jüngeren den Platz wegzunehmen.

    Cheers,
    Peter.

  2. #2
    lausitzer ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    18.06.2006
    Beiträge
    3.691
    Hallo.

    Endlich mal einer, der das mit dem lebenslangen Lernen wörtlich nimmt.

    Ich würde an Deiner Stelle kein klassisches Erststudium in Betracht ziehen, sondern eher nach Angeboten schauen, die sich an Leute mit beruflicher Praxiserfahrung richten. Ggf. gibt es auch berufbegleitende Studiengänge, was sowohl zeitlich als auch finanziell ein Vorteil sein kann, wenn Du daneben weiterhin z.B. eine Teilzeittätigkeit im erlernten Beruf anstrebst.

    Womöglich ist es nicht ganz förderlich, die berufliche Praxis völlig zu verlassen und in einigen Jahren als Bachelor-Absolvent mit unterbrochener Berufspraxis und dann über 40 Jahren wieder den Einstieg zu versuchen.
    Dann ist man womöglich zu alt. Den Vorteil der Berufserfahrung und auch die Vertrautheit mit dem entsprechenden Umfeld solltest Du Dir gegenüber den jüngeren Hüpfern, die mit Dir den Vorlesungssaal teilen, bewahren.

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