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  1. #1
    Teetrinker ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    7

    Studium mit Aussicht auf abwechslungsreichen Beruf?

    Hi!

    Ich habe letztes Jahr mein Abi gemacht und bin momentan auf der Suche nach einem passenden Studiengang…

    Am liebsten würde ich zur Polizei gehen, da mich einerseits der Beruf an sich und die Vielseitigkeit dort interessiert, andererseits auch wegen der Arbeitsweise, die einen dort erwartet.

    Ich hätte später gern einen Beruf mit möglichst viel Abwechslung, bei dem ich morgens (bzw zu Schichtbeginn) noch nicht weiß, was mich den Tag über erwartet, bei dem ich mich auf viele verschiedene Menschen und Situationen einstellen muss und möglichst wenig Zeit am Schreibtisch verbringen muss. Und das möglichst jeden Tag aufs Neue, ohne irgendwelche langfristigen Projekte.

    Nun scheidet die Polizei leider aus, da meine Sehkraft dafür zu gering ist, weshalb ich nach einem Studiengang suche, mit dem später eine ähnliche Arbeitsweise möglich ist.


    Rein vom Interesse her würde ich am liebsten Psychologie studieren, aber einerseits bin ich von den möglichen Berufen nicht so richtig begeistert (wobei es hier ja sehr viele Möglichkeiten gibt, da ließe sich vielleicht doch was finden), vor allem habe ich aber keine Lust auf die lange Wartezeit (Abi 2,3 und bisher 0 Wartesemester).

    Außerdem ganz interessant finde ich Geographie, was aber scheinbar nur auf Bürojobs hinausläuft ohne jede praktische Tätigkeit (zumindest habe ich bisher nichts anderes gefunden).

    Lehramt am Gymnasium könnte ich mir auch vorstellen. Das einzige Unterrichtsfach, für das ich mich neben Geographie aber halbwegs begeistern könnte, wäre allerdings vielleicht noch Politik und von der Kombination wurde mir bisher von jeder Studienberatung abgeraten, wenn es um die Einstellungschancen ging.

    Eventuell wäre auch ein Beruf Richtung Sozialarbeit ganz interessant, allerdings habe ich mir viele Vorlesungen und einige Seminare aus (Sozial-)Pädagogik, Erziehungswissenschaften und Soziale Arbeit angehört und fand diese in den meisten Fällen extrem langweilig, da meiner Meinung nach 90 Minuten diskutiert wurde, ohne dass irgendetwas dabei erreicht wurde…

    Die Studienberatung beim Arbeitsamt konnte mir auch nicht wirklich weiterhelfen. Der einzige Vorschlag dort war, zur Feuerwehr zu gehen, was leider ein Studium in einem Technischen Studiengang voraussetzt, was mich so überhaupt nicht interessiert.


    Hat hier vielleicht jemand einen hilfreichen Tipp für mich?

  2. #2
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Zitat Zitat von Teetrinker Beitrag anzeigen
    was leider ein Studium in einem Technischen Studiengang voraussetzt, was mich so überhaupt nicht interessiert.
    Tja, da bleibt wirklich nicht viel übrig. Für die meisten Inschinöre gilt auch heute noch: "Jeden Tag ein neues Spielzeug."

    Ich nehme an, dass Dir dann auch ein naturwissenschaftliches Studium nicht recht zusagen würde.

    Mit einem Schnitt von 2,3 würdest Du auch auf ein Medizinstudium eine Weile warten müssen; fällt also auch flach.

    Was ist mit Jura? Das Studium soll zwar auf eine sture Büffelei rauslaufen, aber die Tätigkeit als Anwalt bzw. Richter ist wohl ähnlich abwechslungreich wie der Polizeidienst auch. (allerdings ist es zu 95% ein Bürojob)

    Sonst wüsst ich auch nicht. Muss es denn unbedingt ein Studium sein?
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

  3. #3
    Teetrinker ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    7
    Danke erstmal für die Antwort!
    Die meisten Ingenieure (die ich kenne) verbringen aber den allergrößten Teil ihrer Arbeitszeit am Schreibtisch.
    Die Idee mit Jura ist gar nicht schlecht, nur das Studium wäre mir wohl doch zu trocken.

    Naturwissenschaften... Physik fand ich zumindest in der Schule immer interessant und war auch gut darin. Nur war ich einerseits nie so der Freund von Mathe (was einen großen Teil des Physikstudiums einnimmt) und andererseits stören mich auch hier wieder die Berufsaussichten (klar, damit könnte man sich auch bei der Feuerwehr bewerben, aber die Chance ist nicht groß genug um das wirklich als Motivation fürs Studium zu sehen)
    Auf Lehramt wäre es aber vielleicht eine Möglichkeit.

  4. #4
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    06.01.2004
    Beiträge
    2.726
    Zitat Zitat von Teetrinker Beitrag anzeigen
    Lehramt am Gymnasium könnte ich mir auch vorstellen. Das einzige Unterrichtsfach, für das ich mich neben Geographie aber halbwegs begeistern könnte, wäre allerdings vielleicht noch Politik und von der Kombination wurde mir bisher von jeder Studienberatung abgeraten, wenn es um die Einstellungschancen ging.
    Nunja, da die keine Glaskugel haben und nicht wissen, was in 5-6 Jahren so an Lehrern exakt gebraucht wird, ist das mit solchen Aussagen immer so eine Sache. Sicherlich sind die Chancen mit Kombinationen aus verschiedenen Naturwissenschaften, Musik und kath. Religion weitaus erfolgversprechender...

    Aaaaaber: ein Lehrer unterrichtet primär keine Fächer, sondern Kinder und Jugendliche, also Menschen! Die Fächer sind für die Frage, ob man den Beruf des Lehrers ergreifen möchte, erstmal völlig sekundär. Es gibt viel zu viele mäßige bis schlechte Lehrer, die nur eher aus Verlegenheit Lehrer geworden sind. Stell Dir die Frage, ob Du wirklich tagein, tagaus, jahrein, jahraus vor 30 pubertierenden 13-15jährigen stehen willst, die sich einen Sch... für das interessieren, was Du da vorne erzählst, sondern ganz andere Dinge im Kopf haben. Hast Du so viel Begeisterungsfähigkeit, dass beim größten Teil von ihnen doch irgendwas hängen bleibt und so viel Frustrationstoleranz, dass sie Dich nicht binnen 15-20 Jahren in den klapsmühlenreifen Zustand versetzen? Welche Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen hast Du schon? Jugendgruppen? Nachhilfeunterricht? Etc. pp.

    Mach Dir dazu als erstes ehrliche Gedanken und dann überleg, ob Du Lehrer a) werden möchtest und b) überhaupt werden könntest. "Vormittags recht und nachmittags frei" ist eine der albernsten Legenden, die es gibt. Das passt vielleicht noch auf Sportlehrer, aber auch die haben nachmittags nicht frei, weil Oberstufensportunterricht oft in der 9./10. Stunde liegt...

    P.

  5. #5
    Teetrinker ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    7
    Es gibt viel zu viele mäßige bis schlechte Lehrer, die nur eher aus Verlegenheit Lehrer geworden sind.
    Das stimmt auf alle Fälle, bei den meisten meiner ehemaligen Lehrer hatte ich das Gefühl, dass nur das Interesse für die Fächer, aber nicht für die Vermittlung da war und das Lehrerdasein eben wirklich nur mangels besserer Alternative gewählt wurde.

    Bei mir würde ich sagen ist es eher umgekehrt. Ich würde gern Lehrer werden, weil ich Spaß daran habe, Leuten (Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen) etwas beizubringen und sie von etwas zu begeistern .
    Ich trainiere seit einigen Jahren Sportgruppen verschiedener Altersklassen und habe in dem Rahmen auch einige "außersportliche" Aktivitäten mitorganisiert, habe also etwas Erfahrung in dem Bereich.
    Außerdem habe ich mehrere Lehrer in der Familie, so dass ich doch ein relativ gutes Bild von dem Beruf habe und nicht unbedingt an die Legenden glaube

    Es scheitert meiner Meinung nach halt eher an dem passenden Fach, von dem ich selbst so überzeugt bin, dass ich andere Menschen dafür begeistern kann.
    Gegen Sport habe ich mich ganz bewusst entschieden, da es meiner Meinung nach als Unterichtsfach in der "klassischen" Form an der Schule nichts zu suchen hat und seinen Zweck verfehlt, aber das ist eine andere Diskussion.

    Gruß

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