wer es nicht im Kopf hat, muss es wenigstens in den Beinen haben.
Deine Schulzeit sollte Dir eigentlich klar gemacht haben, dass es Dir offenbar an geistiger Ausdauer und jener intellektuellen Ader mangelt, die sich spätestens im Laufe der Oberstufe einstellen sollte, und die man im Allgemeinen mit "Lernen lernen" zusammenfasst. Dass Du trotzdem ein Studium begonnen hast, und wenn es nur "Sport" war, das aber schon nach nur 3 Monaten wieder geschmissen hast, sollte Dir ein für alle Mal eine Lehre sein.
The highway to hell is paved with good intensions.Zitat von Donaldduck
Das "Tiefgründige" setzt eine bestimmte Art Geisteshaltung voraus, die einen von Ansprüchen unabhängig inne halten und nachdenken läßt, wenn es gilt, ein Problem (überwiegend) mit Hilfe der Grauen Zellen zu lösen, statt zum Hammer zu greifen oder davonzulaufen.
Noch gibt es in Deutschland Verdienstmöglichkeiten, bei denen die intellektuellen Eigenschaften in den Hintergrund treten. Wenn Du also vom Sport nicht leben kannst, dann versuche es lieber ohne akademische Ausbildung. (wobei heute selbst die Ausbildungsberufe nicht mehr völlig ohne gewisse, geistige Ansprüche auskommen)
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30-01-2011 17:00 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Motivationsprobleme (Studienwahl, Lernen, ...)
Hi!
Ich bin momentan ziemlich erfolglos auf der Suche nach einem Studium, das ich zum nächsten Wintersemester anfangen kann.
Das Problem das ich dabei habe ist, dass ich (zumindest habe ich das Gefühl), mich für Nichts wirklich begeistern kann. Oder anders gesagt: Sobald ich mich mit einem Thema intensiv beschäftige verliere ich nach kurzer Zeit das Interesse bzw. die Motivation, weiter zu lernen.
Das war schon in der Schule so: Für die erste Abi Klausur habe ich 5 Tage vorher (sehr früh für meine Verhältnisse) angefangen zu lernen, nach 2 Tagen allerdings komplett aufgehört, da es mir einfach "zu langweilig" war. Stattdessen bin ich dann mit der "das wird schon irgendwie" Einstellung in die Klausur gegangen. Bei den restlichen Klausuren lief es ähnlich...
Dieses Wintersemester habe ich dann angefangen zu studieren, das Studium allerdings nach 3 Monaten wieder abgebrochen, da mich die Themen, die mich vorher wirklich interessiert haben, nur noch gelangweilt haben.
Das Einzige, wofür ich mich seit sehr langer Zeit durchgehend motivieren kann ist Sport. Ich mache Leistungssport und habe überhaupt kein Problem, mich 6-7 mal die Woche zum Training zu begeistern, gehe bei dem schlechtesten Wetter joggen und bin jedes mal wieder glücklich dabei. Außerdem bin ich seit einiger Zeit auch als Trainer tätig, was mir ebenfalls jedes mal wieder sehr viel Spaß macht.
Passenderweise war das Studium, das ich abgebrochen habe, ein Sportstudium...
Nun kenne ich viele Leute, denen es mit "theoretischen" Themen, die sie nun studieren, ähnlich geht und ich frage mich, warum ich es nicht schaffe, mich für Irgendetwas ähnlich zu begeistern...
Ich würde allerdings trotzdem gern wieder studieren, da ich trotzdem irgendwie den Anspruch habe, mich "tiefgründiger" mit irgendetwas zu beschäftigen, bzw. mich in dem Gebiet, in dem ich später mal mein Geld verdiene (wo auch immer das sein wird), wirklich auszukennen.
Geht oder ging es irgendjemandem von euch ähnlich oder hat jemand Tipps, was man in diesem Fall machen kann?
Gruß
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31-01-2011 07:35 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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per aspera ad astra oder
Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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31-01-2011 22:33 #3
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Ich wusste es gleich, ich bin zu blöd für ein Studium... Dafür ist mir mein Abi bei sehr geringem Lernaufwand allerdings noch ziemlich gut gelungen.
Auf jeglichen intellektuellen Anspruch möchte ich in meiner späteren Tätigkeit dennoch nicht verzichten, ich weiß auch nicht, wo du das in meinem Beitrag gelesen hast. Vielleicht hast du das auch nur aus meiner mangelnden intellektuellen Ader geschlussfolgert.
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01-02-2011 07:48 #4
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Vielleicht nicht unbedingt zu blöde. Aber das Verbum "studere" heißt: sich bemühen.
Wüsstest Du, was mit studere gemeint ist, hättest Du versucht, mit einem zumindest durchschnittlichen Aufwand ein hervorragendes Ergebnis zu erzielen.Dafür ist mir mein Abi bei sehr geringem Lernaufwand allerdings noch ziemlich gut gelungen.
Doch, habe ich!Auf jeglichen intellektuellen Anspruch möchte ich in meiner späteren Tätigkeit dennoch nicht verzichten, ich weiß auch nicht, wo du das in meinem Beitrag gelesen hast. Vielleicht hast du das auch nur aus meiner mangelnden intellektuellen Ader geschlussfolgert.
Den intellektuellen Anspruch stellst nicht Du, sondern Dein Brötchengeber. Er setzt voraus, dass seine Angestellten die ihnen gestellten Aufgaben u.a. mit Hilfe ihrer Intelligenz bzw. Ausbildung lösen.
In der Regel und meiner Erfahrung gemäß, sind die intellektuellen Herausforderungen, aber auch jene an die Geduld, das Durchhaltevermögen und die Strebsamkeit an einer Hochschule wesentlich größer als später in irgendeiner Firma.
Dem entsprechend scheitern viel mehr mäßig begabte, faule und orientierungslose als Studenten wie später auf der Arbeitsebene im Beruf. (erst auf den Management- Ebenen steigt die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns wieder)Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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03-02-2011 13:13 #5
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Das Problem ist nicht die fehlende Intelligenz. Das Problem ist, dass du im Studium Durchhaltevermögen brauchst, dass du für allein ein Fach Wochen lang lernen kannst und musst und das für jedes Fach, jedes Semester. Die Anforderungen im Studium sind, leider, mit denen im Abitur nicht zu vergleichen.
Nur Intelligenz allein sorgt für versaute Klausuren und wer es während der Schule nicht gelernt hat, strukturiert zu lernen und sich durchzubeißen, der wird es im Studium wesentlich schwerer haben. Dann muss man das nämlich in kürzerer Zeit unter erschwerten Bedingungen erlernen.
Das bedeutet nicht, dass es nciht möglich ist, ich hab es selbst auf die harte Art gelernt, aber einfach ist es eben nicht.
Was du jetzt machen sollst, kann ich dir schlecht sagen, schließlich kenne ich dich nicht, aber die Tatsache, dass man nicht studiert hat, bedeutet nicht zwangsläufig, dass man nur idiotische, intellektuell anspruchslose Tätigkeiten machen muss.
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