also also meiner erfahrung kann ich dir sagen, dass die wenigsten, die abitur haben und dannach eine ausbildung gemacht haben, auf dauer damit zufrieden sind. alles, die ich kenne, wollen mehr d.h. studieren.
mach doch ein duales studium, dabei verdienst du gutes geld (anders als beim vollzeitunistudium) ,kommst direkt in ein unternehmen rein und kannst deine praxiserfahrung umsetzen.
schau mal im internet, es gibt heutezutage extrem viele verschiedene dualstudiengänge und da sehr viele an der FH sind, kannst du das mit deinem fachabi problemlos studieren.
Thema: Studieren oder Arbeiten
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Ergebnis 1 bis 5 von 13
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22-03-2011 17:29 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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- 2
Studieren oder Arbeiten
Hallo zusammen,
kurz gefasst: Zur Zeit bin ich hin und her gerissen ob ich noch studieren oder gleich arbeiten gehen soll. Ich hoffe hier auf ein paar Tips, Ratschläge oder eure Geschichten. Ich erwarte keine Lösung für mein Problem, die muss ich selber finden.
Kurz zu mir:
Alter: 23 Jahre (wohne noch bei Muttern)
Abschluss: Fachabitur mit 3.0
Zur Zeit: Mache ich ne Ausbildung bei der Telekom zum ITSE (Ende Juni bin ich damit fertig). Habe einen Schnitt von 1,5 im Zeugnis (der Unterricht in der Berufsschule ist aber nicht sehr pralle von daher...)
Nun zum Problem:
Ich stelle mir die frage, ob das nun "alles" gewesen sein soll und ich nun, falls ich nen Job bei der Telekom bekomme (Chancen stehen gut, jedoch ist am 1.4 Bewerbungsschluss für die Stellen), dort bis ich 65 bin arbeiten gehe. Klar bietet die Telekom auch sowas wie nen Berufsbegleitendes Studium das ist aber nicht so Pralle wie ich von Kollegen gehört habe.
Am liebsten würde ich irgendwo in Leipzig oder Dresden studieren, raus von zu Hause, auf eigenen Füßen stehen. Das sagt mir zumindest meine innere Stimme. Aber was mich zweifeln lässt ist: Was passiert wenn ich das Studium nicht packe oder gar nicht erst genommen werde? Dann hätte ich ne gute Chance vergeben bei der Telekom zu arbeiten (Teilweise werden die Stellen mit 2,8k € Brutto im Monat bezahlt). Ich interessiere mich für Nachrichtentechnik.
Ich würd halt gerne neue Leute kennen lernen und einfach diese Erfahrung machen. Wenns dann nicht klappt kann ich immerhin sagen das ich es versucht habe. Kenne so viele die sich vorwerfen "ach wäre ich mal studieren gegangen". Ich will nicht studieren gehen mit dem Gedanken "ja dann verdien ich bestimmt voll viel Geld danach" sondern einfach weil ich gerne neue Dinge lerne und die Erfahrung machen will... wären da nicht diese Zweifel
Zudem der ganze organisatorische Aufwand... wohne zur Zeit in Hamburg. Brauch dann ja auch ne Wohnung bzw nen Wohnheim und dann noch Bafög etc. Hab auch teilweise das Gefühl schon zu alt zu sein fürs Studium...
Ich bin sehr interessiert falls ihr ähnliches schon durchlebt habt und wie ihr das gemeistert habt
Gruß
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22-03-2011 17:48 #2
"Student" (20-79 Beiträge)
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22-03-2011 19:59 #3
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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- 2.726
Was stellst Du Dir denn als Alternative zu einer 3jährigen Ausbildung und dann Arbeit bis 65 (wohl eher 67 oder 70...) vor? Ein 3jähriges Bachelorstudium und dann Arbeit bis 65plus?

Ganz im Ernst: ob betriebliche Ausbildung oder Studium ist nur eine Frage des Mittels zum Zweck, denn das Entscheidende ist Dein Ziel - das, wo Du beruflich mal hinwillst. Sicher stehen Dir mit einem Studium mehr Karrierewege offen als "nur" mit einer Ausbildung, aber nicht jeder "Studierte" erreicht hinterher im Berufsleben eine so hohe Position, dass er jeden mit Lehre hinter sich lässt. Außerdem kostet ein Studium erst mal viel Geld und Nerven; das sollte man auch nicht vergessen.
Wenn Du abbrichst, bleibt Dir immer noch Dein Berufsabschluß und Du hast fachlich und persönlich einige Erfahrungen gesammelt. Es ist keine Schande, ein Studium nicht zu Ende zu bringen, wenn es denn nicht hat sein sollen, vor allem nicht mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Grundlage.
2,8 TEUR brutto ist für ein Einstiegsgehalt direkt nach der Ausbildung sicherlich ganz ordentlich, aber die Frage ist ja, wohin Du Dich in dem Umfeld noch entwickeln kannst. Wirklich viel sind 2.800 EUR nämlich nicht - netto bleiben davon ca. 1740 EUR übrig, was je nach Region nur begrenzt große Sprünge zulässt...
ad 1: nicht jeder Studieninteressierte ist auch BAföG-berechtigt - das solltest Du vorher genau abprüfen, gerade auch im Hinblick auf Deine dann abgeschlossene Erstausbildung!
ad 2: mit Mitte 20 ist man keineswegs zu alt fürs Studium und gerade in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern ist so mancher unterwegs, der vorher erst eine Ausbildung gemacht hat (z.B. Laborant, PTA, etc.) und daher deutlich jenseits der 20. Wirklich auffällig ist es erst, wenn man die 30 überschritten hat, aber ein Problem ist das auch nicht. Man fühlt sich den frisch aus Muttis Schoß entschlüpten kleinen Erstsemester-Küken vielleicht nur von der Reife her etwas überlegen und erkennt nicht als Problem, was für 19jährige mittlere Dramen sind.
P.
-
23-03-2011 06:45 #4
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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- 5.278
Auf der Berufsschule müssen auch Hauptschüler mit Migrationshintergrund zumindest halbwegs zurecht kommen. Auf einer Hochschule weht dies bezüglich ein anderes Lüftchen. Da bestimmt das Ziel den Weg, und es werden Abbrecherquoten bis 60 % in Kauf genommen. (wobei 40% bei den technischen Fächern üblicher Durchschnitt sind)
Nich so pralle, oder?
Na, immerhin hast Du, solltest Du mit dem Studium scheitern, eine Rückzugslinie. Das beruhigt möglicherweise Deine Nerven.
Andererseits, wie schon gesagt wurde, kostet ein Studium erst mal ordentlich Moos. Rechne ruhig mal mit 8 k€ p.a.
Du bist also rein rechnerisch selbst nach einem zügig abgeschlossenen Bätschelor mit 24 k€ im Minus, während Du bei der Telekom im gleichen Zeitraum etwa 60 k€ verdient hast. Der Unterschied zwischen Bätschelor und Facharbeiter (mit 3- 4 Jahren Vorsprung) ist beim Brutto vielleicht sogar noch gegeben, durch Steuerprogression und die Sozialabgaben bleibt netto allerdings weniger übrig, als die meisten denken. U.U. und abhängig von der rechnerischen Verzinsung kann das Jahrzehnte dauern, bis Du den anfänglichen Unterschied von über 80 k€ aufgeholt hast. (von den inzwischen angezahlten Rentenversicherungsbeiträgen mal ganz abgesehen; aber die rechne ich nicht)
So richtig lohnen tut sich eigentlich nur ein Studium an der Uni, also ein Master oder Diplom. Damit durchbrichst Du schon beim Einstiegsgehalt die Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung. (und darfst Dich privat krankenversichern)
Damit stehen Dir dann sogar die richtigen Karriereleitern zum Betreten frei, ab deren zweiter oder dritter Stufe auch die außertarifliche Bezahlung (also mehr als 84 k€ p.a.) winkt.
Kurz gesagt: ganz oder gar nichtTja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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23-03-2011 18:02 #5
"Student" (20-79 Beiträge)
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- 12.10.2010
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- 23
hola die waldfee :-)
darf ich fragen ,welche studiengänge du damit meinst??
ich kenne keine einzige person (wohlgemerkt kenne ich wegen meines studiums eher ingenieure, naturwissenschaftler, juristen etc.. und keine geisteswissenschaftler) die bei berufseinstieg schon die versicherungsgrenze knacken.
selbst bei siemens, die wirklich gut bezahlen, kommst du als berufseinsteiger "nur" auf 39.000 im jahr....
geb mir maln tipp, damit ich mich bei den "richtigen" bewerbe im herbst :-D
und zu den kosten bezüglich studium..
man kann sich auch was nebenbei verdienen oder wie im falle eines dualen studiums , erledigt sich das von selbst. und eltern hat man ja auch noch, sowie bafoeg (von dem nur die hälfte zurückgezahlt werden muss) und bestimmte darlehen.
erfahrung hab ich damit ehrlichgesagt nicht, da ich das glück habe, gut verdienende eltern zu haben, die 3 kindern ein studium finanzieren können :-)
natürlich arbeitete ich trotzdem noch nebenbei, aber bin extremst froh, ohne schulden aus dem studium zu gehen mit knapp 24 :-)
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